Sieben Welten – Seven Summits
14. Februar 2011 von Sven
Abgelegt unter Bücher & Magazine
Die sieben höchsten Berge aller Erdteile – er hat sie bestiegen. Trotz der Diagnose Diabetes mellitus. Der Wiener Weltenbummler Geri Winkler erzählt in seinem Buch Sieben Welten – Seven Summits von seinen Bergen und von seinen Reisen: wie die Geschichte seiner Seven Summits mit einem Tripp durch Russland und Zentralasien beginnt, wie er zum Everest vom Toten Meer aus startet und zuerst 8.000 Kilometer durch Syrien, die Türkei, den Iran, Pakistan und Indien bis Nepal radelt, wie er im Dschungel der steinzeitlichen Welt der Papua-Völker begegnet bevor er die Carstensz-Pyramide besteigt oder wie er sich auf den Spuren der Goldgräber dem Mt. McKinley annähert.
Geri Winkler
Sieben Welten – Seven Summits
Mein Weg zu den höchsten Gipfeln aller Kontinente304 Seiten, 98 farb. Abb., 15 x 22,5 cm
gebunden mit Schutzumschlag
Tyrolia-Verlag, Innsbruck-Wien 2011
ISBN 978-3-7022-3120-0
€ 24,95 € / SFr. 37,90Lebenstraum zwischen Urwald, Wüsten und eisigen Gipfeln – Die Reisen eines Weltenbummlers, Abenteurers – und Diabetikers
Ein Buch, das Mut macht, Krisen als Chancen zu begreifen und seinen eigenen Weg zu gehen.„Kein Horizont ist so fern, dass wir ihn nicht erreichen könnten.“ Geri Winkler
Ein geborener Bergsteiger, dem das Klettern schon in die Wiege gelegt wurde, war er nie, aber einer jener Jungen, die an ihrem ersten Globus von fernen Welten und abenteuerlichen Expeditionen träumen. Geri Winklers Leidenschaft gehört von Kindheit an dem Reisen, den fremden Völkern, den Urwäldern, Wüsten, Meeren und den Bergen dieser Welt. Sie zu erkunden ist und bleibt sein Lebenstraum. So sieht er sich mehr als Weltenbummler, denn als Extrembergsteiger, als Abenteurer, dem die Berge Kompass sind.
Die Krise als Chance
Bis er 1984 die Diagnose Diabetes erhält. Und damit den ärztlichen Rat, Reiseabenteuer und Gipfelziele für immer zu vergessen: „Weiße Wände, weißes Bettzeug, die Sterilität des Krankenzimmers hatte mich gefangen genommen. Lautloses Grau meiner Gefühle! Tage, die so regelmäßig waren, dass sie in ihrer Gleichförmigkeit ihr Antlitz verloren, denen jede Farbe fehlte – mit solchen Tagen sollte ich künftig mein Leben verbringen.“ Geri Winkler will sich damit nicht abfinden. Und er findet die Kraft, seine Träume weiterhin zu leben. Auch als Diabetiker. Auch nach der Diagnose Krebs im Jahr 2004. Was folgt, sind die intensivsten Jahre seines Lebens.Neue Welten entdecken – hochgesteckte Ziele erreichen
Mit einer Reise durch Russland und Zentralasien und der Besteigung des Elbrus im Kaukasus beginnt seine Geschichte – in der die höchsten Gipfel der jeweiligen Kontinente stets nur eines der vielen Highlights sind. Denn Geri Winkler nimmt sich die Zeit zu entdecken, er taucht tief ein in die Kultur, den Alltag, die Sitten und Besonderheiten dieser so ganz unterschiedlichen Welten – und er begegnet ihren Menschen.Auf außergewöhnlichen Wegen bis zum höchsten Punkt der Erde
