Berghaus Baffin Island Jacket im Test
3. November 2010 von Sven
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Der Mount Asgard ist ein 2.015 Meter hoher Berg, der aus zwei Plateau-Gipfeln besteht, die mit einem Sattel verbunden sind. Er liegt innerhalb des nördlichen Polarkreises im Auyuittuq-Nationalpark auf Baffin Island in Kanada. Die perfekte Umgebung also um die Prototypen der neuen Berghaus Asgard Kollektion zu testen. Niemand geringeres als der britische Kletterer Leo Houlding leitete das Asgard Projekt, einer ehrgeizigen Expedition um die erste freie Besteigung der anspruchsvollen Nordwand des Mount Asgard.
Die Firma Berghaus (via Bergfreunde) hat mir freundlicherweise ein Teil aus der neuen Kollektion, die Baffin Island Jacket, zum Testen zur Verfügung gestellt. Natürlich konnte ich diese (noch) nicht in solchen extremen Situationen wie am Mount Asgard testen, trotzdem möchte ich euch hier einen ersten Eindruck schildern.
Bei der Baffin Island Jacket handelt es sich um eine leichte (450g bei Größe L) Softshell Jacke welche mit einigen interessanten und innovativen Eigenschaften aufwarten kann. Die Jacke besteht aus einem robustem Ripstop Gewebe und verfügt über eine Windstopper Membran welche 100% Winddicht ist.
Auffälligstes Merkmal (neben der recht grellen Farbe welche mir persönlich eigentlich sehr gut gefällt) ist sicherlich die in den Kragen integrierte, abnehmbare Sturmhaube aus AT Stretch Fleece. Dabei hatte ich mich beim Auspacken schon gefreut endlich mal eine Jacke mit Kapuze in meiner Softshell Kollektion zu haben :) Wer die Gesichtsmaske nicht benötigt oder zusätzlich Gewicht sparen möchte, kann diese einfach aus dem Kragen entfernen.
Die Jacke verfügt weiterhin über einen 2-Wege Frontreißverschluss, Stretcheinsätze an den Ärmelbündchen, eine 3D-Taschenlösung zur Belüftung, sowie eine spezielle Unterarmkonstruktion für mehr Bewegungsfreiheit. Innovativ ist zudem der versteckte Schnürzug im Saum der versehentliches Verhaken an der Kletterausrüstung verhindern soll.
Der Schnitt ist recht eng mit etwas längeren Ärmeln, erlaubt aber trotzdem ungemeine Bewegungsfreiheit. Bei meinen schlanken 1,90 Meter sitzt die Größe L wie angegossen. An der Verarbeitung gibt es, wie bei Berghaus gewohnt, nichts zu bemängeln.
Und das sagt Leo Houlding über die Baffin Island Jacket:
Wenn Du bei extrem schlechten Bedingungen am Berg hängst, dann ist das die Art von Jacke, die Du brauchst, weil sie Dir das Überleben sichert.
Fazit : Die neue Berghaus Softshell Jacke bietet einige interessante und innovative Features die mir wirklich sehr gefallen, auch wenn die Sturmhaube wohl eher selten bei mir zum Einsatz kommen wird. Das schnörkellose Design, die perfekte Passform, sowie die großzügige Bewegungsfreiheit könnten aus der Baffin Island meine derzeit bevorzugte Softshell Jacke machen.
Die technischen Daten :
- Fit: Technical
- Material:
- WINDSTOPPER® Softshell (175g/sq m)
- 100% Winddicht
- 2-way Stretch
- Nylon ripstop face (92% Nylon, 8% Elastan)
- Brushed backer (100% Polyester)
- Sturmhaube:
- AT-Stretch (200g/sq m)
- 90% Polyester, 10% Elastane
- Gewicht: 450g (Größe L)
- Größen: S – XXL
- Farben: Black (B50) und Blaze Red (BF9)
Über Verfügbarkeit und Preis ist leider noch nichts bekannt. Die Berghaus Baffin Island wird voraussichtlich im ersten Quartal 2011 für 219,95 Euro (UVP) auf den Markt kommen.
Didriksons Outdoor Bekleidung
7. Juni 2010 von Sven
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Bei der diesjährigen Outdoor Academy of Sweden hatte ich erstmals die Gelegenheit Bekleidung des mir bis dahin unbekannten schwedischen Herstellers Didriksons zu testen.
