Peckvillercherslaf 2014 – Schnelle Pace auf 11 km

Am vergangenen Samstag bin ich bei der zweiten Ausgabe des Peckvillercherslaf, einem kleinen aber feinem 11 km Straßenlauf in und um Nospelt (L), gestartet. Recht spontan entschied ich mich eine Woche vorher zur Anmeldung, um mal die Form für den anstehenden Halbmarathon in 5 Wochen in zu testen. Anvisiert war eine Zeit von 00:53 was einer Pace von ca. 4:50 min/km entspricht, welche ich zuletzt auch beim Postlaf und im Training gelaufen bin.

Peckvillercherslaf 2014

Der Start war für 17 Uhr angesetzt. Ich musste allerdings bereits vor 16 Uhr meine Startnummer abholen und durfte somit noch eine ganze Stunde die Zeit tot schlagen bis zum Startschuss. Natürlich nutzte ich die Zeit um mich kurz davor noch warm zu laufen, und stellte nach nur wenigen Metern ein unangenehmes Seitenstechen fest. Vielleicht war der zweite Teller Spaghetti zu Mittag doch etwas zu viel. Oder war es doch das „kleine“ Stück Apfeltorte zum Nachtisch. Ich höre meine Frau und persönliche Krankenschwester schon wieder predigen: „Der Magen braucht 6 Stunden bis er wieder leer ist“. Kein gutes Vorzeichen …

Pünktlich um 17 Uhr fiel dann für rund 330 Läufer der Startschuss. Erst mal eine kleine Runde durchs Dorf, dann eine mittlere Runde um und durchs Dorf, ehe es dann nach 3 km auf die große Runde ging. Immer wieder mal meldete sich ein Stechen in der Seite auf den ersten 5 km und wurde kurzerhand weg geatmet. Der Pace schadete das allerdings nicht wirklich, und ich war schon fast erschrocken als meine Forerunner Uhr Kilometer 3 mit 4:19 min zeitete (durchschnittliche Pace bis dahin 4:37 min/km). War ich zu schnell? Halte ich eine derart hohe Pace bis zum Schluss durch?

Peckvillercherslaf 2014

Die Strecke war für einen Straßenlauf nicht unbedingt einfach. An der einen oder anderen Steigung musste ich das Tempo etwas drosseln, bei den anschließenden bergab Passagen machte ich wiederum Zeit gut. Die letzten beiden Kilometer verlangten dann nochmal die letzten Kraftreserven. Ich musste hier zwar wieder einige wenige Läufer vorbei lassen, die ich zuvor überholt hatte, und trotzdem war der letzte Kilometer mein schnellster auf der ganzen Distanz.

Im Zieleinlauf stoppte mein Forerunner bei hervorragenden 51:13 (netto). Die Bruttozeit, welche für die Platzierung zählte, lag bei 51:18, was schlussendlich zu einem sehr guten 67. Platz unter 331 Finishern reichte. Eine durchschnittliche Pace von grandiosen 4:38 min/km kannte ich bisher nur bei eher kurzen (bis 5 km), intensiven Trainingsläufen. Hier hat sich das Intervall Training in den letzten Wochen wohl ausgezahlt.

Hier nochmal der komplette Verlauf meiner Performance auf Garmin Connect:

Fazit

Der ist ein nettes, kleines Laufevent mit einer fordernden Strecke. Das Wetter war optimal, und ich konnte trotz Seitenstechen eine, für meine Verhältnisse, grandiose Zeit laufen. Die Form stimmt auf jeden Fall und das Resultat ist viel versprechend für die nächsten Events.

Lessons Learned: Vor dem nicht so viel fressen, dafür mehr trinken.

Péckvillchen

Péck-was?!? OK, hier noch eine kurze Erklärung zum Ursprung der Namensgebung des Laufs und was für eure Allgemeinbildung :)

Peckvillchen

Ein „Péckvillchen“ ist eine aus Ton gebackene Pfeife in Form eines Vogels, der innen hohl ist, ein Mundstück (am Schwanz) und oben oder vorne am Körper ein Loch besitzt, so dass man, wenn man hinein bläst, einen Ton in zwei verschiedenen Höhen erzeugen kann. Die „Péckvillercher“ werden in Luxemburg traditionell auf dem „Eemaischen“ Markt, welcher jedes Jahr an Ostermontag in Nospelt und dem Hauptstädtischen „Fëschmaart“ statt findet, verkauft. Da sie jedes Jahr anders aussehen, sind sie ein beliebtes Sammelobjekt.

(Fotos: Edith Ludivig / Jean-Marie Weiler / Christian Ries)

Kategorien: Running & Trailrunning

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