Outdoor Action in 3D – Das GoPro 3D HERO System im Test
19. April 2012 von Sven
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Man nehme 2 GoPro HD HERO Actionkameras, kombiniere sie mit dem 3D HERO System, und schon kann man seine Outdoor Action auch in 3D aufzeichnen und an passenden Endgeräten abspielen. Die Marketing Agentur welche für GoPro die PR für Deutschland macht, hat mir freundlicherweise zum Testen dieses 3D Systems eine zweite HD HERO 2 sowie das 3D HERO System zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Das 3D HERO System von GoPro besteht im Wesentlichen aus dem wasserdichten 3D Gehäuse und dem 3D Hero Sync Kabel (die roten Adapter im Foto) welches die Aufnahmen der beiden Kameras synchronisiert. Im umfangreichen Zubehör sind außerdem ein wasserdichter sowie ein offener (“Skeleton”, für bessere Tonaufnahme) Gehäusedeckel, 3 Anaglyphenbrillen, eine Helmhalterung, 2 flache und 2 gekrümmte Montageplatten, sowie diverse Halterungen enthalten.
Wie alle GoPro Produkte kommt auch das 3D HERO System in einer edlen Verpackung daher.
Aufnahme
Die Inbetriebnahme des 3D Systems ist denkbar einfach. Erst muss man beide identischen Kameras (HD Hero 1 oder 2, nicht die 960er Modelle) in den gleichen Aufnahmemodus versetzen, also z.B. 1080p Videomodus mit Weitwinkel Aufnahme. Anschließend setzt man die Kameras einmal richtig herum und einmal um 180° gedreht in das 3D Gehäuse und verbindet beide über das 3D Hero Sync Kabel. Klappe zu, fertig. Für die 3D Aufnahme benötigt man übrigens in jeder Kamera jeweils eine SD Karte.
Das 3D Gehäuse verfügt über insgesamt 3 Aufnahmen für das GoPro eigene Halterungssystem. So kann man die Kamera entweder über die mittlere Aufnahme an einer einzelnen Halterung (z.B. dem GoPro Saugnapf, siehe Foto unten) befestigen, oder, zur besseren Stabilität, über die beiden äußeren Aufnahmen mit entsprechend 2 Halterungen (z.B. 2 gebogene Montageplatten mit GoPro Schnellverschluss zur Befestigung am Helm).
Ist das 3D Gehäuse installiert, schaltet man die Kameras ein und wählt den Aufnahmemodus (Video oder Serienbildfunktion). Mit einem Druck auf den Auslöser wird nun die Aufnahme auf beiden Kameras synchron gestartet.
3D Bearbeitung
Bevor ich zur eigentlichen Bearbeitung des Filmmaterials der GoPro Kameras komme, erst mal eine kurze Erläuterung wie der 3D Effekt bei Bildern und Videos überhaupt erzeugt wird. Dazu ein Auszug aus Wikipedia:
Die räumliche Wahrnehmung des Menschen beruht darauf, dass durch den Abstand der Augen zwei unterschiedliche ebene Bilder auf der Netzhaut zu einem Bild mit einer räumlichen Tiefe zusammengesetzt werden, mit deren Hilfe wir den Vordergrund vom Hintergrund unterscheiden können. de.wikipedia.org/wiki/3D
Ein 3D-Film (dreidimensionaler Film, auch stereoskopischer Film oder Raumfilm) ist ein Film, der dem Zuschauer durch stereoskopische Verfahren ein bewegtes Bild mit dem Eindruck echter räumlicher Tiefe bietet. Beim Film arbeitet man mit zwei Objektiven, die ebenfalls in einem Abstand auseinanderliegen, um so den stereoskopischen Effekt zu ermöglichen. Wird dem Auge jeweils das richtige Bild zugeführt, entsteht ein räumlicher Eindruck. de.wikipedia.org/wiki/3D-Film
