HANWAG Real Custom Made – Wanderschuhe nach Maß
Ab sofort bietet Hanwag echt maßgefertigte Gore-Tex-Bergschuhe beim Globetrotter in München an. Der bayerische Bergschuster ist der erste Anbieter, der diesen Service unter dem Namen “Hanwag Real Custom Made” unkompliziert gemeinsam mit Fachhandelspartnern realisiert – zunächst mit der Münchner Globetrotter-Filiale am Isartorplatz.
Viele Menschen habe zwei ungleich große Füße oder einfach das Problem, dass ihre Fußform stark von der Norm abweicht. Fast nie finden sie passendes Schuhwerk und quälen sich mit Kompromissen herum. Garantiert für Abhilfe sorgt der bayerische Bergschuster Hanwag mit “Real Custom Made” Schuhen. Ab 11. Oktober bietet 2011 Hanwag sein Modell Alaska GTX als Maßschuh mit Globetrotter in München als erstem Partner.
Hanwag Real Custom Made arbeitet mit dem Lightbeam 3D Fußscanner der Maßspezialisten Corpus.e aus Stuttgart. Der Scanner ermittelt innerhalb von Sekunden ein hochpräzises dreidimensionales Abbild eines Fußes inklusive dessen Maße.
Real Custom Made – 5 Schritte zum Trekkingschuh nach Maß
- Fuß-Scanner: Der Kunde lässt bei geschulten Globetrotter-Mitarbeitern seinen Fuß mit einem Scanner dreidimensional abtasten. In weniger als einer Minute vermisst der Lightbeam 3D Fußscanner den Fuß.
- Datenübertragung: Die Daten der Vermessung werden per Internet direkt an Hanwag übertragen.
- Fertigung der Leisten: Mit Hilfe von CAM (Computer Aided Manufacturing) fertigt Hanwag für jeden Kunden individuelle Leisten der beiden Füße.
- Herstellung der Maßschuhe: Die Maß-Trekkingschuhe schustert Hanwag komplett in Deutschland und zwar im oberbayerischen Vierkirchen. Nach rund 5 Wochen kann der Kunde seine Maßschuhe beim Globetrotter in München abholen. Hanwag Real Custom Made gibt es zur Einführung nur beim Alaska GTX. Weitere Modelle sind geplant.
- Persönliche Leisten: Die werden bei Hanwag sorgfältig verwahrt und können immer wieder zum Einsatz kommen. Die nächsten Schuhe werden dann kostengünstiger, weil Scannen und Fertigung der Leisten entfallen.
Die maßgeschneiderten Alaska GTX Schuhe sind für Frauen und Männer in den Farben Asche und Erde bis Größe 16 erhältlich. Individualität hat hier aber leider auch ihren Preis. Rund 790 Euro (beim ersten Paar Maßschuhe) muss man bereit sein zu zahlen. Für aktive Menschen mit “Problemfüßen” ist dies aber sicherlich eine Investition die ihr Geld wert ist, zumal das nächste Paar dann doch um einiges günstiger wird.
Weitere Informationen gibt es unter www.hanwag.de.
GORE-TEX Experience Tour – Meindl Workshop
Während des Schuh-Workshops bei Meindl im Rahmen der GORE-TEX Experience Tour vom 20. bis 22. Februar konnte ich mein eigenes Paar Meindl ISLAND MFS Trekkingschuhe fertigen. Eine einmalige Erfahrung die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Tag 1
Ich reiste per Flugzeug und Taxi von Luxemburg via Frankfurt und Salzburg nach Waging am See, und checkte recht früh in unserem Hotel ein. Nach und nach trafen auch die anderen Teilnehmer ein und man lernte sich schon mal kennen.
Am Abend trafen wir uns mit Juergen Kurapkat von GORE und Lukas Meindl selbst zum Abendessen im Hotel, wo wir erste Informationen zum Ablauf des Workshops an den folgenden beiden Tagen erhalten haben. Insgesamt waren wir 9 Teilnehmer aus Deutschland, Luxemburg, Schweden und den USA. Außerdem begleiteten uns Journalisten des Outdoor Magazins, der TZ, und des Wandermagazins SCHWEIZ, ein zweiköpfiges Kamerateam, sowie ein Profifotograf der von GORE selbst engagiert wurde.
