Wanderung auf dem Alzette Pfad
Der Alzette Pfad (französisch Sentier de l’Alzette) ist ein knapp 24 km langer nationaler Wanderweg der von der Hauptstadt Luxemburgs in die Landesmitte führt. Bei schönstem Herbstwetter haben wir am vergangenen Wochenende diese Wanderung in meiner Heimatregion, dem Alzette Tal, in einer kleiner Gruppe gemacht.
Startpunkt unserer Wanderung war am Bahnhof in Dommeldingen. Von hier aus geht es erst mal einige Höhenmeter durch die Siedlung hinauf in den Wald. Nach einigen Kilometern kommt man schon an einem sehr schönen Aussichtspunkt mit Blick ins Alzettetal vorbei. Perfekt für die erste kurze Pause.
Weiter geht es über Walferdingen in meine Heimatgemeinde Lorentzweiler. Hier machten wir für unsere Mittagspause auf dem “Fautelfels” Halt, einem sehr schönen Aussichtspunkt auf einem Sandsteinfelsen in dem man auch eine kleine Kapelle direkt im Felsen findet. Anschließend setzten wir unsere Wanderung Richtung Blaschette weiter, wo man am Neolithikum, einem kleinen Keltenhaus, vorbei kommt.
In Lintgen geht es runter in den Dorfkern bevor man dann den längsten Anstieg (von ca. 230 auf 385 m ü. M.) in Angriff nimmt. Nun kommt man im Wald oberhalb von Rollingen noch vorbei an zahlreichen schönen Sandsteinfelsformationen ehe man schließlich hinab zur Hauptstraße in Rollingen wandert, von wo aus man in wenigen Minuten am Ziel, dem Bahnhof in Mersch, ist. Mersch ist übrigens ein Knotenpunkt mehrerer nationaler Wanderpfade, so dass man den Alzette Pfad auch hervorragend zu einer Mehrtageswanderung ausbauen kann.
Der gesamte Weg lässt sich sehr gut in leichten (halbhohen) Wanderschuhen gehen, da er abwechselnd zum Teil über asphaltierte Straßen, befestigte sowie unbefestigte Waldwege führt. Das gelbe Dreieck zeigte uns den Weg der somit meist recht gut zu finden war. Zwischendurch warf ich immer wieder einen Blick auf das GPS Gerät, welches uns unser Voranschreiten dank topographischer Karte von Luxemburger und GPX Datei des Alzette Pfades, genau anzeigte. Insgesamt benötigten wir rund 7 Stunden für die Wanderung, wobei wir einige kleine Pausen und eine längere Mittagspause einlegten. Zwischendurch ging es dann auch mal nur im Kleinkinderschritttempo voran :)
Fazit : Der Alzette Pfad ist kein spektakulärer, aber ein schöner und einfacher Wanderweg.
Fotos unserer Tour gibt es wie immer in der Galerie.
Weitere Informationen zum Alzette Pfad :
- Topographische Karte und GPX Datei des Pfades auf dem Luxemburger Geoportal
- Beschreibung auf Tours.lu
- Offizielle Brochüre zum Alzette Pfad im PDF Format
Geoportal.lu jetzt auch mit Rad- und Wanderwegen
Über das Geoportal des Luxemburger Kataster und Topographie Amts habe ich hier im Blog bereits berichtet. In der interaktiven Kartenansicht des Portals kann man von 1:1.500.000 bis auf einen Maßstab von 1:1.500 hinein zoomen und einzelne Kartenausschnitte nach Bedarf ausdrucken. Ideal also wenn man nur einen kleinen Ausschnitt einer topografischen Karte benötigt, denn dieser Service wird kostenlos angeboten.
Nun hat das Geoportal aufgerüstet und bietet zusätzlich Informationen zu Luxemburgs zahlreichen Rad- und Wanderwegen.
