Happynewshoe – Reparatur von Wander- und Kletterschuhen

17. Juni 2011 von  
Abgelegt unter Schuhe

Thomas Hübner den ich beim Meindl Workshop anlässlich der GORE-TEX Experience Tour kennen gelernt habe, ist gelernter Orthopädietechniker und hat sich seit kurzem mit der Spezialisierung auf die von Wander- und Kletterschuhen nebenher selbständig gemacht. Unter happynewshoe.de bietet er seine Dienste für jeden Outdoor Enthusiasten an.

Leistungen

Bei Kletterschuhen sind Reparatur der Sohlen, des Randgummis und alle nötigen Zusatzarbeiten wie neuer Klett/Flausch usw. möglich. Dabei kommen bekannte Materialien wie z.B. Grip (gängiges Klettersohlengummi) oder XS Grip (Klettersohlengummi mit höherem Haftungsniveau) zum Einsatz. Weiteres Sohlenmaterial anderer Hersteller folgt zudem in Kürze. Die Kletterschuhreparatur startet ab dem 1. Juli.

Bei Wanderschuhen (Berg-, Wander-, Trekking-, und Arbeitsschuhe) können Sohlen, Dämpfungskeile,  Gummirandstreifen, Ösen, Haken, Fersenfutter , usw. repariert werden. Auch hier werden bekannte Materialien von Vibram eingesetzt. Die Wanderschuhreparatur ist ab sofort möglich.

Alle bei happynewshoe.de reparierten Schuhe bekommen zudem zusätzlich eine Pflege, Reinigung und inklusive.

Preise

Je nach Schuhtyp und Reparatur fallen zwischen 9 und 48 Euro an Kosten an. Wenn man mal DEN perfekten Schuh gefunden hat und diesen auch weiterhin lange auf seinen Touren tragen möchte, lohnt eine solche Reparatur allemal. Ein neuer Wanderschuh kostet immerhin auch mal schnell 200 Euro, und dann weiß man noch nicht mal ob man mit diesem auf lange Zeit glücklich sein wird.

Ich wünsche Thomas jedenfalls viel Erfolg bei seinem Projekt und denke, dass er in der Outdoor Community viele dankbare Kunden finden wird die seinen Service zu schätzen wissen.

Alle Informationen und Preise gibt es unter happynewshoe.de und auf Facebook.

Imprägnierung von Funktionsbekleidung

14. Oktober 2010 von  
Abgelegt unter Featured, Tipps & Tricks

Ob Wanderer, Skifahrer, Läufer, Bergsteiger, oder Radfahrer – irgendwann haben sie alle dasselbe Problem: Regen und Schnee perlen nicht mehr von der Funktionsjacke ab. Wie soll man sie jetzt waschen? Wie oft? Und was tut man, damit das Wasser wieder abperlt? Reinigungsmittelspezialisten Fibertec gibt in diesem Beitrag einige hilfreiche um den Abperleffekt der Funktionsbekleidung wieder her zu stellen.

Funktionsbekleidung funktioniert mittlerweile großartig. Nur einen echten Engpass gibt es noch: die (auch DWR für „durable water repellent“ oder „wasserabweisende Ausrüstung“ genannt). Selbst die Originalimprägnierung der besten Funktionsmaterialien hält keineswegs ewig. Irgendwann saugt sich der Oberstoff mit Wasser voll. Mit unangenehmen Folgen:

  1. Die Atmungsaktivität lässt bis zu 60 % nach.
  2. Die Wärmeableitung nimmt stark zu. Schnell fühlt man sich nass, kalt und unwohl.
  3. Das Trocknen nasser dauert viel länger.
  4. Im Extremfall können Schmutz und Körperfette sogar dafür sorgen, dass die Jacke kaputt geht: Die Nahtbänder lösen sich oder die Membran delaminiert (= der Oberstoff löst sich von der Membran und wirft dabei Blasen).

Was tun, damit das Wasser wieder abperlt? Die serienmäßige Ausrüstung der meisten Funktionsmaterialien kann man nach den ersten Wäschen durch Wärme reaktivieren (30 min im Trockner bei 60°C oder bei niedrigster Stufe bügeln). Wenn trotz dieser Behandlung kein Abperleffekt eintritt, ist der Zeitpunkt zur Nachimprägnierung gekommen.

Schritt 1: Waschen

Zunächst muss man das gute Stück auf jeden Fall waschen. Die Aussage, dass man Gore-Tex & Co. so selten wie möglich waschen soll, ist absoluter Unfug! Schmutz verschlechtert den Wasserdampfdurchgang und die Imprägnierung. Und gute Laminate bzw. Beschichtungen halten viele Wäschen aus.

