Salomon Speedcross 3 CS Trailrunningschuh im Test

Als ich im August letzten Jahres mit dem Trailrunning debütierte, war mein erster Laufschuh, der mir im Fachgeschäft empfohlen wurde, der Brooks Beast. Dieser ist aber eher ein Straßenschuh für Schön-Wetter-Läufer. Sobald es nass und matschig wird, ist man mit dem Beast im Wald eher schlecht unterwegs. Also musste für die Herbst/Winter Saison ein „echter“ Trailschuh her. Mit dem Speedcross 3 CS von habe ich mir dann auch gleich DEN Trailschuh schlechthin geholt. Nach nun mehr als 350 km mit dem kann ich jetzt auch ein erstes Fazit ziehen.

Wenn man den Schuh in die Hand nimmt fällt einem beim Speedcross 3 sofort das aggressive Sohlenprofil ins Auge. Der Raum zwischen den Stollen ist recht großzügig, so dass sich der Dreck nicht so schnell festsetzen kann. In Verbindung mit der relativ weichen Gummimischung der Sohle bietet der Speedcross 3 wirklich hervorragenden Grip auf nassen und matschigen Trails. Auch im Schnee bin ich immer gut vorangekommen. Einzig auf Eis stieß er an seine Grenzen, wobei hier wohl fast jeder Trailschuh aufgeben muss (mal abgesehen von Spikes Schuhen wie z.B. der Spikecross von Salomon).

Der Speedcross 3 verfügt über ein sehr grobes Profil Salomon Speedcross 3 CS

Der leichte Speedcross sitzt sehr gut und fest an meinen Füßen, auch dank des Sensifit-System das den Fuß für präzisen und sicheren Sitz umschließt. In diesem Schuh hab ich mir nach über 350 km noch keine einzige Blase gelaufen! Das minimalistische und robuste Schnürsystem namens Quicklace funktioniert auch sehr gut und hält bombenfest. Es erleichtert zudem das schnelle An- und Ausziehen. Die Schnürsenkeltasche an der Lasche ist überaus praktisch, so dass man sich mit den Schnürsenkeln nicht irgendwo im Gestrüpp verheddert.

Quicklace - Minimalistisches, robustes Schnürsystem Schnürsenkeltasche zum einfachen Verstauen des Quicklace Schnürsystems Clima Shield (CS) Membran

CS steht bei Salomon für Climashield, eine wasserabweisende Membran die einen idealen Kompromiss zwischen Wetterschutz und Atmungsaktivität bietet. Beim Speedcross CS ist die Membran, soweit ich das nachlesen konnte, nur im vorderen Bereich des Schuhs eingearbeitet um eine höchstmögliche Atmungsaktivität zu gewährleisten. Für „normal“ feuchtes Wetter reicht das allemal aus, wenn es aber mal richt nass wird, dann bekommt man auch in der CS Version des Speedcross nasse Füße. Das stört bei meinen aktuell recht kurzen Läufen aber überhaupt nicht.

Fazit

Anfänglich hatte ich einige Bedenken ob ich als Laufanfänger so einen radikalen Trailschuh laufen sollte. Und nach dem ersten Lauf hatte ich mir auch gleich eine leichte Sehnen- oder Bänderentzündung am Fuß geholt (ob es an den Schuhen oder an der neuen Strecke lag, kann ich im Nachhinein nicht sagen). Nichtsdestotrotz laufe ich heute mit Speedcross sehr angenehm, ohne Schmerzen oder Blasen. Der Grip ist auf herbstlichen Matschtrails und winterlichen Schneetrails absolut hervorragend, und die CS Membran leistet gute Dienste. Meiner Meinung nach ist der Speedcross auch für Anfänger eine absolute Empfehlung.

Den Speedcross CS gibt es für rund 135 Euro z.B. bei den Bergfreunden. Ich hatte Glück und habe im Sport Outlet ein Paar in der passenden Größe für rund 90 Euro ergattert.

Weitere Tests des Speedcross 3 (ohne CS) gibt es bei

Kategorien: Running & Trailrunning,Schuhe

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6 Kommentare

  1. Danke für den Link.

    Der SC3 ist definitiv ein toller Schuh, der mich im letzten Jahr auf allen Events begleitet hat. Ich mag den Schuh sehr, freue mich jetzt aber auch auf eine neue Saison mit einem neuen Schuh (der aber erst noch gefunden werden muss).

  2. Seit ich denken kann laufe ich Asics und seit Jahren kauf ich mir jede Saison das aktuelle Modell der GT-21xx-Serie. Für den anstehenden Irontrail brauchte ich aber jetzt einen geländegängigen Schuh. Da ich im Geschäft keinen passenden Trailschuh von Asics laufen konnte (ich hab nen schmalen Fuß), landete ich beim Salomon. Gekauft habe ich den dann eine Nummer größer als meine bisherigen Treter und anfangs war ich schon skeptisch. Zwar war war der Schuh im hinteren Bereich fest, doch vorne war alles ungewohnt weit und labil. So war es doch erstmal recht eine Umgewöhnung.

    Jetzt nach rund 100 km hab ich mich an den ersten längeren Trainingslauf getraut. 30 km auf Schotterwegen, gleich mal mit 3,5 kg im Rucksack wurden es. Vom ersten Meter an im Regen und bereits nach 3 km stand das Wasser im Schuh. Der Regen hörte auf, doch das Wasser blieb im Schuh. Das ist eben der Nachteil, wenn der Schuh nach aussen abdichten soll. Er trocknet eben auch nicht mehr. Blasen gab es trotzdem keine, was aber eher an den Socken als am Schuh lag. Die Premiere hat er zumindest bestanden und wir werden in zwei Wochen sehen, was er im richtigen Einsatz taugt.

  3. Beim Adventure Lauf vor zwei Monaten mussten wir auch durch kniehohes Wasser laufen, da hilft dann auch keine Membran mehr :) Die restlichen 6 km waren dann aber auch kein Problem mit den völlig durchnässten SC3.

    Mittlerweile frage ich mich ob man bei so niedrig geschnittenen Schuhen überhaupt eine Membran benötigt (den SR3 gibt es übrigens auch mit Gore-Tex Membran). Bei tieferen Pfützen auf den Trails läuft das Wasser eh von oben herein … außer man zieht zusätzlich noch Gamaschen an.

  4. Für den Irontrail hab ich mir Laufgamaschen besorgt. Weniger wegen dem Wasser, sondern mehr wegen der kleinen Steinchen, die man sonst ständig im Schuh hat.

  5. Pingback: Salomon Speedcross 3 GTX Trailrunning-Schuh | OUTDOORSEITE

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