Auf einem eigenen thematischen Portal unter tourisme.geoportail.lu welches in Zusammenarbeit mit dem Luxemburger Ministerium für Mittelstand und Tourismus realisiert wurde, kann man ab sofort Rundwanderwege (“sentiers auto-pédestres”), Mountainbike Treks, den Mullterthal Trail sowie den luxemburgischen Teil des Jakobswegs, nationale Wanderwege, die Wanderwege der Jugendherbergen (AJL), und die großen Wanderwege (GR5, E2, E3, …) auf der bekannten interaktiven Karte einblenden. Später sollen zudem noch alle Radwege folgen.
Mit einem Klick auf einen Weg erhält man Informationen zur Länge sowie zum Höhenprofil. Interessant ist zudem die Möglichkeit einen Weg als GPX-Datei herunter zu laden und auf sein GPS Gerät zu übertragen.
Das neue thematische Portal ist, wie ich finde, ein gelungenes Projekt und wird sicherlich nicht nur Touristen nützlich sein. Falls Ander mir irgendwann mal mein Garmin Oregon zurück gibt werde ich gleich mal den einen oder anderen Rundwanderweg auf das Gerät übertragen :)
Der Klangwanderweg in Hoscheid
Am Wochenende hat es uns in den schönen Norden Luxemburgs verschlagen. Hier lud der Klangwanderweg auf insgesamt 14 Stationen, sogenannten Klangpunkten welche sich auf rund 6,5 Kilometern verteilen, zum Entdecken der Landschaft, zum Musik machen, oder einfach nur zum Zuhören ein.
Ausgangspunkt der Rundwanderung ist der Gemeindeplatz direkt neben der Kirche des beschaulichen Ortes Hoscheid im Norden Luxemburgs. Hier kann man sein Auto auf dem Parkplatz abstellen und gleich die erste Klangskulptur, eine Art in sich geschlossenes Glockenspiel, austesten. Außerdem findet man neben der Infotafel zur Wanderung auch gleich ein Faltblatt mit welchem man die Informationen im handlichen Format mitführen kann. Leider haben wir diese Tafel erst nach unserer Tour entdeckt, denn wir haben uns auf die veralteten Informationen der offiziellen Internetseite zum Weg verlassen. Der Weg stimmt hier nicht mehr zu 100% mit der aktuellen Situation überein, so dass wir zum einen gegen die eigentliche Richtung gewandert sind, zum anderen gleich zu Beginn an den ersten 2 Stationen vorbei gelaufen sind. Auf der Seite ist auch von 17 Stationen die Rede.
Der Weg an sich ist zwar nur rund 6,5 Kilometer lang dafür wird er aber als schwierig beschrieben. In der Tat geht es zu Anfang gleich 200 Höhenmeter nach unten, die es dann am Ende der Wanderung auch wieder hoch geht. Das war dann aber auch schon die ganze Schwierigkeit. Ausgeschildert ist der Klangwanderweg mit weißen Richtungspfeilen auf orangem Untergrund, allerdings nur in der vorgegebenen Wanderrichtung. Wir hatten so an verschiedenen Stellen Schwierigkeiten den richtig Weg auszumachen da wir ja gegen den Uhrzeigersinn gelaufen sind.
Die verschiedenen Klangpunkte sind zum größten Teil wirklich sehr schön gemacht, wie etwa das Erdxylophon, der Waldgong, die Röhrenglocken, oder die Marimba. Einige bedürfen allerdings etwas Pflege um sie wieder in Ordnung zu bringen, andere wurden sichtlich vor kurzem erst ausgetauscht. Im Allgemeinen ist es ein tolles Erlebnis für Groß und Klein.
Veraltete Informationen mit Fotos zu Stationen die man aber trotzdem noch auf der Wanderung findet, gibt es auf www.klanglandschaften.lu. Ansonsten sollte man sich den Flyer bei der Infotafel in Hoscheid mitnehmen (falls noch welche vorhanden sind). Natürlich haben wir auch selbst Fotos gemacht welche man in der Galerie findet.
