Mountain Equipment Arete Daunenjacke im Test

22. Dezember 2011 von  
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Seit einiger Zeit schon war ich auf der Suche nach einer leichten für den Alltag, aber auch für die eine oder andere winterliche Tour. Die hervorragende Isolationseigenschaft von sind bei größerer Kälte einfach nicht von der Hand zu weisen. Ich bin zudem schon seit längerem vom Klima meines Daunenschlafsacks begeistert. Außerdem genießen Daunenjacken den Ruf ein besonders gutes Gewicht/Isolation Verhältnis zu besitzen und dabei noch recht klein packbar zu sein.

Bei meiner Suche kamen unter anderem die Berghaus Furnance, die Rab Microlight , sowie die Mountain Equipment Arete in die engere Auswahl. Von der Isolation, dem Gewicht und dem Preis liegen alle 3 recht eng beieinander. Meine Wahl fiel schlussendlich auf die ME da diese in der gewünschten Größe und Farbe vorrätig war. Zudem bin ich mit meinem Daunenschlafsack (Classic Dragon 500) bisher auch mehr als zufrieden.

Der Schnitt der Arete Jacke ist recht eng und passt in Größe L bei meinen 1,90m und knapp 80kg perfekt. Somit kann man sie sowohl als mittlere Schicht unter einer Hardshell Jacke, als auch bei trockenem Wetter als äußerste Schicht verwenden. Das schicke und schlichte Design, sowie die glatte matte Oberfläche machen die Jacke zudem auch ohne weiteres alltagstauglich.

Apropos Oberfläche, das Außenmaterial besteht aus wind- und daunendichtem He30.rs und wird von Mountain Equipment dank seiner guten Eigenschaften auch im Schlafsackbereich eingesetzt. Die Füllung (bei Größe L) besteht aus 160g 90/10 Daune mit einer Fillpower von mind. 675cuin. Die Kammern sind für eine gleichmäßige Daunenverteilung durchgesteppt. Leider erweisen sich diese Nähte aber auch als Schwachstelle der Arete Jacke. Hier dringen nämlich, für meinen Geschmack, zu viele Daunen durch (siehe Foto unten). Vielleicht bin ich aber auch nur etwas zu paranoid und befürchte bei jeder austretenden Daune gleich einen Isolationsverlust.

Das Gewicht meiner Arete Jacke in Größe L beträgt 411g inklusive dem mitgeliefertem Packsack. Ohne sind es leichte 395g. Laut Produktbeschreibung soll die Jacke wohl auch in der Innentasche verstaubar sein, allerdings habe ich dann das Problem, dass der Reißverschluss ebenfalls im Innern der Tasche verschwindet. Aber eventuell stelle ich mich auch nur zu doof an.
Weiter verfügt die Mountain Equipment Daunenjacke über zwei Handwärmertaschen, eine isolierte Abdeckleiste am Frontreißverschluss, elastische Ärmelbündchen, sowie einen Kordelzug im Saum damit die Jack auch nach unten hin gut abdichtet.

In der Praxis hat die Arete Jacke sich bisher bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sehr gut bewährt. Sie hält warm, trägt sich super bequem, und das Körperklima ist hervorragend.

Preislich ist die Mountain Equipment Arete Daunenjacke mit einem regulären Preis von knapp 170 Euro als recht günstig einzustufen, insbesondere wenn man das gute Verhältnis von Gewicht zu Isolation berücksichtigt.

GoPro HD HERO2 – Ein erster Eindruck

20. Dezember 2011 von  
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Vor kurzem hat mir der Nikolaus die brandneue GoPro HD HERO2 inklusive diversem Zubehör (dazu in späteren Beiträgen mehr) in den Stiefel gesteckt. Na gut, ich musste ihn schon mit einigen Dollar Scheinen bestechen, aber das war es mir wert. Zeit nun mal meinen ersten Eindruck von der Mutter aller Actionkameras hier zu schildern.

