Jugger – Mittelalterliches Rugby für jederman

15. Juni 2011 von  
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Kürzlich bin ich im Internet auf die “Sportart” gestoßen. Hierbei handelt es sich um eine Art mittelalterliches Rugby welches etwas kriegerisch angehaucht ist und eine Mischform aus einem Ballspiel und einer Art Nahkampfschlach darstellt. Ziel des Spiels ist es den Spielball (traditionsgemäß ein künstlicher Hundeschädel aus Schaumstoff), so oft wie möglich in das gegnerische Tor (Mal) zu bringen.

Seinen Ursprung hat Jugger in dem Film Die Jugger – Kampf der Besten (1989) mit Rutger Hauer. Hier spielen umherziehende Mannschaften um ihren kargen Lebensunterhalt, viele mit dem Ziel vor Augen, einmal in die sagenumwobene Liga aufgenommen zu werden, in der, Gladiatorenwettkämpfen gleich, zur Belustigung der Wohlhabenden Wettkämpfe ausgetragen werden. Im Film wird äußerst brutal gespielt, so dass Knochenbrüche und Platzwunden die Regel sind. Das reale Spiel hingegen ist nicht gefährlicher als andere Mannschaftssportarten.

Das Spielfeld misst 20×40 Meter. Jede Mannschaft besitzt an ihrer Feldseite ein rundes Mal, das es zu schützen gilt. Eine Mannschaft besteht aus bis zu 8 Spielern, 5 Feldspieler und bis zu 3 Ersatzspieler. Zu den 5 Feldspielern gehören ein Läufer (Qwik), höchstens ein Kettenmann und drei bis vier Kämpfer (Pompfer). Der Läufer ist unbewaffnet und darf als einziger den Schädel aufnehmen.
Zu jedem Zugbeginn stellen sich die Mannschaften an ihren Feldseiten auf, der Schädel wird in der Mitte des Feldes platziert. Auf das Startkommando stürmen beide Mannschaften aufeinander zu. Die Läufer versuchen, den Schädel zu nehmen und ihn in das gegnerische Mal zu stecken. Schafft dies ein Läufer, so bekommt seine Mannschaft einen Punkt, und ein neuer Spielzug beginnt. Die Zeitmessung erfolgt bei Jugger übrigens über Trommelschläge (von ca. 1,5 Sekunden), wobei eine Halbzeit 100 Schläge lang dauert.
Wird ein Spieler von einem Sportgerät getroffen (gilt auch bei Sportgeräten der eigenen Mannschaft), wobei Berührungen zählen und keine Wirkungstreffer, so hat sich der getroffene Spieler auf den Boden zu knien und muss fünf Schläge lang aussetzen.

Die verwendeten Sportgeräte beim Jugger heißen Pompfen. Bei allen Polsterwaffen sind senkrecht von oben geführte Schläge verboten. Zur Verfügung stehen:

  • Stab : Der Stab ist 180 cm lang und mit beiden Händen zu führen.
  • Q-Tip : Der Q-Tip ist zwei Meter lang und hat zwei Schlagflächen, ähnlich einem Paddel.
  • Langpompfe : Die Langpompfe (auch „Langschwert“) ist insgesamt 140 cm lang, davon der Griff 40 cm. Man muss immer beide Hände am Griff lassen.
  • Kurzpompfe und Schild : Eine Kurzpompfe (auch „Kurzschwert“) ist 85 cm lang, wobei die Länge des Griffs 20 cm beträgt. Eine Kurzpompfe wird einhändig geführt, da man in der anderen Hand den Schild oder eine zweite Kurzpompfe führt. Der Schild hat einen Durchmesser von 60 cm.
  • Kette : Die Kette ist insgesamt 320 cm lang. Sie besteht aus der Schlaufe, der Kette und dem Schwungkörper.

Jugger ist eine wirklich interessante Funsportart wie ich finde. Bei einem Spiel im Park wird man auf alle Fälle Aufmerksamkeit auf sich ziehen :)

Weitere Informationen zu Jugger findet man im Jugger Blog sowie auf der Portal Seite der deutschen Jugger Community.

