MAGIX Fastcut – Die Videobearbeitung optimiert für Action Cams

25. Februar 2015 von  
Abgelegt unter Foto & Video

MAGIX hat kürzlich eine neue Videobearbeitungssoftware vorgestellt, welche sich insbesondere an Nutzer von Action Cams richtet. Mit MAGIX Fastcut schneidet man in nur wenigen Minuten sein Videomaterial über beeindruckende Action-Vorlagen automatisch auf den Takt der Musik. Wie einfach das geht konnten wir, Dank einer von MAGIX zur Verfügung gestellten Lizenz, selbst testen.

MAGIX Fastcut

Wer kennt das nicht? Auf der Festplatte schlummern unzählige Videodateien vom letzten Mountainbike Ausritt, dem Surf Urlaub, oder der Skiabfahrt dahin, und man ist entweder zu faul oder hat einfach keine Zeit die Aufnahmen zu einem kurzen Erinnerungsfilm zusammen zu schneiden. MAGIX will dem entgegen wirken und bietet mit dem Schnittprogramm Fastcut eine vollautomatische Lösung zum Erstellen cooler Clips. Dabei ist Fastcut, Dank Action-Vorlagen und Auto-Bildverbesserungen, speziell auf Filmmaterial von Action Cams ausgelegt.

Systemvoraussetzung zum Arbeiten mit MAGIX Fastcut ist ein 64-Bit Windows 7 oder 8 Rechner mit (minimal) 2 GHz Multikernprozessor  und 4 GB RAM. Bei mir kam ein knapp 4 Jahre alter Dell XPS Laptop zum Einsatz, mit Intel Core i7 (Vierkernprozessor) mit 2 GHz, 8 GB RAM, und einer SSD Festplatte. Damit ließ sich das HD Material (auch große Dateien) problemlos ruckelfrei bearbeiten. Als Rohmaterial wurden Aufnahmen der Ultrasport UmovE HD60 (Full HD mit 30fps) sowie meiner GoPro HERO3 (HD mit 50fps) verwendet.

Videos importieren

Der Import der Videodateien gestaltet sich sehr einfach. Entweder arbeitet man direkt über USB mit dem Originalmaterial von der Speicherkarte der Kamera, oder man wählt das Kopieren auf die Festplatte. Letzteres ist aus Performance Gründen anzuraten, insbesondere wenn man über eine schnelle SSD Festplatte verfügt.

Anschließend wählt man eine Schnittvorlage aus. Allerdings stehen bisher nur 5 15 verschiedene Vorlagen zur Verfügung, diese können aber jeweils in Längen von 30 bis zu 180 Sekunden gewählt werden.  Die Schnittvorlagen unterscheiden sich überwiegend in der Musik, aber auch im Schnitt (mal schnell und hart, mal etwas länger mit weichem Übergang). Dabei wird die Musik, je nach gewählter Länge des Clips, nicht einfach ausgeblendet, sondern beginnt und endet auch immer eindrucksvoll.
Auf Amazon wird übrigens noch eine Special Edition von Fastcut angeboten, welche 15 zusätzliche Songs enthält. MAGIX wartet wohl zudem noch das erste Kundenfeedback ab, um zu sehen welche Vorlagen am besten ankommen, und wird dann später in dieser Richtung neue Inhalte entwickeln.

Vorlage auswählen

Nachdem man die Schnittvorlage ausgewählt hat, erstellt das Programm auch schon vollautomatisch einen fertig auf die Musik abgestimmten Clip in der gewünschten Länge. Die Auswahl der importierten Videodateien für die einzelnen Szenen, erfolgt dabei wohl recht zufällig. Die Szenen können aber im nächsten Schritt individuell angepasst werden indem man die Videoclips austauscht, oder einen anderen Ausschnitt aus dem Video wählt. Letzteres geschieht über einfaches Verschieben eines Reglers auf der Zeitschiene des Clips.

