Garmin fenix – Neue GPS-Uhr für Bergsportler

Pünktlich zur 19. Auflage der OutDoor Messe in Friedrichshafen welche morgen startet, präsentiert der Navigationsspezialist die , eine - mit einzigartigem Funktionsumfang. Nicht größer als eine normale Bergsportuhr bietet die robuste fenix zusätzlich umfangreiche Navigationsfunktionen, die dem eines GPS Handgeräts gleichkommen. Damit ist die fenix die erste , die die Bezeichnung „vollwertiges GPS-Navigationsgerät“ verdient.

Die fenix wurde von Anfang an in enger Zusammenarbeit mit Bergführern und Profi-Alpinisten entwickelt. Diese Praxisnähe wird sofort ersichtlich, wenn man sich das Funktionsspektrum ansieht. Es reicht weit über jenes üblicher GPS-Sportuhren (Pulsmessung, Geschwindigkeits- und Distanzanzeige), bzw. klassischer Bergsportuhren (Höhe, Kompass) hinaus. Die Garmin fenix bietet Funktionen, die für eine Uhr alles andere als selbstverständlich sind:

  • Track- und Wegpunktnavigation (mit Darstellung auf dem Display)
  • TracBack-Funktion (führt zum Ausgangsort zurück)
  • Track-Verwaltung
  • Luftlinien-Routing (mit Darstellung auf dem Display)
  • Automatische Kalibrierung des barometrischen Höhenmesser und des 3-Achsenkompass (auf Basis der GPS-Daten)
  • Blitzschnelles Markieren von Wegpunkten (z.B. Lagerplatz, Hütte, Abzweigungen, Skidepot, Beginn einer Abseilstrecke, o.ä.)
  • Darstellung von Höhenprofilen

Im Vergleich zum klassischen GPS-Handgerät fehlen lediglich das farbige Display und die Darstellung von Landkarten – was schlicht der Displaygröße der Uhr geschuldet ist.

Selbstverständlich verfügt die fenix über einen neigungsunabhängigen 3-Achsen-Kompass und einen präzisen barometrischen Höhenmesser.

Ein absolutes Novum für eine Uhr ist die Bluetooth-Schnittstelle. So können z.B. auf der fenix gespeicherte Wegpunkte, Routen oder Tracks in einer Landkarte auf dem Smartphone dargestellt werden. Bereits bekannt und bewährt ist die drahtlose ANT+ Datenübertragung. Sie ermöglicht den Informationsaustausch mit anderen Garmin-Geräten sowie externen Sensoren. Dazu gehört auch der neue, optional erhältliche Temperatursensor ‚tempe’. Er wird per Clip am Rucksack befestigt oder einfach draußen vor das Zelt gelegt und vermeidet so von der Körpertemperatur verfälschte Temperaturangaben.

Ganz nach Wunsch zeigt die fenix eine Vielzahl weiterer Informationen auf dem sehr gut lesbaren Display. Alle Datenseiten lassen sich jederzeit – auch unterwegs – mit jeweils bis zu drei verschiedenen Informationen individuell einstellen. Zur Wahl stehen über 50 verschiedene Werte aus dem Bereich Outdoor (z.B. Zeit, Distanz zum Ziel, zurückgelegte Höhenmeter getrennt nach Auf- und Abstieg, Richtung, aktuelle Höhe etc.). Zusätzlich bietet der fenix über 30 bereits von den Forerunner GPS Sportuhren bekannten Parameter, wie Pulswerte und Pace.

Peter Geyer, Bergführerausbilder beim VBDS (Verband Deutscher Berg und Skiführer) sieht die fenix vor allem unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit: „Eine Uhr bietet einen Riesenvorteil: ich trage sie bequem am Handgelenk und habe die wichtigsten Informationen jederzeit im Blick. Auch das schnelle Markieren von Wegpunkten, der akustische bzw. Vibrationsalarm oder Tracback gehören zu den wichtigen Funktionen, die ein Bergführer und ernsthafter Alpinist braucht.“

Die fenix kommt voraussichtlich im September 2012 zu einem unverbindlichen Verkaufspreis von 399 Euro in den Fachhandel.

Weitere Infos gibt es unter www.garmin.de. Unter www.garmin.de/fenixvideo steht außerdem eine kurze Produktvorstellung von Peter Weirether, Produktmanager Outdoor bei Garmin Deutschland, zur Verfügung.

Weitere Fakten & Features

  • Äußerst robustes, stahlverstärktes Kunststoffgehäuse
  • Display aus kratzfestem Mineralglas
  • GPS erstmals im Gehäuse selbst integriert (nicht im Armband); Armband daher äußerst flexibel und bietet einen hervorragenden Tragekomfort.
  • Wasserdicht bis 50 m Tiefe
  • Akkulaufzeiten:
    – ca. 16 Stunden im Standard GPS-Modus
    – über ca. 50 Stunden im sparsamen UltraTrac Modus (1 Punkt/min)
    – 6 Wochen im Uhrzeitmodus
  • Speicherkapazität: 100 Tracks mit bis zu 10.000 Trackpunkten / 50 Routen / 1.000 Wegpunkte bzw. Caches
  • Drahtlosübertragung via ANT+ und Bluetooth 4.0
  • Armband über geschraubte Achsen am Gehäuse befestigt (mit 2 Schrauben pro Achse)
  • Paperless-Geocaching Funktion
  • Lieferumfang: ANT+ USB-Stick, USB-Ladekabel inkl. Netzteil

Eine äußerst interessante Uhr die Garmin da auf den Markt bringt, wenn auch etwas teuer. Ich werde dem Garmin Stand auf jeden Fall mal einen Besuch abstatten auf der OutDoor!

