Sportlich und ungebunden – Die kabellosen Headsets von ISY

27. April 2016 von  
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Kabelgebundene Kopfhörer sind beim Sport schon manchmal hinderlich. Entweder man „verlegt“ das Kabel irgenwie umständlich unter der Kleidung vom Smartphone oder MP3 Player zu den Ohren, oder es baumelt lustig vor einem her. Wesentlich bequemer geht es da mit kabellosen  Bluetooth Kopfhörern. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass das Abspielgerät auch Bluetooth unterstützt. Kürzlich hat mir ISY zwei ihrer Headsets zum Testen zur Verfügung gestellt.

ISY Bluetooth Headsets

ISY ist eine hauseigene Marke der Media-Saturn-Unternehmensgruppe und siedelt sich im unteren, günstigen Preissegment an. Die Produkte sind bei Media Markt und Saturn erhältlich.

ISY IBH 4000

Das IBH 4000 ist ein kabelloses In-Ear-Headset welches sich besonders für den sportlichen Einsatz eignen soll. Empfangen wird die Musik vom Mobilgerät über Bluetooth v4.1, was in der Praxis problemlos funktioniert (bei meinem iPhone 6). Die beiden Kopfhörer sind lediglich mit einem kurzen Kabel verbunden, welches im Nacken von einem Ohr zum anderen führt.

Bedienen kann man das Abspielgerät über die integrierte Kabelfernbedienung am IBH 4000. Über die drei großzügig dimensionierte Tasten kann man die Musik abspielen, stoppen, die Lautstärke einstellen, sowie in der Playlist vor und zurück springen. Zusätzlich ist ein Mikrofon zum Freisprechen integriert. An der Fernbedienung befindet sich zudem der Micro-USB-Anschluss über welches das Headset geladen wird. Geliefert wird das IBH 4000 mit dem passenden USB Kabel, sowie 3 verschiedenen Passstücken damit die Kopfhörer angenehm und sicher im Gehörgang sitzen.

ISY IBH-4000

ISY IBH-4000 Lieferumfang ISY IBH-4000 Kopfhörer ISY IBH-4000 Ladeanschluss

Im Praxistest hatte ich das IBH 4000 bei einigen Läufen dabei. Ein ganz klarer Kritikpunkt, der mir insbesondere beim Laufen aufgefallen ist, ist die überdimensionierte und recht schwere Kabelfernbedienung. Der linke Kopfhörer bleibt über den kompletten Lauf hinweg im Ohr, der rechte lockert sich ständig, oder fällt hin und wieder komplett aus dem Ohr. Grund ist wohl die Fernbedienung welche durch die Laufbewegung bei jedem Schritt am Kopfhörer zerrt. Bei meinem Plantronics Bluetooth Headset (BackBeat GO 2) fällt die Fernbedienung wesentlich kompakter aus, unter anderem weil der USB Anschluss und der Akku im Ohrhörer selbst sitzt. Auch andere Passstücke bringen beim IBH 4000 leider keine Abhilfe.

Die Soundqualität ist beim Laufen OK. Hört man Musik an einem ruhigen Ort, merkt man allerdings, dass der Klang doch recht gedämpft ist und man vermisst klare Töne. Ich bin wahrlich nicht sonderlich audiophil, aber selbst mir fällt auf, dass es hier etwas an Klangqualität fehlt.

ISY IBH 2000

Das IBH 2000 ist, ähnlich wie der IBH 4000, ein kabelloses Bluetooth Headset mit dem Unterschied, dass es „On-Ear“ getragen wird. Es soll sich ebenso für den sportlichen Einsatz eignen. Konstruktionsbedingt sollte man es wohl eher bei weniger schweißtreibenden Aktivitäten einsetzen, weshalb ich das Headset auch nicht beim Laufen getestet habe (mal abgesehen davon, dass es wirklich beknackt ausschaut mit den Ohrwärmern zu laufen).

ISY IBH-2000

ISY IBH-2000 Lieferumfang ISY IBH-2000 Bedienelemente ISY IBH-2000 Kopfhörer

Das Koppeln mit dem Bluetooth Abspielgerät (Smartphone, Tablet, u.s.w.) funktioniert problemlos. Auch das IBH 2000 verfügt über ein integriertes Mikrofon zum Freisprechen. Über die Tasten am linken Kopfhörer können Musik oder Anrufe gesteuert werden. Der Klang ist besser als beim IBH 4000, aber auch hier sollte man keine Wunder erwarten.

