Trail Uewersauer 2014 – Team Trail auf 53,1 km

18. November 2014 von  
Abgelegt unter Events, Featured, Running & Trailrunning

Wie bereits im Jahr zuvor, gingen wir auch 2014 wieder im 3er Team an den Start des Trail Uewersauer. Bei der 12. Auflage dieses anspruchsvollen Trails am vergangenen Wochenende, hat der Veranstalter zum ersten Mal die Streckenführung geändert, so dass wir uns gleich auf ein ganz neues Trail Abenteuer einstellen konnten. Die Distanz wurde um 3 km auf 53,1 km gestreckt, bei den Höhenmetern legte man gleich nochmal 500 Meter drauf, auf nunmehr 2.000 Hm insgesamt. Somit war auch von vorne herein klar, dass wir uns nicht an unserer Zeit vom letzten Jahr (04:59.07) messen zu bräuchten.

Trai Uewersauer 2014 - Start

Punkt 9:00 Uhr fiel an einem nebelverhangenen Sonntagmorgen der Startschuss für knapp 300 Einzelläufer und 65 Teams in Heiderscheid. Marc machte sich auf den ersten, rund 20 km langen Streckenabschnitt, während Aender und ich am Wechselpunkt 1 warteten. Als die ersten Läufer die Verpflegungsstelle passierten, konnten wir bereits ahnen was uns erwarten würde. Der Schlamm vom Trail ragte bei einigen bis weit über den Hintern. Der Regen der vergangenen Tage hatte die ohnehin schon anspruchsvolle Strecke, in einen richtigen Matschtrail verwandelt.

In einer Zeit von 01:53.04 erreichte dann auch Marc den Wechselpunkt, und nach einer schnellen Übergabe der Startnummer und des Chips, machte ich mich auf den zweiten Streckenabschnitt.

Trail Uewersauer 2014 - Wechselpunkt 1

Nach einigen Metern Asphalt und der Überquerung des Stausees, folgte bereits der erste Anstieg nach Kaundorf, den ich noch recht entspannt hoch lief. Anschließend ging es überwiegend recht flott bergab bis nach Esch/Sauer, dem tiefsten Punkt des Streckenabschnitts. Was dann folgte war ja klar, auf die negativen Höhenmeter folgen die positiven, und mit diesen auch der langsamste Kilometer meines gesamten Laufs. Nun gut, von den knapp 13 Minuten kann man sicherlich noch einige Minuten vom Verpflegungsstand abziehen, an dem ich mir einen Becher warmen Tee und ein Stück Müsliriegel genehmigte. Dabei war diese Steigung, welche sich von Esch/Sauer über einen schmalen, felsigen und entsprechend rutschigen Singletrail hinauf schlängelte, einer der schönsten Streckenabschnitte mit einem echt tollen Blick auf den beschaulichen Ort.

Genau so irrwitzig wie der steile Aufstieg, war dann auch der darauf folgende Abstieg nach Büderscheid. Auf knappen 2 Kilometer bergab über Asphalt lies ich die Beine nur so fliegen, und legte dabei einen Kilometer in gerade mal 3:55 Minuten zurück. Laut Garmin Connect eine neue Kilometerbestzeit! Unglaublich. Dies zeigt eindrucksvoll wie abwechslungsreich dieser Trail doch ist.

Nach einem weiteren ordentlichen Anstieg wurde das Höhenprofil dann etwas gemäßigter und ich konnte das Tempo wieder ein wenig gleichmäßiger halten, bis ich schließlich nach rund 16 km und 800 Hm den zweiten Wechselpunkt erreichte, und Startnummer und Chip an Aender weiter geben konnte. Insgesamt benötigte ich knapp 01:43:59 für diesen zweiten Streckenabschnitt, wie man auch nochmal auf Garmin Connect nachverfolgen kann:

Auf Aender warteten nochmal knapp 17 km und 650 Hm auf dem letzten Streckenabschnitt. Nach einer Gesamtzeit von genau 05:30.57 (netto) ist Aender schließlich im Ziel eingelaufen (welches sich dieses Jahr erstmals in der Sporthalle selbst befand) und hat uns somit einen respektablen 28. Platz unter 65 Teams gesichert! Ein Ergebnis mit dem wir überaus zufrieden sind :)

