Warm wandern mit AKU Bergschuhen
31. August 2010 von Sven
Abgelegt unter Ausrüstung
AKU ist ein italienischer Sportschuh-Hersteller der sich seit den Achtzigern auf den Bergschuhbereich spezialisiert hat. Heute ist AKU eine von Europas führenden Marken im Outdoor-Schuhmarkt mit maßgeblicher Präsenz auch in den USA, Australien, Japan und Korea. Bis dato war mir die Marke allerdings völlig unbekannt, was mich aber nicht daran hindern soll das neuste Modell von AKU hier vorzustellen.
Der Winter Slope Plus GTX ist die warme Version des Slope, dem ältesten Bergschuh in AKUs Produktpalette und mit einer der Ersten auf dem europäischen Markt überhaupt. Der Unterschied zum Evergreen ist das dickere Obermaterial aus Veloursleder (1,8 mm), das auch an kälteren Tagen warme Füße garantiert. Zudem ist der Winter Slope Plus GTX mit den besten Technologien versehen: die Gore-Tex Membran sorgt für stets trockene Füße und durch die exklusiv für AKU entwickelte Vibram Erica Everst Sohle hat man optimalen Halt auf leichten bis mittelschweren Tageswanderungen. Das Modell Winter Light GTX W’s ist das weibliche Pendant zum Winter Slope Plus GTX.
Zu langweilig? AKU Schuhe gibt es auch in himmlisch und bunt :)
Damit auch Papst Benedikt XVI in seinem Sommerurlaub immer auf dem rechten Weg bleibt, hat AKU ihm 2009 eine himmlisch weiße Sonderanfertigung des Slope zukommen lassen. Das persönlich von Galliano Bordin – dem Gründer von AKU – angefertigte Modell ist ein Unikat und wurde aus weißem italienischen Leder gefertigt.
AKU zeigt zudem, dass es auch anders geht als braun, braun, oliv, schwarz, braun. Als Dankeschön für 25 Jahre Treue gab es im letzten Jahr den schnörkellosen Klassiker Slope im kunterbunten 80er-Jahre Style.
Da bevorzuge ich dann doch das schlichte Modell in Braun :)
Der Winter Slope GTX kostet übrigens je nach Schafthöhe 170 bis 190 Euro. Die Damenversion (Winter Light GTX) kostet rund 160 Euro. In Deutschland findet man die Schuhe von AKU bei knapp 200 Händlern sowie einigen ausgewählten Online Shops.
Weitere Informationen zur Produktpalette von AKU gibt es unter www.aku.it.
Fjällräven Vinter Classic
Mit der Fjällräven Classic Tour zieht der Outdoor Ausrüster jährlich im Sommer mehrere tausend Wanderer in die Gebirgswelt Schwedisch-Lapplands. Nun startet Fjällräven ein neues, winterliches Abenteuer, die Fjällräven Vinter Classic Tour.
Vom 18. bis 20. März soll die erste Auflage dieser Tour nächstes Jahr stattfinden. Allerdings nicht auf dem Kungsleden wie der sommerliche Classic, sondern auf dem 47 Kilometer langen Trek im Jämtland Dreieck (Storulvån – Sylarna – Blåhammaren – Storulvån), der in 3 Tagen absolviert wird. Die Landschaft der etwas südlicher gelegenen Jämtland Region soll laut Martin wohl sehr schön sein.
Mitmachen kann jeder, ob jung, alt, schnell oder langsam. Allerdings sollte man ein Minimum an Erfahrung im Skilaufen und Schneeschuhwandern mitbringen. Geschlafen wird wahlweise in Bergstationen oder im eigenen Zelt. Fjällräven stellt zudem 10 ausgerüstete Zelte zur Verfügung für diejenigen die das Wintercampen einmal testen möchten.
Wer bei der ersten Auflage dabei sein möchte, sollte die Anmeldefrist (derzeit noch unbekannt) nicht verpassen, denn die Teilnehmerzahl ist beim Vinter Classic wohl auf 300 begrenzt. Erste Informationen zur Tour findet man in diesem Dokument.
