GoPro HERO2 und HERO3 Actionkameras im Vergleich

5. Dezember 2012 von  
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hat vor kurzem die neue Generation seiner Actionkamera vorgestellt, die GoPro HERO3, welche es in 3 verschiedenen Versionen gibt. Ich konnte die Silver Edition für kurze Zeit testen und mit meiner HERO2, dem Vorgängermodell, vergleichen. Lohnt der Umstieg auf das neuste Modell?

Lieferumfang der Silver Edition

GoPro bietet die neue HERO3 derzeit in drei unterschiedlichen Editionen an, welche sich hauptsächlich in den technischen Daten unterscheiden aber auch zum Teil im Lieferumfang. Der Lieferumfang der getesteten Silver Edition enthält neben der HERO3 an sich:

  • ein wasserdichtes Gehäuse
  • einen wasserdichten sowie einen offenen Deckel
  • einen Lithium-Ionen-Akku
  • eine QR-Schnalle sowie eine J-Hakenschnalle
  • ein 3-fach Drehpunkt
  • eine gebogene Klebehalterung
  • eine gerade Klebehalterung
  • sowie ein USB-Ladekabel

Im Gegensatz zur HERO2, welche es ebenfalls in verschiedenen Ausführungen gab (hier lag der Unterschied allerdings überwiegend im beiliegenden Zubehör), werden bei der HERO3 nur sehr wenige Montage Accessoires mitgeliefert.

Was mir auch sofort beim Lieferumfang aufgefallen ist, ist das fehlende Handbuch. Dieses gibt es nur als PDF Download auf der Seite von GoPro. Bei der HERO2 lag dieses nützliche und handliche Büchlein bei. Bei einer 350 Euro teuren Kamera finde ich so ein Versäumnis schon recht ärgerlich.

Größenvergleich

Laut GoPro ist das Gehäuse der neuen HERO3 deutlich schlanker in der Bauform (ca. 30% gegenüber der HERO bzw. HERO2) und um 25% leichter. Hier sprechen die folgenden Bilder wohl für sich:

Der Akku hat im Volumen wohl nicht abgenommen, von der Form her ist er aber etwas kompakter geworden, wobei die Kapazität leicht verringert wurde (1.050 mAh gegenüber 1.100 mAh der HERO2):

Auch mit dem wasserdichten Gehäuse macht die HERO3 eine deutlich schlankere Figur als die HERO2:

Die HERO3 ist in der Tat sichtlich geschrumpft, bietet dabei aber immer noch eine gute Bedienbarkeit. Die Buttons zur Aufnahme und zum Modi Wechsel sind sogar noch deutlich größer ausgefallen als zuvor. Die rote LED an der Front ist hingegen wieder etwas kleiner geworden um Platz für eine zweite, blaue LED (WiFi Modus) zu schaffen.

Funktionsvergleich

Von Außen sind die Unterschiede schon deutlich erkennbar, doch auch unter dem Plastikgehäuse hat sich einiges getan. Schauen wir uns zunächst einmal den völlig neu konstruierten Akku an, der, wie schon erwähnt, kompakter ausfällt. Dank einer kleinen Schiebemechanik lässt der Akkudeckel sich problemlos entfernen. Der Akku selbst verfügt nun über eine geklebte Lasche, so dass man ihn auch ohne große Fummelei (im Gegensatz zur HERO2) wechseln kann. Fraglich bleibt wie lange die Lasche bei häufigem Akkuwechsel hält.
Die Kapazität des Akkus hat sich leicht verringert, zudem saugt die zuschaltbare WiFi Funktion wohl auch etwas mehr Strom. Das lässt vermuten, dass die Akkulaufzeit bei der HERO3 gegenüber der HERO2 etwas kürzer ausfällt. Wirklich testen konnte ich dies allerdings nicht.

Die Anschlüsse verstecken sich bei der HERO3 nun unter einer Schutzabdeckung. Hier findet man einen Micro-HDMI Anschluss, einen USB Port (zum Laden oder auch zum Anschließen eines 3,5mm Stereo Mikrofon-Adapters), sowie einen Slot für eine microSD Speicherkarte (bis 64 GB). Wer von der HERO2 auf die HERO3 wechselt muss also auch von Standard SD Karten auf das deutlich kleinere microSD Format umstellen.
An der Rückseite findet man bei der HERO3 den gleichen Anschluss für Zusatzmodule (BacPac) wie auch beim Vorgängermodell.