Die HD kommt in der Outdoor Edition (ebenso wie die Motorsports Edition und die Surf Edition) in einer edlen Verpackung daher, in welcher die selbst bereits schön in Szene gesetzt wird. Auch beim Auspacken setzt sich der wertige Eindruck fort. Von der bis hin zu den Klebehalterungen sind alle Teile sauber verarbeitet und fühlen sich keinesfalls nach Billigplastik an. Apropos Lieferumfang, dieser gestaltet sich recht üppig und unterscheidet sich in den Edition lediglich durch die unterschiedlichen Halterungen die mitgeliefert werden. Jede Art von Halterung kann man allerdings nachträglich auch noch separat dazu kaufen.

Lieferumfang (Outdoor Edition) :

  • HD HERO2 Kamera
  • Wasserdichtes Gehäuse (bis 60m)
  • HD Skeleton Verschlussklappe
  • Lithium-Ionen-Akku
  • USB-Kabel
  • Gurt für belüftete Helme
  • Kopfbandhalterung
  • 2 gebogene Klebehalterungen
  • 2 gerade Klebehalterungen
  • 3-fach verstellbarer Schwenkarm
  • Verschiedene Montage Teile

Einzig eine SD Speicherkarte muss man sich noch zulegen um loslegen zu können. Hier empfiehlt sich eine schnelle Class 10 SDHC Speicherkarte mit 16 oder 32GB. Letztere gibt es bereits für recht günstige 30 Euro und speichert 4 bis 5 Stunden Videomaterial in Full HD.

Nimmt man die HD HERO2 aus ihrem wasserdichten Gehäuse so merkt man erst wie winzig (siehe Foto) und leicht (98g inkl. Akku) diese Kamera doch ist. Dabei verfügt das neuste GoPro Modell über ein scharfes Glasobjektiv mit f/2.8 Fixfokus und einem Weitwinkel von bis zu 170°, filmt in einer HD-Auflösung von bis zu 1080p bei 30 FPS, und verfügt über eine Vielzahl von Ein- und Ausgängen (TV Out, USB Anschluss, Eingang für externes Stereomikrofon, SD Steckplatz, sowie HDMI Ausgang). Und das bei Abmessungen von gerade mal 42 x 60 x 30 mm.
Anders sieht es allerdings aus wenn man die Kamera in das mitgelieferte Gehäuse steckt. Das lässt die Abmessungen doch um einiges wachsen und macht die zierliche Kamera etwas klobiger. Aber da kommt man wohl nicht drum herum, denn die nackte HD HERO2 ist für das Filmen in der Hand nicht wirklich konzipiert. Dazu fehlt jede Möglichkeit der Befestigung. Erst das Gehäuse (wahlweise mit offenem Deckel für bessere Tonaufnahme) gewährt eine spezifische Aufnahme für eine Vielzahl von Befestigungsmöglichkeiten wie etwa ein Handstativ, eine Klebehalterungen, eine Kopfbandhalterung, eine Saugnapfhalterung oder eine Surfboard-Halterungen, um nur einige zu nennen.

Die Handhabung ist denkbar einfach: Kamera in das Gehäuse, Deckel zu, Halterung dran schrauben, und schon kann es losgehen. Die Menüführung über das winzige Matrix-Display und lediglich zwei Tasten ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig. Hat man das praktische kleine Handbuch allerdings mal durch und seine persönlichen Standardeinstellung festgelegt, geht das Aufzeichnen recht einfach von Hand. Nicht weniger als 4 rote LED Anzeigen (oben, unten, vorne und hinten) geben Auskunft über den Aufnahmezustand.
Die GoPro Kamera kann neben Filmen in HD auch Fotos mit 11 Megapixeln aufnehmen, verfügt über einen Burst-Modus welcher 10 Fotos pro Sekunde schießt, und kann mit Intervallen von 0,5 bis zu 60 Sekunden Zeitraffer Aufnahmen machen. Auch wenn die HERO2 nicht wirklich als digitale Kompaktkamera konzipiert wurde, so ist die Fisheye Optik mit dem extremen Weitwinkel von 170° doch sehr interessant für coole Schnappschüsse.