Einfache Bearbeitung der einzelnen Ausschnitte

Für den Feinschliff stellt MAGIX in Fastcut noch diverse Tools zur Verfügung, wie Bildstabilisierung, Verzerrungskorrektur für Action-Cams, Audiofilter zum Entfernen von Windgeräuschen, sowie diverse Videoeffekte. Titel und Texte können ebenso eingefügt werden, Bilddateien dagegen leider nicht. Um das Logo des Freiluft Blogs einzufügen (siehe nachfolgendes Video), musste ich den Clip deshalb zuvor erst in einem anderen Videobearbeitungsprogramm, in meinem Fall MAGIX Video Deluxe, vorbereiten.
Wer mag kann schließlich noch in den manuellen Modus umschalten und selbst schneiden. Dieser Schritt ist allerdings nicht mehr umkehrbar.

Das Endresultat sieht dann so aus (gefilmt mit der Ultrasport UmovE HD60 in Full HD mit 30fps):

Oder so (gefilmt mit der GoPro HERO3 in HD mit 50fps):

Wie man im Icekarting Video sieht kann die Bildstabilisierung keine Wunder bewirken, aber das Ausgangsmaterial war auch richtig schwierig. Insgesamt ist das Resultat aber durchaus ansehnlich und macht, Dank der guten Musikauswahl in den Vorlagen, echt Laune.

Fazit

Für ungeübte Cutter ist Fastcut ein echter Segen. Mit dem einfach zu bedienenden Videobearbeitungsprogramm kann man die Clips seiner Action Cam endlich zu vorzeigbaren Videos zusammen schneiden (lassen), ohne sich vorher in die komplexe Schnitttechnik einarbeiten zu müssen. Für den Feinschliff stehen, insbesondere für Filmmaterial von Actionkameras, einige sinnvolle Funktionen zur Bild- und Tonverbesserungen zur Verfügen. Und wer mag, kann immer noch selbst Hand am Schnitt anlegen.
Die mitgelieferten Vorlagen sind wirklich von sehr guter Qualität, aber leider auf Dauer wohl zu wenig. Nach dem 5. Clip kann das dann doch recht schnell langweilig werden. Ich hoffe MAGIX liefert hier bald neue Vorlagen (kostenlos) nach, dann sollte man auch länger Spaß an der Software haben.

Derzeit ist Fastcut zum Einführungspreis von 49,99 Euro (regulär 69,99 Euro) direkt über die Webseite von MAGIX erhältlich.

Update

Es sind insgesamt doch schon 15 Vorlagen verfügbar. Im Hilfemenü gibt es einen Punkt “Gratis-Download” über den man 10 zusätzliche Vorlagen herunterladen kann. Ein diskreter Hinweis auf diesen Content beim Starten des Programms wäre hier sicherlich hilfreich gewesen. Mit 15 Vorlagen hat man dann auch etwas länger Spaß an der Software. Zudem sollen ja später noch weitere Vorlagen folgen. Daumen hoch dafür!

Ultrasport UmovE HD60 Action Cam im Test

18. Februar 2015 von  
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Ultrasport präsentiert mit der UmovE HD60 eine günstige Actionkamera für Einsteiger. Für gerade mal rund 110 Euro erhält man ein Komplettpaket mit Full HD tauglicher Kamera (1920×1080 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde) mit integriertem Display und jeder Menge Zubehör. Ob die Kamera für den kleinen Geldbeutel auch was taugt, konnten wir kürzlich selbst testen. Ultrasport hat uns dazu die READY-Edtition der UmovE HD60 zur Verfügung gestellt.

Ultrasport Actionkamera UmovE HD60

Lieferumfang

Von der Ultrasport UmovE HD60 gibt es zwei Edition, die BASIC-Edition, sowie die von uns getestete READY-Edition. Beide unterscheiden sich dabei lediglich in der mitgelieferten 16 GB microSD Karte (Transcend Class 10) bei der READY-Edition.

Üppiger Lieferumfang

Insgesamt fällt das mitgelieferte Zubehör recht üppig aus:

  • UmovE HD60 Action Cam
  • Wasserdichtes Gehäuse
  • Ersatzgehäuseabdeckung
  • Gehäusehalterung für Fahrräder
  • Taschenclip
  • Multifunktions-Clip
  • Kameraclip
  • Helmhalterungen
  • Bänder
  • Reinigungstuch
  • Ladegerät
  • 3M Aufkleber
  • USB-Kabel
  • Diverse Halterungsadapter/Wechselsockel
  • Gebrauchsanleitung
  • 16 GB microSD Speicherkarte inkl. Adapter (bei der READY-Edition)

Die Verpackung fällt mit dem schlichten, schwarz bedruckten Karton, im Gegensatz zur Konkurrenz, eher zurückhaltend aus.

