Serie auf outdoor.de : Powderalarm ohne Lawinentod

Wegen den vermehrten Lawinenunfällen in den vergangenen Wochen hat die Redaktion des Info-Portals Outdoor.de das Thema Lawinen, Lawinenausrüstung und das richtige Verhalten abseits der Pisten in der Serie „Powderalarm ohne Lawinentod“ behandelt.

Serie auf outdoor.de : Experten klären auf über Lawinen, Lawinenausrüstung und das richtige Verhalten abseits der Piste

Jetzt beginnt wieder die Hochsaison für Skitourengeher und Freerider. Outdoor.de beantwortet deshalb gemeinsam mit dem Bergführer Dieter Stopper und Sportwissenschaftler Dr. Tobias Bach Fragen rund um das Thema Lawinen, Lawinenausrüstung und richtiges Verhalten abseits der Pisten in einer sechsteiligen Serie.

109 tödliche Lawinenunfälle gibt es in den Alpen im Jahresdurchschnitt. Eine beängstigende Zahl, denn jeder Todesfall ist tragisch – und häufig selbst verschuldet. 109 Tote sind aber auch eine ermutigende Zahl, denn seit den 60er Jahren ist die Zahl der Lawinentoten in etwa gleich geblieben. Und das, obwohl sich die Anzahl an Wintersportlern, die sich abseits gesicherter Pisten bewegen, in den letzten Jahren vervielfacht hat. Der Deutsche Alpenverein schätzt, dass es europaweit derzeit mehr als 2 Mio. Skitourengeher gibt, hinzukommen etliche Freerider.

90 Prozent der Lawinenopfer lösen die selbst aus. Fünf Prozent werden von einer erfasst, die andere Schneesportler oberhalb von ihnen ausgelöst haben, und nur fünf Prozent kommen in Lawinen um, die ohne menschliches Verschulden abgegangen sind. Langzeitbeobachtungen des Schweizer Instituts für Schnee- und Lawinenforschung haben gezeigt, dass es in schneearmen Wintern entgegen der landläufigen Meinung mehr Lawinenunfälle als in schneereichen Wintern gibt. Der Grund: Eine dünne Schneedecke ist durch das Gewicht des Wintersportlers allgemein anfälliger für Störungen. Ausgelöste Brüche in der Schneedecke pflanzen sich fort in eingewehte Bereiche, wo auch bei relativer Schneearmut viel gebundener Schnee liegt, der sich als Schneebrett lösen kann. Eine Gefahr, die besonders für den Laien, schwer zu erkennen ist. Der 2009/2010 ist – zumindest in weiten Teilen den Alpen – bislang eher schneearm. Powderjunkie sei achtsam!

Outdoor.de macht deshalb Lawinen zum Thema einer sechsteiligen Serie. Dabei geht es um die Frage: Wie kann ich mich gewissenhaft und angemessen mit der Lawinengefahr auseinandersetzen? Wie schütze ich mich vor Lawinen und was darf ich auf keinen Fall tun.

  1. Im 1. Teil der Serie wird ein Blick auf die notwendige Ausrüstung gelegt. (Notfallausrüstung aus LVS-Gerät, Schaufel und Sonde)
  2. In Teil 2 werden verschiedene LVS Geräte vorgestellt und erklärt was bei deren Kauf beachtet werden muss. (Welches LVS?)
  3. Der 3. Teil erklärt, wie Lawinenlageberichte funktionieren und gelesen werden. (Lawinen vermeiden)
  4. Teil 4 untersucht und bewertet zusätzliches technisches Equipment. (Was können Airbag & Co.?)
  5. Im 5. Teil werden Strategien für Entscheidungen und die Planung von Freeride-Ausflügen und Skitouren vorgestellt. (Strategien für richtiges Entscheiden)
  6. In Teil 6 geht es um soziales Risikomanagement, in dem die Gruppe als Gefahrenquelle im Vordergrund steht. (Soziales Risikomanagement)

Mit Veröffentlichung des letzten Teils ist die Serie nun komplett.

Die Autoren der Beiträge sind ausgewiesene Experten :

  • Dieter Stopper, Bergführer und öffentlich bestellter Sachverständiger für Berg-, Kletter- und Lawinenunfälle der Regierung Oberbayern. Stopper leitete sieben Jahre lang, die Sicherheitsforschung des Deutschen Alpenvereins.
  • Dr. Tobias Bach, Sportwissenschaftler an der Sporthochschule Köln und Bergführeranwärter. Dr. Tobias Bach ist Mitarbeiter in der Sicherheitsforschung des Deutschen Alpenvereins.

Kategorien: Wintersport

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2 Kommentare

  1. Hallo Sven, danke für den Artikel, sollte jeder mal gelesen haben, der bei Schnee im Berg unterwegs ist. Nur der Link zu outdoor.de scheint nicht zu funktionieren, zumindest bei mir nicht. LG, Felix

  2. Hmm, mein Beitrag ist schon 3 Jahre alt und Outdoor.de scheint mittlerweile die Links geändert zu haben. Schade, da hat wohl jemand beim Relaunch des Portals nicht mit gedacht :(

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