Fazit : Die GoPro HD HERO2 hinterlässt einen sehr positiven ersten Eindruck. Die gute Verarbeitung und die, nach kurzer Einarbeitungsphase, recht einfache Handhabung lassen Vorfreude auf den ersten richtigen Outdoor Einsatz aufkommen. Wobei wir auch schon beim Praxistest wären, heute Abend geht es nämlich zum jährlichen Icekarting! Dort werde ich sicherlich jede Menge tolle Aufnahmen machen können und auch gleich verschiedenste Halterungen testen können. Für die Zeitraffer Funktion habe ich auch schon Ideen :)

Gekauft habe ich die Outdoor Edition inklusive diversem Zubehör übrigens direkt bei GoPro aus den USA. Das hatte zum einen den Grund, dass ich einen Gutscheincode erhalten habe der mir 40% Rabatt auf einer Kamera gewährte, zum anderen ist der Preis mit 299 USD gegenüber 349 EUR natürlich schon um einiges günstiger. Außerdem steht der Dollar Kurs derzeit recht günstig gegenüber dem Euro. Da sind dann die rund 80 Dollar Versandkosten auch nicht mehr ins Gewicht gefallen. Die Versanddauer betrug schnelle 7 Tage per FedEx. Nachteil beim Kauf direkt aus den USA ist wohl der etwas umständliche Rückversand im Garantiefall.
Wer lieber in Deutschland kauft dem kann ich den CamForPro Online Shop wärmstens empfehlen. Ich habe hier schon weiteres Zubehör gekauft und war begeisterst vom schnellen und vor allem kostenlosen Versand nach Luxemburg. Kleiner Tipp, wer sich für die CamForPro Newsletter anmeldet erhält gleich einen 10-Euro-Gutschein für den Shop.

Innovative Trinkblase von GEIGERRIG im Test

10. November 2011 von  
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Als Fan von Trinksystemen erregte die Pressemitteilung, welche mich vor kurzem von erreichte, natürlich gleich meine Aufmerksamkeit. Das besondere an der innovativen Trinkblase ist das einzigartige integrierte Drucksystem welches es erlaubt das Wasser aus dem Mundstück des Trinkschlauchs heraus zu sprühen. Aber das System bietet noch viele weitere spannende Innovationen. Da ließ ich es mir nicht nehmen ein Testmuster anzufragen.

Das

Das Großhandelsunternehmen Optamit, welches die Marke GEIGERRIG exklusiv in Deutschland, Österreich und in der Schweiz vertreibt, lieferte mir auch prompt das Trinksystem (2 Liter) zusammen mit dem GEIGERRIG Filter (dazu später mehr) und einem zweiten, Filter-fertigem Trinkschlauch.

Auffällig ist schon die minimalistische aber stylische Verpackung. Anschließend fällt einem sofort der Druckball ins Auge, welcher über einen Schlauch mit der Trinkblase verbunden ist. Mithilfe dieses Druckballs setzt man die Trinkblase unter Druck. Dazu verfügt die Blase über eine zweite Kammer die vom Wasser getrennt ist. Somit gelangt keine Luft in die eigentliche Wasserblase oder den Trinkschlauch.