Fazit

ISY bietet mit dem IBH 4000 und dem IBH 2000 recht günstige Headsets, welche sich für den sportlichen Einsatz eignen sollen. Persönlich konnte mich vor allem das In-Ear-Headset IBH 4000 nicht wirklich überzeugen, da die Kopfhörer bei intensiven Sportarten nicht zuverlässig im Gehörgang verweilen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis geht mit 29,99 Euro (UVP sowohl für IBH 4000 als auch für IBH 2000) gerade so in Ordnung. In diesem Preissegment kann man sich aber auch gerne mal bei der Konkurrenz umsehen, welche insbesondere das Problem der voluminösen Kabelfernbedienung etwas eleganter gelöst hat.

Weitere Informationen zu ISY sind verfügbar unter isy-online.eu.

DURA CASE – Wasserdichter Schutz und großer Extra-Akku für das iPhone

6. August 2015 von  
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DURA CASE ist ein neuartiges vollständig wasser- und staubdichtes iPhone-Schutzgehäuse mit einem eingebauten Akku für eine 3-fache Akkulaufzeit. Mit dem Case wird das iPhone zum Multitool. Der integrierte Akku ermöglicht eine lange Nutzung von GPS-Tracking und anderen stromfressenden Apps. Winter- und Wassersport, Unterwasser-Fotos oder einfacher Strandurlaub – das iPhone ist immer perfekt geschützt. Und wenn es doch mal aus der Hand fallen sollte, bleibt das wertvolle Smartphone unbeschädigt. Passende Halterungen für viele Aktivitäten gibt es natürlich auch.

DURA CASE - Hier noch mit dem iPhone 5

Zusammen mit dem Rundum-Fallschutz kann das iPhone jetzt jedes GPS-Gerät, jeden Fahrrad-Computer oder die Kamera quasi komplett ersetzen.

Im DURA CASE steckt ein Hochleistungsakku, dessen Kapazität mehr als zweimal so groß ist wie die des Akkus im iPhone. Also kann man das iPhone entweder zweimal aufladen (z.B. von 10% bis 100%), oder das iPhone stundenlang mit Strom vom DURA CASE-Akku betreiben. Die Abschaltautomatik sorgt dabei dafür, dass sich DURA CASE abschaltet, wenn das iPhone vollständig geladen ist oder wenn das iPhone herausgenommen wird. So werden der Akku im iPhone und der im DURA CASE optimal geschützt.

Jedes DURA CASE wird auf Wasserdichtigkeit bis 3 m Tiefe getestet. Das ist mehr als nach IP68 Schutzart und US MIL-STD 810 G Norm. Das Case wurde so entwickelt, dass es nicht nur völlig wasser- und staubdicht ist, sondern das Telefon auch dann noch schützt, wenn es mal etwas rauer zugeht. Das Display des iPhones ist durch eine speziell gehärtete Scheibe mit Anti-Fingerabdruck-Beschichtung geschützt. Durch das Glas bleibt die Bedienung deines iPhone genauso einfach wie sonst auch und bietet einen deutlich besseren Schutz vor Kratzern durch Schmutzpartikel als die Kunststofffolien anderer Hersteller. Alle Knöpfe des iPhones sind durch das DURA CASE vollständig bedienbar. Auch Touch ID funktioniert noch mit Case.

DURA CASE wurde in Deutschland von einem führenden Industrie-Designer entworfen und von Kunststoff-Ingenieuren aus der Mobiltelefon-Branche konstruiert. Die von Apple zertifizierte Lade-Elektronik garantiert den höchsten Qualitätsstandard für ein iPhone-Zubehör. Die hier gezeigten Bilder sind noch die Version für iPhone 5/5s/5c. Wegen einer noch nicht abgeschlossene Gebrauchsmuster-Eintragung können die Entwickler das Design für iPhone 6 erst später zeigen. Dieses wird nochmal deutlich dünner ausfallen.

