Schlafsackpflege: Wie verschaffe ich meinem Schlafsack eine lange Lebenszeit?

11. Juni 2010 von  
Abgelegt unter Featured, Schlafen, Tipps & Tricks

Dies ist ein von Andreas, der seit kurzem das Outdoor Camp Blog betreibt.

Die Anschaffung eines guten Schlafsacks ist nicht selten mit einem tieferen Griff in die Geldbörse verbunden. Schon aus diesem Grund ist den meisten Outdoor-Liebhabern viel daran gelegen, den über eine möglichst lange Zeit benutzen zu können. Egal ob es sich um einen Daunenschlafsack oder um einen Kunstfaserschlafsack handelt – mit der richtigen lässt sich die Lebensdauer beider Schlafsackarten erheblich verlängern. Damit der Schlafkomfort auch noch nach ein paar Jahren gegeben ist, gibt es ein paar Goldene Regeln, die sich leicht befolgen lassen.

Die wichtigste Regel in Sachen Schlafsackpflege: den Schlafsack nie lange in seinem engen Aufbewahrungsbeutel zusammengerollt lassen. Aufbewahrungsbeutel und Kompressionsbeutel sind zum Tragen zwar unheimlich praktisch, weil sie den großen Schlafsack auf ein minimales Packmaß reduzieren, doch damit wird ebenfalls die wichtige Innenfüllung zusammengepresst. Sie kann nicht mehr richtig belüftet werden, was bei eingedrungener Nässe unweigerlich zu Schimmel führen kann. Wird der Schlafsack längere Zeit nicht benötigt, sollte er besser in einem großen Kopfkissenbezug oder einem Stoffbeutel trocken aufbewahrt werden.

Klar ist, dass so ein Schlafsack bei häufiger Benutzung in der Natur auch einmal etwas Schmutz abbekommt. Leichte Schmutzflecken lassen sich mit einem nassen Tuch einfach ausreiben. Nach 40 oder 50 Nächten in Benutzung, verträgt so ein Schlafsack allerdings auch einmal eine richtige Wäsche. Damit können sich hartnäckige Schmutzflecken leichter lösen. Zudem wird die Füllung wieder aufgelockert.

Es empfiehlt sich, das Waschen selbst zu übernehmen. Hierfür benutzt man am besten ein mildes Waschmittel. Wer mag, kann zum Waschen auch spezielle Seife für Kunstfasern oder verwenden. Selbstverständlich spricht nichts dagegen, die Badewanne zur Wäsche des Schlafsacks zu benutzen, wenngleich dieser Prozess sehr anstrengend sein kann. Schließlich wird solch ein Schlafsack enorm schwer, wenn er sich mit Wasser vollgesaugt hat. Leichter und mit weniger Aufwand geht die Reinigung in einer großen Waschmaschine vonstatten. Die geeignete Maschine zur Schlafsackwäsche sollte hierfür etwa sieben Kilogramm Fassungsvermögen aufweisen.

Wichtig ist, den Schlafsack nach der Wäsche gut zu spülen, so dass kein Schaum mehr zu sehen ist. Erst dann sollte er für kurze Zeit in der Maschine geschleudert werden oder per Hand ordentlich ausgewrungen werden. Bitte den gewaschenen Sack niemals einfach aus der Waschmaschine ziehen, damit der nasse Stoff nicht einreißt, sondern das gute Stück mit beiden Händen vorsichtig aus der Waschtrommel herausheben.
Danach muss der Schlafsack gut trocknen. Leicht geht dies mit einem Trockner, der etwa 180 Liter Fassungsvermögen hat, wie er beispielsweise in Waschsalons zu finden ist. Zum Trocknen einfach eine niedrige Temperatureinstellung auswählen. Lässt sich kein Trockner ausfindig machen, kann man den nassen Schlafsack ebenso gut auf dem Boden ausbreiten und etwa alle 20 Minuten einmal kräftig aufschütteln. Der nasse Sack darf nicht einfach aufgehangen werden, weil sich sonst in der Füllung Klumpen bilden könnten, die eventuell nicht austrocknen.

Für die Benutzung des Schlafsacks während einer längeren Tour bietet es sich an, einen Innenschlafsack zu verwenden. Dieser sorgt dafür, dass der Außenschlafsack kaum Schweiß abbekommt und weniger gewaschen werden muss. Das Wirkungsprinzip ist das gleiche, wie die Benutzung von Bettwäsche für Bettdecken. Innenschlafsäcke lassen sich außerdem viel leichter reinigen.