Zum Befüllen der Trinkblase kann man den Trinkschlauch sowie den Druckschlauch über die Quick-Release Plug-&-Play-Verbindungen problemlos abnehmen. Diese ermöglichen einem zum Beispiel auch die Entnahme der Trinkblase, ohne dass man dafür die Schläuche vom Rucksack entfernen muss. Das Befüllen erfolgt ähnlich wie bei anderen Trinkblasen über eine weite Öffnung an der Oberseite. Die aufgefüllte Trinkblase wird anschließend in den Rucksack gesetzt, dann wird der Rucksack gepackt. Erst nachdem alles im Rucksack verstaut ist, wird die Blase unter Druck gesetzt. Dazu wird der Druckball gedrückt, bis die Blase den gewünschten Druck zum Sprühen erreicht hat (15-20 mal pumpen für die 2-l-Blase, 20-25 mal pumpen für die 3-l-Blase).

Durch sanftes Drücken des angewinkelten Mundventils sprüht das Wasser nun aus dem Schlauch heraus. Durch eine Drehung des Mundventils kann man dieses verschließen um versehentliches Sprühen zu vermeiden.

Als sehr einfach erweist sich die Reinigung der GEIGGERIG Trinkblase. Die Schläuche können hierzu, wie schon beschrieben, abgenommen werden. Dank des praktischen Gleitverschlusses kann sie leicht weit geöffnet und vollständig gereinigt werden. Außerdem kann die Trinkblase problemlos auf Links gedreht werden und ist sogar Spülmaschinen tauglich!

Doch was sind nun eigentlich die Vorteile des Sprühens und die Einsatzbereiche des GEIGERRIG Trinksystems?

  • Trinken
    Ein großer Vorteil von Trinksystemen im Allgemeinen ist die permanente Wasseraufnahme während Aktivitäten. So kann man unterwegs mehrmals kleinere Schlucke nehmen, anstatt Pausen abzuwarten (bei denen man gegebenenfalls auch noch den Rucksack abnehmen muss) und dann hastig in großen Schlucken trinken zu müssen.
  • Kühlen
    An heißen Tagen kann man seine Wasserversorgung dazu benutzen, einen feinen, kühlenden Dunst auf Gesicht, Nacken und Körper zu sprühen.
  • Reinigen
    Das Waschen von Händen, Gesicht, oder gar Wunden ist mit dem Sprühmechanismus des GEIGERRIG Drucksystems problemlos möglich.
  • Teilen
    Da man das Ventil zum Trinken nicht direkt in den Mund nehmen muss, kann man seinen Wasservorrat problemlos mit anderen teilen. Bei einem herkömmlichen Trinksystem, an dem man saugen muss, kommt es oft zu einem Rücklauf von verschmutztem Wasser in die Blase, genau wie von Schleim- und Schaumablagerungen, die sich am Mundstück sammeln und die ebenfalls in die Trinkblase gelangen können.

Wie man sieht wurde das GEIGERRIG Trinksystem nicht umsonst auf der Outdoor Trade Show in England als „Produkt des Jahres“ ausgezeichnet.

Das Trinksystem ist als 2 Liter sowie 3 Liter Version für jeweils 49,00 Euro erhältlich, oder auch in Kombination mit verschiedenen GEIGERRIG Trinkrucksäcken.

Der Filter

Aber GEIGERRIG bietet noch mehr. Der Sprühmechanismus ermöglicht dem Trinksystem, Wasser durch einen Filter zu drücken. GEIGERRIG stellt Filter her, die sich in den Trinkschlauch integrieren lassen, so dass Wasser, das unterwegs aus Bächen, Flüssen oder Seen aufgenommen wurde, auf seinem Weg aus der Trinkblase in den Mund hygienisch sauber gefiltert wird.

Der Filter (aktiver Kohlenstoff aus Kokosnußschale) entfernt dabei mehr als 99,9% Kryptosporidien- und Giardien-Parasiten. Die Filterkapazität beträgt bis zu 190 Liter Wasser.

Der Filter sowie der Filter-fertige Trinkschlauch sind einzeln für 29,95 Euro beziehungsweise 19,95 Euro erhältlich.

