Gummistiefelweitwurf

5. August 2010 von Sven  
Abgelegt unter Funsport

Bereits zum sechsten Mal fand am vergangenen Sonntag die nationale Gummistiefelweitwurf-Meisterschaft in (genauer in Kayl) statt. Neben dem Tagessieg war das oberste Ziel den nationalen Rekord aus dem Jahr 2008 zu brechen, welcher derzeit bei 35,30 Metern liegt.

Die Ursprünge des Gummistiefelweitwurfs führen nach Finnland, wo den Überlieferungen zu Folge, Seeleute Ende des 19. Jahrhunderts dieses Wurfspiel ersannen. Dokumentiert ist es aber nicht. Viele Jahre später erinnerte man sich dieser sportlichen Betätigung, es wurde ein Regelwerk geschaffen, und seit 1975 wird der Gummistiefelweitwurf in Finnland als offizieller Mannschaftsport ausgetragen. Um auch überregionale Wettbewerbe durchführen zu können, wurde ein Weltverband gegründet und 1992 die erste ausgetragen. Seitdem gibt es jährlich eine und diverse Weltcupturniere.

Der Wettkampfstiefel für Männer ist in der Größe 43 und wiegt fast ein Kilogramm. Bei Frauen wird den Regeln zufolge ein Stiefel der Größe 38 mit einem Maximalgewicht von 750 Gramm geworfen.

Der Weltrekord liegt bei den Männern übrigens bei stolzen 67,31 Metern (Jukka Vesterinen / FIN) und immerhin bei 49,35 Metern bei den Frauen (Eeva Isokorpi / FIN). Die deutschen Rekorde liegen bei 52,50 bzw. 35,10 Metern. Da haben wir Luxemburger ja noch einiges aufzuholen :)

Weitere Fotos der Luxemburger Meisterschaft gibt es auf der Seite von Wort.lu.

(Foto : Lucien Wolff via Wort.lu)

Disc Golf – Einlochen mit dem Frisbee

12. Juli 2010 von Sven  
Abgelegt unter Funsport

Discgolf, Disc Golf, Frisbeegolf, oder auch Frolf ist eine Funsportart, bei der – analog zum klassischen Golf – versucht wird, von einem festgelegten Abwurfpunkt mit möglichst wenigen Würfen einer Frisbee ein bestimmtes Ziel zu treffen. Sie ist in den 70er Jahren in den USA entstanden, Anfang der 80er bildeten sich dann auch in Deutschland erste Disc Golf-Gruppen.

Auszug aus dem Disc Golf-Portal des Deutschen Frisbeesport-Verbandes :

Ziel beim Disc Golf ist, einen Kurs von meist 18 Bahnen mit möglichst wenigen Wür­­fen zu absolvieren. Von einer festgelegten Abwurfzone aus wirft der Spieler die Scheibe in Richtung eines Fangkorbs aus Metall. Der Spieler markiert die Stelle, wo die Scheibe gelandet ist, und spielt von dort aus weiter. Die Bahn ist zu Ende gespielt, wenn die Scheibe im Fangkorb versenkt wurde. Die Länge der Bahnen beträgt, je nach Parcours und Schwierigkeitsgrad, zwischen 40 und 250 Metern. Disc Golf wird nach ähnlichen Regeln wie Golf gespielt.

Die wichtigste Ausrüstung beim Disc Golf sind natürlich die Frisbee Scheiben. Die sogenannten Golfdiscs unterscheiden sich allerdings wesentlich von den handelsüblichen Frisbees. Die Golfdiscs sind schwerer (bis 200g), aerodynamischer und von kleinerem Durchmesser als normale Frisbees. Man unterscheidet 3 verschiedene Discs : den Driver für weite Würfe, den Midrange als Annäherungsscheibe, und den Putter zum “Einlochen”.

Das Ziel auf fest installierten Kursen sind Metall-Körbe welche in einer Höhe von ca. 70 cm angebracht sind. Diese Körbe sind an einer Stange montiert; oberhalb sind an einem weiteren Metallring einige Ketten angebracht, die geworfene Frisbees auffangen sollen. Für den Spaß zwischendurch oder zum Training gibt es auch tragbare Ausführungen dieser Fangkörbe.

Eine Grundausstattung mit 3 Golfdiscs (Driver, Midrange, Putter) kostet rund 30 Euro. Für einen faltbaren mobilen Discgolf-Korb muss man ca. 150 Euro investieren. Wer gleich seinen eigenen Parcours mit 18 Bahnen haben möchte, sollte schon mal 20.000 Euro vorsehen :)

In Deutschland gibt es bereits 29 fest installierte Kurse, weltweit sind es sogar schon mehr als 3.000 Disc Golf-Parcours. Natürlich befindet sich mal wieder kein Parcours in meiner unmittelbaren Umgebung (z.B. in Trier), denn ausprobieren würde ich diese Funsportart schon gerne mal.

