MAGIX Fastcut – Die Videobearbeitung optimiert für Action Cams

MAGIX hat kürzlich eine neue Videobearbeitungssoftware vorgestellt, welche sich insbesondere an Nutzer von Action Cams richtet. Mit MAGIX Fastcut schneidet man in nur wenigen Minuten sein Videomaterial über beeindruckende Action-Vorlagen automatisch auf den Takt der Musik. Wie einfach das geht konnten wir, Dank einer von MAGIX zur Verfügung gestellten Lizenz, selbst testen.

MAGIX Fastcut

Wer kennt das nicht? Auf der Festplatte schlummern unzählige Videodateien vom letzten Mountainbike Ausritt, dem Surf Urlaub, oder der Skiabfahrt dahin, und man ist entweder zu faul oder hat einfach keine Zeit die Aufnahmen zu einem kurzen Erinnerungsfilm zusammen zu schneiden. MAGIX will dem entgegen wirken und bietet mit dem Schnittprogramm Fastcut eine vollautomatische Lösung zum Erstellen cooler Clips. Dabei ist Fastcut, Dank Action-Vorlagen und Auto-Bildverbesserungen, speziell auf Filmmaterial von Action Cams ausgelegt.

Systemvoraussetzung zum Arbeiten mit MAGIX Fastcut ist ein 64-Bit Windows 7 oder 8 Rechner mit (minimal) 2 GHz Multikernprozessor  und 4 GB RAM. Bei mir kam ein knapp 4 Jahre alter Dell XPS Laptop zum Einsatz, mit Intel Core i7 (Vierkernprozessor) mit 2 GHz, 8 GB RAM, und einer SSD Festplatte. Damit ließ sich das HD Material (auch große Dateien) problemlos ruckelfrei bearbeiten. Als Rohmaterial wurden Aufnahmen der Ultrasport UmovE HD60 (Full HD mit 30fps) sowie meiner GoPro HERO3 (HD mit 50fps) verwendet.

Videos importieren

Der Import der Videodateien gestaltet sich sehr einfach. Entweder arbeitet man direkt über USB mit dem Originalmaterial von der Speicherkarte der Kamera, oder man wählt das Kopieren auf die Festplatte. Letzteres ist aus Performance Gründen anzuraten, insbesondere wenn man über eine schnelle SSD Festplatte verfügt.

Anschließend wählt man eine Schnittvorlage aus. Allerdings stehen bisher nur 5 15 verschiedene Vorlagen zur Verfügung, diese können aber jeweils in Längen von 30 bis zu 180 Sekunden gewählt werden.  Die Schnittvorlagen unterscheiden sich überwiegend in der Musik, aber auch im Schnitt (mal schnell und hart, mal etwas länger mit weichem Übergang). Dabei wird die Musik, je nach gewählter Länge des Clips, nicht einfach ausgeblendet, sondern beginnt und endet auch immer eindrucksvoll.
Auf Amazon wird übrigens noch eine Special Edition von Fastcut angeboten, welche 15 zusätzliche Songs enthält. MAGIX wartet wohl zudem noch das erste Kundenfeedback ab, um zu sehen welche Vorlagen am besten ankommen, und wird dann später in dieser Richtung neue Inhalte entwickeln.

Vorlage auswählen

Nachdem man die Schnittvorlage ausgewählt hat, erstellt das Programm auch schon vollautomatisch einen fertig auf die Musik abgestimmten Clip in der gewünschten Länge. Die Auswahl der importierten Videodateien für die einzelnen Szenen, erfolgt dabei wohl recht zufällig. Die Szenen können aber im nächsten Schritt individuell angepasst werden indem man die Videoclips austauscht, oder einen anderen Ausschnitt aus dem wählt. Letzteres geschieht über einfaches Verschieben eines Reglers auf der Zeitschiene des Clips.

Einfache Bearbeitung der einzelnen Ausschnitte

Für den Feinschliff stellt MAGIX in Fastcut noch diverse Tools zur Verfügung, wie Bildstabilisierung, Verzerrungskorrektur für Action-Cams, Audiofilter zum Entfernen von Windgeräuschen, sowie diverse Videoeffekte. Titel und Texte können ebenso eingefügt werden, Bilddateien dagegen leider nicht. Um das Logo des Freiluft Blogs einzufügen (siehe nachfolgendes Video), musste ich den Clip deshalb zuvor erst in einem anderen Videobearbeitungsprogramm, in meinem Fall MAGIX Video Deluxe, vorbereiten.
Wer mag kann schließlich noch in den manuellen Modus umschalten und selbst schneiden. Dieser Schritt ist allerdings nicht mehr umkehrbar.

Das Endresultat sieht dann so aus (gefilmt mit der Ultrasport UmovE HD60 in Full HD mit 30fps):

Oder so (gefilmt mit der GoPro HERO3 in HD mit 50fps):

Wie man im Icekarting Video sieht kann die Bildstabilisierung keine Wunder bewirken, aber das Ausgangsmaterial war auch richtig schwierig. Insgesamt ist das Resultat aber durchaus ansehnlich und macht, Dank der guten Musikauswahl in den Vorlagen, echt Laune.

Fazit

Für ungeübte Cutter ist Fastcut ein echter Segen. Mit dem einfach zu bedienenden Videobearbeitungsprogramm kann man die Clips seiner Action Cam endlich zu vorzeigbaren Videos zusammen schneiden (lassen), ohne sich vorher in die komplexe Schnitttechnik einarbeiten zu müssen. Für den Feinschliff stehen, insbesondere für Filmmaterial von Actionkameras, einige sinnvolle Funktionen zur Bild- und Tonverbesserungen zur Verfügen. Und wer mag, kann immer noch selbst Hand am Schnitt anlegen.
Die mitgelieferten Vorlagen sind wirklich von sehr guter Qualität, aber leider auf Dauer wohl zu wenig. Nach dem 5. Clip kann das dann doch recht schnell langweilig werden. Ich hoffe MAGIX liefert hier bald neue Vorlagen (kostenlos) nach, dann sollte man auch länger Spaß an der Software haben.

Derzeit ist Fastcut zum Einführungspreis von 49,99 Euro (regulär 69,99 Euro) direkt über die Webseite von MAGIX erhältlich.

Update

Es sind insgesamt doch schon 15 Vorlagen verfügbar. Im Hilfemenü gibt es einen Punkt „Gratis-Download“ über den man 10 zusätzliche Vorlagen herunterladen kann. Ein diskreter Hinweis auf diesen Content beim Starten des Programms wäre hier sicherlich hilfreich gewesen. Mit 15 Vorlagen hat man dann auch etwas länger Spaß an der Software. Zudem sollen ja später noch weitere Vorlagen folgen. Daumen hoch dafür!

Kategorien: Foto & Video

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1 Kommentar

  1. Danke für den Tipp. ICh bin eher der Anfänger im Bereich Schnitt und habe nun dank deines Berichts Hoffnung das es doch noch eine leicht bedienbare Software gibt.

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