Ein Blick hinter die Kulissen : alles über die GORE-TEX Experience Tour
Seit ihrem Start im Oktober 2010 hat die GORE-TEX Experience Tour ihr Versprechen gehalten, Outdoor Fans mit Profis zusammen zu bringen und Outdoor-Wünsche zu erfüllen. In Kooperation mit Top-Athleten und High-End Outdoor-Marken bietet die GORE-TEX Experience Tour einmalige und außergewöhnliche Abenteuer.
Majestätische Berge, steile Felswände und schwindelerregende Höhen – das sind nur einige der Dinge, die Outdoor-Fans süchtig machen. Ob eine Reise zu noch unbekannten Kletterrouten in Norwegen, eine Besteigung der höchsten Gipfel der spanischen Pyrenäen oder ein Simulationscamp für hochalpine Expeditionen – die GORE-TEX Experience Tour macht all das möglich. Doch nicht nur die Anwendung, auch die Produktion von Outdoor-Equipment ist gefragt: Die GORE-TEX Experience Tour Projekte schaffen mit den Teilnehmern in Kooperation mit High-End Outdoor-Marken die Produktion von eigenen Designs, wie individuellen Meindl Schuhen oder Mammut Jacken. Idee aller Projekte ist es, die passionierten Träger von GORE-TEX Produkten persönlich kennenzulernen und von ihren außergewöhnlichen Ideen zu lernen.
Zusammen mehr erreichen und voneinander lernen
Das hoch gesteckte Ziel jeder GORE-TEX Experience Tour ist es, Outdoor-Fans und Outdoor-Experten in Kontakt zu bringen, um den interkulturellen Austausch der Gemeinschaft zu fördern. Jürgen Kurapkat, PR Manager der Marke GORE-TEX, erklärt wie das erste GORE-TEX Experience Tour Projekt zu Stande kam: „Durch unsere Kontakte mit Sportlern und Industriepartnern sind wir in der Branche weltweit sehr gut vernetzt. So sind wir auf die Idee gekommen, dieses vielfältige Know-How, die unterschiedlichsten Ideen und Vorstellungen über das Thema Outdoor und Sport zusammenzubringen – und zwar mit allen Beteiligten, die diese Branche so faszinierend machen: Athleten, Hersteller, Händler und Endverbraucher.“
Eine kleine Idee – ein großer Erfolg
Diese Idee hat eingeschlagen: Das Feedback der Outdoor-Fans auf die Abenteuer des GORE-TEX Experience Tour Projekts ist überwältigend. Verständlich – denn wer würde schon solch einzigartige Abenteuer verpassen wollen? Sogar die Top-Athleten und Partner-Marken sind stark beeindruckt von der Leidenschaft und dem Enthusiasmus der Teilnehmer. Kein Grund für die Marke GORE-TEX, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen: Die nächsten spannenden Abenteuer sind bereits in Planung!
Die GORE-TEX Experience Tour: Was bisher geschah
Bisher fanden nicht weniger als 13 GORE-TEX Experience Touren in 10 Ländern weltweit statt :
- Und Action! Dreh deinen eigenen Outdoor-Film mit den Profis der E.O.F.T.! (April 2012)
Viele Outdoor-Fans wollen ihre Erinnerungen festhalten – am besten in bewegten Bildern. Die GORE-TEX Experience Tour gibt vier Bewerbern die Möglichkeit, professionelle Techniken für einen Outdoor-Dreh von den Experten der Europen Outdoor Film School zu lernen. Teilnahme noch bis zum 30. November via Facebook. - Nur für echte Fans – Fan Meeting beim International Mountain Summit (22.10.-24.10.2011)
Echte Outdoor-Fanatiker bekommen nie genug. Um den Austausch zwischen Outdoor-Fans und -Experten zu unterstützen, ermöglichte die GORE-TEX Experience Tour 20 Gewinnern die Teilnahme am International Mountain Summit 2011 in Brixen, Südtirol. Sie konnten die Extrembergsteiger Stefan Glowacz und Edurne Pasaban treffen, die den Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite standen. - Frauenpower – Gipfelstürmen mit Edurne Pasaban (14.10-17.10.2011)
