Lawine – Die 10 entscheidenden Gefahrenmuster erkennen
16. November 2010 von Sven
Abgelegt unter Bücher & Magazine
Immer wieder sind es die gleichen Konstellationen, die für einen Großteil der Lawinenunfälle verantwortlich sind. Der Tyrolia Verlag stellt mit dem Buch “Lawine” die zehn entscheidenden Gefahrenmuster anhand konkreter Unfälle in den Tiroler Bergen vor – und zeigt, wie sie auch allgemein erkannt und richtig beurteilt werden können. Ein Buch aus der Praxis – für die Praxis, spannend, lehrreich und mit beeindruckendem Bild- und Grafikmaterial!
Rudi Mair / Patrick Nairz
Lawine.
Die 10 entscheidenden Gefahrenmuster erkennen
Das Praxis-Handbuch208 Seiten, ca. 150 farb. Abb., 17 x 24 cm, Klappenbroschur
Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2010
ISBN 978-3-7022-3086-9
27,95 € / SFr 44,90
Erscheint im November 2010Innovatives Lawinenwissen – aus der Praxis für die Praxis
Kein Schnee von gestern – Die Erfahrung aus 50 Jahren Lawinenwarndienst TirolDer Lawinenwarndienst Tirol feiert im Dezember 2010 seinen 50. Geburtstag. Bei einem Rückblick auf dieses halbe Jahrhundert haben die zwei Tiroler „Lawinenwarner“ Rudi Mair und Patrick Nairz festgestellt, dass eigentlich zwei Handvoll Gefahrenmuster für einen Großteil der Lawinenunfälle verantwortlich sind und dass – bei entsprechender Kenntnis und angemessenem Verhalten – Unfälle dieser Art vermeidbar wären.
Das kompetente Autorenteam stellt in diesem Buch anhand von konkreten Lawinenunfällen diese zehn entscheidenden Gefahrenmuster im typischen Verlauf eines Winters vor. Was sind die speziellen meteorologischen Verhältnisse im Früh-, Hoch- und Spätwinter oder im Frühjahr? Wie wirken sie sich auf die Schneedecke aus? Und vor allem: Welche Risikomomente entstehen daraus?
Kurze, prägnante Wissensblöcke, die aussagekräftige Bebilderung und das aufwändige Layout erschließen das Fachwissen optimal. Durch den Rückbezug auf typische, tatsächlich stattgefundene Unfälle werden immer wiederkehrende Gefahrenmuster erkennbar – und falsche Entscheidungen vermeidbar.
Mit diesem innovativen Ansatz steht das Buch über den gängigen Strategien des Risikomanagements (z. B. „3×3“ oder „Stop or go“) und ergänzt sie optimal. Entstanden ist so ein Buch aus der Praxis für die Praxis, spannend und lehrreich zugleich, ohne belehrend zu sein.
Die Autoren
DR. RUDI MAIR, geb. 1961 in Innsbruck, studierte Meteorologie und Glaziologie in Innsbruck, seit 1999 ist er Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol, seit 2000 allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Meteorologie, Lawinenkunde, Lawinenunfälle und Lawinenschutz.
DI PATRICK NAIRZ, geb. 1970 in Innsbruck, studierte Wildbach- und Lawinenverbauung in Wien und Vancouver. Seit 1999 ist er stellvertretender Leiter des Lawinenwarndienstes Tirol, seit 2009 Leiter der Arbeitsgruppe der europäischen Lawinenwarndienste.
Das Buch ist bei Amazon.de für 27,95 Euro erhältlich. Eine Leseprobe aus dem Buch “Lawine” findet man auf der Tyrolia Seite.
Serie auf outdoor.de : Powderalarm ohne Lawinentod
4. Februar 2010 von Sven
Abgelegt unter Wintersport
Wegen den vermehrten Lawinenunfällen in den vergangenen Wochen hat die Redaktion des Info-Portals Outdoor.de das Thema Lawinen, Lawinenausrüstung und das richtige Verhalten abseits der Pisten in der Serie “Powderalarm ohne Lawinentod” behandelt.
