Papierlos Geocachen mit Netbook und 3G Modem

Wie schon angekündigt möchte ich hier über meine gestrige Erfahrung des papierlosen Geocachen mit meinem (Acer Aspire One) und 3G Modem (Option iCON 225), berichten.

Das Netbook

Als Netbook bezeichnet man ein kleines, günstiges Notebook, welches in der Regel ein Display mit einer Diagonale von 7 bis 10 Zoll besitzt, und ca. 250 bis 450 Euro kostet. Zudem sind sie sehr leicht, und wiegen im Schnitt nur rund 1 bis 1,5 Kilogramm. Diese besonders stromsparenden Modelle erfreuen sich seit Anfang letzten Jahres besonderer Beliebtheit, nicht zuletzt da mittlerweile alle grossen Hersteller (Acer, Asus, Dell, HP, MSI, Samsung, …) Netbooks in ihrem Programm führen.

Acer vs. Dell Acer Aspire One

Ich verfüge seit August üner eines der ersten Netbooks, das Acer Aspire One A150X. Es besitzt ein 8,9 Zoll Display mit einer Auflösung von 1024×600 Pixeln, 1 GB RAM, eine Festplatte mit 120 GB Speicher, und wird mit einem Intel Atom Prozessor mit 1,6 GHz betrieben. Die „X“ Version wird mit Windows XP geliefert. Auf dem Foto sieht man das kleine Aspire One im direkten Vergleich mit einem regulären 15 Zoll Notebook von Dell.

Das 3G Modem

Um unterwegs beim Geocachen auf die Informationen von .com zugreifen zu können, und auch gleich vor Ort loggen zu können, benötigt man eine Internet Verbindung. Dies kann man dank GPRS / UMTS / HSDPA über das normale Handynetz bewerkstelligen. Hierzu ist allerdings ein spezielles 3G Modem mit einer mobilen Daten Flatrate erforderlich. Ich nutze ein USB Modem von Option, ein recht handlicher USB Stick in den man die SIM Karte seines Provider einführt.

Option iCON USB Modem Option iCON

Einige wenige Netbooks besitzen bereits ein integriertes 3G Modem, was äußerst praktisch ist, da der USB Stick beim Geocaching doch recht störend ist. Solche Netbooks, wie z.B. das Samsung NC10 oder das Asus EeePC 1000H Go, sind allerdings deutlich teurer (+100 Euro) als ihre entsprechende Version ohne 3G. Der Stick von Option kostet ca. 90 Euro.

Geocachen mit dem Netbook in der Praxis

Kommen wir nun aber zum praktischen Einsatz des Netbooks beim Geocachen. Doch wozu braucht man eigentlich das Netbook beim Geocachen?

Papierlos Geocachen Geocachen mit Netbook

Dank mobiler Internet Verbindung kann man jederzeit auf die Geocaching.com Seite zugreifen und alle Informationen (inkl. Logs, Hints, Spoiler Fotos, …) zu einem Cache abfragen, ohne diese vorher ausdrucken zu müssen. Zudem kann man zusätzliche Hilfen aus dem Internet laden, wie z.B. Satellitenfotos auf Google Maps, oder Zusatzinformationen zu besonderen Plätzen. Wer unterwegs feststellt, dass doch noch Zeit übrig bleibt um einen weiteren Cache zu suchen, der kann schnell auf Geocaching.com nachschauen, und die GPX Datei via USB Kabel auf sein GPS Gerät laden. Natürlich kann man auch gleich vor Ort, oder unterwegs im Auto zum nächsten Cache, loggen. Man könnte sogar die Fotos seiner Suche zum Logeintrag hochladen, denn alle Netbooks verfügen über einen Kartenslot für SD, MMC, xD, und Memory Stick. Praktisch ist so ein Netbook mit Modem übrigens auch bei Webcam Caches (wie z.B. GCJZAG) : auf der Webcam Seite nachschauen ob man richtig steht, Bild speichern und gleich zum Log hochladen :) Ich habe das Aspire One überwiegend bei der Fahrt im Auto genutzt um die Beschreibung des nächsten Caches durchzulesen, und zum Loggen des zuletzt gefundenen Caches. Nur bei 2 Caches musste ich das Netbook mitnehmen, um die Gegend mit dem Spoiler Foto vergleichen zu können.

Netbook + Karte

Da ich einen zusätzlichen 6 Zellen Akku nutzte (im Lieferumfang war nur ein recht schwacher 3 Zellen Akku enthalten), konnte ich ohne Probleme einen ganzen Tag ohne Laden oder Wechseln des Akkus arbeiten. Im Schnitt hält der große Akku bei Dauerbetrieb ca. 4 bis 5 Stunden. Das einzige was mich störte war der USB Stick. Man muss beim Hantieren schon etwas aufpassen damit man den USB Port nicht beschädigt, wenn man mit dem Stick irgendwo anstößt, oder das Netbook auf eine unebene Fläche (z.B. Rücksitz) legt. Hier wäre ein integriertes 3G Modem wirklich von Vorteil.

Fazit

Wer eine Geocaching Tour mit überwiegend Traditional Caches plant und nicht Unmengen an Papier mitschleppen möchte, der ist mit der Kombination Netbook + 3G Modem wirklich gut unterwegs. Bei längeren Mutli Caches mit vielen Waypoints ist ein Netbook hingegen eher hinderlich, da man es bei jeder Station wieder auspacken und aus dem Standby Modus hochfahren muss. Zudem ist es wesentlich einfacher die Koordinaten von WPs mit Stift und Papier auszurechnen. Abschließend noch meine Empfehlungen für den Kauf eines aktuellen Netbooks:

  • Samsung NC10 : Das Samsung besitzt eine grosse Tastatur, eine gute Gesamtleistung, einen 10 Zoll Bildschirm, einen hervorragenden Akku (bis zu 7 Stunden Laufzeit), eine große Festplatte (160 GB), und ist für ca. 400 Euro zu haben. Es gibt das NC10 mittlerweile auch mit integriertem 3G Modem für knapp 500 Euro.
  • Asus EeePC 1000H Go : Von den technischen Eigenschaften her ist das Asus praktisch mit dem Samsung gleich zu stellen. Vorteil des EeePC ist das etwas grössere Touchpad, Nachteil ist die etwas kürzere Akkulaufzeit von ca. 5 Stunden. Das „Go“ Modell verfügt über ein integriertes 3G Modem, und ist derzeit für knapp 500 Euro erhältlich.
  • Wer es günstiger mag, kann z.B. auf das Acer Aspire one A110L für ca. 250 Euro, oder das Asus Eee PC 900A für knapp 240 Euro zurückgreifen. Beide laufen auf Linux Basis. Hier sind allerdings einige Abzüge in Kauf zu nehmen, wie etwa die deutlich kürzere Akkulaufzeit oder geringer Speicherplatz. Ausserdem fehlt das 3G Modem.

Wer weitere Informationen oder Fragen zu Netbooks hat, der kann gerne in meinem Netbook Forum vorbeischauen.

Kategorien: Elektronische Ausrüstung,Geocaching

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2 Kommentare

  1. Hallo
    Guter Beitrag da ich mir überlege ein Netbook zu kaufen.
    Papierlos Geocachen mach ich schon länger.
    Schau doch bitte mal das Pogramm CacheWolf an.
    Mann muss nict immer Online gehen und kann sich mit einem GPS Empfänger direkt über das Netbook leiten lassen.

    Gruß Michael (the hagrid)

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