Der West Highland Way in Schottland
22. Januar 2010 von Sven
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Vor zwei Jahren sind wir mit unserer Pfadfinder Gruppe den Great Glen Way in Schottland gewandert. Landschaftlich hat diese Tour, wie auch Schottland allgemein, einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Allerdings waren die Wege an sich sehr monoton und langweilig. Eine deutlich interessantere, wenn auch anstrengendere Alternative bietet hier der bekannte West Highland Way (kurz WHW).
Der West Highland Way ist ein Fernwanderweg der von Milngavie (bei Glasgow) nach Fort William führt. Der Weg beginnt in den Lowlands und führt in die Highlands, vorbei an Schottlands größtem Süßwassersee, dem Loch Lomond, durch Glencoe sowie vorbei am höchsten Berg Schottlands, dem Ben Nevis. Die Gesamtlänge des WHW beträgt rund 152 km und ist in der Regel in 7 bis 8 Tagen zu schaffen.
Die Route ist sehr gut mit Pfählen markiert, welche eine weiße Distel (die schottische Nationalblume) als Emblem des Weges tragen. Der WHW führt über viele alte Verkehrswege, zumeist Viehhändlerrouten, Militärstraßen und alte Behelfswege. Dabei durchwandert man alle Landschafts-, Vegetationsarten und geologischen Formationen Schottlands.
Für geocachende Wanderer ist der WHW übrigens auch ganz interessant. Entlang der Strecke finde man nämlich zahlreiche (Tradi) Geocaches die zum Teil extra für WHW Bezwinger gelegt wurden.
Auf jeden Fall kommt der West Highland Way auf meine To-Do-Liste, bzw. To-Wander-Liste :)
Links zu weiteren Informationen und Reiseberichte :
- Offizielle West Highland Way Webseite
- West Highland Way by Walking Scotland
- Reisebericht West Highland Way
- Reisebericht West Highland Way im Winter
Bücher und Karten :
- Outdoor. Schottland: West Highland Way
- The West Highland Way
- West Highland Way: Map/Guide (Footprint)
- West Highland Way: Glasgow to Fort William
(Foto : Wikipedia)
Impressionen aus Schottland
4. August 2008 von Sven
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Ich habe noch einige Fotos von unserer Schottland Tour hochgeladen. Leider sind sie etwas wild durcheinander, da ich noch nicht herausgefunden habe wie ich beim WordPress-Plugin die Reihenfolge der Bilder bestimmen kann :(
Viel Spass man Anschauen!
Edinburgh – Sehenswertes
31. Juli 2008 von Sven
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Nach dem Great Glen Way haben wir noch 3 Tage in Edinburgh verbracht, und hatten so recht viel Zeit einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu besuchen.
The New Edinburgh Free Tour
Die New Edinburgh Free Tour ist, wie der Name es schon sagt, eine kostenlose geführte Tour durch Edinburgh, welche ca. 3 Stunden dauert. Man sollte lediglich ein Trinkgeld für den Guide abdrücken. Der Rundweg führt ebenso durch die engen Gassen der Stadt, wie über die touristische Royal Mile. Unser Guide, eine junge Kanadierin, hatte sehr gutes Hinergrundwissen, und wusste dieses auch überzeugend und lustig rüber zu bringen. Man sollte lediglich über recht gute Englischkenntnisse verfügen, da die Tour nur in Englischer und Spanischer Sprache angeboten wird.
Ander (hier links im Bild :)) hat auch schon über die Tour in seinem Trekking Blog berichtet.
The Scotch Whisky Experience
Wer Schottland besucht, kommt am Whisky (man beachte das fehlende “e”) nicht vorbei. Eine hervorragende Tour, die den Herstellungsprozess und die Geschichte des Whiskys erklärt, bietet die Scotch Whisky Experince. Ausserdem kann man die “Gold-Tour” buchen, und kann so am Ende der einstündigen Tour vier verschiedene Whisky Sorten (zum Beispiel aus den 4 verschiedenen Regionen Schottlands) probieren.
