Sächsische Schweiz – das etwas andere Klettererlebnis
18. Dezember 2009 von Sven
Abgelegt unter Featured, Klettern & Bergsteigen
Dies ist ein Gastbeitrag von Alexandra, die sonst auf mybackpacking.de bloggt.
Liebe Freiluftblog Leser, ich bin Alexandra vom mybackpacking-Blog und ich habe die Ehre heute einen Gastbeitrag schreiben zu dürfen.
Neben dem Reisen ist eines meiner Hobbys das Klettern und da ich aus Dresden komme, würde ich Euch in meinem Beitrag gern ein ganz besonderes deutsches Klettergebiet vorstellen: die Sächsische Schweiz.
Die Sächsische Schweiz zählt zu den markantesten und schönsten Klettergebieten der Welt. Kletterer finden hier über 1.100 freistehenden Sandsteinfelsen mit ca. 19.000 Kletterwegen in allen Schwierigkeitsstufen. Achtung: die Sächsische Kletterskala unterscheidet sich etwas von der UIAA-Skala und sollte in Bezug auf die Leistungsanforderungen nicht einfach 1:1 umgerechnet werden.
Eine weitere Besonderheit ist, dass 64 % der Gipfel und Wege im Gebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz und die übrigen im Naturschutzgebiet liegen. Wer hier klettert, sollte sich bewusst sein, dass man nicht im Klettergarten ist, sondern der Naturschutz und das Erlebnis am Naturobjekt Fels im Vordergrund steht.
Die Sächsischen Kletterregeln sollen ein verträgliches Nebeneinander von Klettersport und Naturschutz ermöglichen und sind daher unbedingt einzuhalten.
Wesentlichste der Sächsischen Kletterregeln
Erlaubt ist das Klettern nur an freistehenden Felsen mit mindestens 10 Meter Höhe. Das Klettern ist ausschließlich aus eigener Körperkraft und nur mittels der natürlichen Felsstruktur erlaubt. Da der sächsische Sandstein insgesamt recht weich und verletzlich ist, erfolgt im sächsischen Fels die Sicherung durch Seil- oder Bandschlingen mithilfe verschiedener Knoten, die ausschließlich aus der Kletterhaltung heraus gelegt werden dürfen. Sowohl Schlingen als auch Ringe sind nicht zur Fortbewegung zu verwenden. Nicht erlaubt sind außerdem Begehungen unmittelbar nach Regen, Toprope-Klettern, die Verwendung künstlicher Hilfsmittel, Klemmkeile, Klemmgeräte und Magnesia.
Für Kletterer aus anderen Gebieten dürften auch die Ringabstände gewöhnungsbedürftig sein, die mindestens 3 – 5 Meter betragen und nach der Regel “geringste Ringanzahl und größtmöglicher Ringabstand” in den Routen verteilt sind. Da die Ringe spärlich gesät sind, werden Sanduhren, Platten, Zacken und Risse als natürliche Zwischensicherungsmöglichkeiten genutzt, es kann auch mal ein Felskopf oder ein gut stehender Felsbaum sein.
Der Elbsandstein bietet eine reichhaltige grob oder fein gekörnte Felsstruktur mit einer sehr guten Rauhigkeit, an der man über Stufen und Henkelgriffe, Fingerlöcher, Rippen, Bänder, zarte Risse und Reibungswände, Hand- und Schulterrissen, Kamine, Verschneidungen, Quergänge und Überhänge zum Gipfel gelangt. Auch Unterstützungsstellen, Übertritte oder Überfälle und Sprünge können bei einzelnen Wegen gefordert sein. Klettern in der Sächsischen Schweiz – das ist vor allem atemberaubende Natur, sportliche Herausforderung und teilweise Grenzerfahrung.
Ich hoffe ich konnte Euch trotz „einschränkender“ Regeln Lust auf einen Kletterausflug in die Sächsische Schweiz machen. Wenn Ihr Fragen habt, hinterlasst einen Kommentar oder meldet Euch!
Über die Autorin
Alexandra schreibt für das Reiseblog von Backpacking.de. Bei Backpacking.de findet man aktuelle Reiseinfos, Bilder und persönliche Berichte von Backpacker, sowie Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten, welche von Backpackern besucht und bewertet wurden.
Der Rondane-Nationalpark in Norwegen
Der Rondane-Nationalpark ist der älteste Nationalpark Norwegens. Er bietet mit zehn Berggipfel die höher als 2.000 m sind, einer faszinierenden Flora und Fauna, einem recht trockenen Klima (nur 500 mm Niederschlag pro Jahr), und zahlreichen Pfaden und Wege, alles was das Trekking-Herz begehrt. Der Norwegische Bergwanderverein (DNT) betreibt zudem im Rondane Nationalpark mehrere Hütten, welche zum Teil bewirtschaftet werden, sowie Verpflegung und Unterkunft für Wanderer bieten. Außerdem kennzeichnet der DNT auch zahlreiche Wanderpfade im Park.
Wer Glück hat, kann im Rondane-Park die letzte Bestände wilder Rentiere (nicht die domestizierten Rentiere der Samen) sehen. Am Randgebiet des Parks kann man außerdem Rehe und Elche beobachten.
Im Rondane-Nationalpark gilt das Jedermannsrecht, ähnlich wie in Schweden, so dass man in fast allen Gebieten frei wandern und zelten kann. Ausnahme bilden hier bewirtschaftete Feldern und die unmittelbare Umgebung der Berghütten. Das Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil muss mindestens 150 Meter vom nächsten Haus oder der nächsten Hütte entfernt aufgestellt werden.
Weitere Informationen zum Rondane-Nationalpark gibt es unter Anderen unter VisitNorway.com und VisitRondane.com. Einen aktuellen Reisebericht mit jeder Menge tollen Fotos findet man im OutdoorSeiten.net Forum. Reise- und Wanderführer findet man bei Amazon.de.
Norwegen kommt auf jeden Fall gleich auf meine “To-Visit” Liste :)
Foto : Wikipedia