Mit diesen Tipps dürfte man die Lebenszeit eines Schlafsacks deutlich verlängern können und man kann das gesparte Geld in anderes Outdoor Equipment stecken.

Über den Author

Andreas ist leidenschaftlicher Outdoor Fan seit mehr als 25 Jahren. Mit einer Spezialisierung auf Survival bezwang er sooft wie möglich alle Arten von Outdoor Herausforderungen. Floßbau, Feuer machen oder Seilbrückenbau sind mittlerweile Routineaufgaben für ihn.

Auf seinem Blog berichtet er über seine Erfahrungen und gibt nützliche Tipps für Outdoor Fans oder alle diejenigen, die es noch werden wollen.

Seine Vorbilder: David in Blantyre und Outdoor Legende Sir David Livingstone.

(Foto: suze / photocase.com)

Gastblogger Woche vorbei

19. Dezember 2009 von  
Abgelegt unter Blogs

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, war die vergangene Woche ausschließlich den Gastbeiträgen von Blogger Kollegen/innen vorgehalten. Insgesamt haben 5 Blogger/innen an der Gastblogger Woche teilgenommen und wirklich sehr interessante und auch lustige Beiträge hier veröffentlicht. Hier nochmal die Beiträge im Überblick :

Von hier aus nochmals herzlichen Dank für die hervorragenden Beiträge! Ich bin mir sicher, dass es nicht die einzige Gastblogger Woche auf dem Freiluft Blog bleiben wird :)

Sächsische Schweiz – das etwas andere Klettererlebnis

18. Dezember 2009 von  
Abgelegt unter Featured, Klettern & Bergsteigen

Dies ist ein Gastbeitrag von Alexandra, die sonst auf mybackpacking.de bloggt.

Liebe Freiluftblog Leser, ich bin Alexandra vom mybackpacking-Blog und ich habe die Ehre heute einen Gastbeitrag schreiben zu dürfen.

Neben dem Reisen ist eines meiner Hobbys das und da ich aus Dresden komme, würde ich Euch in meinem Beitrag gern ein ganz besonderes deutsches Klettergebiet vorstellen:  die .

Die Sächsische Schweiz zählt zu den markantesten und schönsten Klettergebieten der Welt. Kletterer finden hier über 1.100 freistehenden Sandsteinfelsen mit ca. 19.000 Kletterwegen in allen Schwierigkeitsstufen. Achtung: die Sächsische Kletterskala unterscheidet sich etwas von der UIAA-Skala und sollte in Bezug auf die Leistungsanforderungen nicht einfach 1:1 umgerechnet werden.

Sächsische Schweiz

Eine weitere Besonderheit ist, dass 64 % der Gipfel und Wege im Gebiet des Nationalparks Sächsische Schweiz und die übrigen im liegen. Wer hier klettert, sollte sich bewusst sein, dass man nicht im Klettergarten ist, sondern der Naturschutz und das Erlebnis am Naturobjekt Fels im Vordergrund steht.

Die Sächsischen Kletterregeln sollen ein verträgliches Nebeneinander von Klettersport und Naturschutz ermöglichen und sind daher unbedingt einzuhalten.

Wesentlichste der Sächsischen Kletterregeln

Erlaubt ist das Klettern nur an freistehenden Felsen mit mindestens 10 Meter Höhe. Das Klettern ist ausschließlich aus eigener Körperkraft und nur mittels der natürlichen Felsstruktur erlaubt. Da der sächsische Sandstein insgesamt recht weich und verletzlich ist, erfolgt im sächsischen Fels die Sicherung durch Seil- oder Bandschlingen mithilfe verschiedener Knoten, die ausschließlich aus der Kletterhaltung heraus gelegt werden dürfen. Sowohl Schlingen als auch Ringe sind nicht zur Fortbewegung zu verwenden. Nicht erlaubt sind außerdem Begehungen unmittelbar nach Regen, Toprope-Klettern, die Verwendung künstlicher Hilfsmittel, Klemmkeile, Klemmgeräte und Magnesia.