Edinburgh’s Camera Obscura and World of Illusions
Eine Camera Obscura ist ein dunkler Raum oder Behälter, in die durch ein kleines Loch Licht hineinfallen kann. Auf der gegenüberliegenden Seite entsteht ein auf dem Kopf stehendes Abbild. Diese Projektion kann betrachtet oder aufgezeichnet werden. (Wikipedia)
In Edinburgh kann man anhand einer solchen Camera Obscura eine 360 Grad live Ansicht der Stadt betrachten. Wirklich beeindruckend.
Aber auch die World of Illusions Ausstellung, wo Anfassen ausdrücklich erwünscht ist, ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene sehr interessant und lehrreich. Hier kann man Illusionen, Magie, und Licht am eigenen Körper erfahren.
Uns hat, unter anderem, die Schatten-Foto-Wand eine Menge Spass bereitet, wie man unschwer auf dem Foto sehen kann :) Edinburgh’s Camera Obscura and World of Illusions ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
The Edinburgh Dungeon
Die Dungeons gibt es in verschiedenen europäischen Städten, so auch in Edinburgh. Der Dungeon ist im Prinzip eine Grusel-Tour unter den Strassen der Stadt.
Unter den alten Pflastersteinen der Stadt Edinburgh, tief im Herzen Schottlands, findet man die gruseligste Horrorattraktion der Welt. Gleich nach durchschreiten des imposanten Portals findet man sich in einer Welt wieder, in die düstere, unheimliche Seite Schottlands turbulenter Geschichte auflebt. Terror und Folter, Metzeleien und Massenmorde, Pestilenz und Verfolgung: alle diese Schrecken durchziehen die Kapitel der schottischen Geschichte. Und hier kannst Du das alles hautnah miterleben.
Persönlich empfand ich den Gruselfaktor eher als lächerlich. Wir haben uns gegenseitig mehr Angst gemacht, als die schlechten Schauspieler im Dungeon. Die Kulissen sind allerdings klasse umgesetzt.
Wer sich diesen recht teueren Spass (ab ca. £10 für Erwachsene) dennoch nicht entgehen lassen möchte, sollte gute Englischkenntnisse mitbringen.
Fazit : Edinburgh ist eine interessante, lebendige Stadt, in der für jeden etwas Sehenswertes dabei ist.
Great Glen Way – Unterkünfte
30. Juli 2008 von Sven
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Ich werde hier meine Erfahrungen bezüglich Unterkünfte entlang des Great Glen Way schildern. Ich fange einfach mal an unserem Ausgangspunkt in Fort William an, und arbeite mich dann hoch nach Inverness. Als Unterkünfte werde ich vorwiegend Bed & Breakfast (B&B), Herbergen (Hostels), sowie Zeltplätze (Campsites) erwähnen.
Fort William
B&B : In Fort William gibt es eine Menge B&B Möglichkeiten, hier sollte jeder fündig werden.
Hostel : Laut Google gibt es auch mehrere Herbergen in Fort William, wir haben aber keine Erfahrungen hier gemacht.
Campsite : Wir haben auf dem Glen Nevis Zeltplatz übernachtet. Dieser ist recht groß und liegt sehr schön in einem Tal (Glen). Auch die sanitären Einrichtungen waren sehr sauber. Der Platz liegt allerdings gute 20 Minuten Fußmarsch außerhalb von Fort William.
Gairlochy
Gairlochy ist ein kleines Nest, so dass es hier nur wenige B&B Möglichkeiten gibt. Ein Hostel gibt es nicht.
Wir haben auf dem einzigen Zeltplatz übernachtet, dem Gairlochy Holiday Park. Die Campsite ist eher klein, und bietet nur sehr wenig Platz für Zelte (Wir haben mit 3 Zelten über die Hälfte der verfügbaren Grünfläche eingenommen). Ansonsten ist nur sehr wenig auf dem Platz los. Neben uns lag einzig ein deutscher Pfadi der Solo mit seinem Tarp unterwegs war. Der Zeltplatz liegt etwa 15 Gehminuten abseits der eigentlichen Great Glen Route.
South Laggan / Invergarry
B&B : Bed & Breakfast sollte hier kein Problem sein.
Hostel : In South Laggan gibt es ein Hostel, das Great Glen Hostel.