Beim Gehäuseverschluss hat sich bei der HERO3 auch eine Kleinigkeit verändert, welche mir anfänglich etwas Kopfzerbrechen machte. Um ein versehentliches Öffnen des wasserdichten Gehäuses zu verhindern, wurde ein kleiner Schieber integriert welchen man betätigen muss um den Schnappverschluss zu lösen. Hat man den Trick aber erst mal raus und weiß in welche Richtung der Verschluss öffnet, dann geht auch dies ganz schnell.

Eine weitere Neuerung gegenüber dem Vorgängermodell ist die direkt am Gehäuse verbaute Unterwasserlinse für verzerrungsfreie Aufnahmen unter Wasser. Bei der HERO2 musste man noch ein Gehäuse mit spezieller Unterwasserlinse extra kaufen um vernünftige Unterwasserbilder zu schießen.

Das WiFi BacPac welches GoPro Anfang des Jahres präsentierte, war schon eine echte Bereicherung für die HERO2. Beim neuen Modell hat man diese überaus sinnvolle Funktion direkt in das Gehäuse der HERO3 integriert und kann somit immer noch ein BacPac wie z.B. den Touch LCD oder den Zusatzakku anschließen. Die Fernbedienung liegt der Silver Edition leider nicht bei (erst bei der Black Edition im Lieferumfang enthalten), aber mit der GoPro App kann man die Kamera eh schneller und intuitiver bedienen (mehr dazu weiter unten).

Die Bildqualität, bei einer Kamera an sich sicherlich eines der wichtigsten technischen Merkmalen, konnte ich aus Zeitmangel leider nicht im Detail testen. Zudem bin ich was Videotechnik angeht eher Laie als Experte. Zwischen der HERO3 Silver Edition und der HERO2 hat sich an der ƒ/2,8 Optik allerdings eh nur in den Details etwas geändert. Bei den Aufnahme Modi gibt es gar keinen Unterschied, bei 1080p sind bei beiden Modellen bis zu 30 Bilder pro Sekunde möglich, bei 720p maximal 60 Bilder. Erst die HERO3 Black Edition kann hier deutlich mehr Performance aufzeigen. Ansonsten bietet die HERO3 gegenüber dem Vorgängermodell noch die Möglichkeit einen manuellen Weißabgleich vorzunehmen.

Abwärtskompatibilität

Die HERO3 ist, dank der gleichbleibendem Aufnahme am Gehäuse, kompatibel mit allen bestehenden GoPro-Halterungen für die Befestigung an Ausrüstung, Körper, Helmen, Fahrzeugen und mehr.

Außerdem ist das neue GoPro Modell abwärts kompatibel mit BacPacs älterer Generationen, wie z.B. das LCD BacPac (siehe Foto). Der Gehäusedeckel welcher mit den BacPacs mitgeliefert wird passt auch an das HERO3 Gehäuse mit dem neuen Verschluss.

GoPro App

Da ich das WiFi BacPac an der alten HERO2 noch nicht selbst testen konnte, war die integrierte Wifi Funktion der HERO3 ein besonderes Highlight. Am Gehäuse der neuen Kamera befindet sich ein Taster um die WiFi Funktion einzuschalten (ohne die Kamera selbst einzuschalten). Nun kann man sich per iPhone, iPod, iPad oder Android Smartphone / Tablet mit dem WLAN Hotspot der Kamera verbinden.

Über die kostenlose GoPro App kann man die Kamera nun komplett bedienen, also einschalten, Einstellungen vornehmen, Videovorschau ansehen, und die Aufnahme starten und wieder stoppen. So wird aus der fummeligen 2-Tasten-Bedienung eine sehr benutzerfreundliche und intuitive Bedienung. Die Live-Vorschau welche man auch im Fullscreen Modus anschauen kann, verzögert allerdings um ca. 3 Sekunden. Für eine wirklich schnelle Ausrichtung der Kamera ist die Videovorschau in der GoPro App damit nur bedingt geeignet.

Die App gibt übrigens auch Auskunft über den Status des Akkus sowie der Speicherkarte. Zukünftige Funktionen der App umfassen die Wiedergabe und das Teilen von Inhalten, die auf der SD-Karte der Kamera abgespeichert sind, sowie die Steuerung mehrerer Kameras.

Fazit

Kurzum, die neue HERO3 ist überaus gelungen und eine echte Evolution zum Vorgängermodell. Die im kompakten Gehäuse integrierte WiFi Funktionalität in Verbindung mit der GoPro ist das absolute Highlight der HERO3. So macht die Bedienung des Winzlings endlich Spaß. Leider hat GoPro allerdings etwas am Lieferumfang gespart.

