Travellunch Outdoorverpflegung im Test – Teil 1

16. Juli 2009 von  
Abgelegt unter Featured, Kochen

Simpert Reiter ist mit der Marke Travellunch, neben Trekking Mahlzeiten, sicherlich einer der bekanntesten Hersteller für Outdoorverpflegung. Die Bergfreunde haben mir freundlicherweise ein Tagespaket von Travellunch zum Testen zur Verfügung gestellt.

Travellunch Travellunch Inhalt

bietet insgesamt 3 verschiedene Tagespakete für jeweils 3 unterschiedliche klimatische Regionen an (Standard, warme Regionen, kalte Regionen), was insgesamt also 9 verschiedene Pakete macht. Ich habe das Paket 2 für warme Regionen zum Testen, was folgendes beinhaltet (siehe Foto):

  • 1 x Schokomüsli mit Vollmilch
  • 1 x Paella
  • 1 x Nudeln in Kräutercreme vegetarisch
  • 1 x XISS Mineraldrink Zitrone
  • 4 x Sesamriegel
  • 1 x Zusatzpäckchen mit Pfeffer, Salz, Zucker, Kaffeepulver und Serviette

Im Test : Nudeln in Kräutercreme vegetarisch und Sesamriegel

Als erstes habe ich die Nudeln und die Sesamriegel gestestet, wobei es zu den Riegeln eigentlich nicht viel zu sagen gibt. In einer Packung befinden sich jeweils 3 dünne Riegel welche durchaus gut schmecken. Allerdings sollte man sie nicht zu warm lagern, da sie sonst gerne zusammenkleben.

Kommen wir also zum Hauptgericht, den Nudeln in Kräutercreme Sauce. Was hier besonders lobenswert ist, ist der Verzicht auf Konservierungsstoffe, wie bei (fast?) allen Produkten von Travellunch. Zu den Zutaten im Einzelnen: Nudeln (wer hätte das gedacht?), Fett pflanzlich gehärtet, Kartoffelstärke, Molkenerzeugnis, Butterpulver, Sahnepulver, Salz, Würze, Karotten, Aromen und Kräuter. Die genauen Nährwerte kann man auf der Homepage von Travellunch nachlesen.

Nudeln in Kräutercreme - vegetarisch Nudeln in Kräutercreme

Die Zubereitung

Die Zubereitung ist kinderleicht und geht extrem schnell : 400 ml Wasser zum bringen (ich habe dazu den Wasserkocher zuhause benutzt), kochendes Wasser in den Beutel schütten, umrühren, Beutel schließen und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Das Ergebnis seht ihr auf dem Foto. Eigentlich sehr appetitlich.

Der Geschmack

Nun ja, Geschmäcker sind ja eigentlich verschieden, aber hier war der Geschmack erst gar nicht vorhanden. Da haben die wenigen Karottenstückchen leider auch nichts zur Geschmacksverstärkung beigetragen, so dass die Nudeln eher fad schmeckten. Zudem war die Sauce recht dünnflüssig. Beim nächsten Mal würde ich sicherlich weniger (300-350 ml) Wasser dazu tun. Die Nudeln an sich waren al dente und mit etwas zusätzlichen Gewürzen schmeckten sie auch.

Fazit

Positiv ist zum einen ganz klar die einfache und schnelle Zubereitung direkt im Beutel, zum anderen der Verzicht auf Konservierungsstoffe. Weniger berauschend war das Geschmackserlebnis, wobei die Nudeln keinesfalls schlecht waren, aber es hat einfach an Geschmack gefehlt. Hier kann man zum Glück aber mit eigenen Gewürzen sehr leicht nachhelfen.
Negativ ist sicherlich die Tatsache, dass man recht viel Abfall mit den Beuteln verursacht und der Preis pro Portion doch nicht wirklich günstig ist (3,95 Euro bei Bergfreunde.de). Bei den billigeren Trocken-Fertiggerichte, wie z.B. die von Maggi, kann man aber meist kein kochendes Wasser direkt in den Beutel einfüllen. Für die faulen bequemen Weitwanderer die keinen Topf nach dem spülen möchten, ist Travellunch also erste Wahl ;)

Die weiteren Mahlzeiten werden später getestet, die Produkte sind ja jahrelang haltbar. Aber so lange sollte es dann doch nicht dauern :)

Buchvorstellung : Hot Pot – Outdoor-Kochen mit Gruppen

23. April 2009 von  
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Ich bin ja bei uns in der Truppe nicht so der große Koch. Meist übernehme ich nur die Rolle des Küchengeselle der alles klein schnibbeln darf :) Deshalb habe ich mir bei Amazon nun das Buch Hot Pot – Outdoor-Kochen mit Gruppen besorgt.