Das 3D HERO System macht also nichts anderes als die Umgebung mit zwei leicht versetzten Linsen aufzuzeichnen. So erhält man für eine Aufnahme zwei Filmdateien die sich lediglich durch die Endung “L” (links) bzw. “R” (rechts) im Dateinamen unterscheiden. Um diese Dateien nun zu einem 3D Film zusammen zu fügen, importiert man diese in die kostenlose GoPro Cineform Studio Software und konvertiert sie in ein 3D Bild. Hier kann man zwischen verschiedenen Exportformaten wählen:
- Anaglyph (rot/blau, für die Betrachtung an 2D Fernseher und Bildschirmen mit Anaglyphenbrille)
- Aktiv (für die Betrachtung an 3D Fernseher und Bildschirmen mit 3D-Shutterbrillen)
- Passiv (für die Betrachtung an 3D Fernseher und Bildschirmen mit Polfilterbrillen)
Da ich leider nicht über einen 3D fähigen Fernseher oder Laptopbildschirm verfüge, blieb mir nur die Möglichkeit des Anaglyphen-Verfahren. GoPro liefert hierzu auch gleich die passenden rot/blauen Brillen mit. Die Bildqualität und der 3D Effekt fallen bei diesem Verfahren allerdings recht bescheiden aus. Bei den beiden anderen Verfahren soll die Qualität laut GoPro wohl wesentlich besser sein.
Wie so ein 3D Film aussehen kann zeigt GoPro selbst sehr eindrucksvoll:
Meine Testaufnahmen mit dem 3D HERO System am Auto waren vielleicht nicht wirklich geeignet, da sich der 3D Effekt nicht so extrem ausgeprägt wie in dem obigen GoPro Video zeigte. Ausschlaggebend für einen guten 3D Effekt ist der Abstand zwischen Linse und dem Objekt. Die Straße vor dem Auto sowie die Leitplanken und Bäume an den Seiten sind hier wohl etwas zu weit von der Linse entfernt. Die räumliche Auflösung soll wohl eher vor allem im “Greifbereich” besonders hoch sein.
Fazit
Das GoPro 3D HERO System bietet eine sehr einfache aber effektvolle Lösung um Outdoor Action in hochkarätiger 3D Qualität aufzuzeichnen. Wer bereits über zwei GoPro Kameras verfügt, kann diese für recht günstige 120 Euro in ein 3D System verwandeln und seine Abenteuer zu hause nochmal hautnah miterleben. Wer nur eine oder noch gar keine GoPro HD HERO Kamera besitzt, der muss pro Kamera knapp 350 Euro einplanen.
Für mich persönlich ist das 3D HERO System jetzt weniger interessant, da ich weder über eine zweite GoPro Kamera, noch über einen geeigneten 3D Fernseher verfüge. Und wenn ich ehrlich bin machen die Anaglyphenaufnahmen auf Dauer nur recht wenig Spaß. Das 3D System ist wohl eher für ambitionierte Hobby Filmer oder gar den professionellen Bereich geeignet. Außerdem sollten Aufnahmen vor allem für die spätere Betrachtung mit “echten” 3D Brillen verwendet werden.
Vielleicht gibt es ja bald eine European Outdoor Film Tour oder Reel Rock Film Tour in 3D bei der sicherlich auch mal das GoPro 3D HERO System zum Einsatz gekommen ist …
Wer am Kauf des 3D System oder einer HD HERO Actionkamera von GoPro interessiert ist, dem kann ich übrigens wärmstes den CamForPro Online Shop empfehlen. Hier findet man alles für die GoPro Kamera und der Versand nach Deutschland und Europa erfolgt sehr schnell und schon ab 20 Euro portofrei.
Weitere Informationen zum 3D HERO System und der HD HERO gibt es auf der Seite von GoPro.