(PM und Fotos: Garmin)

Kategorien: GPS & Outdoor Navigation

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10 Kommentare

  1. Habe mit Interesse den Artikel gelesen.
    Was mich wundert: Es wird von Sicherheit gesprochen. Dazu ist aber die Akkulaufzeit viel zu gering. Die Uhr schafft unter realen Bedingungen sicher nicht mehr als einen Tag in der Wildbahn und ist dann aus. Da der Akku natürlich nicht austauschbar ist, ist man aufgeschmissen.
    Ersetzt für mich kein Garmin Handheld Gerät. Weder finanziell, funktional oder optisch überzeugend.

    Sonst aufgefallen: „GPS erstmals nicht ins Armband integriert.“ Selbst die Garmin Laufuhren haben das GSP-Modul nicht mehr im Armband.

    Der Umstieg von Bluetooth war driend notwendig. ANT+ ist eine schöne Idee kommt aber mit einem Softwaretechnischen Rattenschwanz daher den die meisten Kunden überfordert.

  2. Das würde bei mir den Weg des Suunto Stingers im Tauchen gehen. Mit 45+ brauch ich was mit großen Zahlen. :)

    Und sorry, ANT+ ist IMHO nicht bewährt, sondern einfach nur von Garmin benutzt. Das was dortvon einem Cache übertagen werden kann, ist einfach lächerlich. Anständiges Bluetooth für alle (zukünftigen) Garmin, dazu vollständige GPX-Übertragung und gut ist.

    //Carsti

  3. … gerade was meine Erfahrungen mit der Wasserdichtigkeit vom Garmin Oregon 300 angeht, bin ich was die Angabe „wasserdicht bis 50m“ angeht äußerst skeptisch

    … mein 2. Oregon 300 war noch nicht einmal dicht bei spritzedem Salzwasser.

    … leider muß ich sagen, dass ich inzwischen immer weniger angetan von Garmin-Neuprodukten bin: Insbesondere das Desaster mit dem Montana hat das schlechte Bild noch deutlich verstärkt … ganz zu schweigen davon, das selbst billigste Bauteile, wie eine USB-Akku-Ladefunktion zumindest bei den Handhelds nicht verbaut werden. Mein momentanes Garmin-Fazit: Arrogante Bude, die sich seit Jahren auf ihrer Marktführerschaft ausruht.

  4. … ach ja: Sehr spannend ist gerade bei Garmin, wie man die Eingabe von Koordinaten gelöst hat … die Touchscreen-Lösung der Oregon-Serie läßt nur Schlechtes für die 5-Knopf-Uhr vermuten … vielleicht hat man ja aus der Kritik an der Oregon-Serie gelernt und einen Usability-Spezialisten eingestellt oder einfach Bestandsmitarbeiter aufqualifiziert (soll ja manchmal helfen ;-)

  5. Mit meinem 200er Oregon bin ich immer noch mehr als zufrieden, bisher absolut keine Probleme damit gehabt. Die Software wurde dabei stets verbessert und konnte Problemlos durch Firmware Updates aktualisiert werden.

    Zum Montana kann ich leider nichts sagen, da ich dieses nicht selbst getestet habe. Mit Sportuhren an sich habe ich bisher auch keine Erfahrungen machen können. Dass die GPS Funktionen recht eingeschränkt sind und nicht mit einem Handgerät (mit Touchscreen) vergleichbar sind, kann sich wohl jeder selbst vorstellen.

  6. GPS- Uhren mögen für Tagestouren ok sein, sind aber für mehrtägige Unternehmungen z.B. in den Alpen oder bei Trekkingtouren aufgrund kurzer Akkulaufzeiten total ungeeignet (gerade dort, wo sie am sinnvollsten wären). Oder hat jemand einen Laptop samt Ladegerät im Rucksack?
    Die Hersteller solcher Uhren sollten sich mal überlegen, diese Uhren mit der Möglichkeit einer Solarzellen-Aufladung auszustatten, damit man unabhängig vom Stromnetz ist.
    DAS WÄRE WIRKLICH EIN FORTSCHRITT!

  7. @Reiner: 50 Stunden Akkulaufzeit im UltraTrac Modus (1 Wegpunkt / Min) ist für die Berge doch i.d.R. mehr als ausreichend, 6 Wochen im Uhrzeitmodus ist für eine Uhr zwar nicht viel, für ne GPS Uhr jedoch schon. Ich messe sowieso nicht jede Minute sondern nur manuell an mir wichtigen, markanten Wegpunkten (Kreuzung, Pass, Gletscherspalte etc.), dann dürfte die Akkulaufzeit locker ne Woche halten…Und tragbare Solarladegeräte gibts doch auch schon genug, z.B. das Vaude VD-2250…kurz, ich find die Uhr super:-) Grüße, Johannes

  8. Hi Sven,

    vielen Dank für den Bericht – ich kannte die Uhr bisher nicht.

    Hast Du eventuell einen Überblick bzw. einen Vergleich zu den Läufermodellen von Garmin? Es gibt ja unter anderem die Forerunner 405, 610, 910 – kann man mit der Fenix auch „konventionelle“ Lauftrainings machen oder ist die Fenix eher nur für Bergtouren gedacht?

    Danke im Voraus!!
    Keno

  9. Ich habe die Fenix noch nicht genauer unter die Lupe nehmen können, aber ich denke sie ist weniger für Laufsport geeignet. Dafür gibt es wie du ja schon angedeutet hast die Forerunner Modelle.

  10. Hi Sven,

    vielen Dank für die Antwort. Dann werde ich die Forerunner Modelle nochmal ein bisschen näher unter die Lupe nehmen.

    Schöne Grüße aus Hamburg!
    Keno

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