Wie alles begann … und wie es weiter geht

19. Dezember 2014 von  
Abgelegt unter In eigener Sache

Hinter Türchen Nummer 18 des Outdoorblogger Adventskalenders haben Dennis und Flo gestern über ihren Weg zur Passion des Bergsteigens erzählt. Nun hat das Freiluft Blog die Ehre mit Türchen Nummer 19 eine Geschichte zum Adventskalender bei zu tragen. Deshalb möchte ich euch heute erzählen wie ich eigentlich zu “Outdoor” und zum Bloggen kam, und wie es nach mehr als 7 Jahren mit dem Freiluft Blog weiter geht.

Wie kommt man zu “Outdoor”?

Mit dem Thema Outdoor kam ich eigentlich schon in meiner frühen Jugend in Kontakt. Mit etwa 8 Jahren bin ich zu den Pfadfindern gestoßen, wo Feuer machen, Knotenkunde, Spurendeutung, Übernachten im Zelt und unter freiem Himmel, oder kurzum Abenteuer in der freien Natur, an der Tagesordnung standen. Damals war “Outdoor” noch ein Fremdwort, und Funktionsbekleidung als solches eher unbekannt. Stattdessen marschierten wir bei unseren Haiks meist in Jeans Hose und mit völlig überladenen Rucksäcken los. Elektronische Helfer wie GPS Geräte oder Smartphone gab es zu dieser Zeit schlichtweg noch nicht, stattdessen orientierten wir uns mit Hilfe von Papierkarten, Kompass,  UTM-Koordinaten, und Planzeiger.

Pfadfinder

In nunmehr fast 30 Jahren als aktiver Pfadfinder, führten mich unsere Sommerlager in die französische Savoie, die schottischen Highlands, das ewig feuchte Irland, einmal rund um die faszinierende Insel Korsika, das kleine und karge Malta, die Tschechische Republik, die Slowenische Bergwelt, über die Wasserwege der Niederlande, und unzählige Male durch die abwechslungsreiche Landschaft meiner Heimat Luxemburg, sowie unserer Nachbarländer. Dabei haben wir die unterschiedlichsten Gegenden zu Fuß mit Rucksack, mit dem Fahrrad, dem Auto, dem Flieger, dem Kanu, dem Boot oder dem selbst gebauten Floss bereist und erkundet.

Wie ihr seht, kommt man mit den Pfadfinder schon etwas rum. Der eigentliche Auslöser zum Bloggen über meine Outdoor Abenteuer war aber nicht meine Zeit bei den Pfadfindern, sondern eine Trekking Reise mit zwei Freunden nach Island.

Wie kommt man zum Bloggen?

Als IT Ingenieur bin ich schon seit Ende der 90er Jahre sehr internetaffin. Mitte der 2.000er Jahre arbeitete ich dann kurzzeitig im SEO und Internet Marketing Bereich, wo ich zum ersten Mal mit dem aufstrebenden Blogger Phänomen in Berührung kam. Natürlich habe ich mich auch gleich ans Bloggen ran gewagt, zu Anfang aber eher mit einem Tech Blog.

Island 2007

Kurz vor dem geplanten Trekking Urlaub in Island, mischten sich allerdings einige Beiträge zur Ausrüstung und Planung unseres Vorhabens unter die IT Beiträge. Da Blogs aber am besten “funktionieren” wenn sie sich thematisch auf einen Bereich konzentrieren, und ich nach unserer Rückkehr noch weitere interessante Artikel rund ums Thema Outdoor parat hatte, entschloss ich mich im August 2007 den Freiluft Blog aufzusetzen.

Was dann in 7 Jahren folgte, war so nicht voraus zu sehen. Ich lernte sehr viel über die richtige Ausrüstung bei den unterschiedlichsten Outdoor Aktivitäten, machte Bekanntschaft mit unzählige gleichgesinnten Bloggern, trat in direkten Kontakt mit vielen kleinen und großen Herstellern der Branche, nahm an diversen Outdoor Events teil, und besuchte einige Messen. Unglaublich wie viel man allein durch das Bloggen lernt und erlebt.