Trail Uewersauer 2014

Der Trail Uewersauer war auch bei unserer zweiten Teilnahme wieder ein großes Abenteuer. Das durchaus anspruchsvolle Streckenprofil wurde dieses Jahr nochmals verschärft, was dem Spaß auf dem landschaftlich tollen Trail aber keinen Abbruch tat. Die Idee den Zieleinlauf in die Halle zu legen, fand ich super und sollte unbedingt beibehalten werden. So gibt es sogar für die letzten Teilnehmer noch gebührenden Applaus, da die Zuschauer und Sportler sich eh alle in der warmen Halle aufhalten.
Eine Teilnahme für die 13. Edition des Trail Uewersauer wird jedenfalls schon wieder fest im Wettkampfkalender eingetragen :)

Alle Resultate gibt es unter trail-uewersauer.lu. Viele Fotos vom Trail Uewersauer 2014 findet ihr unter anderem bei RTL.lu.

(Fotos: Domingos Oliveira / RTL)

Bedienung und Handhabung von Gaslaternen

14. November 2014 von  
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In Zeiten vom LED-Lampen haben Gaslaternen immer noch ihre Daseinsberechtigung. Sie geben nicht nur angenehm warmes Licht, sie spenden dabei auch ebenso angenehme Wärme. Bei Wintertouren mit dem Zelt sorgt diese Wärme auch dafür, dass Kondensfeuchtigkeit aus dem Innenzelt herausgedrückt wird. Auch bei unseren Pfadfindern kommen Gaslaternen immer noch gerne zum Einsatz.

Gaslaternen gibt es beinahe so lange wie Gaskocher. Anders als bei den Kochgeräten steht bei gasbetriebenen Lampen hingegen nicht das Heizen, sondern das Leuchten im Vordergrund. Da Gasflammen jedoch kaum Licht emittieren, benötigen Gaslaternen sogenannte Glühstrümpfe – das Herzstück der Lichtquelle. Allerdings sind die feinmaschigen Strumpfgebilde sehr empfindlich. Wie man damit richtig umgeht, weiß der Schwede Per Wååg. Er ist passionierter Kletterer, Mountainbiker und besitzt Expeditionserfahrung. Kurzum: Er ist ein echter Outdoor-Mensch. Per arbeitet als Product Manager bei der schwedischen Marke Primus. Er erklärt so einfach wie ‚einleuchtend’ die richtige Handhabung von Glühstrümpfen!

Gaslaterne

„Jede Gaslaterne besitzt einen Glühstrumpf. Er ist eines der wichtigsten Bauteile einer solchen Laterne: Gasflammen alleine liefern so gut wie keinen sichtbaren Lichtschein. Die Leuchtkraft der Flamme würde daher niemals den Begriff Laterne rechtfertigen. Um mehr Lichtausbeute zu erhalten, muss man deshalb eine Art Verstärker einbauen. Dafür kommen Oxide zum Einsatz. Diese Oxide entstehen als Produkt bei der Verbrennung bestimmter Salze, mit denen das Stoffgewebe eines Glühstrumpfs präpariert ist. Durch die Hitze der Flamme zum Leuchten angeregt, werfen sie je nach Art des verwendeten Salzes ein kälteres (weißlicheres) oder wärmeres (gelblicheres) Licht. Allerdings verbrennt das eigentliche Mesh des Glühstrumpfs nach dem Anzünden. Zurück bleibt nur ein – relativ empfindliches – Gerüst aus Salzkristallen. Vor diesem Hintergrund muss man bei der erstmaligen Verwendung oder beim Wechseln des Glühstrumpfes ein paar Dinge beachten.

Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4

  1. Zunächst muss der Glas- oder Stahlzylinder der Gaslaterne abgenommen werden. Dann kommt der passende Glühstrumpf über den Brenner: mit der großen Öffnung stülpt man den Strumpf so weit über den Brenner, dass der perforierte Brennerkopf komplett verdeckt wird. Die kleinere Öffnung liegt auf der Brennerspitze (siehe Abb. 1).
  2. Sitzt der Glühstrumpf, muss kontrolliert werden, ob das Ventil richtig geschlossen ist. Es darf auf keinen Fall Gas austreten, sonst kann es zu unerwünschten Flammenbildungen kommen. Dann wird der Strumpf vorsichtig von Hand angezündet (Abb. 2).
  3. Nach wenigen Sekunden bleibt vom Glühstrumpf nur noch das „Skelett“ aus Salzkristallen zurück – jetzt kann man das Ventil öffnen (Abb. 3).
  4. Die Leuchte sollte anschließend für kurze Zeit auf höchster Stufe betrieben werden (siehe Abb. 4). Dadurch „stabilisiert“ sich das Salzgebilde etwas, aber man sollte damit generell damit so vorsichtig umgehen wie mit rohen Eiern. Nach etwa 30 Sekunden kann man die Flamme auf die gewünschte Helligkeit herab regulieren.

Wie auch beim Kocher bekommt man das beste Verhältnis von Ausbeute zu Verbrauch mit einem halb bis dreiviertel geöffneten Ventil. Nun noch den Glas- bzw. Stahlzylinder wieder anbringen. Fertig! Wer den Glühstrumpf einmal gewechselt hat, macht es beim zweiten Mal im Handumdrehen.

Auf Trekking-Touren oder Expeditionen sind Gaslaternen wunderbare Begleiter. Sie sind nicht nur sehr hell, verbrauchen wenig und geben angenehmes Licht, sie heizen auch ganz ordentlich. Bei Kälte sorgen sie dafür, dass es im Zelt wärmer und trockener ist. Die Wärme der Lampe drückt die sonst reichlich vorhandene Kondensfeuchtigkeit heraus. Aber Vorsicht: Der Betrieb einer Laterne im Zelt birgt das Risiko lebensgefährlicher Kohlenmonoxid-Vergiftungen und das Zelt kann sehr leicht in Brand geraten. Wer Geräte mit offener Flamme, wie eine Gaslaterne, in geschlossenen Räumen betreibt, handelt auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko! An sich ist der Betrieb verboten.

(Pressemitteilung und Fotos: PRIMUS)

BERG 2015 – Das Alpenvereinsjahrbuch

3. November 2014 von  
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Das Alpenvereinsjahrbuch – jedes Jahr neu, jedes Jahr spannt das Buch einen Bogen über historische Berichte zu aktuellen Themen und Berg-Welten. 256 Seiten erstklassige Reportagen, Porträts und Interviews mit großartigen Bildern: Das Jahrbuch BERG bietet mit erstklassigen Beiträgen namhafter Autoren und Fotografen einen einzigartigen Überblick über die wichtigsten Themen und Trends aus der Welt der Berge und des Bergsports. Diesmal mit BergWelten-Schwerpunkt Zillertaler Alpen und BergFokus Auslandsbergfahrten Expeditionen Fernreisen.

Alpenvereinsjahrbuch - BERG 2015Alpenvereinsjahrbuch
BERG 2015

Herausgeber: Deutscher Alpenverein (DAV), Oesterreichischer Alpenverein (OeAV) und Alpenverein Südtirol (AVS) ; Redaktion: Anette Köhler , Tyrolia-­Verlag Innsbruck

256 Seiten, 2 48 farb. U.  87  sw .  Abb., 20,8 x 25,8 cm, geb. Tyrolia-Verlag, Innsbruck­-Wien 2014
ISBN 978-3-7022-3410-2
€ 18,90

Das  Alpenvereinsjahrbuch  BERG  2015 ­- Ein Evergreen, der Standards setzt Top bei Optik  und  Inhalt  und  einzigartig  in  der Themenvielfalt.

Der BergWelten-­Schwerpunkt gilt diesmal den  Zillertaler Alpen. Alpenvereinsmitglieder erhalten dazu gratis die neu aufgelegte AV-Karte „Zillertaler Alpen Mitte“. Die Gebietskennerin Gudrun Steger führt zu geschichtsträchtigen Hütten und hochalpinen Gipfeln und dabei tief hinein in ein faszinierendes Stück Alpingeschichte. Mit einem Porträt von Gerhard Hörhager findet man sich direkt in der pulsierenden Zillertaler Kletterszene wieder. Dort boomen nicht nur Bouldern und talnahes Sportklettern, auch der alpine Gedanke wird so aktiv gelebt wie kaum anderswo, wie der legendäre Darshano L. Rieser mit einer eindrucksvollen Chronik hochalpiner Erstbegehungen aus der letzten Dekade beweist.

