Mountain Equipment Arete Daunenjacke im Test

22. Dezember 2011 von  
Abgelegt unter Bekleidung, Featured

Seit einiger Zeit schon war ich auf der Suche nach einer leichten für den Alltag, aber auch für die eine oder andere winterliche Tour. Die hervorragende Isolationseigenschaft von sind bei größerer Kälte einfach nicht von der Hand zu weisen. Ich bin zudem schon seit längerem vom Klima meines Daunenschlafsacks begeistert. Außerdem genießen Daunenjacken den Ruf ein besonders gutes Gewicht/Isolation Verhältnis zu besitzen und dabei noch recht klein packbar zu sein.

Bei meiner Suche kamen unter anderem die Berghaus Furnance, die Rab Microlight , sowie die Mountain Equipment Arete in die engere Auswahl. Von der Isolation, dem Gewicht und dem Preis liegen alle 3 recht eng beieinander. Meine Wahl fiel schlussendlich auf die ME da diese in der gewünschten Größe und Farbe vorrätig war. Zudem bin ich mit meinem Daunenschlafsack (Classic Dragon 500) bisher auch mehr als zufrieden.

Der Schnitt der Arete Jacke ist recht eng und passt in Größe L bei meinen 1,90m und knapp 80kg perfekt. Somit kann man sie sowohl als mittlere Schicht unter einer Hardshell Jacke, als auch bei trockenem Wetter als äußerste Schicht verwenden. Das schicke und schlichte Design, sowie die glatte matte Oberfläche machen die Jacke zudem auch ohne weiteres alltagstauglich.

Apropos Oberfläche, das Außenmaterial besteht aus wind- und daunendichtem He30.rs und wird von Mountain Equipment dank seiner guten Eigenschaften auch im Schlafsackbereich eingesetzt. Die Füllung (bei Größe L) besteht aus 160g 90/10 Daune mit einer Fillpower von mind. 675cuin. Die Kammern sind für eine gleichmäßige Daunenverteilung durchgesteppt. Leider erweisen sich diese Nähte aber auch als Schwachstelle der Arete Jacke. Hier dringen nämlich, für meinen Geschmack, zu viele Daunen durch (siehe Foto unten). Vielleicht bin ich aber auch nur etwas zu paranoid und befürchte bei jeder austretenden Daune gleich einen Isolationsverlust.

Das Gewicht meiner Arete Jacke in Größe L beträgt 411g inklusive dem mitgeliefertem Packsack. Ohne sind es leichte 395g. Laut Produktbeschreibung soll die Jacke wohl auch in der Innentasche verstaubar sein, allerdings habe ich dann das Problem, dass der Reißverschluss ebenfalls im Innern der Tasche verschwindet. Aber eventuell stelle ich mich auch nur zu doof an.
Weiter verfügt die Mountain Equipment Daunenjacke über zwei Handwärmertaschen, eine isolierte Abdeckleiste am Frontreißverschluss, elastische Ärmelbündchen, sowie einen Kordelzug im Saum damit die Jack auch nach unten hin gut abdichtet.

In der Praxis hat die Arete Jacke sich bisher bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sehr gut bewährt. Sie hält warm, trägt sich super bequem, und das Körperklima ist hervorragend.

Preislich ist die Mountain Equipment Arete Daunenjacke mit einem regulären Preis von knapp 170 Euro als recht günstig einzustufen, insbesondere wenn man das gute Verhältnis von Gewicht zu Isolation berücksichtigt.

Großer Yeti Flutverkauf im November

28. Oktober 2010 von  
Abgelegt unter Hersteller

Im August dieses Jahres erreichte die Neiße-Flut ohne Vorwarnung Görlitz und traf auch den innovativen Outdoor-Hersteller Yeti. Die historische Manufaktur wurde innerhalb kürzester Zeit überflutet, und mit ihr gingen Schlafsäcke, Daunenjacken und teure Maschinen baden.

