Sächsische Schweiz – das etwas andere Klettererlebnis

Dies ist ein von Alexandra, die sonst auf mybackpacking.de bloggt.

Liebe Freiluftblog Leser, ich bin Alexandra vom mybackpacking-Blog und ich habe die Ehre heute einen Gastbeitrag schreiben zu dürfen.

Neben dem Reisen ist eines meiner Hobbys das und da ich aus Dresden komme, würde ich Euch in meinem Beitrag gern ein ganz besonderes deutsches Klettergebiet vorstellen:  die Sächsische Schweiz.

Die Sächsische Schweiz zählt zu den markantesten und schönsten Klettergebieten der Welt. Kletterer finden hier über 1.100 freistehenden Sandsteinfelsen mit ca. 19.000 Kletterwegen in allen Schwierigkeitsstufen. Achtung: die Sächsische Kletterskala unterscheidet sich etwas von der UIAA-Skala und sollte in Bezug auf die Leistungsanforderungen nicht einfach 1:1 umgerechnet werden.

Sächsische Schweiz

Eine weitere Besonderheit ist, dass 64 % der Gipfel und Wege im Gebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz und die übrigen im liegen. Wer hier klettert, sollte sich bewusst sein, dass man nicht im Klettergarten ist, sondern der Naturschutz und das Erlebnis am Naturobjekt Fels im Vordergrund steht.

Die Sächsischen Kletterregeln sollen ein verträgliches Nebeneinander von Klettersport und Naturschutz ermöglichen und sind daher unbedingt einzuhalten.

Wesentlichste der Sächsischen Kletterregeln

Erlaubt ist das Klettern nur an freistehenden Felsen mit mindestens 10 Meter Höhe. Das Klettern ist ausschließlich aus eigener Körperkraft und nur mittels der natürlichen Felsstruktur erlaubt. Da der sächsische Sandstein insgesamt recht weich und verletzlich ist, erfolgt im sächsischen Fels die Sicherung durch Seil- oder Bandschlingen mithilfe verschiedener Knoten, die ausschließlich aus der Kletterhaltung heraus gelegt werden dürfen. Sowohl Schlingen als auch Ringe sind nicht zur Fortbewegung zu verwenden. Nicht erlaubt sind außerdem Begehungen unmittelbar nach Regen, Toprope-Klettern, die Verwendung künstlicher Hilfsmittel, Klemmkeile, Klemmgeräte und Magnesia.

Sächsische Schweiz

Für Kletterer aus anderen Gebieten dürften auch die Ringabstände gewöhnungsbedürftig sein, die mindestens 3 – 5 Meter betragen und nach der Regel „geringste Ringanzahl und größtmöglicher Ringabstand“ in den Routen verteilt sind. Da die Ringe spärlich gesät sind, werden Sanduhren, Platten, Zacken und Risse als natürliche Zwischensicherungsmöglichkeiten genutzt, es kann auch mal ein Felskopf oder ein gut stehender Felsbaum sein.

Der Elbsandstein bietet eine reichhaltige grob oder fein gekörnte Felsstruktur mit einer sehr guten Rauhigkeit, an der man über Stufen und Henkelgriffe, Fingerlöcher, Rippen, Bänder, zarte Risse und Reibungswände, Hand- und Schulterrissen, Kamine, Verschneidungen, Quergänge und Überhänge zum Gipfel gelangt. Auch Unterstützungsstellen, Übertritte oder Überfälle und Sprünge können bei einzelnen Wegen gefordert sein. Klettern in der Sächsischen Schweiz – das ist vor allem atemberaubende Natur, sportliche Herausforderung und teilweise Grenzerfahrung.

Sächsische Schweiz

Ich hoffe ich konnte Euch trotz „einschränkender“ Regeln Lust auf einen Kletterausflug in die Sächsische Schweiz machen. Wenn Ihr Fragen habt, hinterlasst einen Kommentar oder meldet Euch!

Über die Autorin

Alexandra schreibt für das Reiseblog von Backpacking.de. Bei Backpacking.de findet man aktuelle Reiseinfos, Bilder und persönliche Berichte von Backpacker, sowie Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten, welche von Backpackern besucht und bewertet wurden.

Kategorien: Klettern & Bergsteigen

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5 Kommentare

  1. Pingback: Kletterparadies Sächsische Schweiz | Das Backpacking.de-Reisetagebuch für Rucksacktouristen

  2. Pingback: Klettern und Bouldern – Klettertraining

  3. Ein absolutes Traumgebiet das sich gegen wirklich namhafte Konkurrenz wie z.B. die Zedernberge in Südafrika nicht verstecken braucht!
    Leider wird es natürlich auch immer voller an den bekannten Spots. Letztes jahr musste ich für meine Projekte häufig anstehen…

  4. Hallo,

    wer Lust hat mal Erlebnisberichte unterhalb des 9. Grades zu lesen oder Lust hat mal mit „residents“ einen normalen Klettertag zu verbringen, Kinderfreundlich und ohne „harte Routen“ der möge mal auf unseren Seiten vorbeischauen…..www.kc-geruchsneutral.de

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