Wer jetzt ein DURA CASE für sein iPhone haben möchte, muss sich noch etwas gedulden. Aktuell läuft die Finanzierungskampagne auf Kickstarter :

Als Early Bird Unterstützer kann man das DURA CASE im Moment noch für 99 Euro ergattern. Später wird das Case dann 139 Euro im Handel kosten.  Ende November sollen die ersten Schutzhüllen an die Early Bird Unterstützer ausgeliefert werden. Erst im März 2016 gelangt das DURA CASE schließlich offiziell in den Handel.
Noch liegt das Finanzierungsziel in weiter Ferne, aber die Kickstarter Kampagne läuft ja noch fast 3 Wochen. Dr Roland Goschke, Gründer und CEO von DURA CASE, hat mir aber versichert, dass das Projekt auch bei Nichterreichen der Finanzierungssumme weiter geführt wird.

Die Geschichte

Der Firmengründer war es leid, immer hunderte von Euro für GPS-Geräte, wasserdichte Kameras und Fahrrad-Computer auszugeben, nur um sich dann über umständliche Bedienung und fehlende WLAN-Möglichkeiten der teuren Geräte zu ärgern. Das kann das iPhone doch alles viel besser! Tja, wenn der Akku durchhalten würde und wenn es wasserdicht geschützt wäre. So entstand DURA CASE, das erste Outdoor-Schutzgehäuse für Power-User, die dank 3x Akkulaufzeit und vollständiger Wasserdichtheit nun stundenlang navigieren, GPS-Tracken, Arbeiten oder Spielen können, und das bei allen Einsatzgebieten draußen und bei jedem Wetter.

Alle weiteren Informationen zum DURA CASE gibt es auf duracase.de und auf der Seite der Kickstarter Kampagne.

(Pressemitteilung und Fotos: DURA CASE)

Creative MUVO mini – Bluetooth Lautsprecher für draußen

14. Juli 2015 von  
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Sommerzeit ist Camping-, Grill- und Poolparty-Zeit. Dazu gehört natürlich auch Musik die für gute Laune sorgt. Heute nimmt man zur Beschallung aber nicht mehr den altmodischen Ghettoblaster, sondern greift immer öfter auf einen handlichen Bluetooth Lautsprecher zurück, welcher die Musik bequem vom iPod, Smartphone oder Tablet abspielt. Der Multimedia-Spezialist Creative hat uns kürzlich einen seiner mobilsten Krachmacher zum Testen zukommen lassen, den MUVO mini.

Creative MUVO mini

Der Lieferumfang des MUVO mini ist recht überschaubar. Neben dem eigentlichen Lautsprecher in einer coolen Verpackung, wird lediglich noch ein Micro-USB Kabel zum Laden, sowie diverse Zettelchen zur Inbetriebnahme mitgeliefert. Ein USB Netzstecker liegt leider nicht bei, sollte man aber mittlerweile wohl zu genügend zu hause rumliegen haben.

Creative MUVO mini Lieferumfang

Äußerlich besticht der MUVO mini durch sein schlichtes kantiges Design. Das Boxengitter ist markant gezeichnet, ebenso wie die wabenförmigen Tasten auf der Oberseite. Das Gehäuse besteht aus einem mattem Kunststoff (Softlack?) der relativ unempfindlich gegen Fingerabdrücke ist. Für den Einsatz im Freien ist der MUVO mini nach Schutzart IP66 (Staubdicht und Schutz gegen starkes Strahlwasser) gegen Staub und Wasser bestens geschützt. Einen Regenschauer sollte der Lautsprecher also problemlos weg stecken.

Der MUVO mini verfügt über 4 Tasten auf der Oberseite: eine Einschalt- / Standby-Taste, eine Multifunktionstaste (für Bluetooth Kopplung / Verbindung / Rufannahme), eine Taste für leiser / stumm, sowie eine Taste für lauter. Was mir fehlt sind Tasten für den nächsten / vorigen Track, so dass man das Abspielgerät (z.B. Smartphone) nicht immer hervor kramen muss.
An der Rückseite befindet sich, unter einer Wasserfesten Abdeckung, ein 3,5-Millimeter-Aux-Eingang zum Anschluss analoger Audiogeräte, sowie ein Micro-USB-Port zum Aufladen des MUVO mini. Die Akkulaufzeit gibt Creative mit 10 Stunden an (2.200 mAh Akku), was ich in der Praxis auch so bestätigen kann.

Creative MUVO mini - Bedienelemente Creative MUVO mini - Anschlüsse

Zum Koppeln berührt man den MUVO mini einfach mit einem NFC-fähigen Gerät, oder verbinden das Gerät wie gewohnt per Bluetooth. Dank integriertem Mikrophon kann man den Lautsprecher auch als Freisprechanlage nutzen und ein Gespräch direkt über die Bluetooth-Taste annehmen.