Die Rubrik BergFokus widmet sich heuer den  Auslandsbergfahrten – Expeditionen – Fernreisen. Von den ersten wissenschaftlich motivierten Expeditionen etwa  der Brüder Schlagintweit, über den Eroberungsalpinismus im 20. Jahrhundert bis hin zum Trekking­- und Fernreisemarkt unserer Tage: BergFokus ist dieser großen Tradition und den vielen Aspekten  des  Reisens  auf  der  Spur.

Dieses Thema spinnt sich weiter durch die Rubrik BergSteigen. Dort wird von Lust und Frust des Expeditionsbergsteigens in Alaska berichtet, über den Great Himalaya Trail in Nepal, über  die besten Bergsteiger aus den Anden oder  den  sächsischen  Bergsport,  seine  Tradition  und  Zukunft. Die Chronik der internationalen Highlights hingegen  bringt  die wichtigsten Ereignisse und Trends im Bergsport.

Neue Wege in der BergKultur beschreitet der Kulturgeograf Werner Bätzing mit der Niederösterreichischen  Landesausstellung  2015:  Im Zentrum steht die Ötscherregion, ein unbekanntes Kleinod in den Nördlichen Kalkalpen. Den historischen Schwerpunkt dieser Rubrik bildet die  einschneidende  Erfahrung  des  Ersten  Weltkriegs  vor 100 Jahren.

In der Rubrik BergMenschen begegnet  man  bemerkenswerten Persönlichkeiten wie Barbara Hirschbichler und ihrer  individuellen  Art, mit  den  Menschen  im Karakorum unterwegs zu sein; dem schottischen Extrembergsteiger Sandy Allen, der noch lange nicht zum alten Eisen zählt, oder Andy Parkin, der nach einem schweren Bergunfall mithilfe der Kunst zurück ins Leben fand.

BergWissen bringt die Fakten zu aktuellen Sachthemen auf den Tisch: Wie ist es um die Gletschersituation im Himalaya und Karakorum bestellt? Was macht die neue makroregionale Strategie mit unseren Alpen? Wie wirken sich Bewegung und Sport neurologisch aus ? Und ganz praktisch: Wie ist es um die perfekte Tourenplanung im digitalen Zeitalter bestellt ?

Das Buch “BERG 2015” ist ab sofort für 18,90 Euro bei Amazon.de erhältlich.

Das Freiluft Blog verlost ein Exemplar

Der Tyrolia Verlag hat dem Freiluft Blog freundlicherweise ein Exemplar von “BERG 2015” zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Jeder der bis zum nächsten Sonntag (9.11.2014) 12:00 Uhr einen Kommentar hier im Beitrag abgegeben hat, nimmt automatisch an der Verlosung Teil. Der Gewinner wird dann am folgenden Montag veröffentlicht. Viel Glück allen Teilnehmern!

Gewinner

Wir haben einen Gewinner (ermittelt durch Random.org):

Herzlichen Glückwunsch!

Gewinne dein Outfit beim MAMMUT Freeride Film Contest

30. Oktober 2014 von  
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Pünktlich zur neuen Wintersaison startet der Schweizer Outdoor Ausrüster MAMMUT den Freeride Film Contest bei dem Freerider ihre eigene Filme einreichen und tolle Preise gewinnen können. Gesucht werden die kreativsten und witzigsten Filme, egal ob Ski, Board, Powder, Big Mountain oder Gletscher.

MAMMUT Freeride Film Contest

Mitmachen

Die Teilnahme am Freeride Film Contest ist ganz einfach: bis zum 14.12.2014 einen Film (maximal 3 Minuten) auf YouTube oder Vimeo hochladen, und Link auf mammut.ch/freeride posten. Per Community Voting und Jury werden dann die kreativsten und witzigsten Filme gekürt.

Wie so ein Clip aussehen kann, erklären euch die beiden Mammut Pro Team Freeride Athleten und Jury Mitglieder Nicolas und Loris Falquet:

Wer selbst kein Video für eine Teilnahme am Freeride Film Contest hochladen kann oder möchte, der kann trotzdem mitmachen, indem er vom 16.12. bis zum 31.12.2014 seine Stimme beim Voting abgibt.