Ein wahres Abenteuer der GORE-TEX Experience Tour Projekte – nur für Frauen – fand im Oktober 2011 in Spanien statt. Edurne Pasaban, professionelle Bergsteigerin und eine der wenigen Frauen, die alle 8.000er Gipfel der Welt bestiegen hat, leitete die Gewinnerinnen auf den Gipfel des Aneto – des höchsten Berges der spanischen Pyrenäen. - Entdecke unbekannte Pfade im arktischen Norwegen – mit Dave MacLeod (13.08.-27.08.2011)
Einen unerwarteten und überraschenden Erfolg erlebte die Gewinnerin Julia Snihur auf der GORE-TEX Experience Tour in Norwegen, als ihr gemeinsam mit dem weltweit bekannten Kletterer Dave MacLeod, eine Erstbegehung der Bongo Bar am norwegischen Blamann glückte. - Auf und Ab – europäisches Trailrun Camp in den Dolomiten (21.07.-24.07.2011)
In Vorbereitung auf den GORE-TEX Transalpine-Run schickte die GORE-TEX Experience Tour 20 ambitionierte Läufer aus ganz Europa in das European Trailrun Camp in den Dolomiten. Die britische Profiläuferin Lizzy Hawker gab vor Ort Tipps und Infos aus erster Hand. 10 Teilnehmer des Camps traten schließlich beim GORE-TEX® Transalpine Run 2011 an. - Am Limit – mit Ralf Dujmovitz im Expeditionscamp (10.06.-14.06.2011)
Oft scheitert der Traum von hochalpinen Touren am Training und an der Erfahrung. Die GORE-TEX Experience Tour ermöglichte acht Gewinnern die Teilnahme an einer Expeditions-Simulation in den Alpen, die einer Himalaya-Tour nachgestellt war, geleitet von Ralf Dujmovitz. Dujmovitz ist der erste Deutsche, der alle 8.000er Gipfel bestieg. - Outdoor-Träume werden wahr – Klettern mit Robert Jasper (06.05.2011)
Eine Tour am Matterhorn mit Besteigung des Breithorns, zusammen mit Spitzensportler Robert Jasper, war definitiv ein einzigartiges Erlebnis für David Bouskila, dem Gewinner der Tour. - Der perfekte Moment – ein außergewöhnliches Shooting mit Dan Kullberg (14.04.-17.04.2011)
Die Teilnehmer der Tour, alle passionierte Fotografen, konnten das Nordlicht in seiner ganzen Schönheit fotografieren. Der magische Monat April bot den glücklichen Gewinnern den perfekten Moment zu einem ganz besonderen Shooting mit Dan Kullberg, einem der besten skandinavischen Outdoor- und Reise-Fotografen. - Die eigenen Schuhe – mit der Marke GORE-TEX und La Sportiva (28.03.-29.03.2011)
Beim Schuh-Workshop mit La Sportiva konnten die Teilnehmer der GORE-TEX Experience Tour ihre eigenen Schuhe herstellen. Dieser exklusive Workshop fand in der Manufaktur in Val Di Fiemme, Italien statt. - Die eigene Jacke – mit der Marke GORE-TEX und Mammut (14.03.-15.03.2011)
Um zu verstehen, was eigentlich hinter der Produktion einer Jacke und der Qualität von Outdoor Produkten steckt, öffnete Mammut für die Teilnehmer der GORE-TEX Experience Tour seine Türen – und ließ jeden seine ganz individuelle Jacke schneidern. - Die eigenen Islands – mit der Marke GORE-TEX und Meindl (20.02.-22.02.2011)
Zusammen mit dem Wanderstiefel-Spezialisten Meindl gab die GORE-TEX Experience Tour 8 Teilnehmern die Chance, ihren eigenen Meindl „Island“ zu gestalten. - Von Aviemore nach Knodyard, oder: von Loch Heaven to Loch Hell (26.10.-02.11.2010)
Gemeinsam mit Outdoor-Experte Cameron McNeish reisten Keith Ruffles und James MacKeddie nach Knodyard, Schottland, um die verwunschene Region des Vereinigten Königreiches zu erkunden: auf dem Weg von Loch Heaven (Loch Nevis) nach Loch Hell (Loch Hourn). - Wie alles begann… in den Fußstapfen von Ines Papert (21.10.-26.10.2010)
Das erste der GORE-TEX Experience Tour Projekte führte Gewinnerin Sabine Bruckmaier mit Top-Bergsteigerin Ines Papert nach Mount Kyzyl Asker in Kirgistan. Sabines stolzes Resumée: „Ich war noch nie in meinem Leben so weit oben!“
Insgesamt nahmen mehrere Hundert Bewerber unter der Leitung von führende Top Athleten und in Kooperationen mit High-End Marken des Outdoor-Bereichs, an den verschiedenen Touren teil.