Tag 2
Morgens wurden wir schon um 7:30 am Hotel abgeholt, wir wollten uns ja in den normalen Arbeitsablauf integrieren. Nach einer kurzen Begrüßung von Lukas und einigen Worten zur Geschichte von Meindl, ging es dann auch gleich in die Musternäherei. Hier erwartete uns eine Kiste mit Arbeitsschürze und unzähligen Einzelteilen die am Ende einen Paar Schuhe ergeben sollten (zu dem Zeitpunkt eigentlich noch unvorstellbar). Heute sollten wir daraus den Schaft und das GORE-TEX Futter für die spätere Montage vorbereiten.
Die Mitarbeiter, allen voran Produktionsleiter Alois, führten uns dann auch gleich in die Kunst des Nähens und Klebens ein. Nach einigen Testnähten an einem Stück Leder durfte ich auch gleich das Meindl Logo auf der Lasche befestigen. So eine Nähmaschine bedarf schon einiges an Feingefühl wie ich feststellen musste. Etwas zu viel “Gas” auf der Pedale und schon schießt man mit der Naht über das Ziel hinaus. Da trieb es mir schon die eine oder andere Schweißperle auf die Stirn :) Zum Glück übernahm dann auch schon mal eine der freundlichen Mitarbeiterinnen die eine oder andere kniffelige Arbeit. Am schwierigsten empfand ich das Nähen der Verbindungsstücke zwischen Schaft und Lasche.
Einige Teilnehmer hatten auch recht kreative Vorstellungen von “geraden” Nähten, aber gerade das machte unsere Schuhe zu Unikaten.
Einige Teile wie Polsterschäume oder Fersenkappe wurden geklebt. Dies gehörte zu den etwas leichteren Arbeiten, wobei der Drehteller der Ich-drück-mit-einer-heißen-Platte-das-schwarze-Dings-auf-dein-Leder-Teil-Maschine den einen oder anderen doch zum Verzweifeln brachte. Zum Kleben der Polsterschäume wird übrigens ein feiner Sprühkleber verwendet da dieser eine gute Luftdurchlässigkeit gewährt.
Anschließend wurden Haken und Ösen am Schaft befestigt. Auch hier konnte man einiges falsch machen : Löcher nicht richtig ausstanzen, Nieten daneben hauen, oder Haken und Ösen vertauschen.
Als letzter Schritt des heutigen Tages wurde noch das Herzstück des Schuhs genäht, das Innenfutter aus einer wasserdichten und atmungsaktiven GORE-TEX Membran. Nach dem Zusammennähen mussten die Nähte natürlich noch versiegelt werden. Diesen Arbeitsschritt überließ ich dann doch zum Großteil einer Meindl Mitarbeiterin, da die Koordination von zwei Pedalen zum Kleben und Abschneiden des Tapes mir nicht so recht gelingen wollte. Ein Qualitätstest bescheinigte anschließend die Wasserdichtigkeit der Nähte und wurde mit einem Prüfstempel auf dem Innenfutter besiegelt.
Mittlerweile war es dann auch schon halb 4 und somit Zeit für das weitere Rahmenprogramm (siehe unten). Die fleißigen Meindl Mitarbeiterinnen schoben noch die eine oder andere Überstunde um das Innenfutter mit dem Schaft zu vernähen, so dass wir am folgenden Tag alle mit der eigentliche Montage des Schuhs beginnen konnten.
Tag 3
Nachdem Lukas uns im kleinen aber feinen Meindl Museum noch einige interessante und lustigen Anekdoten zu verschiedenen Schuhen erzählte, folgte nun die Montage des Schuhs in der eigentlichen Fabrik. Nachdem jeder den passenden Leisten für seinen Schuh ausgesucht hatte, wurde die sogenannte Brandsohle an diesem befestigt und anschließend in einer speziellen (nicht ungefährlichen) Zwickmaschine mit dem Schaft fest verbunden. Nun konnte man die Endgültige Form des ISLAND MFS schon deutlich erkennen.