Campsite : In dieser Gegend gibt es nur die Faichemard Touring Caravan & Camping Site in Invergarry, ein Zeltplatz der zwar sehr schön liegt, wo Kinder und Jugendliche aber keinen Zutritt haben (“exclusively for adults”). Uns blieb als einzige Möglichkeit an der Schleuse, den Laggan Locks, entlang zu zelten, was aber kein Problem war. Die Besitzerin der schwimmenden Bar “Eagle” (sehenswert!) war so freundlich uns den Schlüssel für das Toiletten- und Dusch-Häuschen zur Verfügung zu stellen.
Fort Augustus
B&B : Da Fort Augustus wieder mal ein grösseres Nest ist, sollte B&B auch hier kein Problem sein.
Hostel : Einziges Hostel, welches ich über Google aufgetrieben habe, ist die Morag’s Lodge. Sieht eigentlich recht gut und sauber aus.
Campsite : Der einziger Zeltplatz den wir finden konnten, ist der Fort Augustus Caravan & Camping Park. Leider hieß es hier “Unfortunately we no longer accept groups”, was soviel bedeutet wie “Sucht euch einen anderen Platz mit eurer Chaotentruppen, wir wollen unsere Ruhe habe”.
Also haben wir auch hier wieder entlang der Schleusen unsere Zelte aufgestellt. Hier war der Schleusenwärter so freundlich uns den Schlüssel für das Klo- und Dusch-Häuschen zu borgen.
Invermoriston
Diese Etappe haben wir ausgelassen, deshalb kann ich bezüglich der Übernachtungsmöglichkeiten nur wenig sagen. Ich hatte aber im Voraus schon nach einem Zeltplatz Ausschau gehalten, und nur den Loch Ness Caravan and Camping Park gefunden, welcher aber wohl ausschließlich für Caravans, und nicht für Zelte, ist.
Drumnadrochit
B&B : Drumnadrochit ist wieder ein etwas grösseres Nest, so dass man hier wohl kein Problem hat etwas passendes zu finden.
Hostel : Wir haben in der Loch Ness Backpackers’ Lodge, ein sehr kleines und gemütliches Hostel, übernachtet.
Campsite : In Drumnadrochit gibt es den Borlum Reiterhof, welcher auch über einen Zeltplatz verfügt.
Drumnadrochit / Inverness
Wir haben die letzte Etappe, welche fast 30 Kilometer lang ist, in 2 kleinere Etappen aufgeteilt. Nach dem etwa 13 Kilometer langen Aufstieg gleich nach Drumnadrochit, haben wir unsere Zelte an einem sehr schönen und abgeschiedenen Abenteuerspielplatz in der Nähe von Abriachan und dem kleinen Loch Laide, aufgeschlagen. Der Platz liegt direkt an der Route des GGW und es gibt sogar öffentliche Toiletten. Etwa 500 Meter weiter ist eine Wasserstelle mit Trinkwasser.
Einen “wilden” Zeltplatz inklusive “Bar” findet man etwa 2 Kilometer weiter. Wir sind am darauffolgenden Tag am Platz vorbei gewandert, konnten aber weiter nichts sehen. Auf ca. 1 Kilometer bis zum besagten Zeltplatz stehen übrigens eine Menge Werbeschilder für Kaffee, Tee, Softdrinks, u.s.w. Das hat uns doch schon etwas verwundert.
Inverness
Inverness kann man mit etwa 50.000 Einwohnern schon als Stadt bezeichnen, und so sollte es kein Problem sein eine B&B Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Ebenso findet man am Endpunkt des Great Glen Way einige Hostels.
Wir haben auf der Bught Caravan Park and Campsite unsere Zelte aufgeschlagen, welche unweit des Stadtzentrums liegt. Vorteil bei diesem Zeltplatz ist das Aquadome, ein Erlebnisbad nur wenige Meter neben dem Zeltplatz. Eine hervorragende Gelegenheit, sich nach der anstrengenden letzten Etappe des GGW etwas zu erholen und Spass zu haben.
Fazit
In kleiner Gruppe (2-4 Personen) sollte sich auf der gesamten Route des Great Glen Way immer eine Übernachtungsmöglichkeit finden, sei es nun im Hostel, im Zelt, oder B&B. Bei grösseren Gruppen, wie unserer Pfadi-Truppe (15 Erwachsene und Jugendliche), wird es vor allem im mittleren Abschnitt der Route problematisch. Weiß man allerdings erstmal, dass man an den Schleusen wild campieren darf, und treibt auch noch einen Schlüssel für das Toiletten- und Dusch-Häuschen auf, dann klappt es auch in grösserer Gruppe.