Wer vor der Entscheidung steht eine günstige HERO2 oder das rund 350 Euro teure Nachfolgemodell zu kaufen, dem kann ich nur dringend zur neuen HERO3 raten. Besitzer einer HERO2 (wie ich) lechzen sicherlich nach der HERO3, können ihr altes Modell dank WiFi BacPac aber immer noch aufrüsten und haben dann ähnliche Funktionalitäten wie die HERO3 (und eine längere Akkulaufzeit). Oder doch lieber das Geld für das WiFi BacPac sparen und die HERO2 verkaufen? :)

Lieferbar ist die HERO3 Silver Edition ab sofort zum Preis von 349,95 Euro im deutschen GoPro Shop CamForPro. Weitere Informationen zur neuen HERO3 Serie gibt es unter GoPro.com.

GoPro präsentiert die neue HERO3 Actionkamera

17. Oktober 2012 von  
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GoPro hat soeben die neue Generation ihrer vorgestellt, die GoPro HERO3 welche es in 3 verschiedenen Versionen geben wird. Das Topmodell wird schlicht als HERO3 Black Edition bezeichnet, hat es aber in sich. Die beiden abgespeckten Modelle heißen dementsprechend White bzw. Silver Edition.

Alle Modelle verfügen nun über integriertes Wi-Fi, man benötigt also gar kein zusätzliches Wi-Fi BacPac mehr wie beim Vorgängermodell. Dabei wurde das Gehäuse deutlich schlanker in der Bauform (ca. 30% gegenüber der HERO bzw. ) und um 25% leichter. Alle alten Montageteile bleiben aber kompatibel mit der neuen HERO3. Das neue wasserdichte Gehäuse (bis 60 m) ist nun mit einer Unterwasserlinse ausgestattet für verzerrungsfreie Aufnahmen unter Wasser, und verfügt über eine neue verbesserte Verschlussmechanik.

GoPro HERO3 White Edition

Die weiße Edition ist das Einsteigermodell welches 1080p nur ohne Ultraweitwinkel bei 30 fps schafft und Fotos nur mit 5 MP schießen kann. Sie entspricht in etwa der aktuellen GoPro Hero.

Lieferbar ist die HERO3 White Edition ab dem 21. Oktober zum Preis von 249,95 Euro bei CamForPro.

GoPro HERO3 Silver Edition

Die silberne Edition entspricht von den Daten in etwa der aktuellen HD HERO2 mit dem Unterschied, dass die Kamera kleiner, mit WiFi und mit Unterwasserlinse ausgestattet ist.

Lieferbar ist die HERO3 Silver Edition ab dem 21. Oktober zum Preis von 349,95 Euro bei CamForPro.

GoPro HERO3 Black Edition

Die schwarze Edition ist das absolute Topmodell der GoPro HERO3 Reihe. Sie bietet (wie die White und Silver Edition) neben dem handlicheren Gehäuse, dem integrierten WiFi und der Unterwasserlinse noch einige brandneue Technologien. So kann die GoPro Kamera nun Videos mit den Einstellungen 4K Cinema bei 12 fps, 2.7K cinema bei 30 fps, 1440p bei 48 fps, 1080p 60 bei fps, 960p bei 100 fps, oder auch 720p bei 120 fps aufzeichnen. Nun gut, die wenigsten werden schon einen 4K kompatiblen Fernseher besitzen (immerhin vierfache HDTV-Auflösung, also 4096×2304 Pixel) und 12 fps sind nun auch nicht wirklich flüssig, aber die Kamera kann es immerhin schon! Viel interessanter sind da eher die 60 Bilder pro Sekunde im 1080p Modus, welche sich hervorragend für Slowmotion Szenen eignen. Außerdem bietet die Black Edition viele erweiterte neue Video Funktionen.

Der Fotomodus arbeitet nun mit einer Auflösung von bis zu 12 MP und schafft im Burst Modus bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Auch bei der Black Edition ist WiFi integriert, im Gegensatz zu den anderen Editionen wird hier die Fernbedienung allerdings direkt mitgeliefert.

Lieferbar ist die HERO3 Black Edition ab Ende November zum Preis von 449,00 Euro bei CamForPro.

Die neuen GoPro Modelle sollen übrigens mit den alten BacPacs abwärts kompatibel sein, wobei das Gehäuse dann aber wohl nicht mehr passen wird. Allerdings hat GoPro auch schon passendes neues Zubehör wie den LCD Touch BacPac oder den Battery BacPac vorgestellt.

Weitere Informationen zur neuen GoPro HERO3 gibt es unter gopro.com. In Deutschland sind die neuen Modelle demnächst über den Shop CamForPro erhältlich.