MSR Hubba Hubba HP und MSR Dragontail trotzen Wind und Wetter
Anspruchsvolle Touren, durch wind- und wettergebeutelte Regionen, gehen oft an die Belastungsgrenzen der Ausrüstung. Gerade Zelte – die letzte Bastion, wenn man in der Wildnis unterwegs ist – sind dabei häufig den Auswirkungen von Starkregen und stürmischen Windböen ausgesetzt. Die High Performance Zelte MSR Hubba Hubba HP und MSR Dragontail trotzen den widrigsten Wetterkapriolen und liefern den perfekten Allround-Wetterschutz.
Mit dem freistehenden Zwei-Mann-Zelt Hubba Hubba HP hat MSR ganz klar Maßstäbe gesetzt. Das intuitive Alu-Gestänge macht das Aufbauen mit wenigen Handgriffen zum Kinderspiel: einfach Innenzelt daran festclippen, Überzelt darüber werfen und mit den Clips am Zeltboden verbinden. Der hochgezogene Zeltboden aus Ripstop-Nylon und der dreifachen Dura-Shield-Polyurethanbeschichtung (Wassersäule: 10.000 mm) hält auch beim kräftigsten Wolkenbruch der Nässe stand. Ebenso spannt sich das Überzelt wie ein Regenschirm über das großzügige Outdoor-Wohnzimmer und lässt Wind und Regen einfach daran abprallen. Die perfekt ausgeklügelte Ventilation, durch die weit oben am Innenzelt angebrachten Moskitonetze, verhindert die Bildung von Kondenswasser im Innenraum und lässt die Luft ohne Durchzug angenehm zirkulieren. Komplett abgespannt ergibt das MSR Hubba Hubba HP, mit seinen gerade einmal 1,93 kg Packgewicht, eine echte Festung im Kampf gegen die Elemente.
Das einwandige Zwei-Mann-Zelt MSR Dragontail ist die Nonplusultra-Lösung für alle Extrem- und Expeditionstouren. Mit seinem Obermaterial aus extrem reißfestem 40D Ripstop-Nylon mit einer Durashield-Polyurethan- und Silikonbeschichtung (Wassersäule: 1500 mm) hält es Schneestürmen genauso stand wie monsunartigen Regenfällen. Durch die leicht spitz zulaufende Tunnelkonstruktion, rinnen Wasser und Schnee noch leichter ab. Am Zeltboden kommt der widerstandsfähigste MSR Zeltstoff, 40D Ripstop-Nylon mit Durashield-Polyurethanbeschichtung, mit 10.000 mm Wassersäule zum Einsatz. Einmalig im MSR Dragontail ist der mit Reißverschlüssen verschließbare Ventilationstunnel. Er ist am Zelthimmel durch ein Moskitonetz abgehängt und verläuft über die komplette Länge des Zeltes. Selbst Sprühnebel kann hier dank des Netzes auch bei geöffneten Zippern nicht durchdrücken. Als größtes Sicherheitsfeature bringt MSR das Dragontail in der auffälligen Signalfarbe Orange zum Einsatz. Auch über weite Entfernungen hinweg ist es somit noch gut erkennbar. Mit einem Packgewicht von nur 2,53 kg ist das MSR Dragontail eines der leichtesten expeditionstauglichen Zwei-Mann-Zelte überhaupt.
Für noch mehr Sicherheit bei Zelttouren bietet MSR weitere optionale Sonderzubehörteile wie z.B. reflektierende Abspannleinen, Magnetleuchten zur Beleuchtung von Innen und Außen oder ein universell nutzbares Stangen Reparaturkit an.
Das MSR Hubba Hubba HP und das MSR Dragontail sind ab sofort im Sport- und Outdoorhandel, sowie online z.B. bei Bergfreunde.de oder OutdoorTrends.de für rund 450 Euro bzw. 500 Euro erhältlich. Weitere Informationen gibt es auch unter www.msrgear.com.