Weitere Informationen zu Disc Golf findet man auf dem Disc Golf-Portal des Deutschen Frisbeesport-Verbandes.

(Fotos : Michael Stiller – Discgolf NRW)

Crossboule – Die Offroad Boule Variante

2. Juni 2010 von Sven  
Abgelegt unter Featured, Funsport

Nach Crossgolf kommt nun Crossboule! Durch einen Artikel in der Newsletter vom Unterwegs Shop bin ich auf diese neue Fun Sportart gestoßen. Das Prinzip ist dabei eigentlich das gleiche wie beim Crossgolf, an den Grundregeln wird festgehalten, nur die Wahl des Spielortes ist beliebig :

Ein Punkt wird erzielt, wenn die eigene Kugel am nächsten an der Zielkugel platziert werden konnte. Liegen beide Kugeln eines Spielers am nächsten an der Zielkugel so gewinnt der Spieler zwei Punkte. Dabei gibt es im Gegensatz zum Pétanque keine “ungültigen” Zielkugeln. Die Runde wird gespielt, egal ob die Zielkugel verdeckt, unter Wasser oder auch weit mehr als 10m entfernt liegt.
(Wikipedia)

Crossboule kann man zwar mit herkömmlichen Boulekugeln spielen, geeigneter sind aber wohl spezielle Crossboulekugeln welche aus softem Kunstleder bestehen und mit einem Kunststoffgranulat gefüllt sind.

Durch die weiche Oberfläche verhindert man so Schäden an Gegenständen und Personen. Außerdem machen die Kugeln im Gegensatz zu Metall-, Holz- oder Hartplastikkugeln keinen Krach beim Spielen auf Beton und anderen harten Untergründen.

Wie Crossboule in der Praxis funktioniert kann man in diesem Video sehen :

Auf Nachfrage beim Unterwegs Shop habe ich zwei Crossboule Starter Sets (jeweils bestehend aus 2 mal 3 Spielbällen einer Farbe, einem Zielball, und einer Bedienungsanleitung) zum Testen erhalten. Gestern habe ich nun das erste Spiel mit unserer Pfadfinder Gruppe gewagt, und was soll ich sagen? Unsere Mädels hatten einfach großen Spaß die Boulekugeln ohne Rücksicht auf die Beschaffenheit des Geländes durch die Gegend zu werfen :)

Bei den Spielregeln haben wir uns mehr oder weniger an die offiziellen Crossboule Regeln gehalten. Der Gewinner einer Runde bestimmte den Startbereich und hat die kleine Zielkugel geworfen. Anschliessend spielte jeder abwechselnd seine drei Kugeln. Am Ende wurden die Punkte gezählt.

Die Crossboule c³ Kugeln haben einen wirklich guten Eindruck gemacht, obwohl ich anfänglich etwas Bedenken wegen der Robustheit des soften Kunstleders der Oberfläche hatte. Die Kugeln fühlen sich angenehm an, liegen gut in der Hand und fliegen auch sehr sauber. Beim Auftreffen auf dem Boden rollen sie etwas weiter, aber aufgrund ihrer Füllung mit Kunststoffgranulat nicht sehr weit. Das macht das Spielen auf ebenem Untergrund wie z.B. Asphalt recht einfach.
Leider ist aber bei einem der Bälle die Naht über ca. 1 cm aufgeplatzt, so dass das Granulat herausrieselte. Ich weiß jetzt nicht woran es gelegen hat, vielleicht habe ich die Kugel zu weit / hoch geworfen, ist auf einem Stein gelandet, oder es ist passiert als die Kugel an einem Zaun abgeprallt ist. Ansonsten machen die Crossboule c³ Bälle einen robusten Eindruck. Die Kunstlederoberfläche hat jedenfalls kaum gelitten bei unserem Spiel überwiegend auf Asphalt.

Fazit : Crossboule ist eine Funsportart die wirklich eine Menge Spaß macht! Wir werden jetzt wohl öfters mal die Kugeln fliegen lassen :)

Ein Crossboule c³ Starter Set für 2 Spieler kostet übrigens knapp 37 Euro, das Collector Set mit 3 Spielbällen einer von 6 verschiedenen Farben / Mustern, einem Zielball, und einer Bedienungsanleitung gibt es für rund 20 Euro.

Weitere Fotos unseres Crossboule Spiels gibt es in der Foto Galerie.

Update : Bei Amazon.de habe ich nun auch ein CROSSBOCCIA Set mit 3 Spielbällen und einem Zielball entdeckt welches rund 20 Euro kostet.

