Zu Fuß durch den größten Salzsee der Welt

Unter einem Survival-Experten stellt man sich jemanden vor, der im Wald lebt, sich aus einer Birke einen Unterschlupf zimmert, Pilze sammelt und mit selbstgeschnitzten Pfeilen kleine Waldtiere erlegt.

Dass Survival viel mehr ist, beweist ein junger Abenteurer: Der „Vivalranger“ Joe Vogel ist Survival-Experte, Autor, Coach und Extremsportler in einem. Er ist zudem diplomierter Biologe. Joe hat schon die spektakulärsten Herausforderungen bestanden, er schwamm 300 Kilometer durch den Rhein, lief zu Fuß durch das Australische Outback, lebte mit den indigenen Ureinwohnern und durchquerte die Negev.

Nach eigener Aussage braucht Joe für seine Unternehmungen nicht viel, nur ein Messer müsse immer dabei sein – und nach Möglichkeit auch der heißgeliebte Kaffee. Für seine neueste war auch Ausrüstung des britischen Outdoor-Spezialisten SealSkinz im Gepäck, die – wie sich später herausstellte – einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen des Projekts leisten sollten.

Durchquerung des größten Salzsees der Erde

Hierbei ging es um die Durchquerung des 10.000 Quadratkilometer großen Salzsees Salar de Uyuni in , dessen Fläche mit einer bis zu 30 Meter dicken Salzkruste bedeckt ist. Der Salar de Uyuni ist der größte der Erde und rund 110 Kilometer breit sowie 140 Kilometer lang.

Im Projektzeitraum März diesen Jahres war die Regenzeit gerade zu Ende gegangen, der See war noch mit knöchel- bis kniehohem Wasser bedeckt. Die aggressive Salzlauge hat auf der Haut sofort zu Entzündungen geführt. Daher trugen die beiden Abenteurer wasserdichte und atmungsaktive Socken und Handschuhe der Firma Sealskinz.

„Die SealSkinz Socken waren für uns eine große Hilfe, wenn nicht sogar ausschlaggebend für die Weiterführung des Projektes. Sie haben die Füße und Hände sehr gut vor blutigen Blasen geschützt und damit ermöglicht, dass wir durchgekommen sind,“ berichtet Joe. „Die Socken waren außerdem äußerst robust. Es gab keinerlei Schäden am Material.“

Aggressive Salzlauge war im Übrigen nicht das Einzige, womit Joe und Kollege Gregor Olenik zu kämpfen hatten. „Nach der Ankunft in La Paz haben wir über eine Woche gebraucht, um Militärkarten des Salars zu besorgen. Außerdem wurde das Ersatzzelt inklusive Gestänge des Hauptzelts während des Gepäcktransports von Cochabamba nach Las Paz entwendet und wir haben es nur mit einigem Nachdruck wieder erhalten“, so Joe.

Aus Ost-West wird Nord-Süd

Die Tour selbst war anspruchsvoll, unter anderem, weil sich das gesamte Gelände auf rund drei- bis fünftausend Höhenmetern befindet. Zudem wurden Joe und Gregor regelmäßig von heftigen Unwettern mit rund zehn Blitzen die Sekunde heimgesucht: „Auf der glatten Ebene wäre ein Direkteinschlag fast sicher gewesen, wenn wir weiter nach Westen gelaufen wären. Deshalb sind wir entgegen der Pläne nach etwa einem Viertel der Strecke nach Norden abgezweigt. So wurde es eine Nord-Süd-Durchquerung. Wir planen aber, nächstes Jahr im März, nach der Regenzeit, nochmal runterzufliegen und die ursprünglich angedachte Ost-West Durchquerung zu vollenden.“

Einen schönen Eindruck über das außergewöhnliche Projekt und die fast mondähnliche Landschaft des Salar de Uyuni gibt es in der Bildgalerie auf Picasa.

Das nächste große Projekt von Joe Vogel ist, neben einem erneuten Versuch im Salar de Uyuni, eine Reise in den Dschungel in Nordthailand.

(PM und Fotos: SealSkinz)

Kategorien: Survival

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5 Kommentare

  1. Gerne. Der Text ist aus einer Pressemitteilung (PM) von SealSkinz. Steht ja auch unter dem Beitrag. Sämtliche (schöne und schönere) Fotos findest du auf der Picasa Seite (Link im Beitrag) der Expedition.

  2. … so aufgeschlüsselt ist es nachvollziehbar.

    PM hatte ich jetzt nicht aus Pressemitteilung verstanden.
    Unabhängig davon bin ich vermutlich zu wissenschaftlich bzw. im journalistischen Sinne zu sehr von den „alten Medien“ geprägt.

    Im ersteren Zusammenhang (Wissenschaft) reicht es natürlich nicht aus, unter einen Text 4 Worte zu schreiben, um damit deutlich zu machen, das der gesamte Text ein Zitat ist.

    Im zweiteren Zusammenhang (Journalismus) taucht es auch nicht auf, dass eine Pressemitteilung komplett zitiert wird. Auszugsweise zu zitieren ist ja fein, aber ein FullQuote, hat doch extrem viel von Unreflektiertheit.

    Ich finde es spricht ja erstmal nix dagegen, eine Pressemitteilung in einem Blog zu übernehmen. Jedoch schon allein um deutlich zu machen, wer der tatsächliche Ersteller ist, aber auch um sich eine gewisse Distanz zum tatsächlichen Ersteller des Textes zu wahren, wäre ein vom Ersteller des Blogeintrags verfaßter, einleitender Absatz toll. Im Nebeneffekt hat man gleich mehr Transparenz und Authentizität gegenüber den Lesern erreicht.

    Aber:
    Vielleicht gibt es ja Nutzungsbeschränkungen bei solchen Pressemitteilungen? Darf man da nicht einen erläuternden Absatz voranstellen? Ggf. könnte man sicherlich die Pressemitteilung im einleitenden Absatz deutlich als „Zitat“ kennzeichnen. Ist in LUX auch dieses unsägliche Leistungsschutzrecht wie in GER geplant?

    Frage am Rande: Wie (nicht in welcher Höhe) werden eigentlich eigentlich solche unkommentierten „Reprints“ von Pressemitteilungen vergütet? … nicht böse sein für die Frage: das Ganze richt ein wenig nach reprint for cash.

  3. Vielleicht sollte ich den Hinweis zukünftig doch komplett ausschreiben :)

    In der Regel kommentiere ich Pressemitteilungen mit einem einleitenden Absatz oder mit einer abschließenden Bemerkung. Hier habe in der Tat keinen persönlichen Kommentar dazu gegeben.

    Bezüglich Urheberrecht: die Quellenangabe ist gegeben, das sollte bei Pressemitteilungen reichen, sofern der Autor es nicht anders angegeben hat.

    Und nein, dieser Beitrag wurde nicht vergütet, ansonsten wäre er gekennzeichnet. Ich habe ihn lediglich veröffentlicht da ich diese außergewöhnliche Expedition interessant finde.

  4. Ich finde die Expedition auch interessant, die Jungs haben ganz schön was geleistet. Dass Pressemitteilungen als Ganzes kopiert und übernommen werden ist nichts neues, viele Nachrichten-Portale machen das nicht anders. Dass man als Freizeit-Blogger nicht regelmäßig selbst generierten hochwertigen Content bieten kann, ist wohl klar. Ich habe den Hinweis aber eher als Quellenangabe (PM) verstanden, und wäre auch über eine deutlichere Kennzeichnung froh.

    Ansonsten aber ein nettes Weblog :)

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