Update: Hier noch die offizielle Pressemitteilung zur neuen GoPro HERO3

Alles Neue macht der Oktober! In Vorbereitung auf das Weihnachtsgeschäft hat der Weltmarktführer GoPro die komplette Range an Action-Sports-Kameras überarbeitet. Mit den Modellen „White“, „Silver“ und „Black“ bietet GoPro ab jetzt für alle Bedürfnisse – vom Einsteiger bis zum Profifilmer – eine perfekte Lösung. Ab dem 22.10.2012 sind die neuen Modelle in der „White-“ und „Silver-“ Edition im autorisierten Fachhandel erhältlich. Das Topmodell der „Black“ Edition folgt bis Ende des Jahres.

Dabei haben die Kalifornier sämtlichen HD HERO3 Modellen ein komplettes Upgrade im Vergleich zur HD HERO2 gegönnt: So gehören integriertes Wi-Fi, optimierte Akkulaufzeit (bis zu 7 Stunden im Standby), optimierte Auflösung dank hochwertigerer Linsen sowie die Looping Video Funktion (die ganze Karte ist nur mit einmal „Record“ drücken bespielbar – kein neues „einstarten“ mehr notwendig) ab sofort zum Standard.
Dabei sind alle Modelle mit dem bereits bestehenden Zubehör vollständig kompatibel.

HD HERO3 White Edition, der Einstieg in die GoPro HD HERO3 Welt auf Top-Niveau:
Speziell für Einsteiger und anspruchsvolle Gelegenheitsfilmer bietet die HERO3 White Edition zum Preis von 249,95 Euro neben den bekannten Features der HD HERO1 eine Vielzahl von Verbesserungen, wobei sich vor allem die kürzeren Zeitabstände bei -Aufnahmen dank der leistungsfähigeren Chips bemerkbar machen.

Technische Daten: 150° Weitwinkel (127° bei 1080p), 5 Megapixel, 3-Fach Fotoburst, einstellbares Fotointervall ab 0,5 Sek. bis 60 Sek., Auflösung/Bildrate: 1080/30, 960/30, 720/60, integriertes Wi-Fi mit GoPro App Steuerung und Streaming Funktion, Tauchgehäuse inkl.

Das Modell für Fortgeschrittene HD HERO3 Silver, die GoPro für Enthusiasten:
Mit der HERO3 Silver Edition schickt GoPro ein wahres Allzweckmesser unter den Action-Sports-Kameras ins Rennen. Zum Preis von 349,95 Euro bringt die Silver Edition auch anspruchsvollen Hobbyfilmern eine Menge neue Features: Neben den oben aufgeführten Verbesserungen sind vor allem der Cinema Modus und der einstellbarer Weißabgleich für fortgeschrittene Filmer relevant.

Technische Daten: 150° Weitwinkel (einstellbarer Aufnahmewinkel bei 1080p), 10-Fach Fotoburst, einstellbares Fotointervall ab 0,5 Sek. bis 60 Sek., Auflösung/Bildrate: 1080/30, 960/48, 720/60, 11 Megapixel, erweiterte Einstellungen, Kamera korrigiert von selbst Farb- und Kanteneinstellungen, Hi-Fi Tonqualität, integriertes Wi-Fi mit GoPro App Steuerung und Streaming Funktion, einstellbarer Weißabgleich, Tauchgehäuse inkl.

Das Profimodell – HERO3 Black Edition
Last but not least hat GoPro mit der HERO3 Black Edition zum Preis von 449,95 Euro auch erstmals eine Action-Sports-Kamera am Start, die den hohen Ansprüchen von passionierten Hobby-Filmern und Profis gerecht wird.
Mit Auflösungen von bis zu 4k und Fotobursts von bis zu 30 Bildern pro Sekunde in 12MP-Qualität überzeugt das neue Topmodell jeden, der sich der Action-Videografie verschrieben hat.
Die HD HERO3, die im Laufe des Jahres in die Shops kommen wird, erscheint in drei Edition, um noch besser auf die Bedürfnisse der Nutzer reagieren zu können.

Technische Daten: 150° Weitwinkel (einstellbare Aufnahmewinkel bei 1080p), 12 Megapixel, extreme Auflösung/ hohe Bildrate: 4000/12, 2.700/30, 1080/60, 960/10, 720/120, 30-Fach Fotoburst, einstellbares Fotointervall ab 0,5 Sek. bis 60 Sek, integriertes Wi-Fi mit GoPro App Steuerung und Streaming Funktion, wasserdichte Wi-Fi Fernbedienung, Tauchgehäuse inkl., Cinema Modus, erweiterte Protune Bildsteuerung, einstellbarer Weißabgleich.

