Innovative Trinkblase von GEIGERRIG im Test
10. November 2011 von Sven
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Als Fan von Trinksystemen erregte die Pressemitteilung, welche mich vor kurzem von GEIGERRIG erreichte, natürlich gleich meine Aufmerksamkeit. Das besondere an der innovativen Trinkblase ist das einzigartige integrierte Drucksystem welches es erlaubt das Wasser aus dem Mundstück des Trinkschlauchs heraus zu sprühen. Aber das System bietet noch viele weitere spannende Innovationen. Da ließ ich es mir nicht nehmen ein Testmuster anzufragen.
Das Trinksystem
Das Großhandelsunternehmen Optamit, welches die Marke GEIGERRIG exklusiv in Deutschland, Österreich und in der Schweiz vertreibt, lieferte mir auch prompt das Trinksystem (2 Liter) zusammen mit dem GEIGERRIG Filter (dazu später mehr) und einem zweiten, Filter-fertigem Trinkschlauch.
Auffällig ist schon die minimalistische aber stylische Verpackung. Anschließend fällt einem sofort der Druckball ins Auge, welcher über einen Schlauch mit der Trinkblase verbunden ist. Mithilfe dieses Druckballs setzt man die Trinkblase unter Druck. Dazu verfügt die Blase über eine zweite Kammer die vom Wasser getrennt ist. Somit gelangt keine Luft in die eigentliche Wasserblase oder den Trinkschlauch.
Zum Befüllen der Trinkblase kann man den Trinkschlauch sowie den Druckschlauch über die Quick-Release Plug-&-Play-Verbindungen problemlos abnehmen. Diese ermöglichen einem zum Beispiel auch die Entnahme der Trinkblase, ohne dass man dafür die Schläuche vom Rucksack entfernen muss. Das Befüllen erfolgt ähnlich wie bei anderen Trinkblasen über eine weite Öffnung an der Oberseite. Die aufgefüllte Trinkblase wird anschließend in den Rucksack gesetzt, dann wird der Rucksack gepackt. Erst nachdem alles im Rucksack verstaut ist, wird die Blase unter Druck gesetzt. Dazu wird der Druckball gedrückt, bis die Blase den gewünschten Druck zum Sprühen erreicht hat (15-20 mal pumpen für die 2-l-Blase, 20-25 mal pumpen für die 3-l-Blase).
Durch sanftes Drücken des angewinkelten Mundventils sprüht das Wasser nun aus dem Schlauch heraus. Durch eine Drehung des Mundventils kann man dieses verschließen um versehentliches Sprühen zu vermeiden.
Als sehr einfach erweist sich die Reinigung der GEIGGERIG Trinkblase. Die Schläuche können hierzu, wie schon beschrieben, abgenommen werden. Dank des praktischen Gleitverschlusses kann sie leicht weit geöffnet und vollständig gereinigt werden. Außerdem kann die Trinkblase problemlos auf Links gedreht werden und ist sogar Spülmaschinen tauglich!
Doch was sind nun eigentlich die Vorteile des Sprühens und die Einsatzbereiche des GEIGERRIG Trinksystems?
- Trinken
Ein großer Vorteil von Trinksystemen im Allgemeinen ist die permanente Wasseraufnahme während Aktivitäten. So kann man unterwegs mehrmals kleinere Schlucke nehmen, anstatt Pausen abzuwarten (bei denen man gegebenenfalls auch noch den Rucksack abnehmen muss) und dann hastig in großen Schlucken trinken zu müssen. - Kühlen
An heißen Tagen kann man seine Wasserversorgung dazu benutzen, einen feinen, kühlenden Dunst auf Gesicht, Nacken und Körper zu sprühen. - Reinigen
Das Waschen von Händen, Gesicht, oder gar Wunden ist mit dem Sprühmechanismus des GEIGERRIG Drucksystems problemlos möglich. - Teilen
Da man das Ventil zum Trinken nicht direkt in den Mund nehmen muss, kann man seinen Wasservorrat problemlos mit anderen teilen. Bei einem herkömmlichen Trinksystem, an dem man saugen muss, kommt es oft zu einem Rücklauf von verschmutztem Wasser in die Blase, genau wie von Schleim- und Schaumablagerungen, die sich am Mundstück sammeln und die ebenfalls in die Trinkblase gelangen können.
Wie man sieht wurde das GEIGERRIG Trinksystem nicht umsonst auf der Outdoor Trade Show in England als „Produkt des Jahres“ ausgezeichnet.