Wie geht es weiter?

2015 wird nun einiges Neues auf dem Freiluft Blog bringen! Aender, welcher zuvor auf dem Trekking.lu Blog geschrieben hat, wird das Freiflut Blog tatkräftig als Autor verstärken. Aus Zeitmangel und anhaltender Probleme mit Hacker Angriffen auf seinen Blog, hat Aender sich entschlossen fortan seine Aktivität als Outdoorblogger hier fort zu führen, was mich natürlich extrem freut :) In nächster Zeit wird hier noch alles für Aender angepasst, und einige seiner interessantesten Beiträge aus dem Trekking Blog übernommen. Ihr dürft euch also auf noch mehr spannender Berichte freuen!

Trailrunning mit Aender

Weiter wird es 2015 wohl Zeit für eine optische Auffrischung des Blogs. Das hat aber im Moment noch keine Priorität. Wichtiger ist immer noch die Outdoor Action und die Berichterstattung über diese. Ich freue mich jedenfalls schon über alles was uns im neuen Jahr erwartet! Bis dahin wünsche ich euch schon mal kurzweilige Feiertage und einen guten Rutsch!

Outdoorblogger Adventskalender 2014Dieser Artikel ist Teil vom Outdoorblogger Adventskalender, der von Sven von aufundab.eu initiiert wurde. Morgen geht es mit Türchen Nummer 20 bei Matthias auf harz-nordkap.de weiter.

Mit dabei beim Outdoorblogger Adventskalender 2014 (in order of appearance):

  1. aufundab.eu
  2. st-bergweh.de
  3. blog.wohlgeraten.de
  4. kulturnatur.de
  5. klimbingkorns.de
  6. tourendatenbank.com
  7. auf-den-berg.de
  8. hiking-blog.de
  9. outdoorseite.de
  10. outdoor-blog.com
  11. outdoorhighlights.de
  12. hoehenangst-coach.com
  13. blog.outdoor-spirit.de
  14. gipfel-glueck.de
  15. fox-trails.com
  16. walkon-blog.de
  17. wandervideoblog
  18. abenteuersuechtig.de
  19. freiluft-blog.de
  20. harz-nordkap.de
  21. via-ferrata.de
  22. outdoormaedchen.de
  23. alpinfieber.net

NORR 4/2014 ab sofort im Handel erhältlich

4. Dezember 2014 von  
Abgelegt unter Bücher & Magazine

Der nordische Winter kommt nach Deutschland! In der NORR Winterausgabe erwarten euch klirrende Kälte und ganz viel Schnee. Die Redaktion nimm euch in dieser Ausgabe u.a. mit auf einen einsamen Husky-Trip durch Nordschweden, trifft zwei verrückte Surfer, die auf den Lofoten Müll sammeln und einen Fotografen, der sich zum Couchsurfing nach Finnland begibt.

NORR 04/2014

Highlights aus dem Inhalt:

INTRO. Skaten auf den Lofoten. Finnische Restaurant-Renaissance. Norwegens neueste Berghütte.

KOLUMNEN. Die besten Buch- und Filmtipps für lange Winterabende von unseren Kolumnisten.

BERICHTE. Bioboom in Schweden. Schneekunst in Lappland. Müllsammeln in Norwegen.

GEAR GUIDE. Ski, Stöcke, Wachs und warme Sachen – mit unserer Langlaufpackliste kann nichts mehr schiefgehen.

CITY GUIDE. Ein Besuch in Norwegens sympathischer Hauptstadt Oslo lässt fast keine Wünsche offen. Natur und Kultur vom Feinsten sind garantiert.

NORDLICHT. NORR-Fotograf Martin Hülle lässt die Kamera auch im Winter nicht zu Hause. Und unsere Leser scheuen sich auch nicht vor Minusgraden.

SCHWEDISCH-LAPPLAND. Nicklas Blom hatte einen Traum. Er wollte von Åre bis zum Dreiländereck fahren, wo Schweden, Norwegen und Finnland aufeinandertreffen – alleine mit acht Hunden und einem Schlitten. Eine Expedition ins Ungewisse.