Um es vorweg zu nehmen, ich bin jetzt kein besonders audiophiler Mensch. Für mich klingt der MUVO mini, bei dieser geringen Größe und in dieser Preisklasse, einfach richtig toll und ausgewogen. Für die kleine Poolparty im Freien reicht die Lautstärke alle Mal, ohne dabei wie eine Blechkiste zu  scheppern.

Fazit

Die unverbindliche Preisempfehlung für den MUVO mini gib Creative mit 59,99 Euro an, der Straßenpreis beträgt aktuell rund 50 Euro (z.B. bei Amazon.de). Das Preis/Leistung Verhältnis geht, angesichts des satten Sounds und der guten Akkulaufzeit, absolut in Ordnung. Einzig die Tasten für die Auswahl des Tracks vermisse ich. Mit seinen kompakten Abmessungen und rund 285 g ist der MUVO mini auch durchaus Rucksack tauglich.

Alle weiteren Informationen zu Creatives kleinem BT Lautsprecher gibt es unter Creative.com.

Gewinnspiel

Wer sich selbst vom Sound des MUVO minis überzeugen möchte, der hat nun die Gelegenheit einen Lautsprecher von Creative in Rot zu gewinnen. Als Gadgets für den nächsten Ausflug zum Badesee gibt es noch einen Mini-Klappgrill und eine Mini-Campingleuchte dazu.

Gewinnspiel

Mitmachen ist ganz einfach, nutzt das nachfolgende Raflecopter Formular um eine oder mehrere Gewinnchancen zu erhalten:

a Rafflecopter giveaway

Teilnahmeschluss ist der 19.07.2015 um 23:59 Uhr. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt hier im Blog und per E-Mail.

Viel Glück!

Gewinner

Der Gewinner steht fest: Jannie F.

Herzlichen Glückwunsch! Bitte lass mir noch deine Lieferadresse per Email zukommen, dann kannst du dich bald über dein Päckchen freuen :)

GOAL ZERO Lighthouse 250 – LED Laterne im Test

Früher hatten wir beim Pfadfinderzeltlager immer Gaslaternen dabei, um die wir dann in der Abenddämmerung und Nachts noch im Zelt zusammen saßen. Dabei sind diese nicht ungefährlich, insbesondere im Zelt. Schnell hat man sich die Finger am heißen Glas verbrannt, oder hat die Lampe im Zelt umgestoßen. Moderne LED Technik hat seit geraumer Zeit nun auch Einzug in Laternen gehalten, und macht den Umgang mit diesen wesentlich sicherer. Mir konnten jüngst die Lighthouse 250 Laterne vom amerikanischen Hersteller GOAL ZERO testen.

GoalZero Lighthouse 250

Herzstück der Lighthouse 250 ist das DuaLite LED Licht, welches von zwei 3W Cree LEDs erzeugt wird, die zusammen einen Lichtstrom von 250 Lumen aussenden. Dabei lässt das Licht sich sowohl im 360°-Modus als auch nur auf einer Seite im 180°-Modus je nach Bedarf in drei Helligkeitsstufen dimmen. Aber die Lighthouse kann weit mehr als nur Licht erzeugen.

Ausklappbare Standfüsse

Als Energiequelle dient ein moderner Litium-Ionen Akku mit einer Kapazität von 16,3 Wattstunden (3,7V 4.400 mAh). Dieser kann in ca. 7 Stunden über USB (am PC oder einem USB Netzteil) geladen werden. Alternativ kann man die Laterne auch über ein GOAL ZERO Solar Panel laden, was z.B. beim Nomad 7 (7W) rund 7-14 Stunden dauert. Stehen weder USB Steckdose noch Sonne zur Verfügen, kann man die Lighthouse zur Not auch durch die Kurbel im Kopf der Lampe mit reiner Muskelkraft wieder aufladen. Diese generiert 2,2W bei 120 Umdrehungen pro Minute, ein vollständiges Aufladen rein durch Kurbeln wäre demnach eine durchaus sportliche Herausforderung. GOAL ZERO gibt an, dass man durch eine Minute kurbeln in etwa 10 Minuten Licht erhält.