P.S. Geocacher sollten sich den Cache GC5C8D nicht entgehen lassen. Er liegt etwas abseits (etwa 500 Meter) auf halben Weg und erfordert einen steilen Anstieg. Die Aussicht lohnt aber auf alle Fälle (siehe Fotos in der Galerie).
Update : Hier gibt es den aktuellen (2011) Fyler zum Klangwanderweg als Download!
Der West Highland Way in Schottland
22. Januar 2010 von Sven
Abgelegt unter Schottland
Vor zwei Jahren sind wir mit unserer Pfadfinder Gruppe den Great Glen Way in Schottland gewandert. Landschaftlich hat diese Tour, wie auch Schottland allgemein, einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Allerdings waren die Wege an sich sehr monoton und langweilig. Eine deutlich interessantere, wenn auch anstrengendere Alternative bietet hier der bekannte West Highland Way (kurz WHW).
Der West Highland Way ist ein Fernwanderweg der von Milngavie (bei Glasgow) nach Fort William führt. Der Weg beginnt in den Lowlands und führt in die Highlands, vorbei an Schottlands größtem Süßwassersee, dem Loch Lomond, durch Glencoe sowie vorbei am höchsten Berg Schottlands, dem Ben Nevis. Die Gesamtlänge des WHW beträgt rund 152 km und ist in der Regel in 7 bis 8 Tagen zu schaffen.
Die Route ist sehr gut mit Pfählen markiert, welche eine weiße Distel (die schottische Nationalblume) als Emblem des Weges tragen. Der WHW führt über viele alte Verkehrswege, zumeist Viehhändlerrouten, Militärstraßen und alte Behelfswege. Dabei durchwandert man alle Landschafts-, Vegetationsarten und geologischen Formationen Schottlands.
Für geocachende Wanderer ist der WHW übrigens auch ganz interessant. Entlang der Strecke finde man nämlich zahlreiche (Tradi) Geocaches die zum Teil extra für WHW Bezwinger gelegt wurden.
Auf jeden Fall kommt der West Highland Way auf meine To-Do-Liste, bzw. To-Wander-Liste :)
Links zu weiteren Informationen und Reiseberichte :
- Offizielle West Highland Way Webseite
- West Highland Way by Walking Scotland
- Reisebericht West Highland Way
- Reisebericht West Highland Way im Winter
Bücher und Karten :
- Outdoor. Schottland: West Highland Way
- The West Highland Way
- West Highland Way: Map/Guide (Footprint)
- West Highland Way: Glasgow to Fort William
(Foto : Wikipedia)
Gefährliche Wanderung auf dem Mount Hua
Über den gefährlichen Wanderweg Caminito del Rey (offiziell geschlossen) in Spanien habe ich hier ja schon berichtet. Nun habe ich bei Walking away einen ähnlich spektakulären Wanderweg entdeckt. Allerdings muss man zum Mount Hua etwas weiter reisen, nämlich in die Volksrepublik China.
Der Mount Hua ist eines der fünf heiligen Berge in der Provinz Shaanxi in der Nähe der Kreisstadt Huayin. Das Gebirge bietet mehrere bis zu 2100 Meter hohe Gipfel, welche durch zahlreiche, zum Teil gefährliche, Bergpfade verbunden sind. Auf den Wegen begegnet man Klöstern, Pagoden, Tempeln, Brücken und Toren.
Die Wege bestehen aus (nahezu senkrechten) Treppenstufen, schmalen Holzsteigen entlang den Felswänden, eisernen Leitern, oder gar nur einfachen Fußlöchern in der Wand. Wenn dann auch noch Schnee liegt, wird eine Wanderung auf dem Mount Hua schnell zu einem gefährlich Abenteuer, wie man in diesem Video erahnen kann :
Einen interessanten Bericht (in englischer Sprache) über die Steige des Mount Hua mit vielen beeindruckenden Fotos findet man unter anderem unter www.ssqq.com/ARCHIVE/vinlin27d.htm.
(Fotos : Wikipedia)

