FINNISCH-LAPPLAND. Karesuvanto, Kilpisjärvi, Kätkasuvanto und weitere unaussprechliche Orte standen auf der Reiseroute von Daniel Fort. Eine Fotodokumentation über den äußersten Norden Finnlands war das Ergebnis.

RØROS. Lange Zeit fast vergessen und dann zu neuem Glanz erwacht: Die alte Bergbaustadt in Sør-Trøndelag ist Norwegens bestes Aushängeschild für nachhaltigen Tourismus. NORR hat die Vorzeigedestination besucht.

SKOTTVÅNG. In einer stillgelegten Zeche im schwedischen Sörmland tobt an jedem Wochenende der Bär. Dann heizen dort landesweit bekannte Musiker ein und bringen die alte Grubensiedlung ordentlich zum Brummen.

Seit dem 1. Dezember kann man übrigens auch bei NORR täglich ein Türchen öffnen! Hier geht es zum literarischen Adventskalender von NORR: www.norrmagazin.de/adventskalender/

Über das NORR Magazin :

NORR ist das führende Magazin für Outdoor und Lifestyle im Norden. Vier Mal im Jahr berichtet NORR über faszinierende und außergewöhnliche Erlebnisse in den nordischen Ländern, über die wunderbare Natur, die einzigartig in Europa ist und über Menschen, die ihre eigenen, spannenden Wege gehen. Auch Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind wichtige Themen bei NORR – egal ob bei Papier, Themenwahl oder Transportmitteln. Hinter der Zeitschrift steht ein schwedisches Team mit langjähriger Erfahrung im Outdoor-Journalismus. Die Redaktion hat ihren Sitz in Stockholm.

Weitere Informationen zum NORR Magazin und Neues aus der Redaktion gibt es unter norrmagazin.de, auf Facebook und Twitter.

(Quelle: www.norrmagazin.de)

Adventskalender 2014 für Outdoor Freunde

1. Dezember 2014 von  
Abgelegt unter Featured, Verschiedenes

Wie jedes Jahr startet am 1. Dezember die Zeit der Adventskalender und somit auch wieder die Zeit der online Adventskalender, bei denen die verschiedensten Internetseiten, Firmen und Hersteller versuchen auf sich aufmerksam zu machen indem sie jeden Tag ein Produkt verlosen. Wie bereits in den vergangenen Jahren hat auch die Outdoor-Branche sich was einfallen lassen, so dass Outdoor Freunde sich wieder auf eine Menge online Adventskalender freuen dürfen.

Advent

Auf dem Freiluft Blog gibt es wie jedes Jahr wieder eine Übersicht über alle Outdoor Advent Gewinnspiele und Schnäppchen Aktionen.

Gewinnspiel Adventskalender

Outdoor Ausrüster

  • Tatonka verlost wieder jeden Tag ein besonderes TATONKA-Produkt

Outdoor Portale und Blogs

  • Der große Achilles-Weihnachtskalender verschenkt wieder tolle Preise
  • Beim active life Adventskalender gibt es jeden Tag tolle Preise zu gewinnen
  • Bei Alpin.de gibt es Preise im Gesamtwert von über 7.000 Euro
  • Auch Best-of-Wandern bietet wider täglich tolle Outdoor-Produkte
  • Bei Funsporting.de gibt es auch täglich einen Gewinn für den Outdoor Bereich
  • Hendrik vom Hiking in Finland Blog bietet dieses Jahr auch wieder einen interessanten Adventskalender
  • Klettern.de veranstaltet dieses Jahr wieder einen Adventskalender
  • Bei Marco Polo gibt es dieses Jahr wieder wertvolle Preise zu gewinnen
  • Im MountainBIKE Adventskalender warten MTB-Parts auf die Gewinner
  • Das Outdoor Magazin veranstaltet dieses Jahr auch wieder einen Adventskalender
  • Die Kollegen von Pocketnavigation.de verlosen jeden Tag GPS Geräte und Zubehör
  • Bei Runner’s World gibt es jeden Tag Ausrüstung für Läufer zu gewinnen
  • Bei soq.de, dem Onlinemagazin des Sportfachhandel, gibt es täglich tolle Outdoor Produkte zu gewinnen
  • Auch das Trekking Magazin verlost jeden Tag tolle Gewinne aus dem Outdoor-Bereich

Schnäppchen Adventskalender

Bei vielen Outdoor Online Shops gibt es zwar nichts zu gewinnen, dafür aber täglich bis zum 24. besonders günstige Sonderangebote, so z.B.