Das Trinksystem ist als 2 Liter sowie 3 Liter Version für jeweils 49,00 Euro erhältlich, oder auch in Kombination mit verschiedenen GEIGERRIG Trinkrucksäcken.
Der Filter
Aber GEIGERRIG bietet noch mehr. Der Sprühmechanismus ermöglicht dem Trinksystem, Wasser durch einen Filter zu drücken. GEIGERRIG stellt Filter her, die sich in den Trinkschlauch integrieren lassen, so dass Wasser, das unterwegs aus Bächen, Flüssen oder Seen aufgenommen wurde, auf seinem Weg aus der Trinkblase in den Mund hygienisch sauber gefiltert wird.
Der Filter (aktiver Kohlenstoff aus Kokosnußschale) entfernt dabei mehr als 99,9% Kryptosporidien- und Giardien-Parasiten. Die Filterkapazität beträgt bis zu 190 Liter Wasser.
Der Filter sowie der Filter-fertige Trinkschlauch sind einzeln für 29,95 Euro beziehungsweise 19,95 Euro erhältlich.
Das GEIGERRIG Trinksystem in der Praxis
Kommen wir nun aber zum Praxistest. Getestet habe ich das Trinksystem zum einen in einem kleinen Daypack, zum anderen in unserer Kinderkraxe, dem Deuter Kids Comfort III (siehe Fotos).
Das Einsetzen der Trinkblase gestaltete sich Konstruktionsbedingt beim Daypack recht einfach (Einsetzen der Trinkblase von Oben ins Hauptfach), bei der Kinderkraxe hingegen recht fummelig (Einsetzen der Trinkblase durch eine seitliche Öffnung). Besonders das Anbringen der Schläuche über die Quick-Release Verbindung erwies sich als Geduldsprobe da man nicht wirklich sieht was man macht.
Die Schläuche für Wasser und Druck habe ich parallel aus der dafür vorgesehenen Öffnung des Rucksacks verlegt und am Schultergurt befestigt. Sieht auf den ersten Blick wohl etwas komisch aus. Die GEIGERRIG eigenen Trinkrucksäcke bieten da eine elegantere Lösung. Hier werden die Schläuche auf beide Schulterriemen aufgeteilt und der Druckball verschwindet diskret in einer unauffälligen Tasche.
Unterwegs erwies sich das Trinksystem als sehr praktisch. Selbst unsere kleine Eve (2 Jahre) hatte keine Probleme selbstständig aus dem Schlauch zu trinken. Steht die Trinkblase einmal unter Druck muss man während einer Tour nur noch selten Pumpen um den Druck anzupassen. Die 2 Liter wurden dann auch fast komplett ohne Saugen aufgebraucht. Lediglich einige wenige Zentiliter verblieben am Ende in der Trinkblase.
Die Reinigung ging, wie vom Hersteller versprochen, leicht von der Hand. Lediglich den Spülmaschinen Test habe ich noch nicht gemacht, aber man wird wohl eh nicht gleich nach jeder Tour das Teil so gründlich reinigen müssen.
Fazit
Das Trinksystem von GEIGERRIG ist eine wirkliche Innovation. Besonders praktisch am Sprühsystem finde ich, dass man es nun nicht mehr nur zum Trinken nutzen kann, sondern z.B. auch zum Händewaschen oder zum Spülen des Berghaferls. Wer das schon mal mit einem herkömmlichen Trinksystem versucht hat, weiß wie umständlich dies ist. Wünschenswert wäre vielleicht nur noch eine Kappe für das Mundventil um dieses gegen Schmutz zu schützen.
Mit rund 50 Euro ist das Trinksystem deutlich teurer als herkömmliche Systeme wie z.B. von Deuter (ca. 30 – 35 Euro) oder Platypus (ca. 20 – 25 Euro), dafür bietet es aber auch einiges mehr. Die clevere Filteroption macht das System besonders für Leute die öfters abseits der Zivilisation und somit einer sauberen Wasserversorgung unterwegs sind, interessant. Wobei der Preis für das komplette Trinksystem sich dann schon auf knapp 100 Euro beläuft.
Weitere Informationen und Videos zum GEIGERRIG Trinksystem gibt es unter optamit.de (deutsch) und geigerrig.com (englisch).
PS: Was die Bezugsquellen angeht – Optamit ist Großhändler und verkauft leider nicht an Endkunden. Die Produkte sind in der Regel in gut sortierten Outdoor- und Fahrradfachgeschäften erhältlich.