Kay Steinbach, seine Mitarbeiter und viele Helfer krempelten sofort die Ärmel hoch. Nach dem Motto: Wem das Wasser bis zum Hals steht, der sollte den Kopf nicht hängen lassen! Schlafsäcke trocknen, Maschinen inspizieren und die Manufaktur putzen war den Yetis nicht genug. Nebenbei haben sie sich die Finger wund geschrieben, um über die dramatischen Stunden nach der Flut zu berichten. Wie haben die Yetis ihre Ware gerettet? Warum half der Staat nicht mit finanzieller Unterstützung? Welche freiwilligen Helfer gaben dagegen alles? Und was hat der Baikalsee mit der Neiße zu tun? Diese Fragen und noch einige andere mehr beantwortet die Flutzeitung. Eine interessante Lektüre wie ich finde, die hinter die Kulissen des bekannten Herstellers in dieser schwierigen Situation blicken lässt.

Die Firma trocknete die Ware, ließ sie professionell reinigen, und machte aus der Not schließlich eine Tugend: Flutware! Und wer sich in der Natur den Wind um die Nase wehen lässt und auch modisch die Nase vorn hat, der sollte im November zum Flutverkauf nach Quickborn oder Dresden kommen. Dort gibt es Outdoor-Kleidung mit Patina – wenn du weniger erlebt hast als deine Kleidung, solltest du dein Leben überdenken!

Termine Flutverkauf

Quickborn: 5. / 6. November
Ort: Nordisk Freizeit Bollerslev GmbH,
Max-Weber-Strasse 16, 25451 Qickborn
5.11. von 10.00 bis 17.00 Uhr
6.11. von 10.00 bis 14.00 Uhr
Dresden: 19. und 20. November
Ort: Globetrotter Ausrüstung (Foyer),
Freiberger Str. 39, 01067 Dresden
19.11. von 14.00 bis 20.00 Uhr
20.11. von 10.00 bis 18.00 Uhr



Über :

Die Yeti GmbH ist eine innovative Manufaktur für Produkte im Outdoor-Premiumbereich. Dazu zählen die leichtesten Daunenschlafsäcke der Welt sowie Expeditionsbekleidung und Daunenbekleidung in Form von Jacken, Mänteln und Westen. Die preisgekrönten Yeti-Produkte sind hoch innovativ, superleicht und stark komprimierbar.

Die denkmalgeschützten Gebäude der Manufaktur stehen im sächsischen Görlitz am Ufer der Neiße. An diesem Ort wurden jahrhundertelang erstklassige Tücher gewebt und gewalkt, zuletzt färbte hier die „VEB Volltuch“ FDJ-Hemden und Marmorjeans. Heute fertigen hier die Yeti-Mitarbeiter rund 10.000 -Schlafsäcke im Jahr, die zu den besten der Welt und zur Standardausrüstung von Extremexpeditionen zählen. Yeti steht für „Handmade in Germany“, dafür hagelt es Auszeichnungen: Red Dot Award, Gear oft the Year (Outdoor Magazin), IF Gold Award, Silber vom Designpreis Deutschland.

Weitere Informationen zur Yeti gibt es unter www.yetiworld.com.

Therm-a-Rest Alpine Down Blanket

28. Juli 2010 von  
Abgelegt unter Schlafen

Die Therm-a-Rest ist eine super leichte -Decke die den Schlafkomfort des heimischen Bettes vermitteln soll.

Mit einem Gewicht von nur 624 Gramm bietet die Alpine 2°C Daunen-Decke viel Wärme im Freien und gleichzeitig so viel Bewegungsfreiheit und Komfort wie ein Bett zu Hause. Die Drei-Jahreszeiten-Decke mit einer 700er Daunenfüllung ist ideal für kurze Ausflüge mit wenig und leichtem Gepäck. Die Decke kommt ganz ohne Reißverschluss und bietet viel Bewegungsfreiheit.

Wer den direkten Hautkontakt mit seiner Therm-a-Rest Matte nicht mag, kann zusätzlich noch das passende Laken über die Matte stülpen (wird separat angeboten). Außerdem kann die Decke so über Druckknöpfe ganz leicht an das sogenannte Fitted Sheet (181 Gramm in der Größe “Regular”) geknöpft werden.