Der Outdoor Blogger Adventskalender 2014

Beim Outdoor Blogger Adventskalender öffnet jeden Tag ein anderer Blog sein Türchen und erzählt euch eine Geschichte. Die Blogger wissen dabei selbst von einander nur, wer an welchem Tag sein Türchen öffnet, aber nicht, was dahinter zum Vorschein kommt. Auf jeden Fall dürft ihr euch auf 24 interessante und spannende Geschichten freuen! Auch das Freiluft Blog macht mit. Den Anfang mach am 1.12. Aufundab.eu.

Wie ihr seht, haben Outdoor Fans auch dieses Jahr wieder täglich jede Menge Türchen zu öffnen ;)

Wer noch andere Outdoor Adventskalender kennt oder selbst einen auf seiner Seite veranstaltet, kann mir gerne Bescheid geben damit ich ihn in die Liste aufnehmen kann. Schaut in den nächsten 24 Tagen also regelmäßig vorbei!

(Foto: marsj / photocase.de)

Trail Uewersauer 2014 – Team Trail auf 53,1 km

18. November 2014 von  
Abgelegt unter Events, Featured, Running & Trailrunning

Wie bereits im Jahr zuvor, gingen wir auch 2014 wieder im 3er Team an den Start des Trail Uewersauer. Bei der 12. Auflage dieses anspruchsvollen Trails am vergangenen Wochenende, hat der Veranstalter zum ersten Mal die Streckenführung geändert, so dass wir uns gleich auf ein ganz neues Trail Abenteuer einstellen konnten. Die Distanz wurde um 3 km auf 53,1 km gestreckt, bei den Höhenmetern legte man gleich nochmal 500 Meter drauf, auf nunmehr 2.000 Hm insgesamt. Somit war auch von vorne herein klar, dass wir uns nicht an unserer Zeit vom letzten Jahr (04:59.07) messen zu bräuchten.

Trai Uewersauer 2014 - Start

Punkt 9:00 Uhr fiel an einem nebelverhangenen Sonntagmorgen der Startschuss für knapp 300 Einzelläufer und 65 Teams in Heiderscheid. Marc machte sich auf den ersten, rund 20 km langen Streckenabschnitt, während Aender und ich am Wechselpunkt 1 warteten. Als die ersten Läufer die Verpflegungsstelle passierten, konnten wir bereits ahnen was uns erwarten würde. Der Schlamm vom Trail ragte bei einigen bis weit über den Hintern. Der Regen der vergangenen Tage hatte die ohnehin schon anspruchsvolle Strecke, in einen richtigen Matschtrail verwandelt.

In einer Zeit von 01:53.04 erreichte dann auch Marc den Wechselpunkt, und nach einer schnellen Übergabe der Startnummer und des Chips, machte ich mich auf den zweiten Streckenabschnitt.

Trail Uewersauer 2014 - Wechselpunkt 1

Nach einigen Metern Asphalt und der Überquerung des Stausees, folgte bereits der erste Anstieg nach Kaundorf, den ich noch recht entspannt hoch lief. Anschließend ging es überwiegend recht flott bergab bis nach Esch/Sauer, dem tiefsten Punkt des Streckenabschnitts. Was dann folgte war ja klar, auf die negativen Höhenmeter folgen die positiven, und mit diesen auch der langsamste Kilometer meines gesamten Laufs. Nun gut, von den knapp 13 Minuten kann man sicherlich noch einige Minuten vom Verpflegungsstand abziehen, an dem ich mir einen Becher warmen Tee und ein Stück Müsliriegel genehmigte. Dabei war diese Steigung, welche sich von Esch/Sauer über einen schmalen, felsigen und entsprechend rutschigen Singletrail hinauf schlängelte, einer der schönsten Streckenabschnitte mit einem echt tollen Blick auf den beschaulichen Ort.

