Projekt Trailrunning – Eine neue Herausforderung

Es wird endlich Zeit den inneren Schweinehund zu überwinden und ein neues Projekt zu starten. Eigentlich bin ich ein sportlicher Mensch, treibe aber keine Sportart regelmäßig, so dass es mir an einer gewissen Grundausdauer fehlt. Deshalb stand schon längere Zeit auf dem Plan das Laufen anzufangen. Da „Laufen“ aber etwas zu „Mainstream“ ist und Trailrunning gerade in aller Munde ist, heißt das neue Projekt nun „Trailrunning“.

Wobei Trailrunning eigentlich nichts anderes als Laufen ist :

Der Traillauf (von englisch = Pfad, Weg; im Deutschen auch als Waldlauf oder Landschaftslauf bezeichnet) ist eine Form des Langstreckenlaufs, die abseits asphaltierter Straßen stattfindet.
(Wikipedia)

Und genau das ist es was mich daran reizt, abseits befestigter Wege, ähnlich wie ich es vom Wandern oder Trekking her kenne, halt nur schneller. Anfänglich werden die Wege allerdings eher flacher und ebener sein (der lokale Trimm-dich-Pfad bietet sich hier an) bis eine gewisse Grundausdauer vorhanden ist, ehe ich mich dann vielleicht an etwas anspruchsvolleres Terrain wage.

Der Gesundheits-Check

Bevor ich aber irgendwelche Schuhe anziehe und los laufe, wollte ich aber erst mal sicher gehen, dass ich gesundheitlich bzw. körperlich auch soweit auf der Höhe bin ein solches zu beginnen. Besonders die Knieschmerzen die mich bei längeren Wanderungen (ab ca. 15 Km) bisher ereilten, boten mir etwas Kopfzerbrechen, zumal beim Laufen die Gelenke doch recht stark beansprucht werden. Also ab zum Podologen.

Wie sich herausstellte kommen die seitlichen Knieschmerzen wohl durch die leichte Abwinklung meiner Beine (O-Beine). Außerdem zeigen meine Füße beim Laufen eine Überpronation, das heißt der Fußrand knickt sehr stark nach innen ein und belastet damit die Bänder, Sehnen und Gelenke. Deshalb hat mir der Podologe zu einem Bewegungskontrollschuh (Stabilitätsschuh) geraten der die übermäßige Eindrehung des Fußes durch Plastikelemente verhindert. Einlagen seien derzeit (noch) nicht nötig.

Eigentlich hatte ich noch vor einen kompletten Gesundheits-Check machen zu lassen. Dieser hätte allerdings schlappe 800 Euro gekostet und wäre nicht von der Krankenkasse erstattet worden. Aufgrund meines noch recht jungen Alters und da kein direkter Verdacht auf eine Erkrankung (wie z.B. Herzprobleme, Cholesterin, Diabetes oder Bluthochdruck) vorliegt, wurde mir vom Gesundheitszentrum empfohlen entweder an einem ihrer Ergo-Ausdauer Trainings teilzunehmen oder einen Termin mit ihrem Personal Coach auszumachen. Ich hab gleich beide Optionen in Anspruch genommen.

Der Plan

Diese Woche war ich nun also beim Personal Coach um einfach mal zu sehen wie ich an mein Vorhaben ran gehen soll und um einen Trainingsplan auszuarbeiten. Außerdem beurteilte Alex meinen Laufstil und ermittelte meine maximale Herzfrequenz (kann man aber auch recht einfach selbst ermitteln) um beim Ausdauertraining optimale Erfolge zu erzielen. Dabei lag meine Herzfrequenz mit 187 nur einen Pulsschlag über dem theoretischen Wert (220 – Lebensalter). Bezüglich der Lauftechnik muss ich wohl an meiner Rumpfstabilität arbeiten und etwas leiser laufen.

Der Plan ist jetzt die Basisausdauer kontinuierlich mit kürzeren leichten Waldläufen aufzubauen. Zusätzlich nehme ich ab September einmal wöchentlich am Ergo-Ausdauer Training teil wo ich dann eher am Rudergerät arbeite um meine Rumpfmuskulatur zu stärken. Dieser wird auch von Alex geleitet, so dass er meinen Fortschritt zudem etwas überwachen kann.

Auf längere Sicht möchte ich dann die Distanz der Läufe erhöhen und mich auch in schwierigerem Terrain versuchen. Bis dahin werde ich allerdings wohl noch so einige Kämpfe mit meinem inneren Schweinehund haben :)

Über Erfolge und Misserfolge meines neuen Projekt werde ich hier natürlich weiterhin berichten.

(Foto: iStockPhoto.com)

Kategorien: Running & Trailrunning

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5 Kommentare

  1. Da wünsch ich Dir mal viel Erfolg bei Deinem Vorhaben.
    Aber ganz ohne Tip kommst Du mir nicht davon: Lass es locker angehen! Auch wenn Laufen ein Sport ist, ist Laufen lernen keine sportliche Herausforderung! Es steckt in jedem von uns!
    Mach Dich frei von dahergebrachten Vortstellungen. Auch wenn es anfangs womöglich noch etwas ungewohnt ist, ganz tief drin, weiß dein Körper was er zu tun hat.

    Nachdem ich mich erstmal von den ärztlichen Ratschlägen losgesagt hatte, meine EInlagen rausgeschmissen hab und meine Pulsuhr nun im Schrank verstaubt, laufe ich viel unbeschwerter. (Meine Rückenprobleme sind seitdem übrigens auch besser geworden)
    Laufen soll zuerst und vor allen Dingen Spaß machen!

    Falls Du es noch nicht kennst empfehle ich Dir doch mal einen Blick in das Buch „born to run“ zu werfen. Geschrieben wie ein Western, spannend wie ein Krimi und informativ wie eine packende Doku. Danach hat man gleich das ungezügelte Verlangen auf der Stelle loslaufen zu müssen!

  2. Yes, wieder einer. ;-)
    Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Wenn du Tipps, Hilfe oder Abregungen brauchst…immer her damit!

    Viele Grüße

    Steve

    keep on (trail)running!

  3. Hallo Sven,
    Laufen im Wald macht eh am meisten Spaß, Asphalt ist doof. Da bist Du auf alle Fälle nicht allein. Regelmäßig werde ich es sicherlich nicht machen, aber langsam anfangen ist auf alle Fälle anzuraten. Ich für mich kenne, wie es anzustellen habe um längere Läufe hinzubekommen.
    Einen Herzfrequenzmesser habe ich auch nicht mehr an, den braucht man meiner Meinung nach wirklich nicht. Na gut, für den Anfang schein er schon gut zu helfen, aber man lernt seinen Körper kennen und wann Atmung, Lauf- und Körpergefühl zusammen passen. Ich hatte meine Atemfrequenz schon vor der ersten Pulsuhr entdeckt.
    Jetzt fehlt nur noch zu Hause sein.
    Viel Spaß!

    Gruß, Bernd

  4. Vielen Dank schon mal für eure Tipps! :)

    Ich werde zu Anfang sicherlich mit Brustgurt laufen um einfach mal zu sehen wie mein Herz bei welcher Beanspruchung arbeitet, bzw. um das Training etwas zu koordinieren. Vermutlich werde ich mit der Zeit auch ein natürliches Gefühl für das optimale Tempo und den Bewegungsablauf bekommen … mal sehen.

  5. nice to know. trailrunning klingt auf jeden fall auch intensiver. wobei ich schon seit jahren laufe und mir weite strecken wahrscheinlich nicht mehr so sehr zusetzen wie den anfängern =).

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