Auch wenn ich mich wiederhole, jeder Outdoor Fan der an einem Projekt Interesse hat sollte die Chance wahr nehmen und sich auf jeden Fall bewerben. Mit etwas Glück kann man so eine einzigartige Erfahrung an der Seite von Outdoor Spezialisten machen. Ich bin mal gespannt welche Projekte in Zukunft noch folgen werden …
GORE-TEX Experience Tour – Auf Tour mit Edurne Pasaban
Von der Fotosafari über das Sportklettern und das Designen einer Jacke bis zur exotischen Hochgebirgs-Expedition: Bei der GORE-TEX Experience Tour lernen erlebnishungrige Outdoor-Fans von erfahrenen Profis der Branche und verwirklichen ihre individuellen Träume. Aktuell sucht die spanische Spitzenbergsteigerin Edurne Pasaban für ihr Projekt im Rahmen der GORE-TEX Experience Tour noch vier Teilnehmerinnen.
Die GORE-TEX Experience Tour startete im Herbst 2010 mit den ersten Projekten und hat ein ehrgeiziges Ziel: die Experten und die junge Outdoor-Gemeinde zusammen zu bringen. Die Bandbreite der Projekte ist dabei weit gefächert und reicht von der mehrwöchigen Expedition nach Kirgistan, einer Fotosafari, dem Trailrunning-Camp in den Dolomiten bis zum Eigenbau eines Trekkingschuhs (ich war dabei!) oder dem Designen einer GORE-TEX Jacke. Neben viel Mut sind auch Geschicklichkeit und Kreativität gefragt.
Stets werden die Projekte von absoluten Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet geleitet: Dies sind einerseits von Gore unterstützte Weltklasse-Athleten, andererseits führende Partner aus der Industrie, welche GORE-TEX Schuhe und Bekleidung herstellen. Jürgen Kurapkat, PR-Manager bei GORE-TEX Footwear, zur Entstehung der GORE-TEX Experience Tour: „Durch unsere Kontakte mit Sportlern und Industriepartnern sind wir in der Branche weltweit sehr gut vernetzt. So sind wir auf die Idee gekommen, dieses vielfältige Know-How, die unterschiedlichsten Ideen und Vorstellungen über das Thema Outdoor und Sport zusammenzubringen – und zwar mit allen Beteiligten, die diese Branche so faszinierend machen: Athleten, Hersteller, Händler und Endverbraucher.“
Das aktuellste Projekt präsentiert Edurne Pasaban. Die Spanierin gilt als erste Frau, die anerkannter Weise alle 14 Achttausender bestiegen hat. Sie ist der neueste Zugang im Gore Athleten-Team, ab Sommer 2011 wird sie offiziell von der Marke GORE-TEX unterstützt. Vor wenigen Tagen gestartet ist auf Facebook die Bewerbungsphase für ihr Projekt, das sie zusammen mit vier Bergsteigerinnen – die Tour ist ausschließlich für bergbegeisterte Frauen konzipiert – auf den Aneto in den Pyrenäen führen wird.
Online bewerben – Offline erleben: Via Facebook zur Expedition
Zentrale Kommunikationsplattform für alle Projekte der GORE-TEX Experience Tour ist Facebook.
Darüber hinaus findet Live-Kommunikation auf Twitter statt. Ausführlichere Blogbeiträge über die einzelnen Projekte sind im Social Media Newsroom zu finden. Doris Niedernolte, bei Gore verantwortlich für den Bereich Online Marketing und Social Media, erklärt die Hintergründe: „Wir wollen uns mit einem jungen, kommunikativen und vernetztem Publikum austauschen. Das Netz ist oftmals der Ausgangspunkt für Outdoor-Aktivitäten: von der Verabredung zu einer Tour über die Recherche bei der Tourenplanung bis zum direkten Austausch von Informationen und Fotos auf Social-Media Plattformen. Das Engagement in den Sozialen Medien ist eine ideale Möglichkeit, unsere Marke für eine breitere Masse von Outdoor-Begeisterten erlebbar zu machen“.
