Reise ins Ungewisse – Stefan Glowacz im Himalaya

8. April 2011 von  
Abgelegt unter Klettern & Bergsteigen

Am 18. April macht sich der Expeditionsbergsteiger Stefan Glowacz zusammen mit Klaus Fengler und David Göttler auf den Weg. Ihr  Ziel: . Die Alpinisten haben sich vorgenommen, die steile, 1.800 Meter hohe und bisher unbezwungene Südwand des zu besteigen. Der Schwierigkeitsgrad des Geländes ist unbekannt. Mit der Expedition erfüllt sich Glowacz endlich seinen Traum, in über 7.000 Metern Höhe zu .

Spricht Stefan Glowacz von seinem Leben, benutzt er gerne den Ausdruck „Spielformen des Kletterns“. Fast alle hat er professionell ausgeübt und geprägt: das Sportklettern bei internationalen Wettkämpfen ebenso wie das alpine Freiklettern in den entlegensten Regionen dieser Welt. Eine Spielform aber fehlt ihm: das Klettern in großer Höhe. Das wird sich nun ändern, denn am 18. April bricht Glowacz gemeinsam mit dem Topalpinisten David Göttler und dem Spezialisten in der Natur- und Kletterfotografie, Klaus Fengler, nach Nepal auf. Dort wollen sie den 7.030 Meter hohen Südgipfel des Gauri Shanka besteigen – natürlich nicht über den Normalweg.

Ein Traum, der über Jahre gewachsen ist

„Ich weiß es nicht“, beantwortet kurz und knapp die Fragen, was ihn in Nepal erwartet und wie er mit der Höhe zurechtkommen wird. Der Profi-Kletterer kann es nicht beurteilen, weil er es nie erlebt hat. Er meisterte bereits schwierigste alpine Kletterrouten fernab der Zivilisation. Nie aber ist er in großer Höhe geklettert. Der Wunsch, das zu erfahren, ist über die Jahre hinweg in ihm gewachsen. „Nepal und das Himalaya-Gebirge haben mich in letzter Zeit mehr und mehr fasziniert“, sagt der 46-Jährige. Mit dieser Expedition erfüllt er sich einen Traum.

1.800 Meter hohe Südwand: Unbezwungen und hochalpin

Das Ziel von Stefan Glowacz ist der Gauri Shanka, konkret dessen unbezwungene Südwand. Die rund 1.800 Meter hohe Felsmauer führt auf den Südgipfel des Gauri Shanka (7.030 Meter). Die Informationen über das Gebiet sind spärlich. „Sie reichen nicht, um einen richtigen Schlachtplan zu entwickeln“, sagt der Profi-Kletterer. Nur wenige gute Fotos existieren von dieser Wand. Erkannt hat er beim Hineinzoomen nur, dass die Granitwand „extrem steil“ ist. Glowacz erwartet hochalpines Gelände – Schwierigkeitsgrad unbekannt.

Außergewöhnliches Team für außergewöhnliche Expedition

Bei Expeditionen wie dieser ist das Team entscheidend. Ohne seine hervorragenden Seilpartner „wären die vielen Erstbegehungen nicht möglich gewesen“, sagt der Profibergsteiger. Nach Nepal werden ihn Klaus Fengler und David Göttler begleiten.
Fengler ist bereits seit sieben Jahren mit Glowacz unterwegs. Der Fotograf und erfahrene Bergsteiger war in Patagonien, auf Baffin Island und in Venezuela dabei. Seine Natur- und Kletteraufnahmen erscheinen in internationalen Magazinen. Auch die zwei Monate in Nepal wird der 47-Jährige in fesselnden Bildern festhalten.

Eine wichtige Rolle wird David Göttler spielen. Denn der 32-jährige Trainingspartner von Glowacz bringt ein hohes Maß an Erfahrung im Höhenbergsteigen mit. Als Kameramann war er mit Profi-Bergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner auf Expeditionen unterwegs; die beiden standen zusammen auf dem Broad Peak (8.047 Meter), Dhaulagiri (8.167 Meter) und Lohtse (8.516 Meter). Am Gauri Shanka war er ebenfalls schon, wenn auch auf einer anderen Route: 2008 musste David Göttler auf 6.400 Metern vor dem Südgrat wegen zu gefährlicher Bedingungen aufgeben.