Der Great Glen Way – Eine Enttäuschung
27. Juli 2008 von Sven
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Gestern sind wir nach 12 Tagen Schottland Sommerlager wieder in Luxemburg gelandet. Rund 6 Tage haben wir dort auf dem Great Glen Way verbracht.

Eigentlich wollten wir den Great Glen Way ja in 6 Tagen von Fort William aus nach Inverness durchlaufen, doch leider waren unsere Kiddies nach den ersten beiden Etappen und 2 Tagen Dauerregen nicht mehr so motiviert wie am Anfang. Immerhin haben wir dann aber trotzdem 4 von 6 geplanten Etappen, und rund 80 von 117 Kilometern geschafft. Warum der Wanderweg trotzdem eine Enttäuschung war, werde ich gleich schildern.
Der Weg
Die Route führt von Fort William über Gairlochy, South Laggan, Invergarry, Fort Augustus, Invermoriston, Drumnadrochit, nach Inverness. Eine detaillierte Karte (Great Glen Way Harvey Map) kann man im Tourist Info in Fort William kaufen, oder im Voraus über Amazon.de bestellen. Die wasserfeste Karte deckt den gesamten Great Glen Way ab, informiert über Campingplätze, Hostels, Wasserstellen, und vieles mehr. Die Route selbst ist zudem hervorragend ausgeschildert.

Der Weg an sich ist recht flach, nur die letzten beiden Etappen zeigen einige Höhenmeter auf (knappe 300 Meter rauf und wieder runter). Allerdings ist die Route über längere Strecken recht monoton, ja schon fast langweilig. Da die Wege zu einem grossen Teil auch als Radwege genutzt werden, sind diese recht breit und befestigt. Selbst die wenigen, auf der Karte als Fusswege ausgezeichneten, Wege durch den Wald sind befestigt (Kies, Geröll, …). Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich in meinen schweren Wanderschuhen Blasen an den Füssen bekommen habe? Eigentlich hätte man die ganze Tour auch in leichten Turnschuhen laufen können. Ich habe kleine, schmale, Eselspfade entlang der verschiedenen Lochs (Loch Lochy, Loch Oich, Loch Ness) vermisst.
Für mich war der Weg an sich eine Enttäuschung. Landschaftlich sind die schottischen Highlands grandios, aber die Route an sich entsprach nicht meinen Vorstellungen.
Die Unterkünfte
Als Gruppe mit 10 Jugendlichen und 5 Leitern, ist es auf dem Great Glen Way nicht unbedingt immer einfach einen geeigneten Zeltplatz zu finden. Wo man als kleine Wandergruppe bis 3-4 Leute ohne Probleme im Hostel, B&B, oder dem Zelt auf einem Campingplatz unterkommt, steht man als grosse Gruppe schon mal vor verschlossenen Türen.

Besonders die geplanten Übernachtungen im mittleren Abschnitt bereiteten uns Probleme. Das Hostel in South Laggan war ausgebucht, auf dem Campingplatz in Invergarry haben nur Erwachsene Zutritt, in Fort Augustus werden keine Gruppen akzeptiert, und in Invermoriston keine Backpacker mit Zelt. Zum Glück haben wir herausgefunden, dass man an den Schleusen entlang der Kanäle die die Lochs verbinden (Laggan Locks, Fort Augustus), “wild” zelten darf. Dort gibt es auch öffentliche Toiletten und Duschen, für die man allerdings einen Schlüssel benötigt, welchen man im Voraus kaufen kann (keine Ahnung wo, wir haben uns den jedes Mal vom Schleusenwärter geborgt).
Ich werde später nochmal eine Auflistung der verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Great Glen Ways hier nachreichen.
Fazit
Landschaftlich schöne Tour, allerdings sehr monotone Wege. Ich würde sie nicht nochmal machen, und kann sie allenfalls Trekking-Anfängern empfehlen.
P.S. : Die ersten Fotos gibt es auf der Homepage unserer Pfadi-Gruppe. Weitere werde ich noch hier veröffentlichen.

