(PM und Fotos: GoPro)

WiFi-BacPac und WiFi Remote demnächst in Deutschland erhältlich

5. Juni 2012 von  
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Im Januar habe ich bereits über die vermutlich am sehnsüchtigsten erwartete Neuerung für die GoPro Actionkamera berichtet, das WiFi . Ab dem 11.06.2012 ist es nun endlich zusammen mit der wasserfesten WiFi Remote Fernbedienung für die Top-Modelle HD HERO2 und HD HERO 1080p im Handel erhältlich.

HD Actionvideos sind im Internet der letzte Schrei. Bisher musste man die Clips allerdings erst auf seinen Rechner überspielen, um sie dann online zu stellen. Mit dem neuen WiFi BacPac ermöglicht nun für die HD HERO2 Livestreaming ins Netz, auf’s Smartphone, Tablet oder den Laptop. Der kleine graue Aufsatz wird dazu einfach hinten auf die HD HERO2 aufgesteckt und schon kann es los gehen. Schnell mit dem Smartphone einen mobilen Hotspot hergestellt und das Video kann unmittelbar gestreamt werden. Die Aufnahme auf die SD-Karte funktioniert selbstverständlich parallel. Eine kostenlose App (ab Mitte Juli verfügbar) ermöglicht zusätzlich die Fernsteuerung per Smartphone, Tablet oder Notebook.

Zudem präsentieren die Amerikaner die stoßfeste und wasserfeste WiFi Remote Fernbedienung, die bis zu 50 mit dem WiFi-BacPac ausgerüstete GoPro Kameras gleichzeitig kontrollieren kann. Während die Streaming-Funktion nur für die HD HERO2 verfügbar ist, funktioniert die Fernbedienung auch noch mit der HD HERO 1080p. Mit der Fernbedienung kann man die Kamera quasi so bedienen als würde man an der Kamera selbst arbeiten, das Funktions-­Display der Kamera (nur HD HERO2) wird nämlich auf der Remote gespiegelt.

Jetzt kann man seine GoPro ganz in Ruhe am anderen Ende des Decks oder hoch oben auf dem Mast anbringen und startet die Aufnahme erst dann, wenn die wilde Fahrt wirklich beginnt. Zudem hat man nun auch immer den Überblick ob die Kamera auf dem Helm tatsächlich läuft und ob der richtige Modus eingestellt wurde. Genial ist natürlich auch die Streaming Funktion mit der man z.B. auf seinem Smartphone sehen kann was man gerade aufnimmt (wenn man kein LCD BacPac hat), oder das Video gleich live ins Internet senden kann. Schade nur, dass das WiFi BacPac lediglich eine WQVGA Auflösung (432 x 240 Pixel) überträgt. Vielleicht liegt das aber auch an der Leistungsfähigkeit der HD HERO2 Kamera, welche keine höhere Auflösung für einen zweiten Videostream schafft (der erste Stream wird ja auf der SD Karte gespeichert)?

Das Combo Kit aus WiFi BacPac & WiFi Remote ist ab KW 24 für 129,95 Euro in Deutschland im Handel erhältlich. Ein stolzer Preis, aber insbesondere in Kombination mit der HD HERO2 eine überaus sinnvolle Erweiterung. Das WiFi BacPac wird es zu einem späteren Zeitpunkt auch einzeln und deutlich günstiger geben. Vorbestellen kann man das Combo Kit jetzt schon beim GoPro Spezialisten CamForPro.

Im brandneuen GoPro Werbevideo sieht man übrigens wie 50 HD HERO2 Kameras mit der WiFi Remote gesteuert werden. Ein echt genialer Clip wie ich finde!

Technische Eigenschaften

Wifi Remote

  • Reichweite: bis 180m (Sichtlinie)
  • Maximale Kamera Anzahl: 50 Kameras
  • Kamera Kontrolle: Kamera AN/AUS, Auslöser, Mode (Video/Foto/Foto Intervall/10er Serie/etc.)
  • Bedienoberfläche: 2 Knöpfe (Mode/POWER, Auslöser/Kamera AN-­AUS), 1 rote LED, In Kombination mit HD HERO2 wird das Funktions-­Display auf der Remote gespiegelt
  • Wasserdichtigkeit: bis zu 3 Metern
  • Batterie: 5 Tage im normalen Einsatz
  • Zubehör: Schlüsselring, universelle Velcrohalterung (vergleichbar mit WRIST HOUSING)
  • Aufladen: individueller Anschluß auf USB
  • Updates: drahtlos
  • WiFi Kodierung: WEP