Das GEIGERRIG Trinksystem in der Praxis

Kommen wir nun aber zum Praxistest. Getestet habe ich das Trinksystem zum einen in einem kleinen Daypack, zum anderen in unserer Kinderkraxe, dem Deuter Kids Comfort III (siehe Fotos).

Das Einsetzen der Trinkblase gestaltete sich Konstruktionsbedingt beim Daypack recht einfach (Einsetzen der Trinkblase von Oben ins Hauptfach), bei der Kinderkraxe hingegen recht fummelig (Einsetzen der Trinkblase durch eine seitliche Öffnung). Besonders das Anbringen der Schläuche über die Quick-Release Verbindung erwies sich als Geduldsprobe da man nicht wirklich sieht was man macht.

Die Schläuche für Wasser und Druck habe ich parallel aus der dafür vorgesehenen Öffnung des Rucksacks verlegt und am Schultergurt befestigt. Sieht auf den ersten Blick wohl etwas komisch aus. Die GEIGERRIG eigenen Trinkrucksäcke bieten da eine elegantere Lösung. Hier werden die Schläuche auf beide Schulterriemen aufgeteilt und der Druckball verschwindet diskret in einer unauffälligen Tasche.

Unterwegs erwies sich das Trinksystem als sehr praktisch. Selbst unsere kleine Eve (2 Jahre) hatte keine Probleme selbstständig aus dem Schlauch zu trinken. Steht die Trinkblase einmal unter Druck muss man während einer Tour nur noch selten Pumpen um den Druck anzupassen. Die 2 Liter wurden dann auch fast komplett ohne Saugen aufgebraucht. Lediglich einige wenige Zentiliter verblieben am Ende in der Trinkblase.

Die Reinigung ging, wie vom Hersteller versprochen, leicht von der Hand. Lediglich den Spülmaschinen habe ich noch nicht gemacht, aber man wird wohl eh nicht gleich nach jeder Tour das Teil so gründlich reinigen müssen.

Fazit

Das Trinksystem von GEIGERRIG ist eine wirkliche Innovation. Besonders praktisch am Sprühsystem finde ich, dass man es nun nicht mehr nur zum Trinken nutzen kann, sondern z.B. auch zum Händewaschen oder zum Spülen des Berghaferls. Wer das schon mal mit einem herkömmlichen Trinksystem versucht hat, weiß wie umständlich dies ist. Wünschenswert wäre vielleicht nur noch eine Kappe für das Mundventil um dieses gegen Schmutz zu schützen.

Mit rund 50 Euro ist das Trinksystem deutlich teurer als herkömmliche Systeme wie z.B. von Deuter (ca. 30 – 35 Euro) oder Platypus (ca. 20 – 25 Euro), dafür bietet es aber auch einiges mehr. Die clevere Filteroption macht das System besonders für Leute die öfters abseits der Zivilisation und somit einer sauberen Wasserversorgung unterwegs sind, interessant. Wobei der Preis für das komplette Trinksystem sich dann schon auf knapp 100 Euro beläuft.

Weitere Informationen und Videos zum GEIGERRIG Trinksystem gibt es unter optamit.de (deutsch) und geigerrig.com (englisch).

PS: Was die Bezugsquellen angeht – Optamit ist Großhändler und verkauft leider nicht an Endkunden. Die Produkte sind in der Regel in gut sortierten Outdoor- und Fahrradfachgeschäften erhältlich.

Silva Sprint und Sprint Plus – Starke Stirnlampen mit 1030 Lumens

27. Oktober 2011 von  
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Der schwedische Hersteller haben mir via Bergfreunde.de ihre neue extra starke Sprint Plus zum Testen zur Verfügung gestellt. Stolze 1.030 Lumens bietet die Silva Lampe, das ist mal eine Ansage. Leider hat die Leistung auch ihren Preis, rund 450 Euro kostet das Spitzenmodell. Grund genug die Silva etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Lieferumfang

Die Stirnlampe wird in einem edlen Karton geliefert und bietet eine Menge Zubehör. Neben Lampe, Akku und Ladegerät werden des weiteren ein Stirnband, eine Helmhalterung, sowie eine Fahrradhalterung und ein Verlängerungskabel mitgeliefert. Der Einsatzbereich ist somit sehr vielfältig.