Funktionen und Zubehör

Ultrasport hat die UmovE HD60, inklusive 1,5 Zoll Farbdisplay, in ein recht kompaktes Gehäuse gepackt, das der aktuellen HERO Serie vom Marktführer GoPro doch verblüffend ähnlich sieht (siehe Vergleichsfotos weiter unten). Zur Bedienung verfügt die Kamera über eine Taste an der Vorderseite (Power / Mode), eine Taste oben auf dem Gehäuse (Auslösen / Bestätigen), sowie 2 Menütasten auf der linken Seite. Auf der rechten Seite findet man einen Micro-HDMI- und einen Micro-USB-Anschluss, sowie den Steckplatz für die microSD Speicherkarte. Leider gibt es keine Abdeckung um die Anschlüsse vor Staub zu schützen.

Menütasten auf der linken Seite 1,5 Zoll LCD-Bildschirm und Status LEDs auf der Rückseite HDMI- und USB Anschluss, sowie microSD Steckplatz auf der rechten Seite

Die Einstellungen erfolgen komplett über das integrierte 1,5 Zoll große Farbdisplay (kein Touchscreen), welches auch als Sucher bei Aufnahmen dient. Der Bildschirm ist wirklich ein tolles Feature, welches das Arbeiten mit der Kamera doch enorm erleichtert, ohne dafür ein zusätzliches Modul am Gehäuse montieren zu müssen. Einzig der vertikale Blickwinkel ist des Displays ist etwas eingeschränkt.

Übersichtliches Menü aud dem 1,5 Zoll Display Der horizontale Blickwinkel des Displays ist OK Der vertikale Blickwinkel des Displays ist eher schlecht

Apropos Zusatzmodule, diese sucht man bei der UmovE HD60 vergeblich im Zubehörsortiment, denn die Kamera hat schlichtweg keinen Anschluss für diese. So kann man weder einen zusätzlichen Akku anschließen, noch ein WLAN Modul. Ja, leider verfügt die UmovE HD60 auch nicht über eine WLAN Funktion. Bei anderen Herstellern kann man das Smartphone bequem über WLAN mit der Kamera verbinden um diese z.B. fern zu steuern. Aber in dieser Preisklasse muss man das auch nicht unbedingt erwarten. Das Display bietet hier eine sehr gute Alternative um Einstellungen an der Kamera vorzunehmen, den aktuellen Filmausschnitt zu begutachten, oder sich seine Aufnahmen gleich anzuschauen.

Geliefert wird die UmovE HD60 lediglich mit einem 900 mAh Akku. Der hält laut Ultrasport knapp 60 Minuten bei der höchst möglichen Auflösung. Zum Vergleich, die aktuelle GoPro Action Cam wird mit einem 1.160 mAh Akku ausgeliefert, der bei ausgeschaltetem WLAN fast doppelt bis dreifach so lange hält (1:50 bei der HERO4 bzw. 2:45 bei der HERO). Dafür gibt es die original Akkus von Ultrasport schon für günstige 13 Euro, oder im praktischen Set mit zusätzlichem Ladegerät für knapp 23 Euro.

Das mitgelieferte Zubehör macht einen stabilen Eindruck und lässt sich vielseitig einsetzen. Die GoPro kompatiblen Adapter, sowie die Adapter mit 1/4″ Schraubgewinde wie man sie an herkömmlichen Kamerastativen findet, sind äußert sinnvoll. Neben diversen Sockeln und Montagewinkeln, liegt der Kamera auch eine Fahrrad- bzw. Rohrhalterung bei, sowie Helmbefestigungen und gar ein Gürtelclip. Als Alternative zum Wasserdichten Gehäuse (bis 30m) gibt es zudem einen offenen Rahmen mit 1/4″ Stativaufnahme.