Die Anwärter durchlaufen ein Online-Bewerbungsverfahren, welches auf der GORE-TEX Outdoor Products Facebook Fanpage eingebunden ist und sammeln bei anderen Fans der Seite Stimmen für sich. Einerseits entscheidet so die Facebook-Community über die Teilnehmer, zusätzlich wählen eine Jury aus Outdoor-Experten und der federführende Athlet oder Experte selbst die Kandidaten aus. Für Informationen während des Projekts sorgen die Teilnehmer in Realtime, in dem sie regelmäßig über das Erlebte mit Text und Bild bloggen.
Auch wenn ich mich wiederhole: Ich war beim Meindl Workshop der GORE-TEX Experience Tour dabei und kann jedem ambitionierten Outdoorer nur ans Herz legen sich bei einem (oder mehreren) der zahlreichen Projekte zu bewerben. Die Organisation und Durchführung der Events durch GORE und seine Partner ist hervorragend und jedes Projekt für sich ein einmaliges Erlebnis.
Weitere Informationen zur GORE-TEX Experience Tour sowie den nächsten Herausforderungen gibt es unter www.facebook.com/GORETEX.OutdoorProducts
(Fotos: GORE, Markus Schmuck)
GORE-TEX Experience Tour – Expeditions-Camp in den Alpen mit Ralf Dujmovits
Seit dem 11. April kann man sich für ein weiteres Projekt im Rahmen der GORE-TEX Experience Tour bewerben. Gore bringt die Atmosphäre der 8.000-Meter-Berge in die Alpen: Gore initiiert ein Expeditions-Camp und gibt 8 begeisterten, aber Hochgebirgs-unerfahrenen Kletterinnen und Kletterer aus ganz Europa die Möglichkeit, Expeditionsluft zu schnuppern – ohne dafür ins Himalaja reisen zu müssen. Die Leitung übernehmen die Profi-Bergführer Ralf Dujmovits, der bereits alle 8.000er bestiegen hat, und Hajo Netzer, Experte für Höhenmedizin.
Eine Expedition zu den hohen Bergen der Welt – ein Traum für viele, der aber meist unerfüllt bleibt. Junge Bergsteigerinnen und Bergsteiger haben nun Gelegenheit, wenn schon nicht die höchsten Berge der Welt, so aber doch das gesamte Drumherum einer echten 8.000er-Expedition kennen zu lernen: Gore schlägt vom 10. bis 14. Juni hoch oben in den Stubaier Alpen das Basislager auf und lädt 8 Bergsteiger ein, mit aufzusteigen.
Die Idee: In der Hochgebirgswelt der Stubaier Alpen wird eine Expedition in Zeitraffer durchgeführt – mit allem, was dazugehört: Anmarsch, Aufbau eines Basislagers, Aufstieg zum Hochlager und Gipfelbesteigung samt Fixseil-Versicherung. Natürlich alles in vergletschertem Gelände. Lediglich der Luftdruck auf 3.000 Metern Höhe ist mit den Bedingungen bei einer echten Höhenexpedition nicht ganz vergleichbar und auch der Zeitrahmen für das Expeditions-Camp ist begrenzt. Trotzdem dürften die Teilnehmer ganz schön ins Schnaufen kommen: Ohne vorherige Akklimatisation ist der fünftägige Aufenthalt bei über 3.000 Metern eine echte bergsportliche Herausforderung.
Geballte Erfahrung der Expeditionsleiter
Die beiden Expeditionsleiter Ralf Dujmovits und Hajo Netzer stehen mit Rat und Tat zur Seite. Ralf stand bereits auf allen 14 Achttausendern, auf etlichen davon zusammen mit seiner Frau Gerlinde Kaltenbrunner. Insgesamt war er bereits bei mehr als zwanzig 8.000er-Expeditionen erfolgreich. Hajo bestieg schon vier der Allerhöchsten. Auch er ist staatlich geprüfter Bergführer und erfahrener Expeditionsleiter, außerdem Ausbilder für Höhenmedizin und Mitglied im Lehrteam für Bergführer. Mehr Hochgebirgserfahrung ist kaum zu bekommen! Alle Informationen zum Expeditions-Camp gibt es auf Facebook, wo man sich ab 11. April auch bewerben kann.