Drehschalter für Licht, Taster für Warnleuchte, und USB Anschluss Kurbel zum Aufladen Technische Daten

Der Akku dient aber nicht nur als reiner Energielieferant für die LEDs. GOAL ZERO hat der Lighthouse 250 kurzerhand einen USB Anschluss verpasst, so dass aus der Laterne ein praktisches USB-Ladegerät wird, an dem man das Smartphone, die Kamera, oder auch das GPS Gerät unterwegs aufladen kann. Der Anschluss liefert bei 5V bis zu 1,5A. Das reicht selbst zum Laden eines Tablets.

360° Modus 180° Modus Notlicht Modus

Zur Leuchtdauer gibt GOAL ZERO folgendes an:

  • 180°-Modus: 48 Stunden (low), 12 Stunden (high), 5 Stunden (Turbo)
  • 360°-Modus: 24 Stunden (low), 6 Stunden (high), 2,5 Stunden (Turbo)

Als besonders praktisch empfinde ich den wählbaren 180°-Modus, der meist ausreicht wenn man nicht gerade zu mehreren um den Campingtisch herum sitzt. Hier spart man mal eben die Hälfte an Energie ein und hat trotzdem ausreichend Licht da wo man es braucht.

Lighthouse 250 mit dem Nomad 7 Solar Panel

Weiter verfügt die Lighthouse 250 noch über stabile ausklappbare Standfüße, ein rotes Notlicht, ein Bügel zum Tragen und Aufhängen der Laterne, sowie ein integriertes USB Ladekabel (zum Laden der Lampe) und eine Ladestandanzeige.

Fazit

Insgesamt macht die Lighthouse 250 einen robusten Eindruck und kann mit ihrer Lichtausbeute und den vielen praktischen Features überzeugen. Mit knapp 500 Gramm ist die Lampe sicherlich nichts für Leichtgewichtshiker, aber beim Camping Urlaub oder Pfadfinderlager abseits der Zivilisation ist sie die perfekte Licht- und Energiequelle, und allemal sicherer als unsere Old School Gaslaternen. Die knapp 80 Euro (erhältlich z.B. bei Amazon.de) sind bei GOAL ZERO jedenfalls gut investiert.

Weitere Informationen zur Lighthouse 250 gibt es unter www.goalzero.eu.

vívofit – Garmins Activity Tracker im Test

7. Mai 2014 von  
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Update vom April 2015 weiter unten.

Mit dem vívofit Activity Tracker ist Garmin vor wenigen Monaten auf den Zug der derzeit sehr beliebten Fitness Armbänder aufgesprungen. Ob und wie nützlich so ein Activity Tracker ist, konnte ich kürzlich selbst testen. Garmin hat mir dazu das brandneue vívofit zur Verfügung gestellt.

Garmin vívofit - Lieferumfang

Lieferumfang & Eigenschaften

Wie von Garmin gewohnt kommt auch das vívofit in einer schicken Verpackung. Darin enthalten sind der Activity Tracker mit 2 Armbändern in verschiedenen Größen, ein winziger ANT+ USB Empfänger, sowie eine kurze Anleitung.

Ein USB Kabel, Ladegerät oder Ladeklemme sucht man vergeblich. Braucht man aber auch gar nicht, denn das vívofit wird mit zwei herkömmlichen, selbst austauschbaren Knopfzellen (CR1632) betrieben. Garmin wirbt mit einer Batterielaufzeit von über einem Jahr, je nach Verwendung (die Laufzeit verkürzt sich z.B. bei häufiger Nutzung eines ANT+ Herzfrequenz-Brustgurts).

Garmin vívofit Garmin vívofit

Der Aktivity Tracker an sich ist in einem wasserdichten Gehäuse aus Kunststoff untergebracht und verfügt über ein besonders Stromsparendes E-Ink-Display. Die Ablesbarkeit ist bei Tageslicht hervorragend. Da das Display aber nicht über eine Hintergrundbeleuchtung verfügt, sieht man bei schwachem Licht oder Dunkelheit natürlich rein gar nichts. Dafür ist die Anzeige aber permanent aktiv, das heißt man muss nicht erst den Knopf drücken damit das Display sich einschaltet. So kann man das vívofit auch als Armbanduhr verwenden.

Das Armband besteht aus weichem TPU (thermoplastisches Polyurethan) und ist derzeit in 5 verschiedenen Farben und 2 Größen erhältlich. Der aus Kunststoff bestehende Verschluss ist einhändig manchmal etwas fummelig zu schließen, und öffnet sich auch schon mal von selbst wenn man irgendwo hängen bleibt.

