DKV-Urban Trail Luxembourg 2016

Der DKV Urban Trail in ist zu einem festen Termin in meinem Laufkalender geworden. Er führt seine Teilnehmer jedes Jahr im Frühling kreuz und quer, hoch und runter durch, und sogar unter unsere schöne Hauptstadt. Wahlweise kann man dabei 13, 27 oder gar 34 km zurück legen.

DKV Urban Trail

Gestartet wurde die beliebte 13 km Strecke, für welche ich mich wieder eingeschrieben hatte, in 3 Wellen. Ich bin gleich mit der ersten Welle recht weit vorne los gelaufen. Das hat den Vorteil, dass man bei den engen Passagen, wie etwa der Wendeltreppe im Turm der Festungsmauer, nicht im Stau steht. Bei insgesamt rund 3.000 Läufer kann es da, trotz verschiedenen Startzeiten, schon mal eng werden.

Die ersten 3 Kilometer liefen dann auch ganz flott, zum einen da es überwiegend erst mal bergab geht, zum anderen wird man so weit vorne natürlich auch etwas von den schnelleren Läufern mit gezogen. Meine Befürchtung zu schnell angegangen zu sein, sollten sich allerdings nicht bewahrheiten, denn ich fühlte mich über die komplette Distanz stets wohl. Bei Kilometer 4 wartete der erste von 3 heftigeren Anstiegen. Von Clausen aus ging es über unzählige Stufen über den „Kosakestee“ hoch Richtung Nationales Sport Institut. Hier dann nur noch die ganz harten … zu denen ich nicht gehöre :)

Mittlerweile hat sich das Feld so weit auseinander gezogen, dass ich vor und hinter mir richtig viel Platz hatte, ganz im Gegenzug zu den Läufern aus Welle 2 und 3. Diese habe ich bei der eingangs erwähnten Wendeltreppe gekreuzt (im wahrsten Sinne des Wortes, denn ein eigens für das Event aufgestellter Fußgängerübergang führt über die anderen Läufer hinweg), und für die ging es dort nur sehr langsam im Schritttempo voran.

Wieder in der pittoresken Unterstadt angekommen, führte die Strecke nun über den zweiten ordentlichen Anstieg hinauf zum modernen Kirchberg. Hier wurde ich von den ersten Läufern des 34 km Laufs überholt, welche 80 Minuten vor uns gestartet waren. Dabei wurde ich mal eben von einem guten Freund im Vorbeilaufen angefeuert, welcher später den dritten Platz belegte. Irgendwie aufbauend und doch frustrierend wie locker die noch nach 25 km in der Steigung an einem vorbei huschen. Indes hatte ich gerade mal 7 km hinter mir.

Am höchsten Punkt der Strecke angekommen, folgte nun ein langer Downhill vorbei am schicken Gebäude der Philharmonie und dem Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean (Mudam), hinab in das Pfaffenthal. Hier konnte ich nochmal aufdrehen, ehe es dann in den knapp 1 km langen Aquatunnel, welcher unter der Stadt Luxemburg das Pfaffenthal mit dem Petrusstal verbindet. Dieser Tunnel ist in der Regel nicht für das normale Publikum geöffnet, so dass dieser Abschnitt ein weiteres von vielen Highlights dieses Laufs ausmacht, auch wenn es etwas monoton zum Laufen ist. Am Ende des Tunnels sorgen einige Tänzerinnen unter lautstarker Musik allerdings nochmals für einen Motivationsschub.

Im Ziel!

Kommt man wieder ans Tageslicht, so hat man es schon fast geschafft. Das Petrusstal und die Ziellinie trennen nur noch einige Höhenmeter in Form von unzähligen Stufen. Unter den Augen zahlreicher Zuschauer quält man sich hoch letzten Treppen hoch und gibt noch mal alles auf der Zielgeraden. Die Uhr stoppte schließlich bei 01:07:20, immerhin 3 Minuten schneller als im letzten Jahr und 8 Minuten schneller als bei meiner ersten Teilnahme. Das reichte dann auch zu einem beachtlichen Platz 174 unter mehr als 1.700 Finishern auf der kurzen Distanz.

Hier nochmal der komplette Verlauf meiner Performance auf Garmin Connect:

Die 7. Auflage des DKV Trails war mal wieder ein tolles Erlebnis. Mit rund 3.000 Läufern gab es einen neuen Teilnehmerrekord und das Wetter spielte, im Gegensatz zu letztem Jahr, auch mit. Wer die vielen Facetten der Stadt Luxemburg laufend erleben möchte, sollte unbedingt mal am teilnehmen. Die kurze Strecke reicht dabei auch völlig aus, denn bei den längeren Distanzen führt die Strecke lediglich an der Alzette entlang aus der Stadt hinaus, Richtung Hesperingen und wieder zurück. Das ist sicherlich auch eine nette Landschaft (ich bin da auch schon gelaufen), aber sie bietet halt keine Hightlights. Im nächsten bin ich auf jeden Fall wieder dabei!

Einen kleinen Video Beitrag zum Trail gibt es bei RTL, alle Resultate bei ChronoRace, und alle Fotos unter sportonline-foto.de.

(Fotos: SportOnline-Foto.de)

Kategorien: Events,Running & Trailrunning

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2 Kommentare

  1. Sauber…Glückwunsch Sven!

    Ich wüsche dir alles gute für die weitere Saison und viel tolle Erlebnisse.

    Viele Grüße aus den Bergen

    Steve

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