Den Ursprung findet die Marke 1913 mit der Fertigung von Ölzeug für die Fischer in Grundsund. Dabei war das erklärte Ziel von Julius und Hanna Didrikson die Kombination von Design und Funktion in perfekter Harmonie. Auch heute legt Didriksons Wert auf funktionale Bekleidung mit ausgereiften Details – egal, ob zum Jagen, Skifahren, Wandern oder nur für einen Spaziergang bei schlechtem Wetter.
Während der OAS hat jeder Teilnehmer zum Testen eine komplette Regenausrüstung bestehend aus Jacke und Hose, eine Softshelljacke, ein Fleece, und eine Mütze von Didriksons erhalten. Die genauen Modelle weiß ich jetzt nicht mehr, beim Fleece war es wahrscheinlich das Monte Zip, bei der Regenjacke könnte es sich um die Level Jacket oder die Norba II Jacket gehandelt haben. Auf jeden Fall machten alle Teile einen qualitativ guten Eindruck und waren vom Schnitt her angenehm zu tragen. Auch optisch sind die verschiedenen Kleidungsstücke ansprechend, auch wenn die meisten Teile (jedenfalls bei den Männern) nur in der etwas tristen Farbe “Dark green” verfügbar waren.
In der Praxis bewährten sich überwiegend das Fleece als wärmende Schicht, und die Softshelljacke als “All-Wetter-Schicht”. Diese boten sowohl beim Trekking mit Rucksack, beim Paddeln im Kanu, als auch beim Klettern im Hochseilgarten genügend Bewegungsfreiheit und leiteten Schweiß und überschüssige Wärme gut vom Körper ab. Die Hose hingegen kam mangels Regen bei mir gar nicht zum Einsatz, und die Regenjacke musste überwiegend als 4. Schicht zum wärmen herhalten. Bei der Verarbeitung sowie Ausstattung (Daumenschlaufen, Unterarmventilation, abgeklebte Nähte, wasserabweisende Reißverschlüsse, …) der verschiedenen Teile gab es nichts zu bemängeln.
Insgesamt hat Didriksons einen wirklich guten Eindruck hinterlassen, und bietet Bekleidung die durchaus für den härteren Outdoor Einsatz geeignet ist. Leider findet man die Produkte nur selten bis gar nicht in deutschen Outdoor Läden oder einem der bekannten deutschen Online Shops. In Skandinavien und vor allem natürlich in Schweden ist die Marke allerdings sehr beliebt wie mir die beiden Mädels von Didriksons berichteten. Über die Homepage von Didriksons kann man übrigens nach Einzelhändler in seiner Nähe suchen.
Outdoorbekleidung – Materialien und Technologien
14. Dezember 2009 von Sven
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Dies ist ein Gastbeitrag von Christian, der sonst auf Hikinggear.de und Routealpin.de bloggt.
Schlägt man heutzutage Kataloge auf oder surft im Netz, so wird man von Begriffen über Materialien und neuen Technologien überhäuft.
Unsere Großeltern fassen sich wahrscheinlich an den Kopf und sagen, uns haben damals die Knickerbocker und Baumwollhemden zum Wandern gereicht und würden sich nur über die heutige Kleidung wundern, die man z.B. auf den Blogseiten vorgestellt bekommt.
Geht man heute Wandern muss es die Funktionsunterwäsche mit einem MerinoShirt, die Hose aus Mischgewebe (Baumwolle und Polyester) und dazu die High-End Hardshell mit Gore-Tex sein. Kaum ein Blogger, User in den Outdoorforen oder Verkäufer in der Outdoorshops rät einem mehr zu der Kleidung unserer Großeltern.
Einen kleinen Überblick über die einzelnen Materialien und ihre Verwendung in der Bekleidung will ich Euch heute mal geben, denn man ist als Blogger ja nicht ganz schuldlos an dieser Verwirrung. Natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit, denn dafür gibt es zu viele verschiedene Materialien.

Beginnen wir mal beim klassischen Material, der Baumwolle.
Baumwolle ist das Material, was man wohl im Alltag am meisten am Leibe trägt. Getragen wird Baumwolle als Base- und Midlayer, also der ersten und zweiten Schicht im Zwiebelprinzip. Sei es nun als Hosen, Hemden, Buff Tücher, T-Shirts, es gibt wohl kaum ein Kleidungstück, was es nicht in Baumwolle gibt. Es trägt sich stets angenehm auf der Haut. Im Selbstversuch wird man aber feststellen, dass Baumwolle dazu neigt Feuchtigkeit aufzusaugen und diese erst einmal zu halten. Da Baumwolle sehr langsam trocknet, eignet es sich weniger für nasskaltes Wetter, denn der Körper wird dann nicht isoliert, sondern kühlt ab. In dem Fall ist Baumwolle unangenehm auf der Haut. Bei warmen Temperaturen sind Kleidungsstücke aus Baumwolle jedoch angenehm, da die Sachen luftiger sind, die Luft kann ungehindert zirkulieren. Heutzutage gibt es Baumwolle in der Outdoorbekleidungsindustrie noch als Mischgewebe, d.h. Baumwolle und Polyester werden gemischt, um deren jeweiligen positiven Eigenschaften zu verknüpfen.