Die Daunendecke ist eine wirklich interessante Alternative für Leute die sich in normalen Schlafsäcken zu beengt fühlen. Ohne Fitted Sheet ist sie sogar richtig leicht. Mit dem Laken hat man fast das Schlafgefühl wie in einem Bett. Testen würde ich die Kombi auf jeden Fall gerne mal.

Die Therm-a-Rest Alpine Daunendecke kommt voraussichtlich im Januar 2011 zu den Händlern.

Schlafsackpflege: Wie verschaffe ich meinem Schlafsack eine lange Lebenszeit?

11. Juni 2010 von  
Abgelegt unter Featured, Schlafen, Tipps & Tricks

Dies ist ein Gastbeitrag von Andreas, der seit kurzem das Outdoor Camp Blog betreibt.

Die Anschaffung eines guten Schlafsacks ist nicht selten mit einem tieferen Griff in die Geldbörse verbunden. Schon aus diesem Grund ist den meisten Outdoor-Liebhabern viel daran gelegen, den Schlafsack über eine möglichst lange Zeit benutzen zu können. Egal ob es sich um einen Daunenschlafsack oder um einen Kunstfaserschlafsack handelt – mit der richtigen lässt sich die Lebensdauer beider Schlafsackarten erheblich verlängern. Damit der Schlafkomfort auch noch nach ein paar Jahren gegeben ist, gibt es ein paar Goldene Regeln, die sich leicht befolgen lassen.

Die wichtigste Regel in Sachen Schlafsackpflege: den Schlafsack nie lange in seinem engen Aufbewahrungsbeutel zusammengerollt lassen. Aufbewahrungsbeutel und Kompressionsbeutel sind zum Tragen zwar unheimlich praktisch, weil sie den großen Schlafsack auf ein minimales Packmaß reduzieren, doch damit wird ebenfalls die wichtige Innenfüllung zusammengepresst. Sie kann nicht mehr richtig belüftet werden, was bei eingedrungener Nässe unweigerlich zu Schimmel führen kann. Wird der Schlafsack längere Zeit nicht benötigt, sollte er besser in einem großen Kopfkissenbezug oder einem Stoffbeutel trocken aufbewahrt werden.

Klar ist, dass so ein Schlafsack bei häufiger Benutzung in der Natur auch einmal etwas Schmutz abbekommt. Leichte Schmutzflecken lassen sich mit einem nassen Tuch einfach ausreiben. Nach 40 oder 50 Nächten in Benutzung, verträgt so ein Schlafsack allerdings auch einmal eine richtige Wäsche. Damit können sich hartnäckige Schmutzflecken leichter lösen. Zudem wird die Füllung wieder aufgelockert.

Es empfiehlt sich, das Waschen selbst zu übernehmen. Hierfür benutzt man am besten ein mildes Waschmittel. Wer mag, kann zum Waschen auch spezielle Seife für Kunstfasern oder verwenden. Selbstverständlich spricht nichts dagegen, die Badewanne zur Wäsche des Schlafsacks zu benutzen, wenngleich dieser Prozess sehr anstrengend sein kann. Schließlich wird solch ein Schlafsack enorm schwer, wenn er sich mit Wasser vollgesaugt hat. Leichter und mit weniger Aufwand geht die Reinigung in einer großen Waschmaschine vonstatten. Die geeignete Maschine zur Schlafsackwäsche sollte hierfür etwa sieben Kilogramm Fassungsvermögen aufweisen.

Wichtig ist, den Schlafsack nach der Wäsche gut zu spülen, so dass kein Schaum mehr zu sehen ist. Erst dann sollte er für kurze Zeit in der Maschine geschleudert werden oder per Hand ordentlich ausgewrungen werden. Bitte den gewaschenen Sack niemals einfach aus der Waschmaschine ziehen, damit der nasse Stoff nicht einreißt, sondern das gute Stück mit beiden Händen vorsichtig aus der Waschtrommel herausheben.
Danach muss der Schlafsack gut trocknen. Leicht geht dies mit einem Trockner, der etwa 180 Liter Fassungsvermögen hat, wie er beispielsweise in Waschsalons zu finden ist. Zum Trocknen einfach eine niedrige Temperatureinstellung auswählen. Lässt sich kein Trockner ausfindig machen, kann man den nassen Schlafsack ebenso gut auf dem Boden ausbreiten und etwa alle 20 Minuten einmal kräftig aufschütteln. Der nasse Sack darf nicht einfach aufgehangen werden, weil sich sonst in der Füllung Klumpen bilden könnten, die eventuell nicht austrocknen.