(Fotos : Ein Uhu, Susanne Serwe)

Der Bergmönch kommt 2010

4. Juni 2009 von  
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Vor gut 2 Monaten habe ich hier über den Bergmönch berichtet, ein neuartiges -Gerät welches Bergsteigen und Mountainbiken vereint. Nun erreicht mich die Pressemitteilung, dass das Serienmodell auf der diesjährigen Outdoor Messe in Friedrichshafen (16.-19. Juli 2009) vorgestellt wird.

Bergmönch

Die ganze Pressemitteilung :

Der Fahrradhersteller wird das innovative Bergsportgerät „“ exklusiv herstellen und vertreiben. Auf der Outdoor Messe in Friedrichshafen (16.-19. Juli 2009) wird das Serienmodell vorgestellt. Die Entwickler Thomas Kaiser und Christian Wassermann bleiben weiterhin eng mit dem Projekt verbunden. Ein weiterer Partner ist Outdoor-Spezialist , der den Tragerucksack liefert. Bereits auf der ISPO sorgte der mit dem Gewinn eines ISPO BrandNew Award in der Kategorie „Summer Hardware“ für Furore.

Der Bergmönch – ein Roller, der bergauf im Tragerucksack untergebracht wird – ist eine Idee von Thomas Kaiser, Maschinenbaustudent an der FH Kempten. Er und sein Kollege Christian Wassermann sind zur Zeit gemeinsam mit der Entwicklungsabteilung von Koga damit beschäftigt dem „Bergmönch“ den letzten Serienschliff zu geben. Auf der Outdoor Messe in Friedrichshafen wird am 16. Juli 2009 das Serienmodell vorgestellt, um ab Februar 2010 an den Handel ausgeliefert zu werden. Der angestrebte Preis ist € 1.499,-.

Der Bergmönch ist eine Systemlösung aus Rucksack und Downhill-Fahrzeug. Bergauf wird es auf dem Rücken getragen und innerhalb von zwei Minuten ist es entfaltet und fahrfertig und mutiert zum geländegängigen Roller, der stehend oder knieend auf dem Rucksack gefahren werden kann. Ein gelenkschonender, schneller Abstieg mit großem Spaßfaktor. Unter www.bergmoench.com sind die Nutzungsmöglichkeiten anschaulich dargestellt.

Nächstes Jahr geht der Bergmönch also in Serie und wird wohl rund 1.500 Euro kosten. Viel Geld für ein “Fahrrad” mit dem man nur bergab fahren kann. Für den hohen Preis gibt es allerdings auch eine Menge Hightech :

  • voll gefedert, vorne und hinten Luftdämpfer, einfach einstellbar auf Körpergewicht
  • in einer Minute entfaltet, werkzeuglos, drei Handgriffe, keine Einzelteile
  • Vaude Rucksack/Tragesystem, perfekte Ergonomie
  • zweifach hydraulisch Scheibengebremst

Spass wird man jedenfalls mit dem Gerät haben :)

Links zum Thema :

Bockerl auf SPON und Pro7

17. April 2009 von  
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Bei Spiegel Online ist gestern ein netter Artikel zum Thema Bockerl und dessen Entstehungsgeschichte erschienen. Ich hatte hier vor einiger Zeit ja schon mal über dieses geniale Funsport Gerät berichtet.

Bockerl Abfahrt

Die Autorin hatte wohl auch jede Menge Spass beim Testen des :

Berg raufklettern, abstoßen, runter. 10, 20, 50 Meter. Die Strecke bis zum nächsten Sturz wird mit jeder länger, der Spaß wächst mit jedem gefahrenen Meter. Irgendwie ist es wie Rodeln, nur besser. Man kann wirklich richtig lenken. Erst mit den Füßen, um Wurzeln und Erdlöchern auszuweichen, dann, viele Abfahrten später, wenn der Oberkörper leicht nach hinten kippt und die Beine überm Boden schweben, geht es tatsächlich mit dem Körper.