Serie auf outdoor.de : Powderalarm ohne Lawinentod
4. Februar 2010 von Sven
Abgelegt unter Wintersport
Wegen den vermehrten Lawinenunfällen in den vergangenen Wochen hat die Redaktion des Info-Portals Outdoor.de das Thema Lawinen, Lawinenausrüstung und das richtige Verhalten abseits der Pisten in der Serie “Powderalarm ohne Lawinentod” behandelt.
Serie auf outdoor.de : Experten klären auf über Lawinen, Lawinenausrüstung und das richtige Verhalten abseits der Piste
Jetzt beginnt wieder die Hochsaison für Skitourengeher und Freerider. Outdoor.de beantwortet deshalb gemeinsam mit dem Bergführer Dieter Stopper und Sportwissenschaftler Dr. Tobias Bach Fragen rund um das Thema Lawinen, Lawinenausrüstung und richtiges Verhalten abseits der Pisten in einer sechsteiligen Serie.
109 tödliche Lawinenunfälle gibt es in den Alpen im Jahresdurchschnitt. Eine beängstigende Zahl, denn jeder Todesfall ist tragisch – und häufig selbst verschuldet. 109 Tote sind aber auch eine ermutigende Zahl, denn seit den 60er Jahren ist die Zahl der Lawinentoten in etwa gleich geblieben. Und das, obwohl sich die Anzahl an Wintersportlern, die sich abseits gesicherter Pisten bewegen, in den letzten Jahren vervielfacht hat. Der Deutsche Alpenverein schätzt, dass es europaweit derzeit mehr als 2 Mio. Skitourengeher gibt, hinzukommen etliche Freerider.
90 Prozent der Lawinenopfer lösen die Lawine selbst aus. Fünf Prozent werden von einer Lawine erfasst, die andere Schneesportler oberhalb von ihnen ausgelöst haben, und nur fünf Prozent kommen in Lawinen um, die ohne menschliches Verschulden abgegangen sind. Langzeitbeobachtungen des Schweizer Instituts für Schnee- und Lawinenforschung haben gezeigt, dass es in schneearmen Wintern entgegen der landläufigen Meinung mehr Lawinenunfälle als in schneereichen Wintern gibt. Der Grund: Eine dünne Schneedecke ist durch das Gewicht des Wintersportlers allgemein anfälliger für Störungen. Ausgelöste Brüche in der Schneedecke pflanzen sich fort in eingewehte Bereiche, wo auch bei relativer Schneearmut viel gebundener Schnee liegt, der sich als Schneebrett lösen kann. Eine Gefahr, die besonders für den Laien, schwer zu erkennen ist. Der Winter 2009/2010 ist – zumindest in weiten Teilen den Alpen – bislang eher schneearm. Powderjunkie sei achtsam!
Outdoor.de macht deshalb Lawinen zum Thema einer sechsteiligen Serie. Dabei geht es um die Frage: Wie kann ich mich gewissenhaft und angemessen mit der Lawinengefahr auseinandersetzen? Wie schütze ich mich vor Lawinen und was darf ich auf keinen Fall tun.
- Im 1. Teil der Serie wird ein Blick auf die notwendige Ausrüstung gelegt. (Notfallausrüstung aus LVS-Gerät, Schaufel und Sonde)
- In Teil 2 werden verschiedene LVS Geräte vorgestellt und erklärt was bei deren Kauf beachtet werden muss. (Welches LVS?)
- Der 3. Teil erklärt, wie Lawinenlageberichte funktionieren und gelesen werden. (Lawinen vermeiden)
- Teil 4 untersucht und bewertet zusätzliches technisches Equipment. (Was können Airbag & Co.?)
- Im 5. Teil werden Strategien für Entscheidungen und die Planung von Freeride-Ausflügen und Skitouren vorgestellt. (Strategien für richtiges Entscheiden)
- In Teil 6 geht es um soziales Risikomanagement, in dem die Gruppe als Gefahrenquelle im Vordergrund steht. (Soziales Risikomanagement)
Mit Veröffentlichung des letzten Teils ist die Serie nun komplett.
Die Autoren der Beiträge sind ausgewiesene Experten :
- Dieter Stopper, Bergführer und öffentlich bestellter Sachverständiger für Berg-, Kletter- und Lawinenunfälle der Regierung Oberbayern. Stopper leitete sieben Jahre lang, die Sicherheitsforschung des Deutschen Alpenvereins.
