Kitesurfen – Nicht einfach, aber extrem cool

Dies ist ein von Andreas Cukrowski, Geschäftsführer vom Online Shop für Boardsportarten Brettsport.de.

liegt voll im Trend – immer mehr Menschen interessieren sich für den einzigartigen Sport und das damit verbundene Lebensgefühl. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Faszination? Einsteiger berichten über Glücksgefühle, spannende Herausforderungen und vor allem jeder Menge Spaß. Der Hype rund ums Kiten scheint auf jeden Fall nicht abzunehmen, im Gegenteil, die Szene wird immer größer. Wer diesen atemberaubenden Sport selbst kennenlernen will, sollte sich aber zunächst einmal intensiv mit der Sportart auseinandersetzen. Ein Blick in den folgenden Kite-Guide kann dabei nicht schaden.

Kitesurfen lernen: Die Grundvoraussetzungen

Schaut man Kitesurfern vom Strand aus zu, fragt man sich, wie schwierig Kitesurfen denn nun wirklich ist. Von außen betrachtet sieht es nämlich meist gar nicht soo schwierig aus und genau deswegen wird der Sport auch oftmals vorschnell unterschätzt. Denn will man sich selber am Kiten versuchen, sollte man einige wichtige Voraussetzungen mitbringen.

Es braucht auf jeden Fall:

  • eine gewisse Grundfitness,
  • ein gutes Körpergefühl und Körperspannung,
  • ausreichend gute Schwimmkenntnisse und
  • eine ordentliche Portion Motivation und Durchhaltevermögen.

Vor allem für Anfänger ist Kitesurfen ein echter Kraftakt. Logisch, schließlich gilt es erst die Technik zu erlernen, um seine Kräfte homogen einzusetzen. Hat man sich mit der Technik aber erst einmal vertraut gemacht, ist Kiten definitiv für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet, denn dann hält sich auch der Kraftaufwand in Grenzen.

Sogar für Kinder eignet sich das Kiten, sofern sie zumindest 45 Kilogramm auf die Waage bringen. Nur dann können sie nämlich mit den aktuellen Modellen auf dem Markt auch etwas anfangen.

Ist Kitesurfen eigentlich gefährlich?

Wichtig ist auf jeden Fall, dass man seine eigenen Fähigkeiten gut einschätzen kann. Die unvorhersehbare Kraft von Wind und Wellen bergen natürlich ein gewisses Risiko, das nur begrenzt kontrollierbar ist. Vor allem dann, wenn man völlig untrainiert ans Werk geht.

An einer soliden Grundausbildung kommt man also nicht vorbei, denn das Wissen um die Gezeiten, Wind, Wetter, Material und die eigenen Grenzen sind unumgänglich. Schließlich macht Kiten nur Spaß, solange man nicht sich und andere in Gefahr bringt. Das heißt im Klartext: Nicht selber herumexperimentieren, sondern eine Kite-Schule aufsuchen und vom Wissen der erfahrenen Cracks profitieren!

Kitesurfen

Warum ein Grundkurs in der Surfschule unbedingt notwendig ist

Um das Kitesurfen nun sicher und effektiv zu erlernen, ist ein Kurs in einer lizensierten Kiteschule auf jeden Fall zu empfehlen. „Do it yourself“ ist hier völlig fehl am Platz – damit verschwendet man meistens nur viel Zeit, Nerven, unter Umständen sogar Geld und bringt sich und andere nur unnötig in Gefahr. Materialbeschädigungen durch falsche Handhabung sind übrigens auch nicht selten.

Auf der Suche nach einer passenden Kiteschule wird man in den Google Ergebnissen regelrecht von Angeboten erschlagen. Doch woher weiß man, ob man einer Kiteschule sein Vertrauen schenken kann oder nicht? Bei der Wahl sollte man Folgendes berücksichtigen:

  • Das Alter der Schule: Im Prinzip gilt, je älter, desto mehr Erfahrung und Qualität.
  • Speed-Kurse vermeiden: Kiten ist komplex – Achtung vor falschen Versprechungen!
  • Bewertungsportale: Nach Bewertungen, Empfehlungen, Bildern und Videos suchen.
  • Persönlicher Kontakt: Vergewissern, ob die Schule zu einem passt.
  • Teilnehmerzahl: Eine gute Kiteschule hat maximal 6 Schüler pro Lehrer.
  • Details abklären: Z.B. Was passiert bei zu geringer Windstärke?
  • Folge-und Aufbaukurse: Möglichkeiten für eine Kitelizenz und Materialausleihe.
  • Die richtige Lage: Das passende Kite-Revier hat großen Einfluss auf die Lernerfolge.

Hat man seine Traumschule schließlich auserwählt, stellt sich noch die Frage nach dem Zeitaufwand. Die nötigen Einheiten für einen guten Kitekurs betragen mindestens 5 Tage und höchstens eine komplette Woche. Kurze Schnupperkurse geben immer nur einen kleinen Einblick und bereiten nicht ausreichend auf das richtige vor.

Wer den Sport also voll ausnutzen will, sollte sich an diese Grundregel halten. Erst wenn man genügend Infos über Windfenster, Flugverhalten, Strömungen und C.o. gelernt hat, kann man die Praxis so richtig genießen. Dazu gehört natürlich auch der richtige Umgang mit dem Kite-Material.