Auch sollte man nicht gedankenlos ins Supermarktregal greifen und das billigste Pulver in die Waschmaschine kippen. Guido Augustiniak, Chef des deutschen und Reinigungsmittelspezialisten Fibertec, erklärt: „Es ist kein Zufall, dass praktisch alle Hersteller von Nachimprägniermitteln, die Wäsche mit einem eigenen Waschmittel empfehlen. Wir haben bei unseren Versuchreihen festgestellt, dass die Chemie des Waschmittels und des Imprägniermittels zusammen passen müssen. Bislang konnten wir mit keinem einzigen Pulverwaschmittel auch nur halbwegs befriedigende Ergebnisse erzielen! Die Zusammensetzung unserer Waschmittel ist speziell auf unsere Imprägniermittel abgestimmt. In diesem Zusammenspiel erzielt man die beste Wirkung.“

Wichtig bei der Wäsche ist in jedem Fall:

  • Die Waschanleitung der Bekleidung beachten!
  • Oft befinden sich verklebte Waschpulverreste im Einfüllschacht der Waschmaschine. Reinigen Sie ihn vorher!
  • Falls man ohne ein Spezialwaschmittel wäscht, empfiehlt sich Feinwaschmittel ohne Weichspülerzusatz. Weichspüler ist ohnehin „Gift“ für alle Funktionsmaterialien.
  • Nach der Wäsche nochmals NUR mit Wasser nachspülen.
  • Bekleidung mit Membranen oder Beschichtungen NICHT schleudern.

Schritt 2: Welches Imprägniermittel?

Nach der Wäsche stellt sich die Frage nach dem Imprägniermittel. Derzeit werden im Allgemeinen vier Technologien verwendet: Wirkstoffe auf Basis von C8- oder C6-Fluorcarbon-Verbindungen, von Silikonen und von Polyurethan-Dendrimeren. Alle Wirkstoffe haben Vor- und Nachteile (siehe Tabelle), wobei C8 Fluorcarbon zwar am besten wirkt, jedoch so umwelt- und gesundheitsschädlich ist, dass es in vielen Ländern bereits verboten ist oder verboten wird. C8 Fluorcarbon (bzw. dessen Vorprodukte) enthält nämlich perfluorierte Tenside (PFT).

Eine „grüne Alternative“ stellen Imprägnierungen auf Basis von Polyurethan-Dendrimeren dar. Sie funktionieren annähernd so gut wie C6-Fluorcarbon, aber sie sind umwelt- und gesundheitsverträglich. Gegenüber Silikonen bieten sie weitere Vorteile: 1. Sie sind biologisch abbaubar. 2. ihre Wirkstoffe sind „kompatibel“ mit der auf Fluorcarbon basierenden Originalausrüstung der meisten Funktionsjacken. 3. Silikone können die Atmungsaktivität von Funktionsjacken spürbar reduzieren. 4. An Polyurethan-Dendrimeren bleibt – anders als bei Silikon – kein Schmutz haften.

Zurzeit (Oktober 2010) gibt es nur einen Hersteller von Nachimprägniermitteln auf Basis von Polyurethan-Dendrimeren, die kleine deutsche Firma Fibertec mit dem Mittel GreenGuard. Fibertec konzentriert sich auf umweltfreundliche Reinigungs und Pflegemittel für Sport und Outdoor-Ausrüstung und produziert ausschließlich in Deutschland und Holland. Fibertec GreenGuard gewann vor kurzem den Editor’s Choice Award der Zeitschrift „Outdoor“ und erhielt 2009 bei der Fachmesse „OutDoor“ einen European OutDoor Industry Award in der Kategorie „Nachhaltige Produkte“.

Beim Kauf sollte man aber nicht nur auf die Umweltverträglichkeit des eigentlichen Wirkstoffes achten, sondern auch auf das „Drumherum“. Sind die Wirkstoffe in Wasser gelöst oder in einem Lösungsmittel (und in welchem)? Schauen Sie auf der Packung nach Symbolen für „feuergefährlich“ oder ähnlichem…

Und muss es eine Sprühdose mit Treibgasen sein? Ein Pumpzerstäuber strengt zwar mehr an, kommt aber ganz ohne Treibgas aus. Und wenn Treibgas – was zweifelsohne einfacher in der Anwendung ist – dann sollte man es so machen wie Fibertec: Die Firma verwendet ausschließlich 2-Kammer-Spraydosen, deren zweite Kammer mit Druckluft gefüllt ist. Die Dose kostet zwar mehr, aber sie funktioniert umweltschonender und man kauft kein Treibgas oder Lösungsmittel, sondern Imprägniermittel.