Sächsische Schweiz

Für Kletterer aus anderen Gebieten dürften auch die Ringabstände gewöhnungsbedürftig sein, die mindestens 3 – 5 Meter betragen und nach der Regel “geringste Ringanzahl und größtmöglicher Ringabstand” in den Routen verteilt sind. Da die Ringe spärlich gesät sind, werden Sanduhren, Platten, Zacken und Risse als natürliche Zwischensicherungsmöglichkeiten genutzt, es kann auch mal ein Felskopf oder ein gut stehender Felsbaum sein.

Der Elbsandstein bietet eine reichhaltige grob oder fein gekörnte Felsstruktur mit einer sehr guten Rauhigkeit, an der man über Stufen und Henkelgriffe, Fingerlöcher, Rippen, Bänder, zarte Risse und Reibungswände, Hand- und Schulterrissen, Kamine, Verschneidungen, Quergänge und Überhänge zum Gipfel gelangt. Auch Unterstützungsstellen, Übertritte oder Überfälle und Sprünge können bei einzelnen Wegen gefordert sein. Klettern in der Sächsischen Schweiz – das ist vor allem atemberaubende Natur, sportliche Herausforderung und teilweise Grenzerfahrung.

Sächsische Schweiz

Ich hoffe ich konnte Euch trotz „einschränkender“ Regeln Lust auf einen Kletterausflug in die Sächsische Schweiz machen. Wenn Ihr Fragen habt, hinterlasst einen Kommentar oder meldet Euch!

Über die Autorin

Alexandra schreibt für das Reiseblog von Backpacking.de. Bei Backpacking.de findet man aktuelle Reiseinfos, Bilder und persönliche Berichte von Backpacker, sowie Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten, welche von Backpackern besucht und bewertet wurden.

MYOG Signalpfeife

17. Dezember 2009 von  
Abgelegt unter Featured, MYOG

Dies ist ein Gastbeitrag von Marcel, der sonst auf Ausgeruestet.com bloggt.

Vor einiger Zeit habe ich bei mir im Blog schon das ein oder andere über Signalpfeifen geschrieben und Sven signalisierte daraufhin via Twitter schon damals sein Erstaunen über meine #whistleweek. Naja, ich kann es scheinbar einfach nicht lassen und deshalb geht es in den nächsten Tagen auch mit einer kleinen Fortsetzung weiter.
Den ersten Vorgeschmack auf die neue whistleweek gibt es schon mit diesem Gastbeitrag, so bleibt auch das Freiluft Blog von meinem Pfeifen-Fetisch nicht verschont ;-)

Signalpfeifen

Warum Signalpfeifen?

Warum überhaupt diese Aufmerksamkeit für Signalpfeifen? Naja es macht halt Spaß und es gibt nahezu unzählige Modelle … Wichtigster Grund ist aber der, dass eine ein effektives und kostengünstiges Signalmittel ist, welches nicht nur in extremen Notsituationen nützlich sein kann.

Mancher mag sich zwar auf seine Stimme verlassen und im Notfall einfach um Hilfe schreien wollen, aber davon abgesehen, dass die menschliche Stimme bei weitem nicht so durchdringend klingt wie eine Leistungsstarke Pfeife, ist längeres Rufen und Schreien zudem auch noch ziemlich anstrengend. Während die ersten Rufe eines Durchschnittsmannes noch das Lautstärke Niveau einer guten erreichen können (Der Guiness Rekord im Schreien liegt bei 129 dB auf Düsenjet Level) nimmt die Stimmkraft aber schon nach kürzester Zeit enorm ab. Meist “brennen” die Stimmbänder bereits nach einigen wenigen Rufen und schließlich bekommt man überhaupt keinen Ton mehr heraus.

Hinzu kommt zudem, dass das menschliche Gehör besonders sensibel auf die sinusförmigen Frequenzen von Pfeiftönen reagiert. Damit sind diese besser wahrnehmbar als die menschliche Stimme.

Keine Frage, eine kleine Pfeife gehört definitiv zur EDC Ausstattung.

Woher eine Pfeife nehmen?

Naja, kaufen würde ich sagen … ;-). Eine meiner Favoriten ist z.B. die modifizierte ACME Tornado 2000.

Da ich aber auch -Projekte immer sehr spannend finde, habe ich noch eine kleine für den Bau einer einfachen Recycling-Pfeife aus einer Getränkedose zusammengestellt. Das kostet maximal Dosenpfand und ist in nicht einmal 5 Minuten gebaut.

