Garmin Monterra – Neues GPS-Handgerät mit Android Betriebssystem und WLAN

Mit seinem neuen Top-Modell unter den -Handgeräten kombiniert erstmals die Vorteile eines robusten Outdoor-Geräts mit denen eines Smartphones: Der Marktführer im Bereich mobile setzt beim auf das Google-Betriebssystem Android und ermöglicht so die uneingeschränkte Nutzung von Apps aus dem Google Play Store. Die gewohnten und bewährten Funktionen der aktuellen Outdoor-Geräte anderer Serien sind beim als Apps vorinstalliert. Modernste Hardware und zahlreiche neue Features machen den neuen Monterra zum absoluten Outdoor-Allrounder – für Profis wie für Freizeitnutzer gleichermaßen.

Erstmals öffentlich präsentiert wird der Monterra auf der OutDoor Messe in Friedrichshafen (11. – 14. Juli).

Garmin Monterra

Die Frage, ob man draußen wirklich ein GPS braucht oder ob es auch das Smartphone tut, scheidet die Geister. Kritische Punkte bei Smartphones sind neben der Empfindlichkeit bei Stürzen und Feuchtigkeit vor allem die schlechte Display-Ablesbarkeit und das unzureichende Energie-Management. Der Vorteil von Android Smartphones lag bisher im offenen Betriebssystem und den damit verbundenen Möglichkeiten, Spezialanwendungen per App aufs Gerät zu bringen und ins Internet zu gehen. Bisher!

Mit dem Monterra stellt Garmin das erste Outdoor-GPS vor, das mit dem von Smartphones und Tablets bekannten und offenen Google-Betriebssystem Android läuft (es ist jedoch kein Telefon und enthält auch keine SIM-Karte). Über WLAN lassen sich Apps aus dem Google Play Store installieren und auf dem Gerät nutzen. Unterwegs kann man den Monterra bei Bedarf über WLAN-Hotspots oder das eigene Handy („Tethering“) mit dem Internet verbinden und mit neuen Inhalten füttern. Das Smartphone bleibt derweilen vor Wind und Wetter geschützt im Rucksack und ist im Ernstfall trocken, sauber und geladen.

Outdoor Apps: Vielfältige Möglichkeiten

Im Google Play Store finden sich viele GPS- und Outdoor-Apps für Freizeit- und Profianwendungen. Der Funktionsumfang des Monterra lässt sich mit entsprechenden Apps nahezu unendlich erweitern und an die persönlichen Outdoor-Bedürfnisse anpassen: Im Sommer ist beispielsweise das Bergwetter, im Winter der Lawinenlagebericht sofort zur Hand. Auch andere nützliche Anwendungen zur Bestimmung von Flora und Fauna, Packlisten und Ausrüstungstipps, Pollenflugvorhersage, Erste Hilfe-Apps, Reise-, Kletter- und Wanderführer oder auch GPS-Games und Geocaching-Tools sorgen für ein neues GPS-Erlebnis. Eine ständige Internetverbindung ist bei vielen Apps nicht nötig. Meist lassen sich die Inhalte herunterladen, (temporär) speichern und offline nutzen. Eine App zur Identifizierung von Berggipfeln ist bereits vorinstalliert („PeakFinder Alps“). Ein Blick auf das Display verrät den Namen und die Höhe nahezu jedes Alpengipfels.

Vielseitigkeit als großes Plus

Drahtlose Schnittstellen wie ANT+, Bluetooth 3.0, WLAN und NFC (Near Field Communication) stellen fast grenzenlose Kommunikationsmöglichkeiten mit anderen Garmin Geräten, externen Sensoren (Garmin Chirp, tempe oder Herzfrequenz-Brustgurt), Smartphones, Tablets, Computern und weiterem Zubehör dar. Die Anbindung an Garmin BaseCamp (Tourenplanungs-Tool) und Garmin Adventures (Tourensammlung) ist ebenfalls sichergestellt.

Neu sind auch diverse Ausstattungs-Details wie ein eingebauter UV Sensor, der vor zuviel UV-Strahlung warnt, UKW-Radio, 8 Megapixel mit HD-Videofunktion, LED-Blitz/-Taschenlampe, Beschleunigungssensor und Gyroskop.

Auch bei der Kartennutzung geht es kaum flexibler: Natürlich unterstützt der neue Monterra die qualitativ hochwertigen Garmin Outdoor-Vektorkarten (wie die neue TOPO Deutschland V6 PRO mit ActiveRouting), CityNavigator Straßen- und BlueChart-Seekarten. Aber auch mit Rasterkarten und Satellitenbildern (BirdsEye), selbst erstellten Karten (CustomMaps) oder freien Vektorkarten (z.B. OpenStreetMap) führt er sicher ans Ziel. Bereits vorinstalliert ist eine Freizeitkarte Europa im Maßstab 1:100.000.