Jury

Die Jury besteht aus 6 bekannten Namen aus Sport, Film und Presse:

  • Nicolas und Loris Falquet sind im Mammut Pro Team als Freeride Athleten und machen selber Filme: Hawk Pictures (Huck & Chuck). Seit 15 Jahren Pro Rider.
  • Nadine Wallner ist im Mammut Freeride Pro Team und hat die Freeride World Tour im Jahr 2013 und 2014 gewonnen (overall female ski).
  • Totti Lingott ist begeisterter Outdoor-Sportler und hat sein Hobby zum Beruf gemacht, er schreibt bzw. fotografiert für verschiedene Magazine. Seit Jahren ist er für das Freerider-Informationsportal „powderguide.com“ verantwortlich und ist Herausgeber verschiedener Freeride-Bücher.
  • Heiko Joos gründete 2006 das Online-Magazin „freeskiers.net” – mittlerweile das größte deutschsprachige Online-Magazin im Freeski-Segment. Ist im Winter meist neben der Piste zu finden und beginnt seinen Arbeitstag bei Neuschnee auch gerne mal 2 oder 3 Stunden später.
  • Roman Lachner hat sein Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet seit über 11 Jahren beim skiing Magazin. Seit sechs Jahren ist er dort Chefredakteur. Roman hat enge Kontakte zur Szene und die rasante Entwicklung des Sports bestens im Blick.

Preise

Jeder Teilnehmer der einen contestfähigen Clips einreicht kann sich direkt ein Mammut Beanie aus dem nächsten Mammut-Shop abholen.

Freerider aus Deutschland, Schweiz und Österreich können pro Land jeweils 4 große Preise gewinnen. Zum einen vergibt die Jury einen Preis, zum anderen gibt es 3 Preispakete, die von der Community vergeben werden. Die Rider bekommen ein komplettes Mammut Freeride Outfit plus Freeride Weekend der Mammut Alpine School vom 23.-25.01.2015 am Arlberg!

Das Video mit den meisten Votes über alle drei Länder gewinnt schließlich den Overall-Preis: ein zusätzliches Wochenende mit den Mammut Pro Team Athleten, den Falquet Brüdern.

Außerdem hat jeder der am Voting teilnimmt, die Chance eine Mammut Freeride Jacke zu gewinnen.

Alle weiteren Infos zum MAMMUT Freeride Film Contest findet ihr unter mammut.ch.

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Casio PRO TREK PRW-6000Y Outdoor Uhr im Test

23. Oktober 2014 von  
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Bei Casio Uhren kommen mir als erstes Taschenrechneruhren sowie meine erste G-Shock in den Sinn, welche ich vor knapp 20 Jahren mal besaß. Damals war man voll hip mit den Teilen, heute sind diese Modelle eher retro angehaucht. Ich verbinde den Namen Casio immer noch hauptsächlich mit digitalen Uhren, welche meist mit unzähligen Anzeigen einem Mäusekino gleich kommen. Wie schön, dass Casio mir kürzlich ein Modell aus seiner Outdoor Kollektion PRO TREK zum Testen zur Verfügung gestellt hat, um mich eines besseren zu belehren.

Casio Pro Trek PRW-6000Y Lieferumfang

Das Modell mit der etwas kryptischen Bezeichnung PRW-6000Y ist das Flaggschiff der PRO TREK Reihe. Wie alle PRO TREK Uhren trägt sie aber auch einen etwas verständlicheren Namen, nämlich den eines Gipfels. Im Falle der PRW-6000Y ist dies der 2.324 Meter hohe Monte Piana in den Dolomiten. Ich werde in diesem Beitrag aber bei der technischen Bezeichnung bleiben, da auch Casio diesen eher verwendet.

Die PRW-6000Y ist eine analoge Funk- und Solar-Uhr mit zusätzlicher Digitalanzeige für diverse Outdoor Funktionen zu denen unter anderem ein Barometer, ein Thermometer, ein Höhenmesser, sowie ein Digital-Kompass gehören. Außerdem verfügt die Uhr über klassische Funktionen wie eine 1/100-Sek.-Stoppuhr, einen Countdown-Timer, eine Anzeige für die Weltzeit, einen automatischen Kalender, sowie 5 Alarme inklusive Snooze-Funktion.