Das Event richtet sich an alle ambitionierten Kletterinnen und Kletterer ab 16 Jahre, die bisher noch nicht oder selten in der vergletscherten Welt des Hochgebirges unterwegs waren.
Bewerbungen und mehr Informationen gibt es unter apps.facebook.com/gore-experiencetour/
(Fotos : Joachim Stark, www.amical.de)
GORE-TEX Experience Tour – Drei perfekte Jacken mit GORE und MAMMUT
23. März 2011 von Sven
Abgelegt unter Bekleidung, Touren
Im Rahmen der GORE-TEX Experience Tour hatten drei Outdoor Enthusiasten die Möglichkeit ihre ganz persönliche Jacke mit Gore und Mammut zu designen und zu fertigen.
Phase 1 – Design
Am 28. Februar und 1. März bekamen die drei ausgewählten Kandidaten die Möglichkeit ihre Neugier bei Mammut in der Schweiz zu befriedigen, Fragen zu stellen und sich mit den Gore Mitarbeitern und Mammut Designern in einer entspannten Atmosphäre zu messen.
Nachdem die Kandidaten bei der Konstruktion ihrer Jacken, bei der Material- und Farbauswahl, beim Schnitt und beim Einsatz der GORE-TEX Membrane , als wichtigster Bestandteil bezüglich technischer Eigenschaften und Schutz, selbst Hand anlegen durften, ging es für die Teilnehmer weiter ins Mammut Labor in Urgnano (Bergamo) in Norditalien, wo die finalen Arbeiten an der Jackenkonstruktion vorgenommen wurden.
Phase 2 – Fertigung
Nach der Spannung kamen zwei Tage voll gepackt mit Aufregung und harter Arbeit, an denen die drei Finalisten die Möglichkeit hatten, ihre eigenen perfekten Jacken zu fertigen. Am 14. und 15. März ging es in die von Gore zertifizierten Labors in Urgnano (Bergamo) in Norditalien, wo die Finalisten ihr Geschick und ihre Kreativität bei der tatsächlichen Herstellung der drei Jacken auf die Probe stellen konnten.
Spannung und Neugier machte sich breit und ein reger Gedankenaustausch mit den Gore und Mammut Mitarbeitern entwickelte sich. In den letzten zwei Tagen lag der Schwerpunkt auf Textilien, Farben und der GORE-TEX Membrane. Schließlich konnten die drei Gewinner ihre eigenen “exklusiven” Jacken anziehen und ihre eigenen Leistungen persönlich testen. Anschließend ging es nach Draußen wo jede Jacke auf Herz und Nieren getestet wurde: die beste Art festzustellen was die Finalisten “mit ihren eigenen Händen” angefertigt haben.
Für Gewinner Francesco Grossi war es eine einmalige Erfahrung: “Es waren zwei faszinierende, intensive und sehr internationale Tage! Ich habe meine ganz persönliche Superjacke (mit nur „ganz wenig“ Hilfe von Menschen, die etwas von ihrem Handwerk verstehen) angefertigt. Es war fantastisch. Jetzt möchte ich die Jacke am Mont Blanc testen.”
Den Gewinnern zufolge werden sie diese Erfahrung nie vergessen. Diese jungen Leute hatten eine einmalige Gelegenheit sich selbst ein Bild von einem Outdoor-Bekleidungshersteller zu machen. Sie konnten die Menschen, die Arbeit, das fachliche Können und die Leidenschaft hinter Marken wie Mammut und GORE-TEX kennen lernen.
Ich muss sagen, das Resultat kann sich wirklich sehen lassen! Beim Meindl Projekt hatten wir leider keine so kreative Freiheit was den Schnitt und die Farbgestaltung der Schuhe anbelangte. Dafür erhielten die Schuhe aber spätestens an der Nähmaschine ihre ganz individuelle Note :)
Alle Fotos der Experience Tour gibt es bei Flickr : Phase 1 & Phase 2.
(Fotos: Olaf Crato)
GORE-TEX Experience Tour – Meindl Workshop
Während des Schuh-Workshops bei Meindl im Rahmen der GORE-TEX Experience Tour vom 20. bis 22. Februar konnte ich mein eigenes Paar Meindl ISLAND MFS Trekkingschuhe fertigen. Eine einmalige Erfahrung die ich euch nicht vorenthalten möchte.