Aufnahmen

Die UmovE HD60 zeichnet Videos wahlweise in 1920×1080 (Full HD) mit 30 Bildern pro Sekunde (fps), in 1280×720 (HD Ready) mit 30 oder 60fps, in 848×480 (WVGA), oder in 640×480 (VGA) auf. Der Aufnahmewinkel beträgt dabei immer 170° und kann nicht verändert werden. Im Video Modus verfügt die Kamera über diverse interessante Funktion, wie z.B. das Aufzeichnung in einer kontinuierlichen Schleife, die sich selbst überschreibt bis man eine Taste drückt, oder die Bewegungserkennung welche die Aufnahme automatisch startet wenn eine Bewegung erkannt wird. Zudem kann man auch einen Datumstempel im Video einblenden, welcher bei mir im Auslieferungszustand eingeschaltet war und mir so leider meine ersten Aufnahmen verunstaltet hat. Mit etwas Zurechtschneiden der Aufnahmen in einem Bearbeitungsprogramm, konnte ich diesen zum Glück entfernen, wie man in diesem kurzen Film sehen kann:

Bei guten Lichtverhältnissen sind die Aufnahmen recht ansehnlich und für die Preisklasse sogar richtig gut. Neben der Auflösung können auch einige Einstellungen zur Bildqualität vorgenommen werden, wie etwa Schärfe, Weißbalance, Farbe, ISO, Belichtung, oder Bildstabilisierung. Im Allgemeinen ist man mit den Standarteinstellungen aber eh gut bedient.

Im Foto Modus können Bilder in einer Auflösung von VGA bis hin zu 12 Megapixel aufgenommen werden. Bei der maximalen Auflösung sollte man seine Erwartungen allerdings nicht all zu hoch stecken, denn die resultierende Bilder sehen eher wie aufgeblasene 3-Megapixel-Fotos aus.

Vergleich mit der GoPro HERO3

Auf den ersten Blick sieht die Ultrasport UmovE HD60 dem Platzhirsch im Action Cam Segment, namentlich der GoPro HERO Serie, schon verdammt ähnlich. Das Gehäuse ist farblich und vom Aufbau her annähernd gleich gestaltet, und besitzt auch nahezu die gleichen Abmessungen im Vergleich zu meiner HERO3.

Der Akku hat eine Kapazität von lediglich 900 mAh Ultrasport UmovE HD 60 (l) im direkten Vergleich mit der GoPro HERO3 (r) Ultrasport UmovE HD 60 (l) im direkten Vergleich mit der GoPro HERO3 (r)
Ultrasport UmovE HD 60 (unten) im direkten Vergleich mit der GoPro HERO3 (oben) Ultrasport UmovE HD 60 (l) im direkten Vergleich mit der GoPro HERO3 (r) Ultrasport UmovE HD 60 (l) im direkten Vergleich mit der GoPro HERO3 (r)

Gleiches gilt für das Unterwassergehäuse. Der Verschluss an der Oberseite ist identisch, und auch die Tasten sind sehr ähnlich gestaltet. Die GoPro macht allerdings (ohne Zusatzmodul) eine wesentlich schlankere Figur im Gehäuse.

Beim Gewicht ist der Vorteil allerdings ganz klar bei der UmovE HD60. Sie wiegt (betriebsbereit, ohne Unterwassergehäuse) gerade mal 58g gegenüber 75g bei der HERO3 (bzw. 83g/88g bei der aktuellen HERO4). Dafür fehlen der Ultrasport Action Cam wiederum Funktionen wie WLAN oder ein leistungsstarker Akku.

Fazit

Ultrasport bietet mit der UmovE HD60 einen preiswerten Einstieg in die Welt der Actionkameras. Für gerade mal 110 Euro (bzw. 115 Euro für die READY-Edition mit microSD Speicherkarte) erhält man ein komplettes Paket mit allen Halterungen welche man üblicherweise bei Outdoor Action Sportarten benötigt. Das integrierte Display sorgt für eine einfache Handhabung, und die Videoqualität ist für diese Preisklasse absolut in Ordnung.
Schärfster Konkurrent der UmovE HD60 ist sicherlich die Einsteigerkamera von GoPro. Die HERO bietet ähnliche Features und kostet bei CamForPro.de knapp 125 Euro, was gerade mal 10 Euro mehr sind als die READY-Edition von Ultrasport. Dafür fehlt dann aber auch quasi jegliches Zubehör wie Speicherkarte, Netzteil, oder Halterungen. Hier muss dann jeder für sich entscheiden ob er das günstige Komplettpaket wählt, oder doch lieber den nackten Platzhirsch.