Schritt 3: Hitze hilft

Fast alle Imprägniermittel funktionieren besser, wenn man die Bekleidung nach dem Imprägnieren mit Hitze behandelt. Idealerweise steckt man sie für mindestens 30 Minuten bei 60°C in den Trockner. Wer keinen Trockner hat, kann auch auf niedrigster Stufe bügeln. Besonders wichtig ist die Hitzeeinwirkung bei den Polyurethan-Dendrimeren: Ohne Hitze entwickeln sie keine Imprägnierwirkung! Aber auch Fluorcarbone und Silikone funktionieren mit Hitze besser als ohne.

Ob mit oder ohne Hitze – Wunder sollte man von keinem Imprägniermittel erwarten. Wäre bereits die Original-DWR-Ausrüstung perfekt (= „ewig“ haltbar), gäbe es auch keinen Bedarf zur Nachimprägnierung. Die Haltbarkeit sämtlicher Original- sowie Nachimprägnierungen bietet noch Verbesserungspotenzial.

Um auf die Anfangsfrage zurückzukommen: Waschen Sie Ihre Funktionsbekleidung ruhig oft, aber waschen Sie sie richtig und verwenden Sie das optimale Nachimprägniermittel für Ihre Zwecke.

Allgemein interessante Informationen über Nachimprägnierung, die Anwendung sowie die verwendeten Chemikalien finden Sie unter www.fibertecwaterproofing.de.

(Quelle : Fibertec)

Schlafsackpflege: Wie verschaffe ich meinem Schlafsack eine lange Lebenszeit?

11. Juni 2010 von  
Abgelegt unter Featured, Schlafen, Tipps & Tricks

Dies ist ein von Andreas, der seit kurzem das Outdoor Camp Blog betreibt.

Die Anschaffung eines guten Schlafsacks ist nicht selten mit einem tieferen Griff in die Geldbörse verbunden. Schon aus diesem Grund ist den meisten Outdoor-Liebhabern viel daran gelegen, den über eine möglichst lange Zeit benutzen zu können. Egal ob es sich um einen Daunenschlafsack oder um einen Kunstfaserschlafsack handelt – mit der richtigen lässt sich die Lebensdauer beider Schlafsackarten erheblich verlängern. Damit der Schlafkomfort auch noch nach ein paar Jahren gegeben ist, gibt es ein paar Goldene Regeln, die sich leicht befolgen lassen.

Die wichtigste Regel in Sachen Schlafsackpflege: den Schlafsack nie lange in seinem engen Aufbewahrungsbeutel zusammengerollt lassen. Aufbewahrungsbeutel und Kompressionsbeutel sind zum Tragen zwar unheimlich praktisch, weil sie den großen Schlafsack auf ein minimales Packmaß reduzieren, doch damit wird ebenfalls die wichtige Innenfüllung zusammengepresst. Sie kann nicht mehr richtig belüftet werden, was bei eingedrungener Nässe unweigerlich zu Schimmel führen kann. Wird der Schlafsack längere Zeit nicht benötigt, sollte er besser in einem großen Kopfkissenbezug oder einem Stoffbeutel trocken aufbewahrt werden.

Klar ist, dass so ein Schlafsack bei häufiger Benutzung in der Natur auch einmal etwas Schmutz abbekommt. Leichte Schmutzflecken lassen sich mit einem nassen Tuch einfach ausreiben. Nach 40 oder 50 Nächten in Benutzung, verträgt so ein Schlafsack allerdings auch einmal eine richtige Wäsche. Damit können sich hartnäckige Schmutzflecken leichter lösen. Zudem wird die Füllung wieder aufgelockert.

Es empfiehlt sich, das Waschen selbst zu übernehmen. Hierfür benutzt man am besten ein mildes Waschmittel. Wer mag, kann zum Waschen auch spezielle Seife für Kunstfasern oder verwenden. Selbstverständlich spricht nichts dagegen, die Badewanne zur Wäsche des Schlafsacks zu benutzen, wenngleich dieser Prozess sehr anstrengend sein kann. Schließlich wird solch ein Schlafsack enorm schwer, wenn er sich mit Wasser vollgesaugt hat. Leichter und mit weniger Aufwand geht die Reinigung in einer großen Waschmaschine vonstatten. Die geeignete Maschine zur Schlafsackwäsche sollte hierfür etwa sieben Kilogramm Fassungsvermögen aufweisen.