Serie auf outdoor.de : Experten klären auf über Lawinen, Lawinenausrüstung und das richtige Verhalten abseits der Piste
Jetzt beginnt wieder die Hochsaison für Skitourengeher und Freerider. Outdoor.de beantwortet deshalb gemeinsam mit dem Bergführer Dieter Stopper und Sportwissenschaftler Dr. Tobias Bach Fragen rund um das Thema Lawinen, Lawinenausrüstung und richtiges Verhalten abseits der Pisten in einer sechsteiligen Serie.
109 tödliche Lawinenunfälle gibt es in den Alpen im Jahresdurchschnitt. Eine beängstigende Zahl, denn jeder Todesfall ist tragisch – und häufig selbst verschuldet. 109 Tote sind aber auch eine ermutigende Zahl, denn seit den 60er Jahren ist die Zahl der Lawinentoten in etwa gleich geblieben. Und das, obwohl sich die Anzahl an Wintersportlern, die sich abseits gesicherter Pisten bewegen, in den letzten Jahren vervielfacht hat. Der Deutsche Alpenverein schätzt, dass es europaweit derzeit mehr als 2 Mio. Skitourengeher gibt, hinzukommen etliche Freerider.
90 Prozent der Lawinenopfer lösen die Lawine selbst aus. Fünf Prozent werden von einer Lawine erfasst, die andere Schneesportler oberhalb von ihnen ausgelöst haben, und nur fünf Prozent kommen in Lawinen um, die ohne menschliches Verschulden abgegangen sind. Langzeitbeobachtungen des Schweizer Instituts für Schnee- und Lawinenforschung haben gezeigt, dass es in schneearmen Wintern entgegen der landläufigen Meinung mehr Lawinenunfälle als in schneereichen Wintern gibt. Der Grund: Eine dünne Schneedecke ist durch das Gewicht des Wintersportlers allgemein anfälliger für Störungen. Ausgelöste Brüche in der Schneedecke pflanzen sich fort in eingewehte Bereiche, wo auch bei relativer Schneearmut viel gebundener Schnee liegt, der sich als Schneebrett lösen kann. Eine Gefahr, die besonders für den Laien, schwer zu erkennen ist. Der Winter 2009/2010 ist – zumindest in weiten Teilen den Alpen – bislang eher schneearm. Powderjunkie sei achtsam!
Outdoor.de macht deshalb Lawinen zum Thema einer sechsteiligen Serie. Dabei geht es um die Frage: Wie kann ich mich gewissenhaft und angemessen mit der Lawinengefahr auseinandersetzen? Wie schütze ich mich vor Lawinen und was darf ich auf keinen Fall tun.
- Im 1. Teil der Serie wird ein Blick auf die notwendige Ausrüstung gelegt. (Notfallausrüstung aus LVS-Gerät, Schaufel und Sonde)
- In Teil 2 werden verschiedene LVS Geräte vorgestellt und erklärt was bei deren Kauf beachtet werden muss. (Welches LVS?)
- Der 3. Teil erklärt, wie Lawinenlageberichte funktionieren und gelesen werden. (Lawinen vermeiden)
- Teil 4 untersucht und bewertet zusätzliches technisches Equipment. (Was können Airbag & Co.?)
- Im 5. Teil werden Strategien für Entscheidungen und die Planung von Freeride-Ausflügen und Skitouren vorgestellt. (Strategien für richtiges Entscheiden)
- In Teil 6 geht es um soziales Risikomanagement, in dem die Gruppe als Gefahrenquelle im Vordergrund steht. (Soziales Risikomanagement)
Mit Veröffentlichung des letzten Teils ist die Serie nun komplett.
Die Autoren der Beiträge sind ausgewiesene Experten :
- Dieter Stopper, Bergführer und öffentlich bestellter Sachverständiger für Berg-, Kletter- und Lawinenunfälle der Regierung Oberbayern. Stopper leitete sieben Jahre lang, die Sicherheitsforschung des Deutschen Alpenvereins.
- Dr. Tobias Bach, Sportwissenschaftler an der Sporthochschule Köln und Bergführeranwärter. Dr. Tobias Bach ist Mitarbeiter in der Sicherheitsforschung des Deutschen Alpenvereins.