Tag 1
Ich reiste per Flugzeug und Taxi von Luxemburg via Frankfurt und Salzburg nach Waging am See, und checkte recht früh in unserem Hotel ein. Nach und nach trafen auch die anderen Teilnehmer ein und man lernte sich schon mal kennen.
Am Abend trafen wir uns mit Juergen Kurapkat von GORE und Lukas Meindl selbst zum Abendessen im Hotel, wo wir erste Informationen zum Ablauf des Workshops an den folgenden beiden Tagen erhalten haben. Insgesamt waren wir 9 Teilnehmer aus Deutschland, Luxemburg, Schweden und den USA. Außerdem begleiteten uns Journalisten des Outdoor Magazins, der TZ, und des Wandermagazins SCHWEIZ, ein zweiköpfiges Kamerateam, sowie ein Profifotograf der von GORE selbst engagiert wurde.
Tag 2
Morgens wurden wir schon um 7:30 am Hotel abgeholt, wir wollten uns ja in den normalen Arbeitsablauf integrieren. Nach einer kurzen Begrüßung von Lukas und einigen Worten zur Geschichte von Meindl, ging es dann auch gleich in die Musternäherei. Hier erwartete uns eine Kiste mit Arbeitsschürze und unzähligen Einzelteilen die am Ende einen Paar Schuhe ergeben sollten (zu dem Zeitpunkt eigentlich noch unvorstellbar). Heute sollten wir daraus den Schaft und das GORE-TEX Futter für die spätere Montage vorbereiten.
Die Mitarbeiter, allen voran Produktionsleiter Alois, führten uns dann auch gleich in die Kunst des Nähens und Klebens ein. Nach einigen Testnähten an einem Stück Leder durfte ich auch gleich das Meindl Logo auf der Lasche befestigen. So eine Nähmaschine bedarf schon einiges an Feingefühl wie ich feststellen musste. Etwas zu viel “Gas” auf der Pedale und schon schießt man mit der Naht über das Ziel hinaus. Da trieb es mir schon die eine oder andere Schweißperle auf die Stirn :) Zum Glück übernahm dann auch schon mal eine der freundlichen Mitarbeiterinnen die eine oder andere kniffelige Arbeit. Am schwierigsten empfand ich das Nähen der Verbindungsstücke zwischen Schaft und Lasche.
Einige Teilnehmer hatten auch recht kreative Vorstellungen von “geraden” Nähten, aber gerade das machte unsere Schuhe zu Unikaten.
Einige Teile wie Polsterschäume oder Fersenkappe wurden geklebt. Dies gehörte zu den etwas leichteren Arbeiten, wobei der Drehteller der Ich-drück-mit-einer-heißen-Platte-das-schwarze-Dings-auf-dein-Leder-Teil-Maschine den einen oder anderen doch zum Verzweifeln brachte. Zum Kleben der Polsterschäume wird übrigens ein feiner Sprühkleber verwendet da dieser eine gute Luftdurchlässigkeit gewährt.
Anschließend wurden Haken und Ösen am Schaft befestigt. Auch hier konnte man einiges falsch machen : Löcher nicht richtig ausstanzen, Nieten daneben hauen, oder Haken und Ösen vertauschen.
Als letzter Schritt des heutigen Tages wurde noch das Herzstück des Schuhs genäht, das Innenfutter aus einer wasserdichten und atmungsaktiven GORE-TEX Membran. Nach dem Zusammennähen mussten die Nähte natürlich noch versiegelt werden. Diesen Arbeitsschritt überließ ich dann doch zum Großteil einer Meindl Mitarbeiterin, da die Koordination von zwei Pedalen zum Kleben und Abschneiden des Tapes mir nicht so recht gelingen wollte. Ein Qualitätstest bescheinigte anschließend die Wasserdichtigkeit der Nähte und wurde mit einem Prüfstempel auf dem Innenfutter besiegelt.
Mittlerweile war es dann auch schon halb 4 und somit Zeit für das weitere Rahmenprogramm (siehe unten). Die fleißigen Meindl Mitarbeiterinnen schoben noch die eine oder andere Überstunde um das Innenfutter mit dem Schaft zu vernähen, so dass wir am folgenden Tag alle mit der eigentliche Montage des Schuhs beginnen konnten.