Den Aconcagua in Lateinamerika besteigt er nach Wochen im Dschungel der Patamona- Indianer, nach Tuchfühlung mit den sozialen Problemen Venezuelas und dem Zauber karibischer Nächte. Den Mount Vinson nimmt er nicht einfach von Chile aus in Angriff, sondern genießt es, zuvor die Schönheiten Patagoniens zu entdecken. Für den höchsten Berg der Erde schließlich schmiedet er ganz besondere Pläne: Mit dem Fahrrad bricht er 2005 vom tiefsten Punkt der Erde am Toten Meer auf, radelt durch Jordanien, durch die Syrische Wüste, wo er sich einer abenteuerlichen Operation unterziehen muss, durch’s wilde Kurdistan, den Iran, Pakistan, nach Indien und bis nach Nepal, wo ihm der Gipfelsieg am Mount Everest gelingt.Unvergessliche Begegnungen und der Sieg über sich selbst
Es folgen Abenteuer in Afrika, in der äthiopischen Savanne und am Vulkan Mt. Meru, die in der Besteigung des Kilimandscharo gipfeln. In Neuguinea wandert Geri Winkler auf zum Teil noch nie von fremden begangenen Pfaden durch das Kemabutal der Papua. Begegnungen mit den Völkern der Dani, Moni und Korowai öffnen ihm die Tür zu einer längst vergangenen, steinzeitlichen Welt, bevor er mit der Carstensz-Pyramide den höchsten Berg Ozeaniens bezwingt. Auf den Spuren des Goldrausches in Alaska schließlich macht er im Sommer 2008 seine Seven Summits mit der Besteigung des Mount McKinley voll. Er ist der dritte Österreicher, dem dies gelingt – und der erste Diabetiker.„Es waren nie die letzten Schritte, die mich Überwindung kosteten. Es war immer der erste Schritt – der Aufbruch aus der Komfortzone des Alltags …“ Geri Winkler
BESTEIGUNGSDATEN
19. 07. 2001: Elbrus/Europa (5642 m)
18. 01. 2003: Aconcagua/Südamerika (6962 m)
27. 12. 2004: Mount Vinson/Antarktis (4892 m)
20. 05. 2006: Chomolungma (Mount Everest)/Asien (8850 m)
06. 08. 2006: Kilimandscharo/Afrika (5895 m)
11. 11. 2007: Nemangkawi (Carstensz-Pyramide)/Australien und Ozeanien (4884 m)
18. 06. 2008: Denali (Mount McKinley)/Nordamerika (6195 m)Der Autor
GERI (GERHARD) WINKLER, geb. 1956, AHS-Lehrer für Mathematik und Informatik bis 2004, lebt in Wien und auf Reisen. Er berichtet regelmäßig in Vorträgen und Magazinbeiträgen von seinenBerg- und Reiseabenteuern.
Nach der Diagnose seiner Krankheit ist er 1987 der erste Diabetiker, der erfolgreich einen Marathon bestreitet. Das veranlasst ihn dazu, seine Reisetätigkeit und das Bergsteigen wieder aufzunehmen. Seine Erfahrungen gibt er in Selbsthilfegruppen und Zeitungsartikeln weiter. Die Hersteller von Blutzuckermessgeräten beginnen, seine Expeditionen zu unterstützen, um ihre Produkte unter Extrembedingungen zu testen.
Geri Winkler erwirbt als erster Diabetiker einen Sonderpilotenschein fürs Paragleiten, setzt sich für den legalen Erwerb von Taucherlizenzen durch Diabetiker ein und wagt sich als erster Diabetiker bis in die Todeszone vor. 2000 erscheint im Eigenverlag sein Buch „Aufbruch in die Grenzenlosigkeit. Die Freiheit eines Diabetikerlebens“.
Das Buch ist bei Amazon.de für 24,95 Euro erhältlich. Eine Leseprobe aus dem Buch “Sieben Welten – Seven Summits” findet ihr auf der Seite des Tyrolia Verlags.
SALEWA sucht 75 Teams für weltweiten Gipfelsturm
23. April 2010 von Sven
Abgelegt unter Events, Klettern & Bergsteigen
SALEWA feiert dieses Jahr seinen 75. Geburtstag und sucht 75 Teams die im Juli 75 Gipfel stürmen.
Was passiert genau?
Ziel ist es, weltweit 75 2er Teams zu finden, die in dem Zeitraum rund um das Jubiläum den Gipfel ihrer Träume besteigen, ganz egal ob Olympiaberg oder Manaslu.
