Garmin Forerunner 620 im Test

Als Garmin vor wenigen Monaten die neue Forerunner 620 Laufuhr vorgestellt hat, war für mich klar, die muss ich haben! Design und Funktionsumfang des FR 620 sind genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten. Seit einigen Wochen ist die neue Laufuhr nun in der HR Version (mit Brustgurt) bei mir im Einsatz.

Garmin Forerunner 620

Lieferumfang

Der Lieferumfang fällt recht überschaubar aus. Neben der Forerunner 620 GPS-Uhr gibt es noch eine USB-Ladehalterung, den HRM-Run Pulsgurt (nur bei der HR Version) sowie diverse Handbücher.

Garmin Forerunner 620 Lieferumfang

Beim Pulsgurt handelt es sich um das neue HRM-Run Modell, welches über einen eingebauten Beschleunigungssensor verfügt, der jede Bewegung des Oberkörpers aufnimmt und daraus drei verschiedene Lauf-Parameter errechnet. So werden neben Herzfrequenz auch Schrittfrequenz, Vertikalbewegung und Bodenkontakt ermittelt.

Die USB-Ladehalterung verfügt über eine magnetische Aufnahme für die Uhr und kann diese an jedem USB-Port oder -Netzstecker aufladen. Leider liefert Garmin keinen Netzstecker mit, mittlerweile sollte aber wohl jeder mindestens ein solches Teil zu Hause liegen haben.

Im Vergleich mit dem FR 410

Bisher war mein Begleiter bei Training und Wettkämpfen, der Garmin Forerunner 410. Das ist zwar nicht der direkte Vorgänger des FR 620, ähnelt vom Aufbau aber vielen anderen FR Modellen. Allen gemein war bisher das starre, vorgeformte Armband. Der Forerunner 620 verfügt hingegen über ein flexibles Armband welches wie bei herkömmlichen Armbanduhren direkt am Rundgehäuse selbst befestigt wird. Das verleiht der Uhr ein besonders angenehmes Tragegefühl. Die schmale und elegante Gehäuseform macht den FR 620 zudem alltagstauglich, im Gegensatz zu vielen anderen überdimensionierten GPS-Uhren.

Garmin Forerunner 620 vs. 410 Garmin Forerunner 620 vs. 410 Garmin Forerunner 620 vs. 410

Weitere Unterschiede findet man bei der Ladeklemme, welche nun keine Klemme im eigentlichen Sinne wie beim FR 410 ist, sonder eine magnetische Ladeschale. Diese funktioniert tadellos und hält die Uhr während des Ladevorgangs sicher fest.

Auch der Brustgurt ist beim FR 620 komplett neu und verfügt nun, wie eingangs schon erwähnt, über einen integrierten Beschleunigungssensor mit dessen Daten verschiedene Lauf-Parameter errechnet werden. Äußerlich ähnelt er dem FR 410 beiliegendem Premium Herzfrequenz-Brustgurt, und trägt sich auch genau so angenehm auf der Haut. Durfte man diesen bisher nur per Hand waschen, so empfiehlt Garmin beim neuen HRM-Run Pulsgurt des FR 620 einen Waschgang bei 30°C in der Waschmaschine nach jedem 7. Einsatz.

Funktionen

Der Forerunner 620 verfügt über ein hochauflösendes Farbdisplay mit Touchscreen. Die Farben sind leider nicht so satt und kontrastreich wie auf den Produktfotos von Garmin, und sind allenfalls ein nettes Gimmick welches nicht wirklich viel zur Funktion der Uhr beiträgt. Das Display an sich ist scharf und sehr gut ablesbar.

Die Bedienung der Uhr erfolgt über 4 Tasten am Gehäuserand, über 2 Touchflächen links und rechts des Displays, sowie über den Touchscreen selbst. Die Tasten bieten einen schnellen Zugang zu den wichtigsten Funktionen wie Start/Stop, Lap, oder Displaybeleuchtung. Der Touchscreen funktioniert sehr gut, einzig der rechte Bereich zum Aufrufen des Menüs am äußeren Rings des Displays, reagiert zuweilen schon mal recht träge.

Garmin Forerunner 620 Garmin Forerunner 620 Garmin Forerunner 620
Garmin Forerunner 620 Ladekabel Garmin Forerunner 620 Ladekabel Garmin Forerunner 620 Ladekabel

Der Forerunner 620 vereint natürlich wieder alle bisherigen Funktionen die man schon von anderen Forerunner Modellen kennt, wie etwa Auto Pause, Auto-Lap, Pace-Alarm, Auto-Scroll der individuell konfigurierbaren Datenseiten, oder den Virtual Partner. Zusätzlich bietet der FR 620 aber auch einige neue interessante Features wie z.B. die integrierte Leistungsanalyse welche anhand eines ausgeklügelten Algorithmus die maximale Sauerstoffaufnahmekapazität (VO2 max) und eine Lauf-Prognose ermittelt. Bei mir steht dieser Wert mittlerweile bei sehr guten 55 ml/min/kg. Die vorausgesagten Zeiten für 5 km (18:48), 10 km (39:01), Halbmarathon (1:26:18) und Marathon (3:00:04), halte ich dann aber doch für sehr optimistisch und liegen rund 20% unter den Zeiten die ich derzeit realistisch schaffe.

Die neue Laufuhr verarbeitet auch die Daten des erstmals im Gehäuse eingebauten Beschleunigungssensors (G-Sensor). Neben den bekannte Werten wie Herzfrequenz, