Mobile Stromversorgung : Brunton SolarRoll

28. März 2011 von  
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Das Brunton SolarRoll zählt wohl zu den berühmtesten Solarzellen weltweit: Ein Exemplar der SolarRoll Panels ziert die Sammlung des Museum of Modern Art in New York. Dabei überzeugen die für den Einsatz auf Expeditionen und Reisen konzipierten SolarRolls keineswegs nur durch Äußerlichkeiten. Vielmehr ist es die Kombination aus Technik, Bauweise und Optik dieser mobilen Solarkraftwerke, die die Brücke bauen zwischen faszinierender Kunst und umweltfreundlicher Zukunftstechnologie, zwischen Kultur und Natur.

Im Fokus der Entwicklung der SolarRoll standen Wirkungsgrad, Langlebigkeit und mechanische Flexibilität. Dafür bedient sich Brunton einer Mischung aus amorphem Silizium für die Solarzellen an sich und dem extrem lichtdurchlässigen Kunststoff Tefzel als Trägermaterial.

Amorphes Silizium ermöglicht die Herstellung biegsamer Panels, die Laminatkonstruktion – Solarzellen zwischen zwei Schichten Kunststoff – macht die SolarRolls außerdem wasserdicht. Lediglich die Anschlüsse an der Ausgangsbuchse der SolarRolls müssen beim Einsatz am Wasser, z.B. auf dem Kanu, separat vor dem Eindringen von Feuchtigkeit und einem Kurzschluss geschützt werden.

Energetisch betrachtet ist die Solarzellentechnologie mit amorphem Silizium durch die annähernd gleichbleibende Stromausbeute sowohl bei indirektem und diffusem Licht als auch bei direkter Sonneneinstrahlung charakterisiert: Zwar erreichen die Zellen im prallen Sonnenlicht keine Spitzenwerte, allerdings bleibt die Leistung auch bei wolkenverhangenem Himmel und in der Dämmerung annähernd konstant. SolarRoll Panels kommen daher sinnvoller Weise überall da zum Einsatz, wo eine gleichbleibend zuverlässige Energieversorgung über den ganzen Tag erforderlich ist.

Die wasserdichten, zusammenrollbaren Panels sind in drei verschiedenen Größen bzw. mit unterschiedlicher Ausgangsleistung erhältlich. Alle SolarRoll Panels besitzen eine eingebaute Sperrdiode, die vor Entladung des angeschlossenen Akkus schützt. Geliefert werden die SolarRolls in einem Kunststoff-Zylinder, der bei Transport und Aufbewahrung vor Beschädigungen schützt. Ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind Kabel zum Laden einer Autobatterie, verschiedene Niedervolt-Stecker sowie ein Kabel für Zigarettenanzünderstecker.

SolarRoll 4.5

  • Max. Leistung : 4,5 Watt
  • Abmessungen (gepackt) : 12 x 38 cm
  • Abmessungen (offen) : 30,5 x 56 cm
  • Gewicht : ca. 182 g
  • Unverbindlicher Verkaufspreis : 295 Euro

SolarRoll 9

  • Max. Leistung : 9 Watt
  • Abmessungen (gepackt) : 12 x 38 cm
  • Abmessungen (offen) : 30,5 x 102 cm
  • Gewicht : ca. 260 g
  • Unverbindlicher Verkaufspreis : 485 Euro

SolarRoll 14

  • Max. Leistung : 14 Watt
  • Abmessungen (gepackt) : 12 x 38 cm
  • Abmessungen (offen) : 30,5 x 144,5 cm
  • Gewicht : ca. 482 g
  • Unverbindlicher Verkaufspreis : 645 Euro

Für Gelegenheitsnutzer die mal eben ihr Mobiltelefon auf Reisen aufladen möchten, sind die Solarpanels von Brunton angesichts des stolzen Preises weniger geeignet. Zur Zielgruppe zählen wohl eher Abenteurer in der Arktis, Weltumsegler, oder Wüstenrallyefahrer.

Weitere Informationen findet man unter www.Brunton.com

Flexcell Sunpack – Aufrollbare Solarzelle

31. Mai 2010 von  
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Es gibt mal wieder etwas interessantes im Bereich der mobilen Solarladegeräte. Das Schweizer Unternehmen Flexcell bietet mit den verschiedenen Sunpack Modellen leichte, kompakte und aufrollbare Solarladegeräte für Leute die auch abseits der Zivilisation nicht auf Energie für Mobiltelefon, GPS Gerät, oder Digitalkamera verzichten können.

Die Sunpacks gibt es in verschiedenen Versionen mit einer Leistung von 7 bzw. 14 Watt. Außerdem bietet Flexcell das Sunpack ion+ an, welches über einen Akku mit einer Kapazität von 2.4 Ah verfügt. Ausgerollt bietet das Sunpack eine Solarfläche von beachtlichen 35 x 90 cm bzw. 35 x 150 cm, also eine wesentlich größere Fläche als alle mobilen Solarladegeräte die ich bisher hier im Blog vorgestellt habe. Allerdings ist das Sunpack auch vom Packmaß wie vom Gewicht etwas unhandlicher : 35 x 5,5 cm bei 500 g bzw. 35 x 6,5 cm bei 740 g.

Das Sunpack ist mit einer universellen Zigarettenanzündersteckdose ausgestattet, somit kann man fast jedes Elektrogerät damit aufladen. Es wird zudem mit einem Kit von Adaptern geliefert, die das Laden der meisten Mobiltelefone, i-Pods, GPS usw. erlauben.

Das interessanteste bei diesem Solarladegerät ist allerdings die Leistung. Laut Herstelller soll (mit dem Sunpack 14 und bei optimalen Wetterbedingungen natürlich) ein Mobiltelefon in gerade mal einer Stunde vollständig geladen sein. Die Ladezeit kann nochmals verringert werden indem man zwei oder gar mehrere Sunpacks parallel schaltet.
Der Akku des Sunpack ion+ wird in rund 7 Stunden vollständig geladen, wobei dieses nur über die “kleine” Solarfläche des Sunpack 7 verfügt.

Das Sunpack von Flexcell ist ein interessantes System und eine leistungsfähige Alternative zu den eher schwachbrüstigen kleinen Solarladegeräten wie man sie zahlreich auf dem Markt finden, auch wenn es nicht unbedingt zu den kompaktesten und leichtesten gehört.

Erhältlich ist das Sunpack 7 für ca. 150 Euro, das Sunpack 14 für rund 200 Euro, und das Sunpack ion+ ebenfalls für knapp 200 Euro.

(Via Neuerdings)

FreeLoader Globetrotter Set im Test

14. September 2009 von  
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Ein weiteres Solar-Ladegerät hat den Weg zum Testen zu mir gefunden. Die MAGS Vertriebs GmbH hat mir den FreeLoader im Globetrotter Set zur Verfügung gestellt. Das Set umfasst sowohl den FreeLoader Akku mit eigenen Solarpanels, eine Transporttasche, sowie den Superlader mit einem großen Solarfeld zum Befestigen an einem Rucksack, einer Reisetasche oder einer Fahrradtasche.

Freeloader Globetrotter Set Freeloader Globetrotter Set

Lieferumfang

Der Lieferumfang des Sets ist recht umfangreich. Der FreeLoader besteht aus einem Akku und 2 Solar Panel, und wird mit 11 Adaptern (Nintendo DS, iPod, LG, Nokia, Samsung, USB weiblich, Mini USB, …) und 2 spezifischen Kabeln geliefert. Im Set ist ebenfalls der Superlader enthalten, ein großes Solarfeld in einer eigenen Funktionstasche, sowie ein Kabel zum Laden des FreeLoader Akkus. Außerdem ist eine robuste Transporttasche dabei, zum Aufbewahren des FreeLoaders und allen Adaptern.

Freeloader Globetrotter Set 11 Adapter

Der Akku

Mit dem mitgelieferten Akku hatte ich anfangs Probleme mein iPhone 3G zu laden. Nokia Handy und iPod Video wurden hingegen ohne weiteres geladen. Auf Nachfrage beim MAGS Vertrieb hin wurde mir dann ein neuer Akku zugeschickt, welcher nun auch das iPhone auflädt. Die Kapazität des Akkus ist mit 1.000 mAh allerdings recht schwach, so dass es beim iPhone nicht mal reicht um den Akku einmal komplett zu laden. Zum Vergleich, der Powermonkey besitzt eine mehr als doppelt so hohe Kapazität.

Der handliche Freeloader verfügt über 3 Status LED. Die beiden äußeren leuchten wenn die kleinen Solarfelder angeschlossen sind, und genügend Sonnenlicht vorhanden ist. Die mittlere zeigt den Ladestatus an wenn der Akku über USB aufgeladen wird. Leuchtet diese grün ist der Akku vollständig geladen. Leider fehlt eine genauere Anzeige die Auskunft über den aktuellen Ladezustand gibt.

Freeloader Status LED

Das Solar-Ladegerät

Der Freeloader besitzt 2 kleine abnehmbare Solarpanele, die den Akku in rund 8 Stunden vollständig laden, vorausgesetzt die Sonne scheint auch kräftig. Wem das zu lange dauert sollte den Superlader, welcher im Globetrotter Set gleich mitgeliefert wird, anschließen. Damit kann man den Freeloader in weniger als 4 Stunden laden (selbst getestet). Praktisch sind auch die Befestigungsmöglichkeiten mit 2 großen Clips und einem Klettverschlussgurt, so kann das große Solarfeld schnell an Rucksack, Reisetasche oder Fahrradtasche geschnallt werden.

Fazit

Leider ist die Kapazität des Freeloader Akkus für meine Bedürfnisse nicht wirklich ausreichend. Auch fehlt hier eine genaue Anzeige über den Ladezustand. Dafür lädt der zusätzliche Superlader den Akku recht schnell wieder auf, was aber natürlich auf dessen geringe Kapazität zurück zu führen ist. Sehr gut sind die Befestigungsmöglichkeiten des große Solarfelds.

Das Globetrotter Set kostet rund 75 Euro. Interessant wäre für mich noch das FreeLoader Akkuladegerät für knapp 20 Euro, mit dem man auch herkömmliche AA sowie AAA Akkus aufladen kann.

Solar-Rucksack im Test

10. August 2009 von  
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Vor einiger Zeit schon hat Daniel Dombrowski von Solar-Rucksack.com mir einen Rucksack mit Solar Panels zum Testen zur Verfügung gestellt. Der Solar Rucksack besteht aus vier Teilen: Tasche, Solarzelle direkt im Rucksack integriert, Akku-Box, und Adapter Set.

Solar-Rucksack Solar-Rucksack Solar-Rucksack - Zubehör

Der Rucksack

Im Vorfeld wurde ich schon darauf hingewiesen, dass es sich beim Rucksack nicht um ein High-Quality Modell handelt, sondern vielmehr um eine kostengünstige Alternative zu anderen namhaften Herstellern. Leider bestätigt sich dies auch in der Praxis. Die Nähte sind nicht sehr sauber verarbeitet und bei den Reißverschlüssen handelt es sich um No-Name-Teile. Die Polsterung am Rücken und den Schultergurten ist recht spärlich ausgefallen, am Hüftgurt ist erst gar keine vorhanden.

Die Aufteilung des Rucksacks ist mit etlichen Taschen im Inneren indes recht gut gelungen. Ein Fach dient als Halterung für den Akku der über einen Mini USB Stecker mit den Solar Panels verbunden wird.

iPod laden Akku Akku Anschluss

Der Akku

Die kompakte Akku-Box (83 x 35 x 22 cm bei 70 g) ist mit einem 2200 mAh Li-Ionen-Akku ausgestattet, und wird mit vielen verschiedenen Adapter geliefert. Leider fehlt aber ein passender Stecker für Apple Geräte wie iPod oder iPhone. Hier bleibt nichts anderes übrig als das original USB Ladekabel von Apple an die Akku-Box anzuschließen. Hierzu verfügt der Akku über einen Standard USB Anschluss. Die Kapazität der Power Box reicht aus um mein iPhone 2x vollständig zu laden, wobei man allerdings beachten sollte, dass der Akku des iPhones nicht komplett entladen sein darf (das Telefon sich also nicht selbständig ausschaltet) da sonst der Strom der Box nicht ausreicht um das iPhone laden zu können. Dies ist aber eher ein iPhone spezifisches Problem, als ein Problem mit der Akku-Box.

Was definitiv fehlt ist eine Anzeige des Ladezustandes der Power Box. Sie verfügt lediglich über zwei einfache Anzeigen, eine für das Laden des Akkus und eine die leuchtet wenn die Box eingeschaltet ist.

Das Solar-Ladegerät

Die beiden Solar-Panels sind fest mit dem Rucksack vernäht und können nicht ohne weiteres entfernt werden. Sie sind wasserresistent und wiegen zusammen 240 Gramm. Nach einigen Test scheinen die Solarfelder bei günstigen Wetterverhältnissen den Akku recht gut zu laden. Aufgrund mangelnder Anzeige des Ladezustandes der Power Box ist es mir allerdings nicht möglich genauere Angaben zur Leistungsfähigkeit des Solar-Ladegerätes zu machen. Laut Homepage soll der Akku innerhalb von 5-6 Stunden vollständig geladen sein (über den mitgelieferten Netzstecker dauert es gerade mal 3-3,5 Stunden), was schon sehr schnell wäre.

