Garmin Connect – Sportaktivitäten analysieren, planen und weitergeben

28. November 2013 von  
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Seit ich mit dem Laufen im August letzten Jahres begonnen habe, zeichne ich jeden zurückgelegten Kilometer, jeden Höhenmeter, jeden Track, und jeden Herzschlag auf. Damals entschied ich mich für die Forerunner 410 HR GPS-Laufuhr von Garmin, da ich bisher gute Erfahrung mit Garmin Produkten gemacht habe. Um die aufgezeichneten Daten der Uhr zu verwalten bot Garmin zu der Zeit zwei verschiedene Möglichkeiten an. Zum einen konnte man eine kostenlose Desktop Software installieren (Garmin Training Center), oder man verwaltet seine Daten online auf Garmin Connect. Mittlerweile wurde aber die Weiterentwicklung der Training Center Software eingestellt:

Garmin Training Center has been End of Life and is no longer being supported. To store, analyze, create, and share your fitness data you should try out Garmin Connect.

Ich hatte mich vorher aber eh schon für die online Variante entschieden, da ich meine Daten jederzeit und von egal welchem Gerät, abrufen wollte.

Garmin Connect - Öffentliches Profil

Die Daten der Garmin Geräte werden entweder voll automatisiert über die ANT Agent Software (für ANT Geräte wie meine Forerunner 410) an Garmin Connect übermittelt, oder können manuell über die Garmin Connect Seite hoch geladen werden.

Analysieren

Sind die Daten einmal übermittelt, stehen einem für jede Aktivität eine Menge Informationen zur Analyse zur Verfügung. Neben der obligatorischen Darstellung des Tracks auf Google, Bing oder OpenStreetMap Karten, zeigt Garmin Connect, je nach Ausrüstung und Aktivität, noch Daten zu Zeit, Höhenmeter, Herzfrequenz, Schritt-/Trittfrequenz,  Schwimmzügen, Außentemperatur, und vieles mehr. In diesem Screenshot sieht man Beispielsweise wie eine Laufeinheit in Garmin Connect dargestellt wird:

Garmin Connect - Ansicht eines Laufs

Garmin Connect bindet übrigens auch recht zuverlässig Wetterdaten vom Zeitpunkt der Aktivität ein. Außerdem wird bei Daten von Garmin Geräten ohne barometrischen Höhenmesser, eine automatische Höhenkorrektur vorgenommen. Somit sind Höhenangaben auch stets sehr akkurat.

Sehr praktisch finde ich die Streckenverwaltung mit der man häufig gelaufene Tracks abspeichern und den Trainingseinheiten zuweisen kann. So kann ich ganz bequem die Zeiten auf meinen üblichen Trainingsstrecken vergleichen indem ich meine Aktivitäten nach Strecke filtere.
Weiter können sehr schnell und einfach individuelle Berichte nach Zeitraum und Aktivitätstyp abgefragt und als CSV Datei, z.B. für weitere Auswertungen in Excel, exportiert werden.

Planen

Garmin Connect bietet neben den Analysedaten auch einige Funktionen zum Planen seiner Trainingseinheiten und Wettkämpfe.

Im Kalender hat man eine Übersicht über geplante Trainingseinheiten und bevorstehende Wettkämpfe, sowie alle hoch geladene Aktivitäten. Strecken können, wie schon zuvor erwähnt, angelegt, Aktivitäten zugewiesen, und auf verschiedene Geräte übertragen werden. Ebenso kann man Trainingseinheiten erstellen, in den Kalender eintragen, oder z.B. auf die Laufuhr übertragen. Wie solch eine Trainingseinheit aussehen kann, sieht man hier im Screenshot:

Garmin Connect - Trainings planen

Diese Einheiten sind sehr einfach aber trotzdem umfangreich konfigurierbar, und extrem praktisch z.B. bei Intervall Trainings.

Weiter kann man in Garmin Connect noch persönliche Ziele festlegen, sowie fertige Trainingspläne von Experten durchsuchen und in den eigenen Garmin Connect Kalender übernehmen.

Teilen

Man kann Garmin Connect entweder als komplett abgeschirmtes Trainingstool für einen persönlich nutzen, oder man gibt sein Profil frei und teilt es mit anderen Sportlern und Interessierten. Dabei kann man wählen ob man sein Profil und/oder seine Aktivitäten an Alle oder nur an seine Verbindungen frei gibt. Ähnlich wie bei Facebook kann man sich nämlich bei Garmin Connect mit Freunden, welche ebenfalls die Plattform für ihr Training nutzen, verbinden. Hat man sich, wie ich, dazu entschieden seine Daten frei zu geben, kann man diese über diverse Kanäle bequem weitergeben. So kann man Aktivitäten, Strecken oder das eigene Profil z.B. bei Facebook oder Twitter veröffentlichen, oder auch direkt im eigenen Blog einbinden:

Ich finde es durchaus interessant auch mal die Trainingseinheiten oder Wettkampfdaten von befreundeten Sportlern zu sehen, besonders wenn man am gleichen Wettkampf teilgenommen hat :) Im Nachhinein kann man dann auf dem Garmin Connect Profil auch direkt einzelne Aktivitäten kommentieren und, ähnlich wie bei Facebook, liken.