Alles was sie tun müssen, ist ein wenig kreativ zu sein und einen kleinen Film über sich auf Youtube hochzuladen. Dann gilt es die meisten Klicks zu bekommen.
Wie so etwas aussieht, seht ihr hier:
Wie läuft die Bewerbung?
Für die Bewerbung wird ein Kurzvideo mit folgenden Infos auf YouTube gestellt: – Vorstellung des Teams – geplante Route – Begründung, warum gerade dieses Team ausgewählt werden soll.
Wer gewinnt?
Ganz einfach: das Team mit den meisten Youtube Klicks gewinnt! Das SALEWA Pro Team wird dann komplett von SALEWA ausgestattet und die Tour wird von einem professionellen Fotografen begleitet. Die weiteren Top 20 Teams werden ebenfalls von Kopf bis Fuß in SALEWA eingekleidet (im Wert von ca. 2000.-€), die restlichen Gewinner Teams erhalten einen coolen Preis, den sie gleich auf ihrer Tour testen können.
Und so bewirbst Du dich:
- Such Dir deinen Partner und erfindet eure Tour.
- Macht ein kurzes Video von Euch und der Tour.
- Ladet das Video bei YouTube hoch und nennt es “SALEWA 75 – “
- Schickt es all euren Freunden weil nur die 75 Videos mit den meisten Klicks gewinnen!
Wie Du deine Chancen zu gewinnen erhöhst:
- denk dir eine einmalige Tour aus: Sie kann besonders schwierig, lustig oder ungewöhnlich sein
- mach ein Video dass sich auf eine große Idee spezialisiert (z.B. spezieller Dialekt, abgefahrene Klamotten, Video-Effekte, usw.)
- den Global: SALEWA sucht Videos und Touren aus der ganzen Welt
- aktiviere deine Community: sobald das Video auf YouTube geladen ist kannst du es deinen Freunden schicken und auf facebook oder anderen Communities posten
Anforderungen:
Technik: keine – das Video muss nicht professionell sein
Sprache: Deine – mach das Video in deiner Muttersprache oder in englisch
Tour: jede – es ist egal ob Ihr auf einen Hügel oder einen echten Berg steigt
Sportarten: jede – Bergsteigen/Ski/Klettern/Mountain-Biking/… alles ist erlaubt
Der Wettbewerb:
- die Top 75 Teams werden Mitte Juni aufgrund Ihrer Video-Views auf Youtube und der Internationalität der Videos ausgesucht
- die Top 20 Teams werden mit einer SALEWA Vollausstattung im Wer von ca. 2000 € prämiert
- die restlichen Teams bekommen den neuesten SALEWA Rucksack
Mit dem Zipfybob den Mount Everest hinunter
1. April 2009 von Sven
Abgelegt unter Klettern & Bergsteigen
Unglaublich was der slowenische Extrembergsteiger Pavlek Levpist am vergangenen Donnerstag geschafft hat. Nachdem er zusammen mit seinem Bruder Viktor zuerst den Mount Everest bezwungen hat, raste er anschließend auf einem speziell teflonbeschichteten Zipfybob vom Gipfel (kurz unterhalb des so genannten Hillary Steps auf 8.760 Meter) wieder zurück ins Basislager (ABC) auf 6.400 Meter.
Pavlek hatte schon in den vergangenen Jahren ähnliche Versuche am Mont Blanc und am Annapurna unternommen, ist allerdings jedes Mal vorzeitig gescheitert. Nun hat es also geklappt, und das gleich am höchsten Berg der Welt. Dabei wurde der Zipfy nicht mal gross verändert, sondern wurde lediglich zur besseren Stabilität teflonbeschichtet.
Über die Süd-Route “Lirpa 1″ ging es teilweise über 40 Grad steile Passagen hinab. Pavleks jüngerer Bruder Viktor Levpist hat ihn bei der gesamten Abfahrt auf Skiern begleitet und die spektakuläre Aktion auf Bildern und Film festgehalten. Nach rund 9 Stunden erreichten die beiden wieder das Basislager.
Das Video der Abfahrt soll wohl in den nächsten Tagen exklusiv bei den Kollegen von Outdooractive veröffentlicht werden. Da dürfen wir gespannt sein!