Fazit

Der Akku hat mich in Verbindung mit den Solarfeldern überzeugt. Die Leistungsfähigkeit ist ganz akzeptabel. Bei der Power Box fehlt mir allerdings eine genaue Anzeige die mich über den Ladezustand des Akkus informiert.
Der Rucksack ist definitiv nicht für anspruchsvolle Aufgaben im Outdoor Bereich ausgelegt, dafür ist die Verarbeitung einfach nicht ausreichend gut ausgefallen. Ich sehe den Einsatzbereich eher im Alltag wenn man mal zum Einkaufen geht, oder als Schultasche für Schüler die einen hohen Energiebedarf für iPod, Handy, PSP, u.s.w. haben.

Der Solar-Rucksack kostet knapp 60 Euro und kann über www.solar-rucksack.com bezogen werden.

Powermonkey eXplorer Solar-Ladegerät – Review

6. Juni 2009 von  
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Für meine Reise nach Schweden nächste Woche, sowie für das Pfadfinderlager diesen Sommer, habe ich mir nun den Powermonkey eXplorer, über den ich kürzlich hier berichtet habe, gekauft. Der eXplorer von Powertraveller ist eine Kombination aus Akku (2.200 mAh) und Solar-Ladegerät, mit der man die unterschiedlichsten Geräte wieder aufladen kann.

Powermonkey Powermonkey

Lieferumfang

Wie man auf den Fotos sehen kann ist der Lieferumfang mehr als üppig. Das Set kommt in einer praktischen Tasche und enthält neben dem Powermonkey Akku und dem Solar-Ladegerät ein USB Kabel und einen Wechselstecker zum Laden des Akkus, 9 verschiedene Adapter für die unterschiedlichsten Geräte (iPod, Handy, PSP, …), ein Klettband um das Solar-Ladegerät z.B. am Rucksack zu befestigen, sowie ein kleines Aufbewahrungssäckchen.

Powermonkey Zubehör Powermonkey Anschlüsse

Der Akku

Der erste Ladevorgang des Powermonkey Akkus (90 x 45 x 38 mm bei leichten 83 Gramm) an der Steckdose hat knapp 3 Stunden gedauert. Anschließend habe ich mein iPhone 3G (weniger als 20% Batterieladung) über den iPod Adapter am Akku aufgeladen. Der Vorgang hat gerade mal 1,5 Stunden gedauert bis das iPhone wieder vollständig geladen war. Dabei zeigt mir der Akku des eXplorers immer noch 4 von 7 Balken beim Ladezustand an. Im Klartext heisst das also, dass ich mein Handy auf einer Tour wohl 2x vollständig wieder aufladen kann.

Das Solar-Ladegerät

Das handliche Solar-Panel (110 x 70 x 10 mm bei 82 Gramm) kann zum Laden des Powermonkey Akkus genutzt werden, oder man läd das leere Gerät direkt über das Panel auf. Eine grüne Status-LED zeigt an, ob das Sonnenlicht zum Erzeugen von Energie ausreicht. Eine rote LED am Akku gibt Auskunft ob dieser auch tatsächlich geladen wird. Leider fiel die Sonne heute eher feucht in Strömen vom Himmel, so dass ein Testen der Solar-Panels bisher nicht möglich war. Laut Hersteller sollen 6 Stunden Sonnenlicht reichen um den Powermonkey Akku zu einem Drittel zu laden.

Fazit

Lädt man den Akku des Powermonkey eXplorers vor der Reise zuhause vollständig auf, so hat man schon mal jede Menge Reserve-Energie für die Tour dabei, und das bei einem recht günstigen Gewicht. Das Solar-Panel gibt einem zusätzlich die Möglichkeit den Akku während der Reise umweltfreundlich nachzuladen, wobei ich allerdings etwas skeptisch über dessen Leistungfähigkeit bin. Aber das muss erst mal ein Praxis-Test bei ausreichendem Sonnenschein zeigen.

Für rund 60 (habe ich bei eBay UK gezahlt) bis 70 Euro (z.B. bei Amazon.de) erhält man eine handliche und leichte Power-Reserve für seine elektronischen Geräte, inklusive sehr viel Zubehör. Vom Akku bin ich schon mal sehr begeistert! Ob das Solar-Panel auch so überzeugen kann, wird sich noch zeigen.

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