Die Synchronisation der Daten und Einstellungen erfolgt entweder mit Smartphones/Tablets via Bluetooth (kostenlose Garmin Connect Mobile App erforderlich), oder mit dem Laptop/PC via mitgeliefertem ANT+ USB Empfänger.

Funktionen

Die primäre Funktion des Garmin vívofit ist sicherlich die Aufzeichnung der Schrittzahl durch den integrierten 3D-Beschleunigungssensor. Auf Basis dieser Informationen errechnet der Activity Tracker die zurück gelegte Distanz in Kilometer, sowie die verbrauchten Kalorien. Auf welcher Basis die Kilometerzahl errechnet wird, ist mir immer noch etwas schleierhaft, da im Benutzerprofil keine Schrittlänge hinterlegt wird (lediglich Geburtstag, Geschlecht, Gewicht und Körpergröße muss der Benutzer erfassen).
Als Motivationshilfe zu mehr Bewegung im Alltag, kann man tägliche Ziele definieren. Dazu setzt man bei den Einstellungen die Gesamtschrittzahl fest welche man am Tag erreichen möchte. Alternativ errechnet der vívofit, auf Basis der zuletzt zurückgelegten Schritte, eigenständig jeden Tag ein neues Ziel. Ein zusätzlicher Motivator stellt der rote Aktivitätsbalken dar, der Aufschluss darüber gibt, ob man sich bisher schon genug bewegt hat. Dieser taucht nach längerer Inaktivität auf und erweitert sich je länger man sich nicht bewegt.

Garmin vívofit - Schritte Garmin vívofit - Tagesziel Garmin vívofit - Kilometer

Garmin vívofit - Uhrzeit Garmin vívofit - Puls Garmin vívofit - Suche nach Pulsgurt

Neben der Anzahl an zurück gelegten Schritten, verbleibenden Schritten bis zum Tagesziel, Distanz und Kalorien, kann das vívofit Armband zudem die aktuelle Uhrzeit und Datum anzeigen. All diese Informationen können über die Geräteeinstellungen ein- bzw. ausgeblendet werden. Über die (einzige) Taste am Armband kann man dann die einzelnen Angaben abfragen.

Verfügt man über einen ANT+ Pulsgurt oder hat das vívofit Bundle mit Pulsgurt gekauft, kann man zudem die Herzfrequenz direkt auf dem vívofit ablesen. Außerdem zeichnet der Activity Tracker eine Aktivität auf, die man später auf dem Garmin Connect Portal analysieren kann, sobald man den Pulsgurt mit dem vívofit koppelt, und beendet diese wenn man die Herzfrequenzanzeige stoppt.

Ein weiteres Feature des vívofit ist die Aufzeichnung der Schlafaktivität. Geht man Abends zu Bett, schaltet man den Activity Tracker in den Schlafmodus. Morgens beendet man diesen durch einen erneuten Druck auf die Taste am Armband. Auf dem Garmin Connect Portal kann man nach der Synchronisation dann sein Schlafverhalten analysieren. Mehr Informationen zum Schlafmodus gibt es im Garmin Blog.

In der Praxis

Im täglichen Gebrauch als Uhr und zur Schrittaufzeichnung ist das Armband durchaus handlich und angenehm zu tragen. Einmal konfiguriert und mit dem Garmin Connect Profil verbunden, ist die Handhabung kinderleicht. Ein längerer Druck auf die Taste und schon ist die Synchronisation über das Smartphone oder den Laptop abgeschlossen und man kann alle Informationen über das Connect Portal abrufen.

Garmin vívofit - Puls Vergleich

Ich habe den vívofit einige Male beim Laufen und beim Fitness in Kombination mit meinem Forerunner 620 genutzt. Die Herzfrequenz wird dabei problemlos 1 zu 1 auf dem vívofit wie auf dem Forerunner wieder gegeben. Im Gegensatz zum Forerunner, der erst beim Drücken der Start-Taste eine Aktivität aufzeichnet, startet der vívofit die Aktivität gleich beim Koppeln mit dem Pulsgurt. Im direkten Vergleich auf dem Garmin Connect Portal kann man diesen Unterschied schön erkennen:

Garmin Connect - vivofit Aufzeichnung Garmin Connect - Forerunner 620 Aufzeichnung