Wolle ist ebenfalls ein sehr geläufiges Material und wird genauso wie Baumwolle getragen. Sei es nun in Form von Socken, Pullover, Mützen, Handschuhe oder als Unterwäsche. Reine Wolle isoliert sehr gut, hält warm, neigt aber dazu auf der Haut als Kratzen wahrgenommen zu werden.
Besser wird auf der Haut die Merinowolle wahrgenommen. Diese Bekleidung aus Merinowolle ist leichter als welche aus normaler Wolle, kratzt im Gegensatz dazu jedoch nicht auf der Haut und hält ebenfalls warm. Merinowolle gibt es von den Herstellern in der Regel in verschiedenen Stärken, d.h. eine dünne Ausführung für den Sommer, eine etwas dickere für den Ganzjahreseinsatz und eine dicke Variante für die kalte Jahreszeit. Der Vorteil bei Merinobekleidung ist auch, dass es auch dann noch warm hält, wenn es feucht ist.
Inzwischen kaum noch eingesetzt wird Seide. Aus Seide gab es früher z.B. Unterwäsche und Hemden, heutzutage findet man Seide noch überwiegend bei Inletts für den Schlafsack bzw als Hüttenschlafsack. Genauso wie Baumwolle vermittelt Seide ein angenehmes Gefühl auf der Haut, speichert aber genauso wie Baumwolle die Feuchtigkeit. Aufgrund des niedrigen Gewichts ist Seide bei den angesprochenen Inletts eine leichtere Alternative zu den Baumwollinletts. In der Bekleidung wird Seide inzw aber durch Fasern aus Synthetik ersetzt, die die Feuchtigkeit schneller transportieren und nicht speichern.
Als Beispiel für so eine Synthetikfaser sei Polypropylen genannt. Aus diesem Material lässt sich von der Unterwäsche, über Handschuhe und Mützen bis hin zur Regenkleidung alles herstellen. Es hat dabei die Eigenschaften, dass es zwar die Feuchtigkeit aufsaugt, jedoch auch wieder sehr schnell trocknet. Im Vergleich zur Merinowolle ist die sogenannte „Funktionsbekleidung“ aus Polypropylen preiswert, transportiert die Feuchtigkeit nach außen, statt diese zu „speichern“, hält somit den Körper trocken und dadurch warm, wodurch sich die Bekleidung angenehm auf der Haut anfühlt.
Ebenfalls sehr umfangreich bei den herstellbaren Produkten ist Fleece. Aus Fleece gibt es Jacken, Hosen, Sturmhauben, Handschuhe, Westen und natürlich Mützen. Die Eigenschaften von Fleece sind ähnlich der Merinowolle, so speichert Fleece die Wärme auch bei Nässe und wärmt gut bei dem geringen Gewicht. Die Wärmeleistung ist jedoch nicht so gut wie bei Merinowolle. Fleece ist vom Volumen größer als vergleichbare Produkte aus Merinowolle, ist aber trotzdem noch ein leichter Stoff. Dünner und leichter ist Microfleece, im Gegensatz zum normalen Fleece besteht Microfleece aus einem dichteren Gewebe. Der Vorteil gegenüber dem klassischen Fleece ist das niedrigere Gewicht, jedoch ist dabei der Nachteil, dass es nicht so warm hält.
Als nächsten Stoff sei noch Microfaser genannt. Microfaser ist sehr dicht gewoben, wodurch Feuchtigkeit gut abgehalten wird. Regendicht ist dieser Stoff allein jedoch nicht. Verwendung findet Microfaser in Windjacken, Hosen, Regenkleidung und natürlich in leichten Handtüchern. Kleidung aus Microfaser zeichnet sich dadurch aus, dass es meist winddicht ist und Feuchtigkeit gut ableitet.