Neben dem richtigen Team kommt es auf weitere Faktoren an: „Ich muss mich nicht nur auf die Seilpartner verlassen können, sondern auch auf meine Ausrüstung“, sagt Stefan Glowacz. „Sichere Kleidung ist zwingend erforderlich auf einer Expedition, die von Unsicherheiten geprägt ist. Hier vertraue ich auf meine langjährigen Ausrüstungspartner GORE-TEX und Marmot.“

Mönch gibt Erlaubnis

Über den Zustieg zum Gauri Shanka ist wenig bekannt. Die drei Bergsteiger verlassen auf ihrem Weg zum Einstieg bald die bekannte Trekking-Route und gehen in ein unerkundetes Seitental. Sie rechnen dort mit steilen Felsvorsprüngen und Wiesengelände. Auf ihrem Marsch werden sie von Trägern begleitet. Denn Glowacz will sich nach eigener Aussage „an die Gepflogenheiten des Landes halten“. Und diese sehen vor, Träger zu beschäftigen. Zu den Landessitten gehört darüber hinaus, den Lama im Kloster um Erlaubnis zu bitten, den für die hinduistische und buddhistische Bevölkerung heiligen Berg besteigen zu dürfen.

Eine völlig neue Erfahrung

Die Reise startet am 18. April in Kathmandu. Nach zwei Tagen werden Glowacz, Fengler und Göttler mit dem Bus nach Singate gebracht, wo der Fußmarsch beginnt. Nach einer Woche wollen die Kletterer an dem Platz auf knapp 5.000 Meter Höhe ankommen, wo sie ihr Basislager aufschlagen. Es folgt eine intensive, zwei- bis dreiwöchige Akklimatisationsphase, bevor der Erstbegehungsversuch gestartet wird.

Das Team rechnet mit vier bis sieben Tagen, um die Südwand des 7.030 Meter hohen Gauri Shanka im Alpinstil zu bezwingen.

Zwei weitere Tage sind für den Abstieg geplant. Am 05. Juni kehren die drei Bergsteiger nach Hause zurück – Glowacz wird dann um eine völlig neue Erfahrung reicher sein. „Wenn diese positiv ist, wird das wohl nicht meine letzte Expedition auf einen hohen Berg gewesen sein“, kündigt er an.

(Foto : GORE-TEX)

Jeanne Immink – Die Frau, die in die Wolken stieg

19. Mai 2010 von  
Abgelegt unter Bücher & Magazine

Der österreichische Buchverlag Tyrolia präsentiert mit “Jeanne Immink – Die Frau, die in die Wolken stieg” das neueste aus seiner Reihe “Alpine Geschichte”. Die abenteuerliche erzählt das Leben der Jeanne Immink die in Hosen, mit Reiterkappe, Hanfseil und einem der ersten Klettergurte bewaffnet sich als Frau einen historischen Platz unter den geschicktesten Bergsteigern ihrer Zeit errang.


Jeanne Immink – Die Frau, die in die Wolken stieg
Das ungewöhnliche Leben einer großen Bergsteigerin

216 Seiten, 30 Farb- und Schwarzweißabbildungen
15 x 22,5 cm, gebunden mit Schutzumschlag
Tyrolia-Verlag – Innsbruck-Wien
ISBN 978-3-7022-3075-3
€ 24,95 / SFr. 42,90

Faszinierend

Das Buch mit dem Titel »Jeanne Immink – Die Frau, die in die Wolken stieg« erzählt die Geschichte einer Bergsteigerin, deren Lebenswandel genauso faszinierend ist wie die Bergwelt selbst. Sie fühlte sich wohl in der Münchner Schickeria und gehörte zur Wiener Hautevolee, zog aber gleichzeitig als Nomadin durch die Berge. »Madame Immink« – so unterschrieb sie – spielte die vermögende Witwe und heuerte die besten Bergführer an. Mit Sepp Innerkofler, dem späteren Kriegshelden, bildete sie eine famose Seilschaft. Das Buch folgt den Spuren und Routen, es lässt uns die Kühnheit der Pioniere mit ihren Hanfseilen neu erleben.