Wifi BacPac

  • Reichweite: bis 180m (Sichtlinie)
  • Kompatibel mit: GoPro Remote, Smart Device, Wifi Hotspot
  • Bluetooth: Unterstützung eines externen Bluetooth Mikrofons
  • Kontrolle des Auslösers mittels Bluetoothgerät
  • Kamerakontrolle: Komplette Kamersteuerung
  • Live Video Streaming: WQVGA Auflösung (nur HD2)
  • Datenauslesen von SD Karte über WiFi
  • Video Playback direkt von SD Karte
  • Bedienoberfläche: LCD Display + 1 POWER Knopf
  • Batterie: 1 Tag bei reiner Kamerasteuerung, 2 Stunden Video Streaming
  • USB Port (mini B): Batterieladung
  • Kompatibilität: HD HERO 1 (Steuerung + Bluetooth Audio), HD HERO 2 (Steuerung + Bluetooth Audio + WQVGA Video Streaming)
  • WiFi Kodierung: WPA2, WEP, WAP

Weitere Informationen zum neuen WiFi-BacPac und der WiFi Remote gibt es auf der offiziellen GoPro Seite.

(PM und Fotos: 360 public relations)

Outdoor Action in 3D – Das GoPro 3D HERO System im Test

19. April 2012 von  
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Man nehme 2 HD HERO Actionkameras, kombiniere sie mit dem 3D HERO System, und schon kann man seine Outdoor Action auch in 3D aufzeichnen und an passenden Endgeräten abspielen. Die Marketing Agentur welche für die PR für Deutschland macht, hat mir freundlicherweise zum Testen dieses 3D Systems eine zweite HD HERO 2 sowie das 3D HERO System zur Verfügung gestellt.

Lieferumfang

Das 3D HERO System von GoPro besteht im Wesentlichen aus dem wasserdichten 3D Gehäuse und dem 3D Hero Sync Kabel (die roten Adapter im Foto) welches die Aufnahmen der beiden Kameras synchronisiert. Im umfangreichen Zubehör sind außerdem ein wasserdichter sowie ein offener (“Skeleton”, für bessere Tonaufnahme) Gehäusedeckel, 3 Anaglyphenbrillen, eine Helmhalterung, 2 flache und 2 gekrümmte Montageplatten, sowie diverse Halterungen enthalten.

Wie alle GoPro Produkte kommt auch das 3D HERO System in einer edlen Verpackung daher.

Aufnahme

Die Inbetriebnahme des 3D Systems ist denkbar einfach. Erst muss man beide identischen Kameras (HD Hero 1 oder 2, nicht die 960er Modelle) in den gleichen Aufnahmemodus versetzen, also z.B. 1080p Videomodus mit Weitwinkel Aufnahme. Anschließend setzt man die Kameras einmal richtig herum und einmal um 180° gedreht in das 3D Gehäuse und verbindet beide über das 3D Hero Sync Kabel. Klappe zu, fertig. Für die 3D Aufnahme benötigt man übrigens in jeder jeweils eine SD Karte.

Das 3D Gehäuse verfügt über insgesamt 3 Aufnahmen für das GoPro eigene Halterungssystem. So kann man die Kamera entweder über die mittlere Aufnahme an einer einzelnen Halterung (z.B. dem GoPro Saugnapf, siehe Foto unten) befestigen, oder, zur besseren Stabilität, über die beiden äußeren Aufnahmen mit entsprechend 2 Halterungen (z.B. 2 gebogene Montageplatten mit GoPro Schnellverschluss zur Befestigung am Helm).

Ist das 3D Gehäuse installiert, schaltet man die Kameras ein und wählt den Aufnahmemodus ( oder Serienbildfunktion). Mit einem Druck auf den Auslöser wird nun die Aufnahme auf beiden Kameras synchron gestartet.

3D Bearbeitung

Bevor ich zur eigentlichen Bearbeitung des Filmmaterials der GoPro Kameras komme, erst mal eine kurze Erläuterung wie der 3D Effekt bei Bildern und Videos überhaupt erzeugt wird. Dazu ein Auszug aus Wikipedia:

Die räumliche Wahrnehmung des Menschen beruht darauf, dass durch den Abstand der Augen zwei unterschiedliche ebene Bilder auf der Netzhaut zu einem Bild mit einer räumlichen Tiefe zusammengesetzt werden, mit deren Hilfe wir den Vordergrund vom Hintergrund unterscheiden können. de.wikipedia.org/wiki/3D

Ein 3D- (dreidimensionaler Film, auch stereoskopischer Film oder Raumfilm) ist ein Film, der dem Zuschauer durch stereoskopische Verfahren ein bewegtes Bild mit dem Eindruck echter räumlicher Tiefe bietet. Beim Film arbeitet man mit zwei Objektiven, die ebenfalls in einem Abstand auseinanderliegen, um so den stereoskopischen Effekt zu ermöglichen. Wird dem Auge jeweils das richtige Bild zugeführt, entsteht ein räumlicher Eindruck. de.wikipedia.org/wiki/3D-Film