Mountain Hardwear Fluid 18 – Rucksack mit bombenfestem Sitz
Unabhängig von Jahreszeit oder Sportart, der neue Rucksack Fluid 18 von Mountain Hardwear verpackt alles für einen Tag im Park, auf Trails oder am Berg. Zudem sitzt dieses vielseitige Packtalent dank anatomischer „On-the-fly“ -Passform ohne zu verrutschen perfekt am Rücken.
Wer schon einmal mit einem Rucksack auf dem Rücken gelaufen oder über holprige Pisten Fahrrad gefahren ist, der weiß, wie schnell man das Gleichgewicht verlieren kann. Mountain Hardwear schafft mit dem leichten und kompakten Fluid 18 Abhilfe. Mit seinem „On-the-Fly“- Kompressionssystem lässt sich der Rucksack mittels zweier seitlicher Schlaufen ohne Abzusetzen eng an den Körper heranziehen. Dadurch sitzt er bombenfest, bietet Stabilität und hohen Tragekomfort. Kurz: der perfekte Begleiter für Biketouren, Trailrunning oder Tageswanderungen.
Wer schnell unterwegs ist braucht ausreichend Flüssigkeit – ein leicht zugängliches Rückenfach bietet Platz für ein Trinksystem. Unter dem aufgesetzten Front-Einschubfach lässt sich zum Beispiel ein Fahrradhelm verstauen. Zudem bietet das Reißverschlusshauptfach extra viel Stauraum für Proviant und Bekleidung.
Durchdachte Details: Der innovative „CoolWave“ –Rückeneinsatz gibt ein Plus an Stabilität und Form. Die Rucksackriemen aus luftzirkulierendem Schaumstoff bieten angenehmen Tragekomfort auch auf nackter Haut. Zudem lenken anatomische Rückenpolster die Luftströmung für optimale Ventilation – Das T-Shit bleibt trocken! Im großen Reißverschlussfach bietet eine separate Sicherheits-Tasche Schutz für MP3 Player, Handy und Co. Zwei zusätzliche Taschen am Hüftgurt verstauen wichtige Kleinigkeiten wie Schlüssel und Bargeld. Materialbefestigungsschlaufen sowie ein Reflektor runden die Ausstattung ab.
Technische Details
- Kapazität: 18 Liter
- Größen: S/M und M/L
- Gewicht: 680 Gramm (Größe S/M)
Ich denke der Fluid 18 könnte mein nächster Rucksack für Tageswanderungen werden. Klein, leicht, anschmiegsam, und in der M/L Version wohl auch für meine Größe von 1,90 geeignet. Eine sehr nette Präsentation des Fluid 18 gibt es übrigens auf YouTube zu sehen.
Der Fluid 18 von Mountain Hardwear ist ab sofort zur unverbindlichen Preisempfehlung von 70,00 Euro im Handel und ausgewählten Outdoor Online Shops erhältlich.
(PM und Foto: Mountain Hardwear)
Fjällräven Wax Station – Kundendienst für G-1000 Bekleidung
5. April 2012 von Sven
Abgelegt unter Ausrüstung, Tipps & Tricks
Nicht jeder Bekleidungshersteller darf von sich behaupten, die Lebensdauer seiner Produkte verlängern zu können. Fjällräven kann. Durch die Behandlung mit Grönland-Wachs lässt sich die Lebensdauer von G-1000 Produkten ausbauen. Und damit das vernünftig gemacht wird, stellt der schwedische Outdoor-Spezialist ab Frühjahr 2012 im Outdoor-Fachhandel Wax Stationen auf. Ein geschulter Wax Master übernimmt das Einwachsen und sorgt für einen ordentlichen „G-1000 Kundendienst“.
Im Prinzip funktioniert es wie beim Auto: Rein in den Laden, Hose abgeben, Abholtermin vereinbaren. Outdoor-Spezialist Fjällräven bietet ab Frühjahr 2012 einen Kundendienst auch für Bekleidung an. Bei 21 ausgewählten Fachhändlern (und zwei Online-Partner-Shops) stellen die Schweden Wax Stationen auf, an denen sich ein speziell geschulter Wax Master nicht um Ölwechsel, Bremsbeläge und Auspuff, sondern um das Einwachsen von Bekleidung aus G-1000 kümmert.