Genau so irrwitzig wie der steile Aufstieg, war dann auch der darauf folgende Abstieg nach Büderscheid. Auf knappen 2 Kilometer bergab über Asphalt lies ich die Beine nur so fliegen, und legte dabei einen Kilometer in gerade mal 3:55 Minuten zurück. Laut Garmin Connect eine neue Kilometerbestzeit! Unglaublich. Dies zeigt eindrucksvoll wie abwechslungsreich dieser Trail doch ist.

Nach einem weiteren ordentlichen Anstieg wurde das Höhenprofil dann etwas gemäßigter und ich konnte das Tempo wieder ein wenig gleichmäßiger halten, bis ich schließlich nach rund 16 km und 800 Hm den zweiten Wechselpunkt erreichte, und Startnummer und Chip an Aender weiter geben konnte. Insgesamt benötigte ich knapp 01:43:59 für diesen zweiten Streckenabschnitt, wie man auch nochmal auf Garmin Connect nachverfolgen kann:

Auf Aender warteten nochmal knapp 17 km und 650 Hm auf dem letzten Streckenabschnitt. Nach einer Gesamtzeit von genau 05:30.57 (netto) ist Aender schließlich im Ziel eingelaufen (welches sich dieses Jahr erstmals in der Sporthalle selbst befand) und hat uns somit einen respektablen 28. Platz unter 65 Teams gesichert! Ein Ergebnis mit dem wir überaus zufrieden sind :)

Trail Uewersauer 2014

Der Trail Uewersauer war auch bei unserer zweiten Teilnahme wieder ein großes Abenteuer. Das durchaus anspruchsvolle Streckenprofil wurde dieses Jahr nochmals verschärft, was dem Spaß auf dem landschaftlich tollen Trail aber keinen Abbruch tat. Die Idee den Zieleinlauf in die Halle zu legen, fand ich super und sollte unbedingt beibehalten werden. So gibt es sogar für die letzten Teilnehmer noch gebührenden Applaus, da die Zuschauer und Sportler sich eh alle in der warmen Halle aufhalten.
Eine Teilnahme für die 13. Edition des Trail Uewersauer wird jedenfalls schon wieder fest im Wettkampfkalender eingetragen :)

Alle Resultate gibt es unter trail-uewersauer.lu. Viele Fotos vom Trail Uewersauer 2014 findet ihr unter anderem bei RTL.lu.

(Fotos: Domingos Oliveira / RTL)

Bedienung und Handhabung von Gaslaternen

14. November 2014 von  
Abgelegt unter Ausrüstung, Tipps & Tricks

In Zeiten vom LED-Lampen haben Gaslaternen immer noch ihre Daseinsberechtigung. Sie geben nicht nur angenehm warmes Licht, sie spenden dabei auch ebenso angenehme Wärme. Bei Wintertouren mit dem Zelt sorgt diese Wärme auch dafür, dass Kondensfeuchtigkeit aus dem Innenzelt herausgedrückt wird. Auch bei unseren Pfadfindern kommen Gaslaternen immer noch gerne zum Einsatz.

Gaslaternen gibt es beinahe so lange wie Gaskocher. Anders als bei den Kochgeräten steht bei gasbetriebenen Lampen hingegen nicht das Heizen, sondern das Leuchten im Vordergrund. Da Gasflammen jedoch kaum Licht emittieren, benötigen Gaslaternen sogenannte Glühstrümpfe – das Herzstück der Lichtquelle. Allerdings sind die feinmaschigen Strumpfgebilde sehr empfindlich. Wie man damit richtig umgeht, weiß der Schwede Per Wååg. Er ist passionierter Kletterer, Mountainbiker und besitzt Expeditionserfahrung. Kurzum: Er ist ein echter Outdoor-Mensch. Per arbeitet als Product Manager bei der schwedischen Marke Primus. Er erklärt so einfach wie ‚einleuchtend’ die richtige Handhabung von Glühstrümpfen!