Wichtig ist, den Schlafsack nach der Wäsche gut zu spülen, so dass kein Schaum mehr zu sehen ist. Erst dann sollte er für kurze Zeit in der Maschine geschleudert werden oder per Hand ordentlich ausgewrungen werden. Bitte den gewaschenen Sack niemals einfach aus der Waschmaschine ziehen, damit der nasse Stoff nicht einreißt, sondern das gute Stück mit beiden Händen vorsichtig aus der Waschtrommel herausheben.
Danach muss der Schlafsack gut trocknen. Leicht geht dies mit einem Trockner, der etwa 180 Liter Fassungsvermögen hat, wie er beispielsweise in Waschsalons zu finden ist. Zum Trocknen einfach eine niedrige Temperatureinstellung auswählen. Lässt sich kein Trockner ausfindig machen, kann man den nassen Schlafsack ebenso gut auf dem Boden ausbreiten und etwa alle 20 Minuten einmal kräftig aufschütteln. Der nasse Sack darf nicht einfach aufgehangen werden, weil sich sonst in der Füllung Klumpen bilden könnten, die eventuell nicht austrocknen.

Für die Benutzung des Schlafsacks während einer längeren Tour bietet es sich an, einen Innenschlafsack zu verwenden. Dieser sorgt dafür, dass der Außenschlafsack kaum Schweiß abbekommt und weniger gewaschen werden muss. Das Wirkungsprinzip ist das gleiche, wie die Benutzung von Bettwäsche für Bettdecken. Innenschlafsäcke lassen sich außerdem viel leichter reinigen.

Mit diesen Tipps dürfte man die Lebenszeit eines Schlafsacks deutlich verlängern können und man kann das gesparte Geld in anderes Outdoor Equipment stecken.

Über den Author

Andreas ist leidenschaftlicher Outdoor Fan seit mehr als 25 Jahren. Mit einer Spezialisierung auf Survival bezwang er sooft wie möglich alle Arten von Outdoor Herausforderungen. Floßbau, Feuer machen oder Seilbrückenbau sind mittlerweile Routineaufgaben für ihn.

Auf seinem Blog berichtet er über seine Erfahrungen und gibt nützliche Tipps für Outdoor Fans oder alle diejenigen, die es noch werden wollen.

Seine Vorbilder: David in Blantyre und Outdoor Legende Sir David Livingstone.

(Foto: suze / photocase.com)

Pflege von Trekkingschuhen

7. September 2009 von  
Abgelegt unter Featured, Tipps & Tricks

Mads Hahnemann von Ecco hat mir, wie auf der OAS versprochen, einige Produkte zur Pflege von Trekkingschuhen zugesandt. Im Set ist der “Golf / Outdoor Footwear Cleaner” zum Reinigen der , sowie das ” Wax Oil” zum Pflegen und Schützen des Leders. Natürlich habe ich die Produkte gleich getestet.

Trekkingschuhe - Pflege

Meine Xpedition Schuhe von Ecco wurden seid dem ersten Einsatz in Schweden noch nicht gereinigt, da kommen die Pflegeprodukte gerade recht :) Erstmal habe ich die Einlegesohle, sowie die Schnürsenkel entfernt. Die Einlegesohlen sollte man eh nach jeder Tour aus den Schuhen herausnehmen, damit sowohl Schuhe als auch die Einlagen vollständig trocknen können und so Bakterien oder gar Schimmel vermieden werden. Denn trotz Einlagen können auch die besten Wanderschuhe schon mal einen unangenehmen Geruch entwickeln.

Zuerst werden die Schuhe mit einem Schwamm oder einer weichen Bürste unter fließendem Wasser vom gröbsten Schmutz befreit. Anschließend wird der “Footwear Cleaner” auf die noch feuchten Schuhe angewandt. Dieser funktioniert ähnlich wie ein Schampoo, löst tief sitzenden Schmutz aus dem Leder und frischt dieses wieder auf. Der Cleaner eignet sich laut für alle Gore-Tex Materialien.

Schampoo Schampoo Wachs

Bevor die Schuhe gewachst werden können, müssen diese erst mal wieder vollständig trocknen. Hierzu sollte man sie tunlichst nicht unter die Heizung oder an sonst eine starke Wärmequelle (z.B. Lagerfeuer) stellen! Das Leder könnte sich unwiderruflich verformen, was mir schon mal vor Jahren bei einem Paar passiert ist. Die Schuhe kann man dann in die Tonne kloppen.

Wenn die Schuhe trocken sind, wird das “Wax Oil” mit einem Schwamm oder Lappen dünn aufgetragen und in das Leder eingearbeitet. Das Wachs von Ecco lässt sich dabei einfach verarbeiten da es sehr weich ist. So wird das Leder gleichzeitig gepflegt und geschützt. Das Wachs eignet sich übrigens für jedes geölte Leder, wie z.B. das Yak Leder der Ecco Schuhe. Den Vorher / Nachher Effekt sieht man hier :

Vorher Nachher

Somit sind die Schuhe wieder gut geschützt und bereit für den nächsten Einsatz.