Pflege von Trekkingschuhen
7. September 2009 von Sven
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Mads Hahnemann von Ecco hat mir, wie auf der OAS versprochen, einige Produkte zur Pflege von Trekkingschuhen zugesandt. Im Set ist der “Golf / Outdoor Footwear Cleaner” zum Reinigen der Schuhe, sowie das ” Wax Oil” zum Pflegen und Schützen des Leders. Natürlich habe ich die Produkte gleich getestet.
Meine Xpedition Schuhe von Ecco wurden seid dem ersten Einsatz in Schweden noch nicht gereinigt, da kommen die Pflegeprodukte gerade recht :) Erstmal habe ich die Einlegesohle, sowie die Schnürsenkel entfernt. Die Einlegesohlen sollte man eh nach jeder Tour aus den Schuhen herausnehmen, damit sowohl Schuhe als auch die Einlagen vollständig trocknen können und so Bakterien oder gar Schimmel vermieden werden. Denn trotz Einlagen können auch die besten Wanderschuhe schon mal einen unangenehmen Geruch entwickeln.
Zuerst werden die Schuhe mit einem Schwamm oder einer weichen Bürste unter fließendem Wasser vom gröbsten Schmutz befreit. Anschließend wird der “Footwear Cleaner” auf die noch feuchten Schuhe angewandt. Dieser funktioniert ähnlich wie ein Schampoo, löst tief sitzenden Schmutz aus dem Leder und frischt dieses wieder auf. Der Cleaner eignet sich laut Ecco für alle Gore-Tex Materialien.
Bevor die Schuhe gewachst werden können, müssen diese erst mal wieder vollständig trocknen. Hierzu sollte man sie tunlichst nicht unter die Heizung oder an sonst eine starke Wärmequelle (z.B. Lagerfeuer) stellen! Das Leder könnte sich unwiderruflich verformen, was mir schon mal vor Jahren bei einem Paar passiert ist. Die Schuhe kann man dann in die Tonne kloppen.
Wenn die Schuhe trocken sind, wird das “Wax Oil” mit einem Schwamm oder Lappen dünn aufgetragen und in das Leder eingearbeitet. Das Wachs von Ecco lässt sich dabei einfach verarbeiten da es sehr weich ist. So wird das Leder gleichzeitig gepflegt und geschützt. Das Wachs eignet sich übrigens für jedes geölte Leder, wie z.B. das Yak Leder der Ecco Schuhe. Den Vorher / Nachher Effekt sieht man hier :
Somit sind die Schuhe wieder gut geschützt und bereit für den nächsten Einsatz.
G-1000 Kleidung wachsen
26. Februar 2009 von Sven
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Im Trekking Blog wurde kürzlich schon die Theorie zum Wachsen des G-1000 Stoffes von Fjällräven erläutert. Nun habe ich mich dann endlich auch mal an meine Barents Hose gewagt, und möchte euch den praktischen Teil hier erläutern.
Das passende Grönlandwachs habe ich beim Kauf der Hose gleich dazu gekauft (6,50 Euro, wie man auf dem Foto erkennen kann). Dieser Block aus einer Mischung von Paraffin und Bienenwachs, soll für ca. 10 Kleidungsstücke reichen. Neben dem Wachs benötigt man zudem ein Bügelbrett und einen ausreichend heißen Fön, bzw. ein Bügeleisen.
Erster Schritt : Einwachsen. Hierzu legt man ein Hosenbein auf das Bügelbrett und wachst dieses komplett auf einer Seite ein. Am einfachsten geht dies mit der Kante des Wachsblocks.
Zweiter Schritt : Erwärmen des Wachses. Der Fön erwies sich als nicht sonderlich geeignet, da er nicht genügend Wärme abgibt. Damit wäre das Schmelzen des Wachses, damit es verlaufen kann, recht umständlich und langwierig geworden. Deshalb habe ich dann doch zum Bügeleisen gegriffen. Auf mittlerer Hitze klappte das auch einwandfrei und schnell (siehe 2. Foto unten). Zum Schluss, nachdem ich mit dem Wachsen fertig war, habe ich mit dem Bügeleisen einige Male über ein Blatt Papier gewischt, um sicher zu gehen, dass auch alle Wachsrückstände an der Unterseite des Eisens entfernt werden.
Ob diese einmalige Aktion genügt um die Hose auch wieder wasserfest, bzw. dicht zu machen, oder ob ich das Wachsen wiederholen muss, werde ich am Wochenende testen können, falls es dann tatsächlich Regen geben wird.
Auf der Seite G-1000.com gibt es die Anleitung zur Pflege nochmal nachzulesen, sowie alle weiteren Informationen zu diesem hervorragenden Material.
Gelungene Landschaftsfotos dank HDR
25. Februar 2009 von Sven
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Wer kennt das nicht von seinen Touren Fotos : unterwegs die schöne Landschaft fotografiert, und zuhause stellt man dann fest, dass der Himmel überbelichtet ist, die Berge viel zu dunkel sind, und Details verloren gegangen sind. Abhilfe schafft hier die HDR-Fotografie oder auch High Dynamic Range genannt. Ritchie schildert im Datenschmutz Blog seine ersten Gehversuche in HDR.
Ein HDR Bild besteht aus zwei oder mehreren Fotos, welche mit unterschiedlichen Belichtungen geschossen worden sind, und dann mittels geeigneter Software zu einen neuen Foto zusammensetzt wurde. Hierbei versteht es sich wohl von selbst, dass sich eigentlich nur unbewegte Motive für dir HDR-Fotografie eignen, und man am besten mit einem Stativ arbeitet, da die Bilder vollkommen deckungsgleich sein müssen.
Viele Spiegelreflexkameras unterstützen schon von Haus aus die Möglichkeit Belichtungsreihen anzufertigen, wobei die Kamera z.B. 3 Bilder mit unterschiedlicher Belichtung aufnimmt (siehe Foto unten). Bei den kompakten Digitalkameras, welche in den seltensten Fälle eine HDR Funktion besitzen, muss man die Bilderserie manuell aufnehmen. Dabei muss man peinlichst darauf achten, dass weder die Kamera, noch das Motiv zwischen den Aufnahmen bewegt wird.
Später werden die Bilder dann am PC zu einem (hoffentlich) perfekt belichtetem Foto zusammen gefügt (siehe Foto unten). Wie das mit Photoshop funktioniert, erklärt Ritchie in seinem Beitrag.
Laut Wikipedia gibt es mittlerweile auch HDR-Kameras, welche Bilder mit vollem Dynamikumfang direkt erfassen können. Allerdings bewegt der Preis sich für diese im Bereich von 50.000 US-Dollar (2008), für den Heimgebrauch also eher nicht zu gebrauchen :)





