Kitesurfen im Urlaub lernen

Wer nicht gerade an der Küste lebt und wem das Kiten am See zu unspektakulär erscheint, der kann natürlich auch im Urlaub das Kiten lernen bzw. üben. Zu den angesagtesten Spots zählt zum Beispiel Sri Lanka. Ein traumhaftes Ziel, das noch nicht überlaufen ist.

Dem gegenüber stehen Orte wie Tarifa, das auch „Kite- and Windsurfing Capital of Europe“ genannt wird – also Orte, die von einer hohen Dichte an Surfschulen geprägt sind. Ein großer Vorteil dabei ist bestimmt die große Auswahl bei der Materialmiete für die unterschiedlichsten Wind-und Wetterbedingungen.

Auch Ägypten gilt mittlerweile als echter Hotspot – garantiert gutes Wetter und angenehm warmes Wasser im Mittelmeer erleichtern Anfängern die ersten Versuche.

Die richtige Kitesurf Ausrüstung

Während des Kurses stattet natürlich die Kiteschule ihre Schüler mit allen nötigen Materialien aus. Zur Ausrüstung gehört neben einem Board mit Fußschlaufen oder fester Bindung natürlich der Kite, sprich Lenkdrachen mit Steuerungs-und Sicherheitslinien. Ein um die Hüfte geschnalltes Trapez, an dem auch der Kite festgeschnallt wird, sorgt für den Halt des Schirms. Den Neoprenanzug braucht man für ausreichend Wärme, passende (Hand-)schuhe dazu sind ebenfalls zu empfehlen. Auch Helm und Weste gehören zur Grundausstattung.

Natürlich kann man auch gleich auf seine eigene Ausrüstung setzen. Auch hier gibt es Einiges zu berücksichtigen.

Kitesurfen Ausrüstung

Kaufen oder Leihen? Und was kostet eine Ausrüstung überhaupt?

Doch wie geht es nach der Ausbildung weiter? Ist man der selbstbewusste Typ, kann man durchaus alleine mit eigener Ausrüstung weiter üben.

Will man unabhängig werden, muss man aber schon ein wenig Geld für eigenes Material einplanen. Mit gebrauchtem Equipment kommt man mit 800-1000 Euro weg, für einen neuen Kite zahlt man schon mal 800-1800 Euro, je nach Modell und Anbieter. Das bedeutet für eine umfangreiche erste Ausrüstung im Neuzustand muss man mit bis zu 4000 Euro rechnen.

Das mag nach sehr viel Geld klingen, sollte aber keinesfalls dazu verleiten, auf unsicheres Billig-Equipment zurückzugreifen. Vernünftiges und sicheres Material hat seinen Preis, und der ist für das gebotene Kitevergnügen im Vergleich überschaubar.

Etwas, auf das vor allem Anfänger gerne vergessen: Der Transport von eigenem Kitesurfgepäck ist natürlich nicht umsonst. Bereits bei der Buchung wird man feststellen, dass das je nach Fluglinie zwischen 25-400 Euro kostet!

Vielleicht lohnt sich also doch das Ausleihen am Anfang mehr. Mit einer Kitelizenz sollte das Ausleihen bei einer Kiteschule kein Problem sein, die Kosten dafür sind unterschiedlich, aber leistbar.

Der Marken Check

Weltweit gibt es inzwischen schon weit über 30 Marken im Bereich Kiteboarding. Anfänger verlieren hier natürlich schnell den Überblick. Am besten seht ihr euch in der Szene um, welches Material die Locals verwenden. „Core Kites“ sind zum Beispiel sehr beliebt, denn dieses Label punktet mit einem umfangreichen Sortiment. Die Firmenphilosophie des Labels stützt sich auf die Werte Freiheit und Unabhängigkeit bei optimaler technischer Unterstützung. Genau im Sinne des Kitesports.

Idealerweise probiert ihr in der Kite-Schule verschiedene Marken aus, ehe ihr euch für ein Label entscheidet.

Gut Ding braucht Weile! Für den richtigen Einstieg ins Kiteboarden sucht man sich am besten einen passenden Kurs und lernt Schritt für Schritt die Basics dieser faszinierenden Sportart. Bereits nach einer Woche intensivem Training in der Schule machen sich die ersten Erfolge bemerkbar. Und eines ist auf jeden Fall klar: Kitesurfen macht nicht nur Spaß, sondern auch süchtig! Einmal damit angefangen, dreht sich alles nur mehr ums Kiten – selbst die Urlaubsplanung wird danach gerichtet!

Über den Autor

Andreas Cukrowski ist Geschäftsführer vom Online Shop für Boardsportarten Brettsport.de. Abgesehen vom Online Shop ist er außerdem für das Fachgeschäft im niedersächsischem Wolfenbüttel zuständig. Bei Brettsport.de dreht sich alles um größtmögliche Qualität, Auswahl und Kundenzufriedenheit!

Fotos: pixabay.com

Kategorien: Wassersport

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1 Kommentar

  1. Hallo,
    vielen Dank für diesen tollen informativen Artikel. Da ich im letzten Jahr das Sup Board für mich entdeckt habe und Wasser mein Element ist, will ich mich nun auch an das Kitesurfen heran trauen :-)
    Grüße
    Geli

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