Handhabung

Ist der mitgelieferte Hochleistungsakku erst mal geladen, ist die Handhabung eigentlich recht simpel. Man verbindet die Leuchte entweder direkt mit dem Akku oder nutzt zusätzlich noch das Verlängerungskabel (wenn man die Sprint z.B. als Stirnleuchte einsetzt und den Akku am Gürtel befestigen möchte). Der Akku wird in einer einfachen Schutztasche mit Klettverschluss geliefert. So kann man den Akku recht einfach am beigelegten Stirnband, am Gürtel, am Rucksack oder auch am Fahrradrahmen befestigen.

Die Bedienung der verschiedenen Leuchtmodi erfolgt durch jeweils kurzes Drücken über einen einzigen Schalter oberhalb der Lampe: Maximum > Mittel > Minimum > Blink. Hält man den Schalter 1 Sekunde lang gedrückt schaltet man die Sprint wieder aus.

Der Winkel des Lampenkopfs lässt sich leicht stufenlos einstellen und hält dabei doch perfekt die gewählte Position. Das Kabel zur Stromversorgung dreht dabei nicht mit und bleibt stets in seiner Position. Somit ist die Silva Sprint wirklich sehr bequem zu bedienen.

Leuchtkraft im Test

Hier sieht man die Silva Sprint im direkten Vergleich mit der LED Lenser M7R (220 Lumens). Bis zum Zaun hinter dem Baum sind es ca. 45-50 Meter. Die Belichtungszeit aller Fotos betrug 2 Sekunden.

Wie man erkennen kann bietet die Silva bei den vollen 1.030 Lumens (3. Foto) ein helles und dabei vor allem ein sehr breites Sichtfeld. Erst wenn man die M7R fokussiert (letztes Foto) kann diese in etwa mit der Leuchtkraft der Sprint mithalten, in dem Fall hat man allerdings ein stark eingeschränktes Sichtfeld.

Für den Praxistest bei unserer Caving Tour war die Silva Lampe leider noch nicht bei mir eingetroffen, dafür hatte Ander vom Trekking Blog seine aber bereits erhalten. So konnte ich die Leuchtkraft doch schon in der Praxis erleben. Im Vergleich zu meiner Petzl Tikka XP (35 Lumens) welche ich für unsere Tour dabei hatte, bot die Silva in der Grotte ein regelrechtes Flutlicht. Besonders in der Kathedrale, einer besonders hohen Kammer, stelle sie ihre Leuchtkraft eindrucksvoll unter Beweis.

Bei meinem geplanten Praxistest während der nächtlichen Wanderung im Rahmen des Gore-Tex Blogger Summits, versagte die Lampe dann allerdings komplett. Obwohl der Akku zuvor vollständig geladen wurde und die Sprint ordnungsgemäß befördert wurde (Akkukabel abgezogen), verweigerte sie die Arbeit. Nachdem ich den Akku zu hause ans Ladegerät angeschlossen und erneut vollständig aufgeladen hatte, funktionierte sie wieder einwandfrei. Irgendwo muss der Akku sich dann doch wohl vollständig entladen haben.

