Badeurlaub auf Sansibar – Reisebericht

Wie schon erwähnt, haben wir uns im Anschluss an unsere Safari noch 5 Tage Strandurlaub auf Sansibar gegönnt. ist eigentlich eine Inselgruppe vor der Küste Tansanias, wobei die Hauptinsel Unguja meist von uns Europäern fälschlicherweise als betitelt wird. ist ein autonomer Teil des Unionsstaates Tansania.

Wir sind also mit einer kleinen Propellermaschine der Precision Air von Arusha zum abenteuerlichen Flughafen (alles sehr primitiv dort) von Sansibar geflogen. Der Flug dauerte gut eine Stunde.

Klima und Wetter

Beim Aussteigen aus der Maschine konnte man schon einen deutlichen Unterschied zu Tansanias Binnenland feststellen. Das Klima ist maritim tropisch, also heiß (geschätzte 30 Grad Celsius), und relativ feucht. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht waren nur sehr gering. Einzig der Wind, der kurz vor Mittag mit der Flut einsetzte und meist kurz nach Sonnenuntergang auch schon wieder weg war, brachte eine angenehme Abkühlung im Schatten.

Wir hatten aber auch an 2 oder 3 Tagen kurze, heftige Regenschauer am späten Vormittag. Nach nur einer halben Stunde war aber schon nichts mehr vom kühlenden Nass übrig, und es war gleich wieder so heiß wie zuvor.

Hier konnten wir auch erstmals die „PolePole“ (kisuaheli für „langsam, langsam“) Mentalität der afrikanischen Bevölkerung bestens nachvollziehen :)

Unterkunft

Wir übernachteten im Neptune Pwani Beach Resort & Spa an der Ostküste, eine Anlage die erst im April 2007 eröffnet wurde. Dementsprechend war sie natürlich in hervorragendem Zustand.

Das Resort besteht aus einzelnen Häusern die jeweils 6 großzügigen Zimmer beherbergen (davon 2 im Obergeschoss), alle mit Meerblick. Zum Glück, und im Gegensatz zu den Lodges auf der Safari, waren alle Zimmer mit Klimaanlage ausgestattet.

Die Anlage verfügt über zwei große Pools, zwei Bars, ein Buffet Restaurant, ein À-la-carte Restaurant, sowie einen eigenen Sicherheitsdienst. Außerdem steht ein eigener Strandabschnitt zur Verfügung, von welchem aber die letzten 5 Meter (bei Flut) zum Meer öffentlich sind. Und genau auf diesen Meter stehen die Beachboys die einen alles Mögliche andrehen wollen, und leider richtig nervig sind.

Sehenswürdigkeiten

Da wir schon zu genügend bei unserer Safari auf Achse waren, waren wir nur wenig motiviert noch einen weiteren Tagesausflug auf Sansibar zu machen. Dabei gibt es doch einiges zu entdecken auf der kleinen Insel, wie etwa die berühmte Stone Town in Zanzibar City, welche seit 2000 als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO steht.

Ansonsten kann man eine der zahlreich angebotenen Spice Tours machen, wo man die vielen Gewürze der Insel kennen lernt. Außerdem ist Sansibar die einzige Heimat des Sansibar-Stummelaffen.

Übrigens wurde Freddie Mercury 1946 unter dem Namen Farrokh Bulsara auf Unguja geboren.

Fazit

Sansibar, beziehungsweise Unguja, ist eine sehr schöne Insel inmitten des indischen Ozeans, die sich sehr gut für einige Tage Strandurlaub eignet. Allerdings ist außerhalb der Hotelanlage recht wenig los, und die Strassen, zumindest die vom Flughafen bis zum Hotel, sind gesäumt von Müll und Plastiktüten. Für einen zweiwöchigen halte ich Sansibar deshalb eher als ungeeignet.

Kategorien: Touren & Reiseziele

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6 Kommentare

  1. Precision Air – also für mich schwingt da schon ein Unterton mit der leise aber vernehmlich „Seelenverkäufer“ flüstert. Oder war es gar nicht so schlimm? Eine Verwandte hat mich beschworen in Afrika bei allem was fliegt auf europäische Betreibergesellschaften zu achten… und das aus schlechter Erfahrung mit Känguruh-Landung und merkwürdigem Technikumgang.

  2. Naja, Hühner oder Ziegen waren nicht im Flugzeug :) Aber es war sehr laut in der Maschine. Als Snack gab es ein weiches Brötchen mit einer Art Hotdog Wurst, was zusammen nach gar nichts schmeckte, und einen kleinen Apfel. Dafür gab es aber Cola und Bier in Dosen :)

    Take-off und Landung waren eigentlich ganz OK.

  3. Bier in Dosen – ja, kann man mit Leben. Das Hotdog hört sich jetzt nicht so wahnsinnig begeistert an *grins*.

    Aber immerhin keine schlechten Piloten. Freut mich!

  4. Precision ist gut, pünktlich, zuverlässig und günstig. Laut ist es immer in so kleinen Propellermaschinen. Zu afrikanischen Fluggesellschaften allgemein: Ethiopian Airlines ist eine der besten, mit denen ich jemals geflogen bin. Leute die meinen, man sollte allem afrikanischen aus dem Weg gehen, sollten besser nicht dort hinfahren.

  5. Hallo Sven,

    dein Artikel hat in uns schöne Erinnerungen geweckt. In letztem Jahr haben wir 8 Tage auf der Gewürzinsel verbracht. Unsere Unterkunft war am Matemwe Beach und von dort aus haben wir Ausflüge unternommen: nach Stone Town, zu den verschiedenen Stränden und der Prison Island. Für diejenigen, die sich dafür interessieren, wir fassen unsere Highlights auf der Seite https://www.travelsicht.de/highlights-ausfluege-auf-sansibar-reisebericht-tipps-und-preise/ zusammen.
    Matemwe ist sehr ruhig, ohne den Massen von Touristen. Hier kam die „Pole, pole“ Mentalität, wie du auch geschrieben hast, sehr gut zum Vorschein. Stone Town hat uns auch sehr gut gefallen.

    Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß mit dem Blog und gute Reise!

    Viele Grüße,

    Ildi und Balint

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