Gaslaterne

„Jede Gaslaterne besitzt einen Glühstrumpf. Er ist eines der wichtigsten Bauteile einer solchen Laterne: Gasflammen alleine liefern so gut wie keinen sichtbaren Lichtschein. Die Leuchtkraft der Flamme würde daher niemals den Begriff Laterne rechtfertigen. Um mehr Lichtausbeute zu erhalten, muss man deshalb eine Art Verstärker einbauen. Dafür kommen Oxide zum Einsatz. Diese Oxide entstehen als Produkt bei der Verbrennung bestimmter Salze, mit denen das Stoffgewebe eines Glühstrumpfs präpariert ist. Durch die Hitze der Flamme zum Leuchten angeregt, werfen sie je nach Art des verwendeten Salzes ein kälteres (weißlicheres) oder wärmeres (gelblicheres) Licht. Allerdings verbrennt das eigentliche Mesh des Glühstrumpfs nach dem Anzünden. Zurück bleibt nur ein – relativ empfindliches – Gerüst aus Salzkristallen. Vor diesem Hintergrund muss man bei der erstmaligen Verwendung oder beim Wechseln des Glühstrumpfes ein paar Dinge beachten.

Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4

  1. Zunächst muss der Glas- oder Stahlzylinder der Gaslaterne abgenommen werden. Dann kommt der passende Glühstrumpf über den Brenner: mit der großen Öffnung stülpt man den Strumpf so weit über den Brenner, dass der perforierte Brennerkopf komplett verdeckt wird. Die kleinere Öffnung liegt auf der Brennerspitze (siehe Abb. 1).
  2. Sitzt der Glühstrumpf, muss kontrolliert werden, ob das Ventil richtig geschlossen ist. Es darf auf keinen Fall Gas austreten, sonst kann es zu unerwünschten Flammenbildungen kommen. Dann wird der Strumpf vorsichtig von Hand angezündet (Abb. 2).
  3. Nach wenigen Sekunden bleibt vom Glühstrumpf nur noch das „Skelett“ aus Salzkristallen zurück – jetzt kann man das Ventil öffnen (Abb. 3).
  4. Die Leuchte sollte anschließend für kurze Zeit auf höchster Stufe betrieben werden (siehe Abb. 4). Dadurch „stabilisiert“ sich das Salzgebilde etwas, aber man sollte damit generell damit so vorsichtig umgehen wie mit rohen Eiern. Nach etwa 30 Sekunden kann man die Flamme auf die gewünschte Helligkeit herab regulieren.

Wie auch beim Kocher bekommt man das beste Verhältnis von Ausbeute zu Verbrauch mit einem halb bis dreiviertel geöffneten Ventil. Nun noch den Glas- bzw. Stahlzylinder wieder anbringen. Fertig! Wer den Glühstrumpf einmal gewechselt hat, macht es beim zweiten Mal im Handumdrehen.

Auf Trekking-Touren oder Expeditionen sind Gaslaternen wunderbare Begleiter. Sie sind nicht nur sehr hell, verbrauchen wenig und geben angenehmes Licht, sie heizen auch ganz ordentlich. Bei Kälte sorgen sie dafür, dass es im Zelt wärmer und trockener ist. Die Wärme der Lampe drückt die sonst reichlich vorhandene Kondensfeuchtigkeit heraus. Aber Vorsicht: Der Betrieb einer Laterne im Zelt birgt das Risiko lebensgefährlicher Kohlenmonoxid-Vergiftungen und das Zelt kann sehr leicht in Brand geraten. Wer Geräte mit offener Flamme, wie eine Gaslaterne, in geschlossenen Räumen betreibt, handelt auf eigene Gefahr und auf eigenes Risiko! An sich ist der Betrieb verboten.

(Pressemitteilung und Fotos: PRIMUS)

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