Gasbetriebene Kaffeemaschine BrewFire von PRIMUS
Bereits auf der OutDoor Messe konnte ich die erste Gasbetriebene Kaffeemaschine von PRIMUS namens BrewFire das erste Mal begutachten. Dabei handelt es sich um eine vollwertige Filter-Kaffeemaschine, mit der sich unabhängig vom Stromnetz jederzeit ein frisch gebrühter Kaffee zubereiten lässt. Zwei unterschiedliche Anschlüsse für den Gasbetrieb garantieren volle Flexibilität. Ein integrierter Piezozünder bietet den gewohnten Komfort mit Kaffee auf Knopfdruck.
Das Wasser wird dabei über einen gasbetriebenen Brenner erhitzt und zu einem herausnehmbaren metallischen Kaffeefilter geleitet. Die Inbetriebnahme erfolgt kinderleicht mittels elektrischem Piezozünder. Wasser rein, Kaffeepulver rein, einschalten – alles läuft wie von zu Hause gewohnt, nur eben mit Gas. Die doppelwandige Isolierkanne aus Edelstahl mit einer Kapazität von 1,2 Litern hält den Aufguss noch lange Zeit warm. Bei Überhitzung oder bei Erlöschen der Flamme schaltet eine Schutzautomatik das Gas ab.
Mit einem Gewicht von 2,9 kg kann der BrewFire auf dem Zeltplatz, im Wohnwagen, Boot, Wochenendhaus oder auch bei langen Autofahrten zum Einsatz kommen – die nächste Kaffeepause ist nie weit entfernt. Das Gerät ist zugelassen für die Verwendung im Haus und im Freien und funktioniert mit zwei unterschiedlichen Kartuschen: PRIMUS PowerGas mit Normgewinde oder Einweg-Propangasflaschen (mit 1 inch BOM-Anschluss). Eine normale 230 g Kartusche reicht aus für 20 Liter Kaffee.
Ein interessantes System wie ich finde. Die BrewFire Maschine würde bei unserer Pfadfinder Gruppe den Kaffeeaufguss am Lagerfeuer sicherlich um einiges erleichtern, würde aber auch den ursprünglichen Charakter des morgendlichen Kaffee-Rituals etwas trüben.
Der Primus BrewFire kommt im Frühjahr 2011 in den Handel und kostet 179,95 Euro. Weitere Informationen gibt es auf der Website www.primus.se.
Primus Produkte findet man unter anderem bei Bergzeit, Doorout, Globetrotter, OutdoorTrends, und im Tapir Store.
Wasserflaschen mit eingebautem Filter
5. Januar 2010 von Sven
Abgelegt unter Ausrüstung
Wer in fremden Ländern unterwegs ist, weiß oftmals nicht wie es um die Qualität des Leitungswasser im Urlaubsland steht. Will man auf Nummer sicher gehen, greift man auf abgefülltes Mineralwasser in Flasche zurück. Dies ist aber nicht immer sehr wirtschaftlich, noch umweltfreundlich.
Abhilfe könnten hier bald zwei recht günstige Lösungen von Wasserflaschen mit eingebautem Filter schaffen.
Der australische Hersteller 321Water bietet für rund 20 Euro eine Wasserflasche mit eingebautem Filter an. Die Flasche sollen aber erst hergestellt werden wenn 10.000 Vorbestellungen vorliegen. Die Flasche enthält einen austauschbaren Aktivkohlefilter der, laut Herstellerangaben, Chlor sowie unangenehmen Geschmack und Geruch filtert. Weitere Informationen sind leider nicht verfügbar.
Für rund 17 Euro bietet die Firma Hydros Bottle aus Phildalphia seine Wasserflasche mit eingebautem Filter an. Diese verfügt auch über einen austauschbaren Aktivkohlefilter und filtert sowohl Chlor, als auch Kupfer, Cadmium, Quecksilber, sowie Blei aus dem Wasser, und mindert Vorkommen von Arsen. Der Filter sollte alle 3 Monate getauscht werden.
Diese Lösungen eignen sich allerdings nur für Leitungswasser, da sie weder Bakterien noch Viren filtern. Somit sind sie eigentlich eher für den Hotelurlaub in Regionen mit einem Minimum an Wasserqualitätskontrollen geeignet. Wer auf Trekking Touren abseits jeglicher Zivilisation Wasser aus Flüssen und Seen trinken und auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte auf die bekannten Filtersysteme oder Tabletten zurückgreifen, oder z.B. die recht teure Life Saver Flasche einsetzen.






