Jetzt folgten in mehreren Arbeitsschritten das wasserdichte Abdichten nach unten, ehe der Geröllschutz mit eingelasertem Namen unseren Schuh endgültig individualisierte. Im finalen Schritt wurde schließlich die Vibram Sohle an den Schuh geklebt, ein Schritt beim dem man aufgrund des schnellen Wirken des Klebers nicht zögern durfte. Nun war er auch schon fast fertig, unser Meindl Trekkingschuh mit ganz persönlicher Note :)
Es folgte jetzt eigentlich nur noch Kosmetik : Kleberreste entfernen, Schuhe bürsten, Imprägnierung auftragen und Schnürsenkel einfädeln. Was für ein Gefühl! Nach dem Näh-Disaster hätte ich eigentlich nicht geglaubt, dass der Schuh am Ende doch noch so gut aussieht, fast wie aus dem Laden ;)
Rahmenprogramm
GORE-TEX und Meindl hatten keine Kosten und Mühen gescheut uns auch nach Feierabend in der Fabrik noch ein interessantes Rahmenprogramm zu bieten. So konnten wir am späten Montag Nachmittag den Skeleton Damen und Herren beim WM-Training auf der Bobbahn am Königssee zusehen. Es war wirklich atemberaubend mit welchem Tempo die Fahrer so nah an einem vorbei rauschen.
Im Anschluss fuhren wir nach Berchtesgaden wo uns die Nachtwächterin Anita Glossn die Geschichte des Ortes auf unterhaltsame Weise näher brachte. Bei einem köstlichen Abendessen im neu erbauten Luxus Hotel Edelweiss ließen wir den Tag schließlich ausklingen.
Fazit
Der Workshop war eine einmalige Erfahrung die mir gezeigt hat wie viel (Hand-) Arbeit eigentlich in so einem Schuh drin steckt. Der ISLAND MFS von Meindl besteht aus rund 200 Einzelteilen welche in etwa 250 Arbeitsschritten zusammen gefügt wurden. Allein das hochwertige Leder für ein Paar ISLAND Trekkingschuhe kosten im Einkauf schon 35 bis 50 Euro. Bedenkt man dann den Aufwand für die Fertigstellung, so müsste der Schuh eigentlich 500 Euro kosten. Ich freue mich nun jedenfalls um so mehr meinen persönlichen ISLAND Schuh auf der ersten Tour testen zu können. Ob er wohl wirklich dicht ist? :)
Von hier aus nochmals vielen herzlichen Dank an Jürgen von GORE der diesen Workshop auf die Beine gestellt hat, sowie Lukas, Alois und ihre fleißigen und netten Mitarbeiter! Viele Grüße auch an alle Teilnehmer des Workshops. Es war wirklich eine tolle Truppe :) Vielleicht sieht man sich ja noch mal.
Weitere Fotos vom Meindl Workshop :
- Foto Galerie auf dem Freiluft Blog
- Fotos von Dan auf Flickr
- Fotos vom offiziellen GORE-TEX Fotografen
Videos vom Meindl Workshop :
Weitere Beiträge und Artikel zum Meindl Workshop :
Über die GORE-TEX Experience Tour
Bei der GORE-TEX Experience Tour haben Outdoor-Liebhaber die Möglichkeit gemeinsam mit Experten aus der Szene verschiedene Projekte umzusetzen. Auf der Facebook Seite der GORE-TEX Experience Tour werden sämtliche Projekte vorgestellt und kommuniziert. Ebenso können sich Interessenten über die Seite bewerben.
GORE-TEX Experience Tour – Ich bin dabei!
Ich bin einer von 8 glücklichen Gewinnern die vom 20. – 22. Februar in der Schuhfabrik von Meindl in Kirchanschöring/Bayern selbst Hand anlegen dürfen, um ihr ganz persönliches Paar des beliebten GORE-TEX Trekkingschuhs ISLAND MFS zu fertigen. Mit dabei ist übrigens auch Axel vom Outdoorseite.de Blog.
Seit über 300 Jahren werden in der Meindl Schuhmanufaktur im bayerischen Kirchanschöring Schuhe hergestellt. Darunter einer der bekanntesten und beliebtesten Trekkingschuhe weltweit, der ISLAND MFS, von dem bereits über eine Million Paar verkauft wurden. Genau diesen Schuh werden wir selbst fertigen. Auf dem Programm stehen unter anderem Lederausstanzen, Nähen des Schaftes, Schweißen der GORE-TEX Nähte, über den Leisten ziehen und das Einprägen der ganz persönlichen Signatur. Sämtliche Schritte werden unter Anleitung von Meindl-Mitarbeitern sowie der Produktspezialisten von Gore erfolgen. Die Inhaber und Geschäftsführer von Meindl, Lukas und Lars Meindl, werden ebenfalls vor Ort sein.