Tag 3
Nachdem Lukas uns im kleinen aber feinen Meindl Museum noch einige interessante und lustigen Anekdoten zu verschiedenen Schuhen erzählte, folgte nun die Montage des Schuhs in der eigentlichen Fabrik. Nachdem jeder den passenden Leisten für seinen Schuh ausgesucht hatte, wurde die sogenannte Brandsohle an diesem befestigt und anschließend in einer speziellen (nicht ungefährlichen) Zwickmaschine mit dem Schaft fest verbunden. Nun konnte man die Endgültige Form des ISLAND MFS schon deutlich erkennen.
Jetzt folgten in mehreren Arbeitsschritten das wasserdichte Abdichten nach unten, ehe der Geröllschutz mit eingelasertem Namen unseren Schuh endgültig individualisierte. Im finalen Schritt wurde schließlich die Vibram Sohle an den Schuh geklebt, ein Schritt beim dem man aufgrund des schnellen Wirken des Klebers nicht zögern durfte. Nun war er auch schon fast fertig, unser Meindl Trekkingschuh mit ganz persönlicher Note :)
Es folgte jetzt eigentlich nur noch Kosmetik : Kleberreste entfernen, Schuhe bürsten, Imprägnierung auftragen und Schnürsenkel einfädeln. Was für ein Gefühl! Nach dem Näh-Disaster hätte ich eigentlich nicht geglaubt, dass der Schuh am Ende doch noch so gut aussieht, fast wie aus dem Laden ;)
Rahmenprogramm
GORE-TEX und Meindl hatten keine Kosten und Mühen gescheut uns auch nach Feierabend in der Fabrik noch ein interessantes Rahmenprogramm zu bieten. So konnten wir am späten Montag Nachmittag den Skeleton Damen und Herren beim WM-Training auf der Bobbahn am Königssee zusehen. Es war wirklich atemberaubend mit welchem Tempo die Fahrer so nah an einem vorbei rauschen.
Im Anschluss fuhren wir nach Berchtesgaden wo uns die Nachtwächterin Anita Glossn die Geschichte des Ortes auf unterhaltsame Weise näher brachte. Bei einem köstlichen Abendessen im neu erbauten Luxus Hotel Edelweiss ließen wir den Tag schließlich ausklingen.
Fazit
Der Workshop war eine einmalige Erfahrung die mir gezeigt hat wie viel (Hand-) Arbeit eigentlich in so einem Schuh drin steckt. Der ISLAND MFS von Meindl besteht aus rund 200 Einzelteilen welche in etwa 250 Arbeitsschritten zusammen gefügt wurden. Allein das hochwertige Leder für ein Paar ISLAND Trekkingschuhe kosten im Einkauf schon 35 bis 50 Euro. Bedenkt man dann den Aufwand für die Fertigstellung, so müsste der Schuh eigentlich 500 Euro kosten. Ich freue mich nun jedenfalls um so mehr meinen persönlichen ISLAND Schuh auf der ersten Tour testen zu können. Ob er wohl wirklich dicht ist? :)
Von hier aus nochmals vielen herzlichen Dank an Jürgen von GORE der diesen Workshop auf die Beine gestellt hat, sowie Lukas, Alois und ihre fleißigen und netten Mitarbeiter! Viele Grüße auch an alle Teilnehmer des Workshops. Es war wirklich eine tolle Truppe :) Vielleicht sieht man sich ja noch mal.
Weitere Fotos vom Meindl Workshop :
- Foto Galerie auf dem Freiluft Blog
- Fotos von Dan auf Flickr
- Fotos vom offiziellen GORE-TEX Fotografen
Videos vom Meindl Workshop :
Weitere Beiträge und Artikel zum Meindl Workshop :
Über die GORE-TEX Experience Tour
Bei der GORE-TEX Experience Tour haben Outdoor-Liebhaber die Möglichkeit gemeinsam mit Experten aus der Szene verschiedene Projekte umzusetzen. Auf der Facebook Seite der GORE-TEX Experience Tour werden sämtliche Projekte vorgestellt und kommuniziert. Ebenso können sich Interessenten über die Seite bewerben.














