Hias Rebitsch – Der Berg ist nicht alles

starb vor 20 Jahren und hätte nächstes Jahr seinen 100. Geburtstag feiern können. Der Tiroler Ausnahme-Kletterer und Entdecker der Inka-Kultur in den Anden gehörte in den 1930er- und 1940er-Jahren zu den größten Bergsteigern seiner Zeit. Unter Mithilfe seines Nachlassverwalters Dr. Wolfgang Rebitsch enstand ein vielschichtiges Portrait des legendären Kletterers und Abenteurers mit bislang unveröffentlichtem Bildmaterial und persönlichen Erinnerungen von Peter Habeler, Wolfgang Nairz, Darshano L. Rieser, Alexander Huber u. v. a.

Horst Höfler (Hg.)
Hias Rebitsch
Der Berg ist nicht alles

Kletterpionier, Freigeist, Höhenarchäologe
Ein Lebensbild und seine wichtigsten Texte

264 S., 28 farb. u. 61 sw. Abb., 15 x 22,5 cm
gebunden mit Schutzumschlag
-Verlag, Innsbruck-Wien 2010
ISBN 978-3-7022-3083-8
€ 24,95 / SFr. 42,90

Ein Leben zwischen unbezwungenen Gipfeln und silbernen Göttern – Die Abenteuer eines der größten und prägendsten Bergsteiger seiner Zeit

Mathias „Hias“ Rebitsch (1911–1990) gehörte in den 1930er- und 1940er-Jahren zu den weltweit besten Kletterern. Seine Erstbegehungen im Karwendel, Kaisergebirge oder in den Stubaier Alpen zählen zu den schwierigsten ihrer Zeit. Rebitsch war in erster Linie Freikletterer und erreichte nachweislich bereits Ende der 1930er-Jahre den siebten Schwierigkeitsgrad – den es offiziell erst seit 1977 gibt. Legendär ist Hias’ Eiger-Nordwand-Versuch 1937 zusammen mit Ludwig Vörg: Nach einem infernalischen Wettersturz kamen sie als erste Partie lebend aus der berühmt-berüchtigten Wand zurück. Im selben Jahr erreichte Rebitsch am noch unbestiegenen Nanga Parbat den Silbersattel. Auf Sechstausendern der Puna de Atacama (Argentinien) entdeckte er schließlich ab Mitte der 1950er-Jahre bis dahin unbekannte Zeugnisse der Inkakultur („Die silbernen Götter des Cerro Gallan“) und wurde darüber auch zum anerkannten Forscher und Höhenarchäologen.

Dieses des bekannten Alpinjournalisten Horst Höfler berichtet vom bewegten Leben des großen Tiroler Bergsteigers und bringt die packendsten Texte dieses begnadeten Erzählers. Der Historiker Dr. Wolfgang Rebitsch, der den Nachlass seines Onkels verwaltet, beleuchtet Hias’ legendären „sechsten Sinn“, seine Grenzerfahrungen und die damit verbundene philosophische Seite des Querdenkers und Individualisten. Bekannte Berg-Persönlichkeiten wie Peter Habeler, Wolfgang Nairz, Darshano L. Rieser oder Alexander Huber erinnern sich an prägende persönliche Begegnungen mit Hias Rebitsch. Entstanden ist so ein spannendes, facettenreiches Porträt mit hohem dokumentarischen Wert, das in keiner Bergsteigerbibliothek fehlen sollte.

Der Autor
HORST HÖFLER (geb. 1948 in München) kennt als Allroundbergsteiger viele klassische Routen in den gesamten Alpen. Er verfasste zahlreiche Bergbücher, darunter etliche Werke zur Alpinismusgeschichte (z. B. „Hermann Buhl. Am Rande des Möglichen“). Mathias Rebitsch begegnete er öfter, und unvergessen ist ihm ein langes Interview 1986, während dem Hias nicht nur übers Klettern sprach, sondern Einblick in seine persönliche Philosophie gab.

Das Buch ist bei Amazon.de für 24,95 Euro erhältlich. Eine Leseprobe aus dem Buch “Hiase Ribitsch” findet ihr auf der Seite des Tyrolia Verlags.

Kategorien: Bücher, Magazine & Filme

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