Erhältlich ist die Ultrasport UmovE HD60 und das passende Zubehör exklusiv über Amazon.de.

Casper’s Climbing Shop – ein Besuch

16. Februar 2015 von  
Abgelegt unter Klettern & Bergsteigen, Shops

Vergangene Woche statteten wir Casper in seinem Kletter-Laden in Luxemburg-Stadt einen Besuch ab. Eigentlich ist mittwochs zu, doch für Sven und mich öffnete er für kurze Zeit die Türen.

Im gemütlich eingerichteten Laden kamen wir schnell ins Gespräch und fachsimpelten über das richtige Equipment und natürlich über die angesagtesten Marken.

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Als Casper uns die Frage stellte warum wir eigentlich noch nie beim im Laden gewesen sind, und das trotz ausführlichem Interview vor einem Jahr, kam ich kurz ins Straucheln! ;) Naja, wir sind ja jetzt hier!

Der eigentliche Grund für unseren Besuch ist der neue Online-Shop. Im letzten Monat ging Casper mit dem Shop nun online.

Ab jetzt – Online einkaufen

Diesen Schritt hatte er schon für den Herbst 2014 geplant. Das Ladengeschäft als Ein-Mann-Betrieb stand aber bis dahin im Mittelpunkt, so dass erst jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Mit dem Online-Shop möchte Casper der überregionalen (ja, fast internationalen) Nachfrage gerecht werden und natürlich seinen Kundenstamm vergrößern.

Nach knapp anderthalb Jahren ist Casper’s Climbing Shop zu einem bekannten Shop in der Großregion aufgestiegen und kann mit Qualität, Schnelligkeit und Kompetenz überzeugen.

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Als leidenschaftlicher Kletterer, weiß Casper was seine Kunden wollen und worauf sie Wert legen. Leider kann er aber seinem Hobby nicht immer nachgehen, da sein Laden und dessen Entwicklung nach wie vor im Mittelpunkt steht.

Qualität und Kompetenz

Wie bereits oben geschrieben, stehen Qualität und Kompetenz im Vordergrund. Das Sortiment ist dementsprechend aufgebaut, nur einige erstklassige Marken. Unter anderem hängen und liegen Waren von den bekannten Herstellern wie La Sportiva, Petzl, Moon, E9 und einigen anderen in den Regalen.

Das Angebot reicht von Hartware (Seile, Klettergurte, Karbiner,..) über Kleidung bis hin zu Klettergriffen. Auch einige Literatur zum Klettern und Bouldern hält der gebürtige Däne für seine Kunden bereit. Auf Extra-Wünsche geht Casper gerne ein und versucht die Anfragen zügig abzuwickeln.

Besonders stolz ist er auf das Label “Premium-Dealer” von Petzl, der einzige Laden in Luxemburg und Großregion.

Aller Anfang ist schwer

Bereitwillig erklärt uns Casper wie sich sein Laden in den letzten Monaten entwickelt und ist natürlich über jeden neuen Kunden erfreut. Der Anfang war doch recht schwer, da sich die Konkurrenz vor allem im Netz nicht zu verstecken braucht.

Doch mit Ehrgeiz und coolen Aktionen konnte er in der letzten Zeit immer mehr potentielle (Gross)Kunden für den Casper’s Climbing Shop gewinnen. Wie man auf dem ersten Foto unschwer erkennen kann, ist eine Boulderwand im Laden aufgebaut. Hier wurde das Finale der Luxemburger Meisterschaften im Bouldern ausgeführt!

So sind einige der hiesigen Klettervereine seine Kunden, auch die Mitglieder des Boulder Klub Lëtzebuerg (BKL) sind hier gerne gesehen.

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Voll im Trend: das obligate Gruppen-Selfie! ;)

Danke an Casper für den kleinen Einblick in ein spannendes Ein-Mann-Betrieb-Abenteuer. Viel Erfolg weiterhin, und wir wissen jetzt wo wir erstklassige Kletterware kaufen können.