G-1000 genießt einen fast schon legendären Ruf. Das dichte Mischgewebe aus 65 % Polyester und 35 % Baumwolle – ab 2012 in fünf Varianten erhältlich – bietet hervorragende Abriebfestigkeit, schützt vor UV Strahlung und Mückenstichen, trägt sich aber dennoch sehr angenehm. Und: unbehandeltes Gewebe hat eine sehr hohe Wasserdampfdurchlässigkeit und bietet viel Klimakomfort. Behandelt man das G-1000 mit dem Fjällräven Grönland Wachs (bestehend aus Paraffin und Bienenwachs) erhöht sich die Wasser- und Windbeständigkeit des Gewebes. Je nach Wettersituation, Umgebungsklima sowie Art und Intensität einer Aktivität kann man seine Kleidung so anpassen. Und wenn sich etwas ändert, lässt sich das Wachs auch einfach wieder rauswaschen.
Wo man seine Kleidung einwachsen lassen kann, erfährt man unter www.fjallraven.de/uber-fjallraven/handlersuche/. Einfach unter „Händlertyp“ auf Wax Station klicken, dann werden die Standorte der Stationen in Deutschland angezeigt.
Wie ich sehe gibt es auch in unmittelbarer Nähe zu Luxemburg eine Wax Station, und zwar in Trier bei Viking Adventures. Vielleicht sollte ich mit meinen G-1000 Hosen mal dort vorbei schauen und mir die lästige Wachserei mit dem teuren Bügeleisen meiner Frau sparen :)
(PM und Foto: Fjällräven)
Stellungnahme von Nikwax zu Fluorkarbonhaltigen Imprägniermitteln
30. März 2012 von Sven
Abgelegt unter Hersteller
So gut wie jedes heutzutage im Handel erhältliche Outdoorbekleidungsstück wurde mit Fluorkarbonen behandelt. Darüber hinaus gibt es viele imprägnierende Pflegemittel, die ebenfalls Fluorkarbonen enthalten (Nikwax nicht). Die Inhaltsstoffe von derartigen fluorkarbonhaltigen Produkten wurden kürzlich in den Nachrichten mit gesundheitlichen Schäden in Verbindung gebracht und werden jetzt von den Medien genauer unter die Lupe genommen.

Endverbraucherschutz
Nicht alle Pflegemittel enthalten Fluorkarbone, und Nikwax möchte nicht, dass die gesamte Outdoor-Industrie mit Gesundheitsschäden in Verbindung gebracht wird. Vor diesem Hintergrund möchte Nikwax seinen Standpunkt zu Fluorkarbonhaltigen Imprägniermitteln erläutern. Doch zuerst einmal die Meldungen, sollten Sie diese verpasst haben:
„Monitor“ nimmt PFOA (PFC & Fluorkarbon) unter die Lupe
Am 1. März 2012 berichtete die WDR-Sendung „Monitor“ über das Thema „Outdoorjacken und Imprägniersprays: Gefahr für Umwelt und Gesundheit“. In dieser Sendung wurden besonders die beiden chemischen Stoffe PFOS und PFOA besprochen. Diese Chemikalien werden, zusammen mit weiteren Stoffen, mit in Imprägniermitteln verwendeten Fluorkarbonen in Verbindung gebracht.