Verbesserungswünsche

Nach etwas mehr als einem Jahr intensiver Nutzung von Garmin Connect, sind mir einige Kleinigkeiten aufgefallen wo ich doch noch Verbesserungspotenzial sehe.

  • Ist man nicht bei Garmin Connect eingeloggt, so werden alle Distanzen und Höhen bei Aktivitäten in Meilen bzw. Fuß angezeigt. Hier sollte endlich mal Geotargeting zum Einsatz kommen, und für alle nicht Amerikanischen Besucher der Seite metrische Einheiten verwendet werden.
  • Bei den Berichten könnte man noch weitere Möglichkeiten zur Darstellung integrieren. Interessant wäre z.B. grafische Darstellungen der zurückgelegten Kilometer oder Höhenmeter nach Woche, Monat, oder Jahr.
  • Großes Verbesserungspotenzial sehe ich noch bei der Facebook Integration. Hier macht es die Konkurrenz (z.B. Runtastic) deutlich besser indem auch die Karte des Tracks direkt im Statusupdate auf Facebook angezeigt wird. Außerdem wird auch hier wieder kein metrisches System zur Darstellung der Daten verwendet.
  • Ähnlich wie bei Facebook gibt es auch bei Garmin Connect einen Aktivitäten Feed von Freunden. Diesen könnte man etwas mehr hervorheben, so dass man auf den ersten Blick sieht wer wie wann trainiert hat.
  • Zusätzlich zu Garmin Connect nutze ich derzeit noch die Desktop Software SportTracks. Hier kann ich unter anderem für jede Aktivität auch die Ausrüstung welche zum Einsatz gekommen ist, eintragen. Dies ist für mich insbesondere interessant da ich so auf einen Blick sehe wie viele Kilometer ich mit welchem Schuh zurück gelegt habe. Eine ähnliche Integration in Garmin Connect fände ich durchaus sinnvoll.

Einige dieser Verbesserungsvorschläge habe ich schon an die deutschen Garmin Mitarbeiter weitergegeben, aber leider erfolgt die gesamte Entwicklung in den USA, so dass eine Umsetzung wohl nur sehr schleppend erfolgt. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Plattform in Zukunft weiter verbessert und ausgebaut wird.

Fazit

Wer ein Garmin Gerät für sportliche Zwecke nutzt, kommt an Garmin Connect fast nicht vorbei. Und das ist auch gut so. Die Plattform bietet im Prinzip alles was ambitionierte Hobbysportler an Funktionen benötigen, gepaart mit einigen netten Social Networking Komponenten. Bleibt zu hoffen, dass Garmin die Entwicklung der Plattform weiter vorantreibt (das letzte Update liegt schon einige Monate zurück), und nicht fallen lässt wie schon die Training Center Software.

Anmelden kann man sich unter connect.garmin.com. Passende Sportuhren und Geräte findet man im Garmin Shop.

Cachebox – Geocaching Freeware für Windows Mobile

7. April 2010 von  
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Thomas der die Dokumentation zur Software schreibt, hat mich gebeten Cachebox, eine kostenlose Geocache-Datenbank für Windows Mobile, hier kurz vorzustellen. Um Cachebox zu nutzen, benötigt man GPX-Dateien, die man von geocaching.com, opencaching.de oder GSAK bekommt.

Leider besitze ich kein Windows Mobile Mobiltelefon, deshalb kann ich die App auch nicht wirklich testen können und beschränke mich daher auf die Vorstellung der Features und deren Vergleich zur Geocaching.com App auf dem iPhone. Kommen wir also gleich zu den Haupteigenschaften von Cachebox :

  • Optimiert für Displays mit Touch-Screen und Bedienung mit dem Finger. Lass deinen Stylus dort, wo er hingehört!
  • Du hast keine mobile Internet-Verbindung? Macht nichts. Hole alle Daten die du brauchst und speichere sie auf deinem Gerät!
  • Verarbeitet große Datenmengen. Importiere jeden Cache in deinem Zielgebiet und durchsuche Caches während der Suche!
  • Erstellt Garmin-konforme “field notes”, die du geocaching.com hoch laden kannst!
  • Unterstützt „additional waypoints“
  • Gehe zu den Wegpunkten durch Benutzung der Karte, des Kompasses oder des Radars für die letzten Meter!
  • Zeigt dir die Logeinträge an und dekodiert die Hinweise!
  • Importiert GPX-Dateien, die von geocaching.com, opencaching.de, GSAK erstellt wurden oder einfach per PocketQuery als Email
  • SpoilerSync Integration
  • “Set Marker”-Funktion (z.B. Zur Entfernungsmessung)
  • Toolbox (z.B. Kamera, Trackrekorder)
  • GCVote-Integration
  • Erstelle Deine eigenen MapPacks (OpenStreetMap / OpenCycleMap)