Das 3D HERO System macht also nichts anderes als die Umgebung mit zwei leicht versetzten Linsen aufzuzeichnen. So erhält man für eine Aufnahme zwei Filmdateien die sich lediglich durch die Endung “L” (links) bzw.  “R” (rechts) im Dateinamen unterscheiden. Um diese Dateien nun zu einem 3D Film zusammen zu fügen, importiert man diese in die kostenlose GoPro Cineform Studio Software und konvertiert sie in ein 3D Bild. Hier kann man zwischen verschiedenen Exportformaten wählen:

  • Anaglyph (rot/blau, für die Betrachtung an 2D Fernseher und Bildschirmen mit Anaglyphenbrille)
  • Aktiv (für die Betrachtung an 3D Fernseher und Bildschirmen mit 3D-Shutterbrillen)
  • Passiv (für die Betrachtung an 3D Fernseher und Bildschirmen mit Polfilterbrillen)

Da ich leider nicht über einen 3D fähigen Fernseher oder Laptopbildschirm verfüge, blieb mir nur die Möglichkeit des Anaglyphen-Verfahren. GoPro liefert hierzu auch gleich die passenden rot/blauen Brillen mit. Die Bildqualität und der 3D Effekt fallen bei diesem Verfahren allerdings recht bescheiden aus. Bei den beiden anderen Verfahren soll die Qualität laut GoPro wohl wesentlich besser sein.

Wie so ein 3D Film aussehen kann zeigt GoPro selbst sehr eindrucksvoll:

Meine Testaufnahmen mit dem 3D HERO System am Auto waren vielleicht nicht wirklich geeignet, da sich der 3D Effekt nicht so extrem ausgeprägt wie in dem obigen GoPro Video zeigte. Ausschlaggebend für einen guten 3D Effekt ist der Abstand zwischen Linse und dem Objekt. Die Straße vor dem Auto sowie die Leitplanken und Bäume an den Seiten sind hier wohl etwas zu weit von der Linse entfernt. Die räumliche Auflösung soll wohl eher vor allem im “Greifbereich” besonders hoch sein.

Fazit

Das GoPro 3D HERO System bietet eine sehr einfache aber effektvolle Lösung um Outdoor Action in hochkarätiger 3D Qualität aufzuzeichnen. Wer bereits über zwei GoPro Kameras verfügt, kann diese für recht günstige 120 Euro in ein 3D System verwandeln und seine Abenteuer zu hause nochmal hautnah miterleben. Wer nur eine oder noch gar keine GoPro HD HERO Kamera besitzt, der muss pro Kamera knapp 350 Euro einplanen.

Für mich persönlich ist das 3D HERO System jetzt weniger interessant, da ich weder über eine zweite GoPro Kamera, noch über einen geeigneten 3D Fernseher verfüge. Und wenn ich ehrlich bin machen die Anaglyphenaufnahmen auf Dauer nur recht wenig Spaß. Das 3D System ist wohl eher für ambitionierte Hobby Filmer oder gar den professionellen Bereich geeignet. Außerdem sollten Aufnahmen vor allem für die spätere Betrachtung mit “echten” 3D Brillen verwendet werden.
Vielleicht gibt es ja bald eine European Outdoor Film Tour oder Reel Rock Film Tour in 3D bei der sicherlich auch mal das GoPro 3D HERO System zum Einsatz gekommen ist …

Wer am Kauf des 3D System oder einer HD HERO Actionkamera von GoPro interessiert ist, dem kann ich übrigens wärmstes den CamForPro Online Shop empfehlen. Hier findet man alles für die GoPro Kamera und der Versand nach Deutschland und Europa erfolgt sehr schnell und schon ab 20 Euro portofrei.

Weitere Informationen zum 3D HERO System und der HD HERO gibt es auf der Seite von GoPro.

Zeitraffer Aufnahmen mit der GoPro HD HERO2

2. März 2012 von  
Abgelegt unter Featured, Foto & Video

Am vergangenen Wochenende konnte ich eine weitere Funktion der GoPro HD HERO2 Actionkamera testen. Während des traditionellen Burgbrennen welches wir jedes Jahr mit unserer lokalen Pfadfindergruppe veranstalten, hatte ich die Idee die beiden Tage in einem Zeitraffer Video fest zu halten. Dazu verfügt die über einen Zeitraffer (Time-lapse) Modus in dem man eine Reihe von Fotos in Abständen von 0,5, 1, 2, 5, 10, 30 oder 60 Sekunden schießen kann. Damit das fertige Video weder zu kurz noch zu langatmig wird, entschloss ich mich das Zeitintervall auf 10 Sekunden zu setzen. Bei zwei Tagen von etwa 10 Stunden wären das rund 7.200 Fotos, was bei einer Bildrate von 25 Bildern pro Sekunde einer Filmlänge von knapp 5 Minuten entspräche.