Wie man sieht, hat der vívofit auf meiner Runde von 10 km rund 800 Meter mehr errechnet als der Forerunner. Hier muss man aber noch ca. 300 Meter von der Umkleide bis zum „Start“ und wieder zurück abziehen. Das macht beim vívofit unter dem Strich rund 5% Abweichung vom realen Wert, geht also vollkommen in Ordnung. Allerdings erkennt das Armband auch andere Bewegungen schon mal als Schritte, so kommen beim Zähne putzen schnell 500 zusätzliche Schritte hinzu (wenn man die Zahnbürste in der gleichen Hand wie den vívofit hält).
Die Herzfrequenz ist hingegen absolut identisch bei beiden Geräten, ist aber auch nicht verwunderlich da die Daten vom gleichen Sensor kommen. Auch der errechnete Kalorienverbrauch ist nahezu gleich.

Die Schlafanalyse habe ich über mehrere Nächte getestet. Insgesamt ein interessantes Feature das sehr genau Aufschluss über die Schlafdauer gibt. Allerdings ist die Bewegungsaufzeichnung recht ungenau und das Diagramm lässt allenfalls erahnen um wie viel Uhr man mal aufgestanden ist um zum Klo zu gehen.

Fazit

Garmin erfindet das Rad mit dem vívofit sicherlich nicht neu, bietet insgesamt aber ein durchaus interessantes Package an Features. Das permanent eingeschaltete E-Ink-Display verleiht dem vívofit eine perfekte Alltagstauglichkeit als Uhr die nebenbei auch noch als Activity Tracker dient. Mir hat das Gerät somit aufgezeigt wie wenig ich mich doch in meinem Bürojob bewege, außer wenn mal wieder eine Trainingseinheit in der Mittagspause auf dem Programm stand.

Als ambitionierter Hobbyläufer ist der vívofit ein nettes Gadget, ersetzt aber in keiner Weise meine Forerunner GPS Uhr. Aber das ist ja auch gar nicht das Ziel eines Activity Trackers. Das Teil ist hingegen perfekt für weniger aktive Menschen, die sich durch den vívofit zu mehr Bewegung motivieren lassen wollen, denn das macht er in Verbindung mit dem Garmin Connect Portal sehr gut.

Der vívofit Activity Tracker ist ab sofort für 119 Euro bzw. 149 Euro mit Pulsgurt erhältlich.

Weitere Testberichte gibt es unter anderem bei Rebekka unter RunningCherry und von Michael bei Computer Bild.

Update April 2015

Seit nunmehr über einem Jahr ist das Fitnessband von Garmin schon bei uns im Einsatz. Zeit nochmal kurz einen Blick auf die erste Generation des vivofits zu werfen.

In den vergangenen 13 Monaten hat meine Frau Myriam, laut Garmin Connect rund 3,5 Millionen Schritte zurück gelegt, was in etwa 2.500 Kilometern entspricht. Eigentlich sind es allerdings um einiges mehr, aber leider sind zahlreiche Aktivitätstage verloren gegangen, da Myriam nur selten das vivofit mit der Garmin Connect App auf ihrem iPhone synchronisiert hat. Das Fitnessband speichert nämlich nur die letzten 30 Tage, alle zuvor aufgezeichnete Schritte gehen unwiderruflich verloren.

Gebrauchtes Armband (l) vs. neues Armband (r) Halterung auf einer Seite ausgerissen

Nach einem Jahr sieht das mitgelieferte Armband schon ziemlich herunter gerockt aus. Auf dem Foto erkennt man es leider nicht so richtig im direkten Vergleich mit dem neuen Armband. Kürzlich ist zudem eine Halterung ausgerissen. Demnach wäre es nun doch an der Zeit das Band (ca. 25 Euro im Dreierpack) mal zu wechseln.

Überragend ist indes die Batterieleistung. Garmin versprach eine Laufzeit von einem Jahr. Unser Fitnessband läuft nun schon 13 Monate ohne Batteriewechsel. Das ist wirklich Rekord verdächtig!

Seit kurzem trägt Myriam nun den Nachfolger Garmin vivofit 2. Dieses soll unter anderem die Synchronisation erleichtern (erfolgt jetzt täglich automatisch) und bietet noch einige andere kleine aber feine Änderungen. Auf jeden Fall ist das vivofit als Activity Tracker weiterhin eine absolute Empfehlung wert!

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