MYOG Signalpfeife - Anleitung

Die Klangprobe :

Auch wenn Dosen in Deutschland inzwischen etwas rar geworden sind, kann man sich bei Bedarf so eine kleine Pfeife improvisieren. Das ist bestimmt nichts für den Notfall, aber dafür etwas für langweilige Momente :-)

Über den Autor

Marcel ist Student, wandert gerne mit leichtem Gepäck, und ist immer auf der Suche nach guter Ausrüstung. Im Alltag dagegen ist er meistens überausgerüstet, was sich aber schon häufig als nützlich erwiesen hat. In seinem Blog bemüht er sich seinen Lesern hilfreiche Informationen, Anregungen und Unterhaltung zu bieten. Hier findet man zudem auch viele weitere Anleitungen zu MYOG Projekten.

Cachen Frauen anders als Männer?

16. Dezember 2009 von  
Abgelegt unter Geocaching

Dies ist ein von Martina, die sonst auf martinascachenews.wordpress.com bloggt.

Vor einiger Zeit bat mich der liebe Sven darum, einen Gastbeitrag hier im Freiluftblog zu schreiben. Ui, mein erster! Dieser Aufforderung bin ich sehr gerne nachgekommen, da der Freiluftblog der erste war, auf dem ich, ICH, mich auf der Blogroll wiederfand. Wow, war ich stolz. Mein erster Backlink war geboren, lol!

Doch nun endlich zum Thema ;-)

Cachen anders als ?

Spontan, sage ich da doch mal ja.
Männer nähern sich der Thematik eher technisch und Frauen eher intuitiv an. Ich erinnere mich noch daran, wie einer meiner Leser sich mehr als wunderte, dass ich viele meiner Caches, in der Anfangszeit, ohne GPS gefunden habe … Er hätte noch keinen seiner ca. 700 Caches ohne Funktechnik in der Hand gefunden, so sein trockener, doch lustiger Kommentar ;-)

GPS

Ich wie gesagt, habe mir, nachdem mein Liebster mich in das Thema „technisch“ eingeführt hat, die ersten ohne digitales Helferlein geschnappt.

Dies wiederum, ist mir allerdings nur gelungen, weil mein Freund mir diverse „Apps“ auf den Rechner installierte. Ein für mich damals sehr nützliches: das „App“ in Google Earth. Damals, ach lang ist es her, konnte man sich z.B. die Stadt Tradis via Satelliten Foto ansehen. Was lag da näher, funklos, die Caches zu bergen, an den Plätzen, an denen Frau so wie so oft vorbeikommt.

Für einen Mann ist das scheinbar nicht so reizvoll. Er bevorzugt die Multi Caches und die Mysteries bei dem ein GPS nicht fehlen darf, denn das Auffinden der nächsten Stationen, geht ohne selbiges  nicht.

Mit „langweiligen“ Tradis allerdings, kann er nicht viel anfangen. Auch die T5er, werden meiner Meinung, eher von den Herren, als von den Damen angegangen, zumindest vermute ich das mal frech :-)

Eine Frau hingegen, also ich, mag es lieber ohne großen Aufwand und Tamm Tamm. Mir reichen da auch mal die Tradis, die ich bspw. beim Shoppen einkassieren kann.

Wo unterscheiden wir uns noch?

Betrachtet man die einschlägigen Szene-Foren, wird Frau schnell klar, dass es sich dabei eher um eine reine Männer-Domäne handeln muss. Dort diskutieren die „Cache-Nerds“ nach Herzenslust: Von der neusten GPS-Software bis hin zur Planung aufwendiger GeoCache-Touren, wir dort kein Thema ausgelassen.
Selten, bekomme ich das Gefühl in den Foren, engagieren sich auch Frauen. Und warum nicht? Frauen, behaupte ich mal, finden es  langweilig, sich stundenlang und mit vollem Ernst über Neuheiten im Softwaremarkt oder aber über Ausrüstung und korrekter GeoCache-Bekleidung zu unterhalten. Aber jedem das seine! ;-)

Fazit:

Männer cachen anders als Frauen, aber zusammen, sind wir unschlagbar! Selten, dass ich mich beim Cachen mit einem Mann, gelangweilt hätte. Im Gegenteil, gerade dort werden die Unterschiede in der Herangehensweise sehr deutlich, und es ist immer lustig ;-)

Über die Autorin

Martina ist leidenschaftliche GeoCacherin. Darüber berichtet sie auf ihrem Blog Martinas Cache News Weblog und beglückt  ihre Leserschaft mit ihren Erlebnissen beim Cachen.

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