Das Projekt findet im Rahmen der GORE-TEX Experience Tour statt, bei der Outdoor-Liebhaber die Möglichkeit haben, gemeinsam mit Experten aus der Szene verschiedene Projekte umzusetzen. Auf der GORE-TEX Outdoor Products Facebook Seite der GORE-TEX Experience Tour werden sämtliche Projekte vorgestellt und kommuniziert. Ebenso können sich Interessenten über die Seite bewerben.
Jeden Schritt des Meindl Projekts könnt ihr im Februar natürlich wieder live hier im Blog, auf Facebook sowie Twitter verfolgen. Danke nochmals an alle die für mich beim Voting abgestimmt haben!
GORE-TEX Experience Tour – Schuhherstellung hautnah
5. Dezember 2010 von Sven
Abgelegt unter In eigener Sache
Ein kleiner Aufruf in eigener Sache. Vor kurzem hat die Bewerbungsphase für das Meindl Projekt bei der GORE-TEX Experience Tour angefangen, und da habe ich mich nun auch gemeldet. Wer meine Bewerbung unterstützen möchte kann auf Facebook für mich abstimmen. Wer sich selbst beim Projekt beworben hat, den werde ich gerne mit einer gegenseitigen Stimme helfen. Viele Dank schon mal im Voraus!
Über das Meindl Projekt
Meindl, eine der traditionsreichsten und berühmtesten Schuhmanufakturen der Welt, öffnet seine Türen und ermöglicht zwölf Teilnehmern eine Trekking-Schuh Legende selbst zu bauen. Sie erhalten Einblick und Anleitung in die Geheimnisse des traditionellen und innovativen Schuhhandwerks. Schuh- und Outdoor-Begeisterte können sich auf Facebook ab dem 1. Dezember 2010 bewerben.
Warm wandern mit AKU Bergschuhen
AKU ist ein italienischer Sportschuh-Hersteller der sich seit den Achtzigern auf den Bergschuhbereich spezialisiert hat. Heute ist AKU eine von Europas führenden Marken im Outdoor-Schuhmarkt mit maßgeblicher Präsenz auch in den USA, Australien, Japan und Korea. Bis dato war mir die Marke allerdings völlig unbekannt, was mich aber nicht daran hindern soll das neuste Modell von AKU hier vorzustellen.
Der Winter Slope Plus GTX ist die warme Version des Slope, dem ältesten Bergschuh in AKUs Produktpalette und mit einer der Ersten auf dem europäischen Markt überhaupt. Der Unterschied zum Evergreen ist das dickere Obermaterial aus Veloursleder (1,8 mm), das auch an kälteren Tagen warme Füße garantiert. Zudem ist der Winter Slope Plus GTX mit den besten Technologien versehen: die Gore-Tex Membran sorgt für stets trockene Füße und durch die exklusiv für AKU entwickelte Vibram Erica Everst Sohle hat man optimalen Halt auf leichten bis mittelschweren Tageswanderungen. Das Modell Winter Light GTX W’s ist das weibliche Pendant zum Winter Slope Plus GTX.
Zu langweilig? AKU Schuhe gibt es auch in himmlisch und bunt :)
Damit auch Papst Benedikt XVI in seinem Sommerurlaub immer auf dem rechten Weg bleibt, hat AKU ihm 2009 eine himmlisch weiße Sonderanfertigung des Slope zukommen lassen. Das persönlich von Galliano Bordin – dem Gründer von AKU – angefertigte Modell ist ein Unikat und wurde aus weißem italienischen Leder gefertigt.
AKU zeigt zudem, dass es auch anders geht als braun, braun, oliv, schwarz, braun. Als Dankeschön für 25 Jahre Treue gab es im letzten Jahr den schnörkellosen Klassiker Slope im kunterbunten 80er-Jahre Style.
Da bevorzuge ich dann doch das schlichte Modell in Braun :)
Der Winter Slope GTX kostet übrigens je nach Schafthöhe 170 bis 190 Euro. Die Damenversion (Winter Light GTX) kostet rund 160 Euro. In Deutschland findet man die Schuhe von AKU bei knapp 200 Händlern sowie einigen ausgewählten Online Shops.
Weitere Informationen zur Produktpalette von AKU gibt es unter www.aku.it.