Wissenschaftler finden heraus, dass Kinder auf den Faröer Inseln betroffen sind
Im Januar dieses Jahres erschien ein beunruhigender Artikel im Journal of the American Medical Association (JAMA). Dieser brachte Umweltverschmutzungen durch PFC (PFOA und PFOS) mit Schäden im Immunsystem von jungen Kindern in Verbindung. Das in den Kindern festgestellte PFC kam von einer Fisch- bzw. Wal-Diät, die PFC aus dem Ökosystem aufgenommen hatten. Dieses PFC stammt ursprünglich aus der industriellen Verwendung von fluorkarbonhaltigen Imprägniermitteln, die in unsere Gewässer entwichen sind. Die erwähnten gesundheitlichen Auswirkungen wurden bereits durch Tierstudien belegt, jedoch ist die JAMA Studie die erste detaillierte und kontrollierte, direkt am Mensch ausgeführte Studie. Und die stellt eine starke Verbindung zwischen nicht abbaubarem PFC und Beeinträchtigungen der menschlichen Gesundheit fest.
Nikwax’ Meinung zu Fluorkarbonen in Bekleidung & Pflegemitteln
Mit Hinblick auf diese Veröffentlichungen und die Wahrscheinlichkeit, dass künftig weitere Artikel zu diesem Thema scheinen werden, möchte Nikwax einige Punkte klar stellen.
- NIKWAX-PRODUKTE ENTHALTEN KEINE WASSER- & FLECKENABWEISENDE INHALTSSTOFFE AUS FLUORKARBON
- Nikwax ist NICHT DER MEINUNG, dass Endverbraucher, wie vielleicht in der Sendung „Monitor“ angedeutet, ihre Gesundheit gefährden, indem sie eine Jacke kaufen oder tragen, die vom Hersteller mit Fluorkarbon behandelt wurde – die Chance einer Übertragung ist sehr niedrig, wenn auch nicht ganz auszuschließen, da die ursprüngliche Imprägnierung auf der Jacke nicht flüssig sondern fest mit dem Material verbunden ist.
- Nikwax ist allerdings der Auffassung, dass im Handel erhältliche Fluorkarbonhaltige Mittel in Flüssigform für die Anwendung zuhause sehr wohl ein Risiko mit sich bringen. Die Menge eines derartigen Mittels, die nötig wäre, um potenzielle gesundheitliche Schäden zu verursachen, ist extrem gering. Durch die regelmäßige Anwendung von Imprägnierern auf Basis von Fluorkarbonen könnten Lebensmittel verunreinigt und Sprays eingeatmet werden.
- Nikwax glaubt nicht daran, dass es auch nur ein einziges sicheres Fluorkarbonhaltiges Produkt für die Verwendung im häuslichen Bereich gibt. Selbst wenn Produkte im Neuzustand kein eigentliches PFOA enthalten, so können sich in der Umwelt oder unserem Verdauungssystem die Inhaltsstoffe derartiger Mittel in gefährliches, nicht abbaubares PFOA oder ähnliche Stoffe umwandeln.
- Nikwax hat die Pflegemittel anderer Hersteller getestet und herausgefunden, dass sämtliche Konkurrenzmarken in ihrer Produktpalette mindestens ein Fluorkarbonhaltiges Produkt führen.
- Die Tatsache, dass ein Produkt mit einem Öko-Label ausgestattet ist, stellt nicht sicher, dass es auch frei von Fluorkarbonen ist, denn wir wissen, dass eine Reihe von Pflegemitteln mit Öko-Label dennoch Fluorkarbone enthalten. Um herauszufinden, welches Produkt tatsächlich frei von diesen Fluorkarbonen ist, sollten Sie Ihren Händler vor Ort befragen.
Kein Grund zur Sorge!
Entscheidend ist, dass Outdoorbekleidung generell kein direktes Risiko für den Endverbraucher darstellt. Fluorkarbonhaltige Pflegemittel können vermieden werden, indem man sie einfach nicht verwendet. Allerdings wäre es am besten, wenn diese Materialien komplett aus der Outdoorindustrie verbannt wären. Kein Zweifel, wir werden bestimmt bald wasserdichte Bekleidung kaufen können, die Fluorkarbonfrei imprägniert ist!
(PM: Nikwax)


