Technische Eigenschaften

  • Leuchtentyp: 5x Hochleistungs-LED
  • Ultrastarke Lichtleistung bis 140 m
  • Zwei sehr starken Leuchten: 1030 Lumens
  • Leuchtdauer Max/Min: 2,5h/20h
  • 6,6 Ah Li-Ionen Akku
  • Wasserabweisend zum Einsatz unter harten Bedingungen (IPX6)
  • Multisport-Befestigungen inklusive (nur Sprint Plus): Stirnband, Fahrrad und Helm
  • Vier nutzbare Leuchtmodi: Max, Min, Breit und Blink
  • Gewicht: 190g

Fazit

Mit der Sprint bietet Silva eine Stirnlampe mit beeindruckender Leistung für fast jede Art von Outdoor Aktivität in dunkler Umgebung. Der Hochleistungsakku hält dabei bis zu 20 Stunden (bei voller Leistung immerhin noch bis zu 2,5 Stunden). Zudem ist die Lampe Wasserabweisend nach IPX6 Schutzart (Schutz gegen starkes Strahlwasser) und stoßfest. Dem harten Outdoor Einsatz steht also nichts im Weg … bis vielleicht auf den doch recht hohen Preis.

Die Silva Sprint gibt es für knapp 400 Euro in der Basisversion mit Akku, Ladegerät und Kopfteil, sowie in der Silva Sprint Plus Version mit zusätzlicher Fahrrad- und Helmbefestigung für rund 450 Euro. Den Akku kann man übrigens auch einzeln kaufen um z.B. Ersatz bei einer längeren Tour zu haben. Da es sich dabei aber um einen Hochleistungsakku handelt kostet dieser nochmals stolze 199 Euro.

(Fotos : Charel Bidoli, Sven Linckels)

Gore-Tex Blogger Summit 2011

18. Oktober 2011 von  
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Am vergangenen Wochenende hatte zum ersten “” eingeladen. Insgesamt folgten 24 Blogger aus 7 Ländern der Einladung zum Treffen im Gore Werk in Feldkirchen.

Die Anreise nach München am Freitag gestaltete sich recht flexibel. Gore stellte gleich 2 Shuttle Busse vom Flughafen zum Hotel zur Verfügung. Am Flughafen traf man dann auch schon gleich das eine oder andere bekannte Gesicht. Am Abend gab es das erste Meet & Greet, ein gemeinsames Abendessen und erste interessante Gespräche mit den anderen Bloggern und dem Gore Team.

Am Folgetag ging es recht früh zum Werk in Feldkirchen wo uns erst mal die Firma Gore vorgestellt wurde. Spontan kommt einem beim Name “Gore” bzw. der Marke “Gore-Tex” nur der Bereich (Outdoor-) Bekleidung und Schuhe in den Sinn. Dabei macht Gore einen Großteil seines jährlichen Umsatzes von 3 Milliarden Euro in anderen Bereichen wie z.B. Elektronik, Medizin oder Luft- und Raumfahrt.

Im Anschluss an die Einführung wurde uns in zwei Gruppen jeweils die Wissenschaft des Komforts näher gebracht, beziehungsweise eine Tour durch das Testlabor von Gore gemacht. Timm Smith, der Entwickler der Gore-Tex Active Shell Membran, klärte uns über das Thema Komfort auf und wie Gore daran arbeitet seine Membranen für ein optimales Körperklima zu verbessern. Außerdem gab er uns wertvolle Tipps zum richtigen Waschen und zur Pflege von Gore-Tex Bekleidung.

Nach einer kurzen Kaffeepause ging es dann gleich weiter zum Testlabor wo uns die einzelnen Tests vorgestellt wurden, die Gore-Tex Produkte durchlaufen müssen bevor sie schlussendlich für eine Massenproduktion zugelassen werden können. Es handelte sich beim Labor allerdings um ein “Show-Labor” in das Gore auch Partner und Journalisten einlädt um ihnen die Qualitätssicherung der Firma Gore näher zu bringen. Es war aber durchaus interessant die diversen Testmethoden erklärt und demonstriert zu bekommen.