Bei richtiger Regenbekleidung gibt es inzw. Membranjacken. Membrane in der Bekleidungsindustrie sind mehrschichtige Stoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften. Als grobe Beschreibung dient hierbei das 2 Lagen Modell, eine Innenschicht leitet Wasserdampf nach Außen, während die Außenschicht den Wasserdampf passieren lässt, Feuchtigkeit & Wind von außen jedoch nicht nach innen lässt. Als bekannteste Membran gilt Gore-Tex. Diese Membran findet man in der äußersten Schicht des Zwiebelprinzips bei Regenjacken, Regenhosen, Gamaschen, Handschuhe, Mützen und natürlich in Schuhen. Gore-Tex ist wasser- und windabweisend, dabei jedoch atmungsaktiv, wodurch sie sich zu den Regenjacken aus der Zeit unserer Großeltern unterscheidet. Die mikroskopisch kleinen Poren der GoreTex Membran lässt Schweiß, der bekanntlich vom Jackeninnern kommt verdunsten, Regen, der von außen kommt jedoch nicht ins Jackeninnern.
Seit ein paar Jahren gibt es nun Softshell. Wie Goretex findet man Softshell in der äußersten Schicht des Zwiebelprinzips in Jacken und Hosen. Es ist zu einem gewissen Grad wasserabweisend, jedoch in erster Linie atmungsaktiv. Beschreiben kann man Softshell als Brücke zwischen Fleece und Gore-Tex. Ähnlich dem Fleece ist Softshell isolierend und sehr atmungsaktiv, jedoch im Gegensatz zu Fleece schon fast wie GoreTex wind- und wasserabweisend.
Inzwischen findet man auch noch viele andere Stoffe und Materialien, denn es kommt ständig ein neuer Stoff, eine neue Bezeichnung, eine neue Membran etc. auf dem Markt, die sich aber von den oben genannten nicht so wesentlich unterscheiden, sondern nur im Gewicht oder in besseren Eigenschaften unterscheiden, vom Prinzip aber meist einem der genannten ähneln.
Wenn Euch der Beitrag gefallen hat, besucht uns auf Hikinggear oder wenn Ihr Euch für den Bergsport interessiert auf Routealpin.de.
Über den Author
Christian bloggt zusammen mit Stefanie auf Hikinggear.de und Routealpin.de. Sie sind beide Studenten in Nordrhein Westfalen und versuchen auch immer wieder aufs Neue zu zeigen was man in NRW (und Deutschland) an Aktivitäten in der Natur erleben kann. Vor gut 20 Jahren ist bei ihnen die Leidenschaft zu Outdoor ausgebrochen und seit dem nicht wieder gelöscht worden. Im Gegenteil, sie versuchen so oft es geht, draußen in der Natur ihren Hobbies wie Trekking, Bergsport, Radfahren und Laufen nachzugehen. Diese sind somit auch gleichzeitig die Themen ihrer Blogs.
(Foto: .BJØRN. / photocase.com)
Tenson Outdoor Bekleidung
6. Juli 2009 von Sven
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Die Firma Tenson war mir bis vor der OAS völlig unbekannt, obwohl es den Markennamen schon seit 1951 gibt. Die schwedische Marke hat sich auf Bekleidung im Bereich Outdoor, Ski und Marine spezialisiert. Wir hatten die Möglichkeit gleich mehrere verschiedene Teile zu testen. Zum einen haben wir eine Softshell Jacke (das blaue Modell auf dem Foto unten) erhalten, eine Hardshell Jacke (grünes Modell), sowie ein Regenset bestehend aus Jacke und Hose.
Ich werde etwas mehr auf die blaue Softshell Jacke eingehen, da ich wegen dem doch meist trockenen Wetter überwiegend diese getragen habe, wie man oben auf dem Foto sehen kann (die beiden neben mir sind übrigens die Jungs von Travelblogging.de, schöne Grüsse von hier aus). Auffällig sind auf den ersten Blick natürlich die recht grellen Farben. Aber keine Angst, man bekommt die Teile auch in dezenteren Farben.
Die Verarbeitung ist im Allgemeinen sehr gut. Bei der Hardshell sowie der Regenbekleidung sind die Nähte innen ordentlich abgeklebt und die Reißverschlüsse wasserabweisend. Die Reißverschlüsse sind übrigens bei allen Teilen vom bekannten Markenhersteller YKK. Die Verschlüsse an der Softshell, sowohl an der Front als auch an den Taschen, sind meiner Meinung nach allerdings etwas zu grob ausgefallen. Hier hätte man einen etwas feineren oder, besser noch, einen wasserabweisenden Verschluss nehmen sollen.