- Dr. Tobias Bach, Sportwissenschaftler an der Sporthochschule Köln und Bergführeranwärter. Dr. Tobias Bach ist Mitarbeiter in der Sicherheitsforschung des Deutschen Alpenvereins.
ColdAvenger hält Gesicht und Atemluft warm
26. Januar 2010 von Sven
Abgelegt unter Ausrüstung
Der ColdAvanger ist ein Gesichtsschutz für besonders frostige Tage der von Talus Outdoor Technologies entwickelt wurde. Die Maske die Gesicht, Ohren und Hals vor Kälte schützt, sieht zwar etwas abgefahren aus, aber das extravagante Design hat auch seinem Zweck.
Durch die spezielle Mund-Nase-Konstruktion wird die kalte Luft von außen mit der warmen Atemluft vermischt. So wird beim Einatmen die frische Luft erwärmt und befeuchtet, so dass sowohl das Gesicht warm bleibt, als auch das Atmen erleichtert wird. Zudem bleib die Gesichtshaut trocken, da die Feuchtigkeit beim Ausatmen vom speziellen Belüftungssystem der Maske aufgenommen und so von der Haut weg gehalten wird. Der Komfortbereich der Maske soll bis rund -29°C reichen.
Den ColdAvenger Classic (nur die Maske) gibt es bereits für knapp 50 Dollar, die komplette Sturmhaube für rund 80 Euro. Das Teil ist aber eher etwas für wirklich extreme Wetterkonditionen, und für unsere meist “lauen” Winter wohl weniger geeignet.
Das Rennen zum Südpol
Vor fast 100 Jahren startete in der Antarktis das erste “Rennen” zum Südpol. Am 14. Dezember 1911 erreichte der norwegische Polarforscher Roald Engelbregt Gravning Amundsen, vor seinem britischen Rivalen Robert Falcon Scott, mit vier Begleitern als erster Mensch den Südpol. Im Januar dieses Jahres fand nun zum ersten Mal seid 1911 ein erneutes Rennen zum geografischen Südpol statt : The Amundsen Omega 3 South Pole Race.
Insgesamt sind 6 Teams mit jeweils 2-3 Teilnehmern an den Start gegangen. In nur 17 Tagen und 11 Stunden hat das Team “Missing Link” mit den beiden Norwegern Rune Malterud (27) und Stian Aker (28) nach rund 769 Km den Südpol erreicht. Dabei mussten die Teilnehmer Temperaturen bis minus 40°C und Windchill trotzen, und ihr 70 Kg schweres Gepäck selbst auf einem Schlitten ziehen. Wie der tägliche Ablauf so aussieht wird sehr schön auf der Homepage z.B. unter What it’s like und What to eat geschildert :
[...]
Wake up in the tent
Brave getting out of sleeping bags into the icy cold of the tent, get dressed, pack away, get out all the things you have been keeping warm in your sleeping bag, such as batteries, store them on your body to keep them warm. Scrape ice from tent inner – this has been created by your breath freezing on the tent inner during the night while you have been sleeping.
[...]
Eiskratzen mal anders :)
Einige Impressionen von den Vorbereitungen und vom Rennen kann man hier im Video sehen :
Das nächste Rennen findet pünktlich zum 100. Jubiläum der Erstbegehung des Südpols statt. Das Teilnehmerfeld für den Winter 2011/2012 ist allerdings schon komplett. Wer trotzdem mal bei diesem einmaligen Event teilnehmen möchte, kann sich jetzt schon für das Rennen 2012/2013 anmelden. In der Teilnahmegebühr inbegriffen sind unter anderem :
- Training – Kalt-Wetter-Training in Norwegen, Gletscherspalten-Training in Österreich und Akklimatisierung in der Antarktis vor dem Rennen;
- Ausrüstung inklusive Spezial- und Kommunikations-Equipment;
- Flüge inklusive Flug zurück vom Südpol über die Antarktis;
- Übernachtungen in Hotels und Zelten
- Verpflegung
- Versicherung
Wie hoch die Gebühren allerdings sind, wird auf der Homepage nicht angegeben. Meiner Meinung nach werden diese wohl mindestens bei 15.000 bis 25.000 Euro liegen.