(Bilder: Freiluft Blog)

STÖHR KNITWEAR – Mützen und mehr, made in Germany

12. Februar 2015 von  
Abgelegt unter Bekleidung, Hersteller

Vor mehr als 50 Jahren gründete Walter Stöhr das gleichnamige Unternehmen STÖHR im Oberpfälzer Wald. Anfänglich wurden überwiegend Socken, Mützen, Stirnbänder, Pulover und Babygarnituren hergestellt. In den 80er Jahren entschied sich STÖHR, die Mützenproduktion in den Vordergrund zu stellen. Mit funktionellen Garnen, hochelastischen Fasern und atmungsaktiven Membranen entstehen heute Mützen, die auch extremen Klimaverhältnissen standhalten und somit vor allem sportliche Kunden begeistern.

STÖHR KNITWEAR - Modell Jahu REFLEX

Seit 2006 entsteht die hauseigene STÖHR KNITWEAR Linie, welche in die Bereiche „active“, „casual“ und „young stars“ aufgeteilt ist. 2010 wurde das Sortiment durch angesagte Streetwear unter dem Namen „STÖRFAKTOR“ ergänzt. Und weil auch schon die kleinsten Kunden große Ansprüche haben, kam 2011 noch die Linie „STÖHRENFRIED“ hinzu.

Bei den Materialien kommen bekannte Fasern und Membranen zum Einsatz, wie z.B. GORE-TEX, Windstopper, oder Thermolite. Ganz interessant ist auch das reflektierende Garn REFLEX, welches durch ein von STÖHR patentiertes Verfahren eingearbeitet wird. Mikroskopisch kleine Glaskugeln im Garn reflektieren einfallendes Licht zurück zur Quelle und bieten so z.B. mehr Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Im obigen Foto trägt unsere Eve eine solche Mütze aus der STÖHRENFRIED Kollektion (Modell Jahu REFLEX).

STÖHR ist übrigens größter Mützenproduzent Europas. Unglaubliche 750.000 Mützen, Stirnbänder und Schals verlassen jährlich die beiden Betriebsstätten des Unternehmens in Oberköblitz und im sächsischen Marienberg. Auch internationale Firmen lassen sich von den Oberpfälzern beliefern.

Die hauseigenen Kollektionen kann man online unter shop.stoehr-knitwear.com bestellen, oder in einer nahe gelegenen Filiale kaufen.

Thule Glide Sportbuggy im Test

Thule kennen viele sicherlich als Hersteller von Trägeraufbauten für Fahrzeuge. Seit 2011 gehört Chariot, ebenfalls recht bekannter Hersteller von Kindertransportern, zur Thule Gruppe. Auf der OutDoor in Friedrichshafen präsentierte Thule im letzten Jahr nun mit dem Glide einen leichtgewichtigen “Hochleistungs-” Sportbuggy ohne großen Schnick-Schnack. Wir konnten ihn  kürzlich im Praxiseinsatz testen.

Thule Glide

Der Thule Glide ist ein Kinderwagen der zu 100% auf schnelle, sportliche Fortbewegung (insbesondere Laufen) ausgelegt wurde. Hierzu tragen in erster Linie die großen schmalen Räder (16 Zoll Vorderrad + 18 Zoll Hinterräder) bei, mit denen der Glide, wie der Name es schon suggeriert, fast lautlos über den Asphalt gleitet. Dabei hat der Glide, dank des fixierten Vorderrads, einen sehr ruhigen Geradeauslauf, so dass man die Richtung fast nicht korrigieren muss und problemlos einhändig laufen kann.
Mit einem Gewicht von knapp unter 10 kg (9,9 kg laut Thule) und den äußerst leichtläufigen Rädern, benötigt man keinen großen zusätzlichen Kraftaufwand um den Nachwuchs vor sich her zu schieben. Die maximale Zuladung beträgt 34 kg, so dass auch ältere Kinder mit etwas Zusatzgepäck transportiert werden können.

Für Sicherheit sorgt eine V-Bremse am Vorderrad, welche durch den Bremshebel am höhenverstellbaren Schiebebügel betätigt wird. An der Hinterachse befindet sich eine Feststellbremse, welche sich aber recht schwergängig mit dem Fuß einrasten bzw. wieder lösen lässt. Dafür hält sie aber Bombenfest und der Wagen rollt weder vor noch zurück.
Ein einfach zu bedienender, gepolsterter 5-Punkt-Gurt hält den kleinen Passagier sicher im Sitz.