Das erste was auffällt ist, dass Cachebox keine Live-Verbindung zur Geocaching.com Datenbank besitzt. Die Daten müssen also per GPX Datei auf das Windows Mobile Gerät übertragen werden. Spontanes Geocaching in der direkten Umgebung fällt mit diesem Programm damit leider aus.
Als Kartenmaterial dienen Daten von OpenStreetMap oder OpenCycleMap. Die entsprechenden Kacheln müssen dafür zuvor aufbereitet und auf das Mobiltelefon übertragen werden. Im Gegensatz zur iPhone App ist diese Lösung etwas umständlich, dafür brauch man allerdings auch keine permanente Internet Verbindung. Fieldnotes können erstellt werden, allerdings ohne die Möglichkeit einen Logtext zu erfassen. Weitere Details zu den Features findet man in der Dokumentation von Cachebox, auf der Homepage selbst gibt es nur recht wenige Informationen.

Besitzer von Windows Mobile Mobiltelefonen sollten sich die Cachebox Software mal näher ansehen. Da das Programm kostenlos ist, gehen sie keinerlei Risiko ein. Für iPhone Besitzer wie mich führt natürlich kein Weg an der (kostenpflichtigen) Geocaching.com App vorbei.

Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen mit Cachebox in der Praxis sammeln können?

Update 3.41 Beta für die Garmin Oregon Serie

9. Dezember 2009 von  
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Es ist mal wieder ein Update (Beta) für die Garmin Oregon Serie verfügbar. Hier die Neuerungen in der Übersicht :

  • Added ability to view elevation plot of upcoming active route or currently navigated track in blue.
  • Added Compass, Stopwatch, Active Geocache, and Elevation Plot dashboard options.
  • Introduced dashboard options to the Compass and Map pages.
  • Improved track navigation.

Weitere Informationen zu den neuen Features kann man im Garmin Blog nachlesen.

Garmin Update 3.41 Garmin Update 3.41 Garmin Update 3.41

Das Beta Update kann man wie gewohnt auf der Seite von Garmin herunterladen :

(Via Navigation-Professionell)

Weitere Firmware Updates für die Garmin Oregon Serie

13. August 2009 von  
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Ich finde es immer wieder erstaunlich wie viel Mühe Garmin sich mit der Optimierung der Software seiner GPS Geräte gibt. Kürzlich ist ein weiteres Firmware Update für die Oregon Serie erschienen, die Version 3.13 Beta :

Changes made from version 3.12 to 3.13:

  • Fixed issues with thresholds used for auto compass switching.
  • Fixed issues with back button not appearing when editing a waypoint.

Changes made from version 3.10 to 3.12:

  • Improved GPS performance
  • Expanded support for custom POIs

Auch wenn die Änderungen von Version zu Version immer minimal erscheinen, so zeigt die Summe der Updates doch schon deutliche Verbesserungen zur ursprünglichen Software. Interessant finde ich auch, dass die Leistung des GPS Empfangs immer wieder gesteigert wird, wobei das nach meinem subjektiven Empfinden aber wohl nur marginal sein muss.

Gelungene Landschaftsfotos dank HDR

25. Februar 2009 von  
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Wer kennt das nicht von seinen Touren Fotos : unterwegs die schöne Landschaft fotografiert, und zuhause stellt man dann fest, dass der Himmel überbelichtet ist, die Berge viel zu dunkel sind, und Details verloren gegangen sind. Abhilfe schafft hier die HDR-Fotografie oder auch High Dynamic Range genannt. Ritchie schildert im Datenschmutz Blog seine ersten Gehversuche in HDR.

HDR Panorama

Ein HDR Bild besteht aus zwei oder mehreren Fotos, welche mit unterschiedlichen Belichtungen geschossen worden sind, und dann mittels geeigneter Software zu einen neuen Foto zusammensetzt wurde. Hierbei versteht es sich wohl von selbst, dass sich eigentlich nur unbewegte Motive für dir HDR-Fotografie eignen, und man am besten mit einem Stativ arbeitet, da die Bilder vollkommen deckungsgleich sein müssen.

Viele Spiegelreflexkameras unterstützen schon von Haus aus die Möglichkeit Belichtungsreihen anzufertigen, wobei die Kamera z.B. 3 Bilder mit unterschiedlicher Belichtung aufnimmt (siehe Foto unten). Bei den kompakten Digitalkameras, welche in den seltensten Fälle eine HDR Funktion besitzen, muss man die Bilderserie manuell aufnehmen. Dabei muss man peinlichst darauf achten, dass weder die Kamera, noch das Motiv zwischen den Aufnahmen bewegt wird.

HDRI Belichtungsreihe

Später werden die Bilder dann am PC zu einem (hoffentlich) perfekt belichtetem Foto zusammen gefügt (siehe Foto unten). Wie das mit Photoshop funktioniert, erklärt Ritchie in seinem Beitrag.

HDR Belichtungsreihe - Resultat

Laut Wikipedia gibt es mittlerweile auch HDR-Kameras, welche Bilder mit vollem Dynamikumfang direkt erfassen können. Allerdings bewegt der Preis sich für diese im Bereich von 50.000 US-Dollar (2008), für den Heimgebrauch also eher nicht zu gebrauchen :)

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