Für die Benutzung des Schlafsacks während einer längeren Tour bietet es sich an, einen Innenschlafsack zu verwenden. Dieser sorgt dafür, dass der Außenschlafsack kaum Schweiß abbekommt und weniger gewaschen werden muss. Das Wirkungsprinzip ist das gleiche, wie die Benutzung von Bettwäsche für Bettdecken. Innenschlafsäcke lassen sich außerdem viel leichter reinigen.

Mit diesen dürfte man die Lebenszeit eines Schlafsacks deutlich verlängern können und man kann das gesparte Geld in anderes Outdoor Equipment stecken.

Über den Author

Andreas ist leidenschaftlicher Outdoor Fan seit mehr als 25 Jahren. Mit einer Spezialisierung auf Survival bezwang er sooft wie möglich alle Arten von Outdoor Herausforderungen. Floßbau, Feuer machen oder Seilbrückenbau sind mittlerweile Routineaufgaben für ihn.

Auf seinem Blog berichtet er über seine Erfahrungen und gibt nützliche Tipps für Outdoor Fans oder alle diejenigen, die es noch werden wollen.

Seine Vorbilder: David in Blantyre und Outdoor Legende Sir David Livingstone.

(Foto: suze / photocase.com)

Daunen Schlafsack

24. Juni 2008 von  
Abgelegt unter Schlafen

Letzte Woche war ich mal wieder bei Globetrotter in Köln, wo ich mir neben einer Therm-a-Rest FL ProLite 4 Luftmatratze, auch einen neuen gegönnt habe. Leicht und warm sollte er sein. Außerdem sollte das Packmaß auch möglichst gering ausfallen. Bei diesen Eigenschaften führt eigentlich kein Weg an einem Schlafsack vorbei.

Gänse- oder Enten-Daunen isolieren hervorragend, bei geringem Gewicht und Packmaß. Daunen nehmen die Feuchtigkeit sehr gut auf, woraus sich ein besonders angenehmes Schlafklima ergibt. Wird der Schlafsack allerdings zu feucht oder gar nass werden die Daunen zum Problem, da diese dann verkleben können und so nicht mehr isolieren. Deshalb bedarf der Daunen Schlafsack besonderer . Morgens muss dieser getrocknet und gelüftet werden. Zum Lagern sollte er nicht über längeren Zeitraum im Packsack verbleiben, sondern in einem großen Aufbewahrungs-Netzbeutel. Der Schlafsack muss trocken gelagert werden damit sich kein Schimmel bilden kann, ansonsten ist er nicht mehr zu retten.

Daunen Schlafsäcke sind, im Vergleich zu Kunstfaser Schlafsäcken, deutlich teurer in der Anschaffung. Legt man aber Wert auch Gewicht und Packmaß bei guter Isolierung, lohnt sich der Kauf eines solchen Schlafsacks allerdings allemal, vorausgesetzt man pflegt ihn auch entsprechend.

Ich habe mich, nach Probe-liegen im Marmot Sawtooth, Mountain Equipment Classic Dragon 500, und im The North Face Chrysalis im Globetrotter Shop, für den entschieden (bei meinen 1,90m natürlich in XL). Diese 3 Daunen Schlafsäcke liegen etwa im gleichen Temperatur Bereich (Komfort knapp über Null), sowie im gleichen Preissegment (200 bis 250 Euro). Der Classic Dragon 500 stellte für mich den besten Kompromiss zwischen Platzangebot und Gewicht dar.

Wie sich mein neuer Schlafsack nun in der Praxis bewährt, werde ich in knapp 3 Wochen bei unserer Schottland Tour testen können. Nach der Tour gibt es natürlich einen Bericht hier :)