Klappentext :

HOT POTIm Freien mit einer Gruppe Kinder und Jugendlicher zu ist ein besonders lustvolles kulinarisches Abenteuer. HOT POT zeigt, dass es am offenen Feuer neben Wurst am Spieß oder Folienkartoffeln unzählige einfache, aber überzeugende Alternativen gibt.

Das breite Spektrum an Speisen bietet eine gesunde Fülle für jeden Appetit: aus der kalten Küche, vom Grill, aus dem Kochtopf oder dem Ofen, auf einem Holz- oder Gasfeuer im Freien zubereitet. Lunchpakete, Süssigkeiten und attraktive Getränke ergänzen diese Palette. Bereits beim Lesen wächst die Lust zum Ausprobieren und Heißhunger macht sich bemerkbar. Weitere Rezepte können unter www.rex-buch.ch beim Stichwort HOT POT abgerufen werden.

Neben dem Praxisteil bietet das Kochbuch konkrete, leicht umsetzbare Lösungen zum Bau von Feuerstellen, zur Essensplanung und Verpflegung in Weekends, während kleineren Ausflügen, aber auch im Zeltcamp.

Frischauf in die Hitze des Kochgefechts und dann – Schürze ab un Bon Appétit!

Auf den ersten Seiten findet man Informationen zur Arbeitsaufteilung in der Gruppe, Küchenlatein zur Kochstelle und Ausrüstung, Tipps zum Einkaufen und Lagerung der Nahrungsmittel. Interessant sind auch die Angaben zur Mengenberechnung, die sich ja bekanntlich recht schwierig bei Gruppen gestaltet.

Die folgenden Seiten bieten dann jede Menge Rezepte, von kalter Küche, über Suppen, Eierspeisen, Süßes und Desserts vom Grill, Gemüse, Fleisch, Kartoffelgerichte, bis hin zu verschiedenen selbstgemachten Getränke. Die Rezepte sind dabei recht knapp mit Mengenangabe und kurzer Beschreibung formuliert.

Als langjähriger Pfadfinder kennt man bereits viele Tipps aus der Einleitung, und auch so einige Rezepte sind einem schon geläufig. Manche Rezepte sind allerdings so banal, dass ich mich frage ob man die überhaupt in ein Outdoor Kochbuch hätte aufnehmen müssen. Im Allgemeinen ist das Buch aber eine hervorragende und leicht verständliche Inspirationsquelle für die Lagerküche.

Eine Leseprobe mit einigen Rezepten findet man auf der Homepage des Verlags.

Outdoor Rezepte

21. Januar 2009 von  
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Wer mal auf der nächsten Trekking Tour etwas anderes als die üblichen Fertiggerichte aus der Tüte wie z.B. von Travellunch, gefriergetrocknete Lebensmittel, oder Müsliriegel zum Frühstück möchte, der sollte die Outdoor Rezepte auf WeiteWege.de mal ausprobieren.

Outdoor Rezepte

Frühstück, Backen, Snacks, Abendessen, Fisch, und sogar Nachtisch, zu jedem Thema findet sich ein . Da sind sicherlich einige Rezepte dabei, die wir mit unserer Pfadi Truppe mal testen werden.

Ein typisches Lagerfeuer-Rezept ist bei uns übrigens immer wieder “Pakalu“. Hierzu streicht man erstmal ein großes Blatt Alufolie (am besten doppelt nehmen) großzügig mit Butter ein, und packt dann Hackfleisch, in kleine Würfel geschnittene Tomaten und Zwiebeln, zuvor gekochte und in Scheiben geschnittene Kartoffeln, saure Sahne, geriebenen Käse, und Gewürze hinein. Je nach Lust und Laune, bzw. Geschmack, kann man auch noch weiteres Gemüse wie z.B. Paprika dazu tun. Da jeder sein eigenes Pakalu zubereitet, kann auch jeder sein Gericht würzen und verfeinern wie er möchte.
Zum Schluss wird das Pakalu dann komplett mit Alufolie gut umwickelt, und kommt für 15 bis 30 Minuten in die Glut des Lagerfeuers. Zwischendurch wird das Pakalu einmal gewendet.

Wegen dem Hackfleisch eignet sich Pakalu leider nur bedingt für Trekking Touren in wärmeren Gefilden. Außerdem sollte man beachten, dass man bei mehreren Personen schon ein ordentliches Feuer bzw. Glut benötigt.

Pakalu

Wer weitere Rezeptideen kennt, kann sie gerne an fabian [at] weitewege.de schicken, oder einen Kommentar hier im Blog hinterlassen.

Update : Bei Odoo.tv habe ich noch zwei Video Tutorials entdeckt. Zum einen wird erklärt wie man Bannock backt, zum anderen wie man Soja Frikadellen zubereitet.