Der Bericht auf macht wieder richtig Lust den Bockerl doch mal selbst auszuprobieren :)

Update : Eben habe ich einen weiteren Bericht bei Newstime von 18:00 Uhr auf Pro7 gesehen. Wirklich sehr cool! Aber die Moderatorin hatte da doch wohl die etwas falsche Kleidung an, und die konnte sie nach bem “bockerln” getrost in die Tonne kloppen :)

Bergmönch – Das Rucksack Mountainbike

19. März 2009 von  
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Im Outdoor Camping Blog habe ich ein neuartiges -Gerät entdeckt, den Bergmönch. Der ist das Resultat der Fusion aus Bergsteigen und Mountainbiken – bergauf wandern bergab rollen.

Bergmönch

Aus der Pressemitteilung :

Beim Bergsteigen liegt der Reiz in der Gewissheit jedem Gelände zu trotzen und sei es noch so schrofig. Stets mit einem Ziel vor Augen – der Gipfel. Der Abstieg hingegen ist gelenkbelastend und damit nötiges Übel. Ganz anders beim Mountainbiken: Dort stellt die Abfahrt ein belohnendes Adrenalinerlebnis dar, das einen mühelos ins Tal bringt und damit lange Distanzen ermöglicht. Der „Bergmönch“ vereint beides. Ein Sportgerät das bergwärts komfortabel transportiert wird und talwärts zum spaßigen Downhill-Gefährt fürs Grobe mutiert.

Das klingt nach einer Menge Spaß! Vom Konzept her ähnelt es stark dem Bockerl, wobei der Bergmönch (dank Federgabel vorn, gedämpfte Schwinge am Heck, und 2 hydraulischen Scheibenbremsen) wohl wesentlich bequemer zu fahren sein dürfte. Allerdings schlägt so viel Hightech auch ins Gewicht : 9,5 kg bringt das auf die Waage (inklusiv 12-Liter-Rucksack).

Bergmönch Bergmönch

Derzeit ist die Entwicklung noch auf dem Stand “Ausgereifter Prototyp”. Wann und zu welchem Preis der Bergmönch verfügbar sein wird, ist also noch ungewiss. Ich befürchte allerdings, dass so ein Hightech-Gerät nicht wirklich günstig sein wird (im Gegensatz zum einfachen der schon ab 280 Euro zu haben ist).

Der Name Bergmönch ist übrigens abgeleitet vom Berg auf den man das Rad trägt, und bei der Abfahrt kniet man wie ein Mönch.

Weitere Informationen, Fotos, sowie Videos findet man auf der Homepage Bergmoench.com.

Bockerl

18. Januar 2009 von  
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Bitte was? Bockerl? Nein, das kann man nicht essen :) Ein Bockerl ist eine dreirädrige Höllenmaschine mit der man eine hinunter rasen kann. Zum Glück hat das Ding eine Bremse.

Bockerl Abfahrt

Wie man sieht ist diese Kombination aus Inlineskate und Rodelschlitten durchaus Offroad tauglich, und bereitet offensichtlich eine Menge Spaß. Weitere Action Fotos kann man unter anderem im Bockerl Shop sehen, Videos vom Offroad sowie Onroad Fahren findet man bei Tretroller.de.

Bockerl

Das selbst wiegt nur ca. 3 Kilo, besitzt 3 Luftreifen, eine Hydraulik-Bremsanlage mit innenbelüfteter Bremsscheibe, und besteht fast vollständig aus Aluminium. Ein richtiges Hightech-Gerät demnach. Das schlägt sich leider auch im Preis nieder : ca. 280 Euro kostet ein Bockerl.
Für den Winter gibt es übrigens eine günstigere Ski-Bockerl Version mit Mono-Carving Ski, für ca. 110 Euro (mit Federung 155 Euro).

Beziehen kann man ein Bockerl unter anderem bei Tretroller.de und im Bockerl Shop, oder man testet ihn erst mal bei einem Outdoor Adventure Anbieter.

Auf jeden Fall gehört Bockerln (ist das eigentlich das passende Verb zu dieser Funsportart?) nun auch auf meine Todo Liste :)