Außen hart – innen Garmin

Das robuste Gehäuse (mit integriertem Lautsprecher und Mikrofon) ist wasserdicht nach IPX7 und absolut Outdoor-tauglich. Das kapazitive und transreflektive 4-Zoll Touchscreen-Display besteht aus einem extrem schlag- und kratzfesten Mineralglas und erlaubt die Steuerung über Mehrfinger-Gesten (z.B. „Pinching“). Dank der verbauten Display Technologie ist es bei schwierigen Lichtverhältnissen und insbesondere bei hellem Sonnenlicht hervorragend ablesbar. Garmin stattet den Monterra mit einem 3-Achsen-Kompass und einem barometrischen Höhenmesser aus. Neben GPS empfängt das Gerät auch GLONASS Signale. Dies führt zu einer noch schnelleren Positionsbestimmung sowie einer höheren Genauigkeit bei der Aufzeichnung von Tracks. Ein 8 GB großer interner Speicher bietet reichlich Platz zum Speichern von Routen, Tracks, POIs, Adventures und Geocaches. Der mitgelieferte Lithium-Ionen-Akku reicht für bis zu 20 Stunden Outdoor-Vergnügen und lässt sich bei Bedarf im Gerät aufladen oder durch drei AA Batterien ersetzen (Dual Battery-System).

Alles in allem setzt Garmin mit dem Monterra neue Maßstäbe in Sachen Vielseitigkeit und Nutzerfreundlichkeit. Das Gerät kommt voraussichtlich im dritten Quartal 2013 zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 669 Euro (inklusive Lithium-Ionen-Akku und Display-Schutzfolie) auf den Markt und ist dann unter anderem online im Garmin Shop erhältlich. Weitere Informationen gibt es unter www.Garmin.de.

Nachfolgend noch eine kurze Präsentation des neuen Monterra von Produktmanager Peter Weirether :

Technische Daten

  • Displaygröße / Auflösung : 4‘‘ / 480 x 272
  • Größe (in cm) : 7,4 x 15,2 x 3,6
  • Gewicht inkl. Batterien (in g) : 326 g
  • Displaytyp / Hoch- und Querformat : transreflektives TFT / Ja
  • Touchscreen / Bedienung mit Handschuhen : Kapazitiver-multitouch / Ja
  • Interner Speicher / Erweiterbar : 7 GB (8 GB) / Ja
  • Schnittstelle : USB
  • BT / ANT+ / WLAN / 3G / FM Radio : Ja / Ja / Ja / Nein / Ja
  • GPS / GLONASS : Ja / Ja
  • Kompass : 3 Achsen
  • Barometrischer Höhenmesser : Ja
  • Beschleunigungsmesser / Gyroskop / Mikrofon / UV-Sensor : Ja / Ja / Ja / Ja
  • Kamera / Typ / Blitz / Taschenlampe : Ja / 8 MP AF / Ja / Ja
  • Lautsprecher / NFC : Ja / Ja
  • Basiskarte / Freizeitkarte Europa : Ja / Ja
  • Vektor / Raster / Custom / Satellit / OSM : Ja / Ja / Ja / Ja / Ja
  • Batteriestandzeit (GPS) : Bis zu 20 Std.
  • Batterietyp / aufladbar im Gerät : Li-Ionen Akku oder AAA / Ja

Mein erster Eindruck

Das brandneue Monterra ist wohl die Eierlegende Wollmilchsau von der viele Outdoorer träumen. Durch das Android Betriebssystem in Verbindung mit dem Google Play Store und den zahlreichen drahtlosen Schnittstellen, ergeben sich bisher ungeahnte Möglichkeiten für ein GPS Handgerät. Den fehlenden SIM Karten Slot, und damit der letzte Schritt zu einem Garmin Smartphone, kann man an sich verschmerzen. Über eine Kopplung mit dem Mobiltelefon steht dem Monterra eigentlich eine permanente Internet Verbindung zur Verfügung (wenn man eine solche denn braucht). Eine 3G Funktion im Monterra selbst würde zudem die Akkulaufzeit beträchtlich beeinflussen.

Was mich persönlich am Monterra stört ist der klobige Formfaktor. Das Gehäuse baut auf dem Garmin Montana auf (somit ist das Zubehör des Montanas mit dem Monterra kompatibel), welches wie ein Backstein in der Hand liegt. Handlich sieht anders aus. Ich hätte mir das Monterra eher im Gehäuse der neuen Oregon 600/650 Serie gewünscht.
Zudem löst das Display mit 480 x 272 Pixeln bei einer Diagonale von 4 Zoll recht niedrig auf, so dass die Darstellung pixelig wirkt. Vielleicht bin ich auf nur zu sehr mit den knack scharfen Displays moderner Smartphones verwöhnt. Die niedrige Auflösung des Monterras ist sicherlich ein Tribut an die Akkulaufzeit, trotzdem wird einem der Spaß bei der Darstellung einiger Apps vermutlich etwas genommen.

Die Zielgruppe ist mir auch etwas unklar. Mir ist das Gerät z.B. für Wandertouren zu schwer und unhandlich. Wie ich von mehreren Personen gehört habe, scheint das Montana aufgrund seines großen Displays wohl vor allem bei einem älteren Publikum sehr beliebt zu sein. Beim Monterra wird das aufgrund des enormen Funktionsumfangs wohl eher nicht der Falls sein. Letztendlich wird auch der Preis von satten 669 Euro für viele ein K.O.-Kriterium sein.

Ich bin aber schon auf die ersten Praxistests gespannt. Insbesondere interessiert mich wie die Leute das Android Betriebssystem im Outdooreinsatz nutzen und welche Apps sie einsetzen.

(Pressemitteilung und Fotos: Garmin)

Kategorien: Geocaching,GPS & Outdoor Navigation

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1 Kommentar

  1. Ich muss mit sparen anfangen! Mein Garmin 62s wird wohl sehr bald von diesem HighTech Navi abgelöst werden. Oder was meint ihr, kann so viel Technik wirklich helfen oder eher verwirren?

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