Bei der Fotoauflösung habe ich die vollen 11 Megapixel gewählt, hiervon passen auf eine 32 GB Karte immer noch mehr als 5.000 Fotos. Allerdings würde die niedrigste Auflösung von 5 MP auch noch völlig reichen, da ein Full (1080p) Video gerade mal 2 MP Bildern entspricht.

Die Fixierung (siehe Foto) erfolgte über eine universelle Halterung mit Kugelgelenk mittels des GoPro Tripod Stativ Adapters. Der Kugelkopf erlaubt eine präzise Einstellung der Kamera, selbst an schwierigen Stellen. So bekommt man den Horizont auch schön gerade hin.
Das wasserdichte Gehäuse eignet sich zudem hervorragend für Outdoor Aufnahmen. Wir hatten über das ganze Wochenende zwar keinen Regen, aber diesem hätte die Kamera ohne weiteres getrotzt. Man hätte nur vielleicht gelegentlich mal die Linse trocken wischen müssen.

Das größte Problem stellte die Stromversorgung. Obwohl ich das GoPro Battery BacPac dran hatte, und die HERO2 so über 2 Akkus mit einer Kapazität von je 1100 mAh verfügte, machte die Kamera bereits nach ca. 5-6 Stunden schlapp. So musste ich die HERO2 kurz nachladen, was die im Video plötzlich ändernde Perspektive gegen Ende des ersten Tages erklärt.
Für den folgenden Tag entschloss ich die Kamera via USB Ladekabel permanent mit Strom zu versorgen (der Stromgenerator war ja eh fast den ganzen Tag im Einsatz). Mit dem Battery wird auch ein offener Gehäusedeckel mitgeliefert (für bessere Tonaufnahme), doch leider liegt dabei der Mini-USB Anschluss nicht frei, ein absolutes Versäumnis seitens GoPro wie ich finde. Der seitliche USB Anschluss zu Laden an der GoPro selbst ist mit dem mitgeliefertem Gehäuse auch nicht zugänglich. Hier würde nur das optional erhältliche Skeleton Gehäuse helfen. Also musste ich selbst Hand anlegen und habe kurzerhand den Gehäusedeckel des Battery BacPacs bearbeitet und den USB Anschluss freigelegt.

Leider klappt das mit der externen Stromversorgung nur solange das Wetter mit spielt. Bei Regen sollte man tunlichst das geschlossene (wasserdichte) Gehäuse verwenden. Aber auch hier gibt es bereits MYOG Projekte um einen wasserdichten USB Anschluss nach zu rüsten. Ein Projekt welches ich wohl demnächst auch mal angehen werde :)

Wer bei Outdoor Zeitrafferaufnahmen übrigens über keinen direkten Stromanschluss in der unmittelbaren Umgebung der Kamera verfügt, der kann die GoPro auch problemlos an einen mobilen Akku mit USB Anschluss , wie z.B. den Powertraveller Minigorilla, anschließen. Dieser verfügt über 6.000 mAh und verlängert die Laufzeit somit erheblich.

Schlussendlich ist nach 2 Tagen und genau 6.527 Fotos folgendes beeindruckende Video heraus gekommen:

Die einzelnen Fotos welche von der Kamera sauber durch nummeriert werden, können in der kostenlosen GoPro CineForm Studio Software mit wenigen Mausklicks importiert und zu einem Video in jeder gewünschten Auflösung konvertiert werden. Anschließend können die Clips in jedem beliebigen Videobearbeitungsprogramm weiter verarbeitet werden.

Fazit

Die GoPro HD HERO2 eignet sich hervorragend für Zeitraffer Videos im Freien, solange es trocken bleibt oder man mit einer (bzw. zwei, wenn man über das Battery BacPac verfügt ) Akkuladung hin kommt. Bei längeren Aufnahmen in feuchter Umgebung muss man selbst etwas kreativ werden (Gehäuse modifizieren, Regenschirm, …). Bei mir wird die Zeitraffer Funktion sicherlich noch mal zum Einsatz kommen, spätestens beim Burgbrennen 2013 :)

Weitere Fotos vom diesjährigen Burgbrennen gibt es übrigens auf unser Pfadi-Homepage.

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