Die Jacken verfügen alle über ausreichend viele Taschen, so hat die Softshell Jacke zum Beispiel gleich 4 bzw. 6 Taschen an der Frontseite (2 Brusttaschen sowie 2 Schubtaschen welche jeweils nochmals ein separates, von oben zugängliches Fach besitzen). Die Brusttaschen stören beim Tragen eines großen Rucksacks aber etwas.
Die Kapuzen sind verstaubar, allerdings nicht wie üblich im Kragen, sondern aufgerollt und mit einen breiten Klettband befestigt. Eine etwas eigenwillige Lösung, aber sie erfüllt ihren Zweck. Eine Volumenregulierung für optimale Passform der Kapuze ist natürlich auch vorhanden.
Die Softshell Jacke habe ich rund 1 Stunde bei zum Teil starkem Regen in Stockholm bei meiner Stadtbesichtigung getragen. Das Material hat dabei recht gut stand gehalten (das T-Shirt drunter bliebt quasi trocken), allerdings sollte man bei den Taschen (besonders den Brusttaschen) aufpassen was man rein tut, da die Reißverschlüsse weder wasserabweisend noch abgedeckt sind.
Interessant ist noch zu wissen, dass die Firma Tenson ihre eigens entwickele Membran namens MPC und MPC Extreme einsetzt. Diese ist, ähnlich wie bei Gore-Tex, wasserdicht und dennoch atmungsaktiv.
Im Allgemeinen war ich sehr zufrieden mit der Bekleidung von Tenson. Allerdings würde ich die Softshell Jacke eher im Alltag oder bei Wanderungen ohne grosses Gepäck einsetzen, da sie gegenüber meiner Jacke von Haglöfs doch einige Nachteile aufgezeigt hat. Über das Preis/Leitungs Verhältnis kann ich leider nichts sagen, da ich versäumt habe den regulären Verkaufspreis zu erfragen. Als Teilnehmer der OAS konnten wir die Jacke zum vergünstigten Preis von 30 Euro kaufen.
Ich kann die Produkte von Tenson auch in keinem Online Shop entdecken. Vermutlich kann man die Teile nur in ausgewählten Shops in Skandinavien selbst kaufen, was eigentlich sehr schade wäre.
Haglöfs Orca Softshell Jacke
11. Februar 2009 von Sven
Abgelegt unter Bekleidung
Seit ein paar Monaten habe ich nun schon meine Softshell Jacke von Haglöfs im Einsatz. Das winddichte Orca Modell musste sich seit letztem November bei einigen Geocaching Touren unter verschiedensten Witterungsbedingungen beweisen.
Die Orca besteht aus Windstopper SoftShell Material, welches sowohl dehnbar, wasserabweisend, Winddicht und atmungsaktiv ist. Für zusätzliche Atmungsfreiheit sorgen die großzügigen Unterarmbelüftungen, die man bei Bedarf öffnen kann. An der Front besitzt die Jacke einen wasserabweisenden 2-Wege-Reißverschluss, sowie 2 gefütterte Reißverschluss-Schubtaschen (ebenfalls wasserabweisend). Anfänglich hatte ich einige Probleme um die Jacke zu schließen, da der Front-Reißverschluss etwas schwerläufig ist. Mittlerweile rutscht er einigermaßen gut. Die RV-Garage finde ich nicht sonderlich gelungen, da ich das dünne Stück Stoff immer über den RV fummeln muss.
Der Kragen mit weichem Microfleece-Futter besitzt eine Volumenregulierung so dass der Hals effizient vor Luftzug geschützt werden kann.
Softshell Jacken sollen ja 85% aller Witterungen abdecken, und ich kann nur bestätigen, dass die Orca dieses Versprechen bisher auch hält. Von -14°C, über Wind, bis hin zu leichtem bis mittlerem Regen hat die Jacke von Haglöfs alles abgehalten. In Kombination mit warmer Funktionswäsche von Odlo und einem eng anliegenden Fleece von Mammut, bietet die Orca eine hervorragende 3. Schicht für Herbst- und Winterwetter.
Ich bin bisher sehr zufrieden mit der Jacke, allerdings muss sie sich in der Praxis noch dem Rucksack Test stellen. Bisher habe ich nur den kleinen Rucksack mit wenig Gewicht getragen. Das Softshell Konzept hat mich aber jedenfalls schon überzeugt.
Weitere Softshell Jacken findet man unter anderem bei Bergfreunde.de.






