Der Zipfybob-Hersteller hat übrigens für die nächste Saison ein neues Freestylemodell namens “Everest” angekündigt, um die Leistung der beiden Levpist Brüder zu ehren.
Die olympische Flamme hat den Gipfel des Mount Everest erreicht
Heute hat die olympische Fackel den Gipfel des Mount Everest erreicht. Tja, was soll man dazu sagen? Wieder ein Schlag ins Gesicht der Tibetaner? Nicht ganz, immerhin hat eine Tibetanerin die Flamme die letzten Meter zum Gipfel gebracht:
The final torchbearer, a Tibetan woman named Cering Wangmo, stood silently on the peak with her torch while other team members unfurled flags Chinese and Olympic flags. They then clustered together, cheering “We made it,” and “Beijing welcomes you.”
Die komplette Nachricht kann man bei Yahoo! News nachlesen.
Persönlich finde ich den Fackel-Lauf, der wohl mit viel Aufwand verbunden ist, recht uninteressant und überflüssig. Zur Fussball WM, die auch nur alle 4 Jahre statt findet, veranstaltet man ja auch nicht so einen Zirkus? Oder hat schon mal jemand einen Fussball den Mount Everest hochgetragen?
Die Seven Summits
8. Januar 2008 von Sven
Abgelegt unter Klettern & Bergsteigen
Zu den “Seven Summits” zählt man den jeweils höchsten Berg der sieben Kontinente. Es gilt als eine der grössten Herausforderungen für jeden Bergsteiger, alle 7 Gipfel zu besteigen.
Hier eine kleine Übersicht:
1. Asien : Mount Everest (8.850 m)
Als höchster Berg der Welt, und damit auch Asiens, stellt der Mount Everest immer noch die grösste Herausforderung an die Gipfelstürmer. Er liegt bekanntlich im Himalaya Gebirge, an der Grenze Nepal / Tibet.
2. Südamerika : Aconcagua (6.962 m)
Der Aconcagua liegt in den Anden in Argentinien, und ist der zweithöchste Berg unter den Seven Summits.
3. Nordamerika : Mount McKinley (6.194 m)
Heute heisst der höchste Berg Nordamerikas eigentlich Denali, aber er ist immer noch bekannt unter seinem früheren Namen Mount McKinley. Es herrschen oft sehr niedrigen Temperaturen auf dem Denali.
4. Afrika : Kibo (5.895 m)
Über den Kibo, welcher im Kilimandscharo-Massiv in Tansania liegt, habe ich ja erst kürzlich einen Beitrag geschrieben. Er dürfte wohl der einfachste der sieben Gipfel sein.
5. Europa : Elbrus (5.642 m)
Nein, der Mont Blanc ist nicht der höchste Berg Europas, sondern der im Kaukasus gelegene Elbrus.
6. Antarktis : Mount Vinson (4.892 m)
In der südlichen Polarregion liegt der Mount Vinson, welcher eine besondere Herausfordung stellt, wegen der quasi nicht existenten Infrastruktur vor Ort. Somit ist er auch einer der teuersten Seven-Summit-Gipfel.
7. Ozeanien : Carstensz-Pyramide (4.884 m) bzw. Mount Kosciuszko (2.228 m)
Als erster erfolgreicher Bezwinger der Seven Summits bezeichnet sich der Amerikaner Dick Bass. Er hat sich als höchsten Gipfel Australiens den recht einfachen Mt. Kosciusko ausgesucht. Allerdings gehört geologisch gesehen Indonesien zur australischen Kontinentalplatte, und so wird heute eher die Carstenz-Pyramide als höchster Berg Australiens bzw. Ozeaniens anerkannt. Dieser Gipfel ist, aufgrund der Kletterei bis zum 3. Schwierigkeitsgrad, technisch gesehen der schwierigste Seven-Summit-Gipfel.
Wie man sieht, ist es kein Spaziergang um sich zu den Seven-Summiters zählen zu dürfen. Angeblich (laut Wikipedia) sind aber die “Seven Second Summits”, also die jeweils zweithöchsten Berge eines jeden Kontinents, wesentlich schwieriger zu bezwingen.
(Foto: olivermick / photocase.com)