Mountain Skyver – Der Bergsportroller

24. August 2009 von Sven  
Abgelegt unter Funsport

Der Bergmönch bekommt mit dem Mountain Skyver Konkurrenz. Beim Mountain Skyver handelt es sich um einen klappbaren, voll gefederten Bergsportroller, welcher gleich in 4 verschiedenen Modellen Varianten, für den ambitionierten Bergsportler bis hin zum Downhill-Spezialisten, angeboten wird.

Mountain Skyver Mountain Skyver

Der Mountain Skyver ist klappbar und lässt sich auf jeden Rucksack befestigen. Mit 3 Handgriffen ist er in 1 Minute startklar. Zu den allgemeinen Eigenschaften :

  • Klappbarer, voll gefederter Bergsportroller mit Scheibenbremsen
  • Seitlich ausklappbare Trittflächen mit stufenloser Höheneinstellung
  • Optimale Kontrolle und hervorragende Fahreigenschaften
  • 4 verschiedene Modelle, für den Bergsportler bis zum Downhill-Spezialisten
  • Bequem tragbar mit jedem Rucksack
  • Geringes Gewicht und kleines Packmaß
  • Vortrieb auf Flachstrecken durch Rollertechnik

Weitere Details, wie z.B. das genaue Gewicht der verschiedenen Modelle, sind leider noch nicht bekannt. Die Webseite des Herstellers befindet sich im Aufbau und die Informationen sind leider noch recht spärlich gesät. Über eine Leserin des Freiluft Blogs konnte ich allerdings schon etwas über den Preis in Erfahrung bringen. So soll das Gerät je nach Modell um 900 bis 950 Euro kosten, also um einiges günstiger als der . Außerdem sind die Modelle Summit, Kibo, Cross und Rock schon ab dem 1. August 2009 lieferbar.

Übrigens werden noch Testfahrer für den Mountain Skyver gesucht. Weitere Informationen hierzu findet ihr unter MountainSkyver.com.

Der Bergmönch kommt 2010

4. Juni 2009 von Sven  
Abgelegt unter Funsport

Vor gut 2 Monaten habe ich hier über den Bergmönch berichtet, ein neuartiges -Gerät welches Bergsteigen und Mountainbiken vereint. Nun erreicht mich die Pressemitteilung, dass das Serienmodell auf der diesjährigen Outdoor Messe in Friedrichshafen (16.-19. Juli 2009) vorgestellt wird.

Bergmönch

Die ganze Pressemitteilung :

Der Fahrradhersteller Koga-Miyata wird das innovative Bergsportgerät „“ exklusiv herstellen und vertreiben. Auf der Outdoor Messe in Friedrichshafen (16.-19. Juli 2009) wird das Serienmodell vorgestellt. Die Entwickler Thomas Kaiser und Christian Wassermann bleiben weiterhin eng mit dem Projekt verbunden. Ein weiterer Partner ist Outdoor-Spezialist , der den Tragerucksack liefert. Bereits auf der ISPO sorgte der mit dem Gewinn eines ISPO BrandNew Award in der Kategorie „Summer Hardware“ für Furore.

Der – ein Roller, der bergauf im Tragerucksack untergebracht wird – ist eine Idee von Thomas Kaiser, Maschinenbaustudent an der FH Kempten. Er und sein Kollege Christian Wassermann sind zur Zeit gemeinsam mit der Entwicklungsabteilung von Koga damit beschäftigt dem „“ den letzten Serienschliff zu geben. Auf der Outdoor Messe in Friedrichshafen wird am 16. Juli 2009 das Serienmodell vorgestellt, um ab Februar 2010 an den Handel ausgeliefert zu werden. Der angestrebte Preis ist € 1.499,-.

Der ist eine Systemlösung aus Rucksack und Downhill-Fahrzeug. Bergauf wird es auf dem Rücken getragen und innerhalb von zwei Minuten ist es entfaltet und fahrfertig und mutiert zum geländegängigen Roller, der stehend oder knieend auf dem Rucksack gefahren werden kann. Ein gelenkschonender, schneller Abstieg mit großem Spaßfaktor. Unter www.bergmoench.com sind die Nutzungsmöglichkeiten anschaulich dargestellt.

Nächstes Jahr geht der also in Serie und wird wohl rund 1.500 Euro kosten. Viel Geld für ein “” mit dem man nur bergab fahren kann. Für den hohen Preis gibt es allerdings auch eine Menge Hightech :

  • voll gefedert, vorne und hinten Luftdämpfer, einfach einstellbar auf Körpergewicht
  • in einer Minute entfaltet, werkzeuglos, drei Handgriffe, keine Einzelteile
  • Rucksack/Tragesystem, perfekte Ergonomie
  • zweifach hydraulisch Scheibengebremst

Spass wird man jedenfalls mit dem Gerät haben :)

Links zum Thema :

Ältere Beiträge »