Kommen wir aber erst einmal zu den äußeren Werten der PRW-6000Y. Das Gehäuse besteht zum Großteil aus robustem Kunstharz, einem Boden aus Edelstahl, und die analogen Zeiger werden durch ein unempfindliches Mineralglas geschützt. Natürlich ist eine echte Outdoor Uhr auch wasserdicht bis 10 Bar, damit ist sie bestens geeignet für z.B. Schwimmen oder Schnorcheln. An der Gehäuseseite befinden sich links der Sensor für Druck und Temperatur, sowie die Tasten für Modus und Display. Auf der rechten Seite findet man die Tasten für den direkten Zugriff auf den Digitalkompass und den Höhenmesser, sowie die arretierbare elektronische Krone.
Eine Besonderheit der PRW-6000Y, gegenüber der ansonsten baugleichen PRW-6000, ist ihr Armband, das aus einer Karbon-Resin Verbindung besteht und besonders widerstandsfähig ist. Nettes Detail: man kann die eingearbeiteten Kohlenstofffasern auch sehen.
Trotz des vielen Kunststoffs fühlt sich diese Uhr keinesfalls billig an, ganz im Gegenteil, die Haptik ist hochwertig und der Look edel.

Modus-, Display-Taste und Sensor auf der linken Seite Kompass-, Höhenmesser-Taste und elektronische Krone auf der rechten Seite Gehäuseboden aus Edelstahl Karbon-Resin-Armband Casio Pro Trek PRW-6000Y Casio Pro Trek PRW-6000Y

Für eine robuste Outdoor Uhr ist die 6000er Serie erstaunlich schlank und eignet sich somit auch für eher schmale Handgelenke (so wie meine). Auf den nachfolgenden Fotos sieht man die PRW-6000Y im direkten Vergleich mit dem ebenfalls recht handlichen Forerunner 620 von Garmin. Einzig das Armband ist einen Ticken zu lang wenn man es recht eng schnallen muss.
Mit 72 g (selbst nachgewogen) ist die PRW-6000Y zwar kein Leichtgewicht, trägt sich aber trotzdem noch recht angenehm.

Die Casio Pro Trek PRW-6000Y im direkten Vergleich mit dem Garmin Forerunner 620 Die Casio Pro Trek PRW-6000Y im direkten Vergleich mit dem Garmin Forerunner 620

Äußert praktisch für eine Outdoor Uhr, die oftmals abseits jeder Steckdose im Einsatz ist, ist das im Zifferblatt integrierte Solarpanel, das Licht in Strom verwandelt. Der generierte Strom wird in der eingebauten wiederaufladbaren Batterie (Akkuzelle) gespeichert. Für den normalen täglichen Betrieb reichen laut Casio schon 8 Minuten Sonnenlicht im Freien, 30 bis 50 Minuten Sonnenlicht durch ein Fenster, oder ein Tag im Büro (8 Stunden) bei Leuchtstofflicht, um den Ladezustand aufrecht zu erhalten.
Außerdem verfügt die PRW-6000Y über eine Stromsparfunktion welche die Uhr automatisch in einen Schlafzustand schaltet wenn sie über eine bestimmte Zeit an einem dunklen Ort belassen wird. Idealerweise bewahrt man die Uhr aber stets an einem hellen Ort auf wenn man sie denn mal länger nicht trägt.

Kommen wir zu den inneren Werten der Uhr, also den eigentlichen Outdoor Funktionen. Primärer Zweck einer Armbanduhr ist sicherlich die Anzeige der Uhrzeit. Das kann die PRW-6000Y sowohl anhand der analogen Zeigern, also auch auf dem digitalen Display. Dank Funksignalempfang kann sie das zudem automatisch und äußerst genau, und stellt auch ganz eigenständig die Sommer- und Winterzeit ein. Alternativ zur Zeitanzeige kann man auch das Datum im Digitaldisplay einblenden. Leider wird hier nur das amerikanische Format “Monat Tag” unterstützt. Es gibt keine Möglichkeit auf das europäische Format “Tag Monat” umzustellen. Dabei handelt es sich bei der hier getesteten PRW-6000Y mit der Zusatzbezeichnung 1ER explizit um die Version für den europäischen Markt.

Die Uhr verfügt unter anderem über eine Taste für den direkten Zugriff auf den Digital-Kompass. Auch wenn man heute oftmals mit GPS und elektronischen Karten navigiert, so haben die guten alten topografischen Karten auf Papier doch noch nicht ausgedient. Äußerst wichtiges Instrument beim Kartenlesen ist sicherlich der Kompass mit dessen Hilfe man die Landkarte korrekt ausrichten kann. Der integrierte Kompass der PRW-6000Y ermittelt hierzu über einen Richtungssensor die magnetische Nord-Richtung sowie die Gradzahl und zeigt diese im Display an. Man kann zudem die Deklination (Abweichung zwischen Magnetisch-Nord und Geographisch-Nord) manuell korrigieren.

Uhr Modus Barometer Modus Höhenmesser Modus Temperatur Modus Kompass Modus Stoppuhr Modus

Eine weitere Direkttaste gibt es für den Höhenmesser. Ein Drucksensor stellt Änderungen im Luftdruck fest und rechnet das Ergebnis in Höhenangaben bis 10.000 m um. Die Uhr kann unterschiedliche Höhendatensätze und Höhendaten in zwei verschiedenen Messintervallen speichern. Beim Wandern oder Bergsteigen kann man zudem einen Höhendifferenz-Ausgangspunkt einstellen, um so mühelos den Höhenunterschied vom Ausgangspunkt zum gewünschten Ziel zu kontrollieren. Gesamtaufstieg und -abstieg werden ebenso bei der automatischen Höhenmessung gespeichert, wie auch größte und kleinste Höhe.

Über die Modus Taste kann man durch die verschiedenen Funktionen der Uhr schalten. Damit man auch auf den ersten Blick sieht in welchem Modus man sich befindet, verfügt die PRW-6000Y über einen Moduszeiger auf dem Ziffernblatt. Bei ersten Tastendruck gelangt man in den Barometermodus welcher den Luftdruck (von 260 bis 1.100 hPa) über einen gewissen Zeitraum misst, um so Vorhersagen über das Wetter zu treffen. Die Uhr zeigt neben dem Messresultat des aktuellen Luftdrucks, auch einen chronologischen Verlauf der Luftdruckwerte. Außerdem verfügt die PRW-6000Y über einen Luftdruckänderungsindikator, welcher (wenn aktiviert) bei bedeutender Änderung des Luftdrucks piept und einen blinkenden Pfeil im Display zeigt, der die Richtung der Luftdruckänderung angibt.

Der nächste Modus aktiviert den integrierten Temperatursensor. Dieser funktioniert aber nur korrekt wenn man die Uhr vom Arm abnimmt, ansonsten zeigt sie mal eben fast 10°C mehr als die tatsächliche Lufttemperatur. Der Sensor benötigt dann einige Minuten bis er sich der Umgebungstemperatur (von -10°C bis +60°C) angepasst hat.

Zu den weiteren klassischen Funktionen welche man über die Modus Taste aufrufen kann, gehören eine Stoppuhr (1/100 Sekunde bis 24 Stunden), ein Countdowntimer (1/1 Sekunde bis 1 Stunde), sowie bis zu 5 von einander unabhängige tägliche Alarme und ein Weltzeitmodus mit dem man die aktuelle Uhrzeit von 29 Zeitzonen (Städten) rund um die Welt sowie in der UTC-Zeitzone anzeigen kann.

Fazit

Casio bietet mit den beiden PRO TREK PRW-6000 Modellen zwei überaus schicke klassische Outdoor Uhren in einem robusten Gehäuse und einem tollen Funktionsumfang. Ob man dafür aber gleich 449,00 Euro (PRW-6000) bzw. 499,00 Euro (PRW-6000Y) ausgeben möchte? Insbesondere im Vergleich mit modernen GPS Outdoor Uhren in dieser Preisklasse, wie etwa der Garmin fēnix 2 oder der Suunto Ambit3, hinkt die Casio technisch doch um einiges hinterher. Wer auf Trackaufzeichnung, Herzfrequenzsensor, Bluetooth und anderen technischen Schnickschnack verzichten kann, für den ist die hochwertige und zuverlässige PRO TREK Uhr von Casio sicherlich eine interessante Uhr.

Weitere Informationen zur PRO TREK Kollektion gibt es unter protrek.eu.

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