Thule Glide Thule Glide Thule Glide

Auf Komfort brauchen weder Eltern noch Kind beim Glide zu verzichten, auch wenn dieser ohne großen Schnick-Schnack daher kommt. An Stauraum steht eine große Netztasche oben an der Rückseite zur Verfügung, sowie zwei kleine Netztaschen vorne im Innenraum der Fahrgastzelle, und ein große offene Ablage unterhalb des Sitzes (maximale Belastung 4,5 kg).
Für den Komfort des Passagiers ist der luftdurchlässige Sitz weich gepolstert. Er kann stufenlos mit nur einer Hand in eine fast waagerechte Position gebracht werden. Das Verdeck lässt sich besonders weit herunter ziehen und bietet somit einen hervorragenden Sonnenschutz. Oberhalb des Verdecks befindet sich ein (abdeckbares) Sichtfenster, so dass man den Nachwuchs immer im Blick hat.

Zur Lagerung oder zum Transport kann der Glide mit nur einer Hand kompakt zusammen geklappt werden. Alle Räder können mit nur einem Handgriff abgenommen werden, somit lässt der Glide sich recht kompakt verstauen.

Einen kleinen Überblick über die diversen Funktionen zeigt dieses Video vom Hersteller :

Im Praxiseinsatz

Ich habe den Glide überwiegend beim Laufen auf Asphalt im Einsatz. Hierzu ist der Buggy wie geschaffen. Die starre Vorderradkonstruktion in Verbindung mit den großen schmalen Rädern und dem geringen Gewicht, machen das Laufen mit Kinderwagen äußerst angenehm. Der Wagen gleitet geradezu vor einem her. Hier einige Eindrücke aus der Praxis :

Das starre Vorderrad hat allerdings auch einen entscheidenden Nachteil. In engen Kurven muss man den Schiebebügel hinunter drücken um das Vorderrad anzuheben, damit man um die Ecke kommt. Auf breiten Fahrradwegen ist das sicherlich kein größeres Problem, läuft man aber z.B. in der Stadt auf engen Bürgersteigen und muss an jeder zweiten Ecke abbiegen, dann kann das schon überaus lästig sein und den Lauffluss ständig unterbrechen.

Die Hinterradfederung empfinde ich als etwas zu hart gedämpft. Wirklich viel Komfort bringt die Federung beim schnellen Laufen leider nicht. Deshalb eignet sich der Glide beim Laufen, meiner Meinung nach, auch nur auf wirklich ebenen Untergrund. Waldwege oder Pflastersteine machen, trotz der großen Räder und Federung, aus dem Sportbuggy eher eine Rüttelkiste für das Kind.

Ansonsten ist der Glide sehr durchdacht und einfach in der Handhabung. Binnen Sekunden hat man das Kind in eine nahezu waagerechte Schlafposition gebracht, oder den Sonnenschutz hinunter geklappt.

Fazit

Der Glide ist ein waschechter Sport- bzw. Laufbuggy. Insgesamt macht er einen sehr stabilen und verwindungssteifen Eindruck, ist dabei aber überaus leicht. Die großen schmalen Räder mit  Luftbereifung erlauben ein Reibungsarmes Gleiten über den Asphalt, und Dank des fixierten Vorrads ist der Wagen absolut spurstabil. Es macht richtig Spaß den leichtläufigen Glide mit dem Nachwuchs ohne großartige Kraftanstrengung vor sich her zu schieben. Auch große Läufer wie ich (1,90) haben dabei ausreichend Platz um die Beine nach vorne zu werfen.

Der Buggy eignet sich durchaus auch für einen gemütlichen Waldspaziergang. Als täglicher Begleiter im Großstadtdschungel oder dem Einkaufszentrum, ist der Glide, wegen seiner geringen Wendigkeit, aber eher ungeeignet. Hier bietet das Schwestermodell von Thule, der Urban Glide, wesentliche Vorteile. Dieser verfügt über ein schwenkbares Vorderrad, ist dafür aber etwas schwerer und die Räder sind kleiner.

Für rund 450 Euro erhalten aktive Eltern mit dem Thule Glide einen exzellenten Laufbuggy. Wer allerdings einen Allrounder sucht, den man auch im Alltag einsetzen kann, der ist, meiner Meinung nach, mit dem Glide falsch bedient.

Alle weiteren Informationen zum Glide gibt es unter Thule.com.

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