Freundschaft

Jeanne Immink unternahm auch als Einzelgängerin schwerste Bergfahrten, genauso wie mit ihrem unehelichen elfjährigen Sohn – eine Verwegenheit, die aus heutiger Sicht schwer verständlich ist. Sie pflegte eine enge Freundschaft zu Theodor Wundt, dem Berufssoldaten und namhaften Publizisten. Dank seiner Fotoreportagen ist uns ihr Bildnis erhalten geblieben. Es handelt sich um die ersten historischen Aufnahmen einer Felsgeherin.

Besondere Menschen

Die Biografie der Jeanne Immink zeichnet – spannend wie ein Abenteuerroman – inmitten der überwältigenden Schönheit der Berge eine Welt von besonderen Menschen. Dem Autor war daran gelegen, die Leistungen der Bergsteigerin wirklichkeitsnah zu beschreiben. Deshalb wiederholte er zusammen mit dem Bergführer und Alpinexperten Donato Zagonel aus Primiero die meisten Touren. Wer die Berge liebt und dem Bergsteigen aus Überzeugung nachgeht, wird sich in den Erlebnissen von Jeanne Immink wiederfinden. Der Tyrolia-Verlag Innsbruck erkannte das Potenzial dieser überraschenden Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart und räumte Jeanne Immink den ihr gebührenden Platz ein.

Das Buch kann man übrigens auch schon bei Amazon vorbestellen. Weitere Hintergrundinformationen zum Buch, zum Autor und zur Person Jeanne Immink gibt es unter www.Jeanne-Immink.at.

Das Freiluft verlost ein Exemplar

Der Tyrolia Verlag hat dem Freiluft Blog freundlicherweise ein Exemplar von “Jeanne Immink – Die Frau, die in die Wolken stieg” zum Verlosen zur Verfügung gestellt. Jeder der bis zum Sonntag (23.05.2010) 23:59 Uhr einen Kommentar hier im Beitrag abgegeben hat, nimmt automatisch an der Verlosung Teil. Der Gewinner wird dann am Montag veröffentlicht. Viel Glück allen Teilnehmern!

in Hosen, mit Reiterkappe, Hanfseil und einem der ersten Klettergurte bewaffnet errang sie sich als Frau einen historischen Platz unter den geschicktesten Bergsteigern ihrer Zeit.

Blog Vorstellung #5 : MountainBlog.de

28. August 2009 von  
Abgelegt unter Blogs

Die Kletterer und Bergsteiger unter den Lesern des Freiluft Blogs werden sie sicherlich bereits kennen, Marco und Oliver vom Mountain Blog.

Moutain-blog.de

Marco und Oliver über sich und ihr :

Kern des Blogs sind Themen rund ums Bergsteigen und . Dabei sind uns unsere eigenen Gedanken und Erfahrungen wichtig als auch News sowie Touren und Ausrüstungsgegenstände. Wir bewegen uns dabei nicht nur dogmatisch im Bergsportbereich, sondern auch in allgemeinen und speziellen Outdoorthemen, die uns interessieren und faszinieren; angefangen vom Slacklining über Kanufahren bis zum Zorbing.

Autoren

Name: Marco Hardiman
Jahrgang: 1971
Wohnort: Darmstadt
Hobbies: Klettern, Bergsteigen, Laufen, Lesen, Bloggen und seit neuestem mein kleiner Nachwuchskletterer…

Name: Oliver Schulz
Jahrgang: 1974
Wohnort: Sinzheim
Hobbies: Klettern, Bergsteigen, Laufen, Lesen

Neben zahlreichen Berichten über Touren und die passende Ausrüstung zum Klettern und Bergsteigen, findet man auch (fast) wöchentlich TV-Tipps zum Thema Berge. Besonders gefällt mir auch der Bericht und die atemberaubenden Fotos vom Eisklettern direkt über dem Meer in Island. Zu gerne würde auch wieder mal nach Island reisen …

Das Mountain Blog ist auf jeden Fall einen Eintrag in die Feed Liste wert und ich freue mich schon auf die nächsten Tour Berichte.