Anschließend ging es weiter zum Regenturm in dem verschiedenste Formen von Regen simuliert werden können. Hier wird die Dichtigkeit auf Herz und Nieren geprüft. Vor allem zeigt sich hier an den Prototypen ob z.B. am Schnitt der Taschen, der Reißverschlüsse oder des Bundes noch nach gearbeitet werden muss. Für Motorradbekleidung kann sogar die Gicht von voraus fahrenden Fahrzeugen simuliert werden.
Zum Überprüfen der Winddichtigkeit der Windstopper Membran verfügt Gore über den sogenannten “Storm Cube” in dem frostige Winde erzeugt werden können. Natürlich ließen wir uns nicht davon abhalten diesen auch am eigenen Leib zu testen.

Nach dem Mittagessen präsentierte Timm uns noch im Detail die neue Gore-Tex Active Shell Membran, eine Membran die besonders auf sehr sportliche und schnelle Aktivitäten mit kleinem oder gar keinem Gepäck ausgelegt wurde. Hier sind vor allem leichtes Gewicht und hohe Atmungsaktivität bei bewährtem Gore-Tex Regenschutz gefragt. Mehr zur neuen Active Shell Membran und dessen Technologie gibt es in einem späteren Beitrag.

Im Anschluss an die Präsentation ging es dann endlich raus. Mit dem Bus sind wir gemeinsam zum Ausgangspunkt unserer kleinen Wanderung zur Gindelalm gefahren. Natürlich hat Gore jedem Teilnehmer auch gleich eine Active Shell für einen live Test zur Verfügung gestellt. Besonders motivierte Blogger haben sogar einen Trailrun in ihrer gewagt. Ich bevorzugte, wie der Großteil der teilnehmenden Blogger, eher eine gemütliche Wanderung welche aber nicht weniger schweißtreibend sein sollte. Besonders der letzte steile Anstieg verlangte der Active Shell einiges ab. Die Aussicht bei dem hervorragendem Wetter entschädigte die kurze Anstrengung allerdings allemal.

Nachdem die Geocacher unter den Blogger noch schnell den Gindelalmschneid Cache geloggt hatten, ging es in die Hütte wo Benedikt Böhm uns bereits für einen spannenden Vortrag zu seinen Speed-Ski Expeditionen an 8.000 Meter hohen Bergen erwartete. Nach einer deftigen Hüttenmahlzeit machten wir uns schließlich mit Stirnlampe und Fackeln wieder zurück ins Tal und der Bus fuhr uns ins Hotel. Den Abend ließen wir dann gemeinsam mit dem Gore Team in der Hotelbar ausklingen.

Am frühen Sonntagmorgen ging es dann auch schon wieder für alle nach Hause.

Fazit

Weder wir Blogger, noch die Veranstalter des ersten Gore-Tex Blogger Summit wussten eigentlich so recht was sie erwartete. Im Endeffekt profitierten aber beide Seite von dem äußerst interessanten und konstruktiven Austausch. Zum einen war es toll das Gore Werk und einige seiner wichtigsten Mitarbeiter kennen zu lernen, zum anderen natürlich auch bekannte sowie neue Blogger Kollegen zu treffen. Das Event war hervorragend organisiert und Gore hat keine Mühe und Kosten gescheut um uns Bloggern ein tolles Wochenende zu bieten.
Über eine Einladung zum Blogger Summit 2012 würde ich mich auf jeden Fall freuen ;)

Hier noch die teilnehmenden Blogs in der Übersicht, wo man in den nächsten Tagen und Wochen sicherlich auch noch jede Menge Inhalt zu Gore-Tex und dem Blogger Summit finden wird:

Deutschland

Frankreich

Italien

Luxemburg

Österreich

Spanien

UK

Meine Fotos vom Gore-Tex Blogger Summit gibt es wie immer in der Galerie. Gespannt bin ich übrigens auch auf die Fotos vom Profi-Fotografen welche Gore-Tex demnächst auf seiner Flickr Seite veröffentlichen wird. Die Fotos von Thorsten Jochim sind nun auch in einer eigenen Flickr Galerie online! Wirklich tolle Bilder!

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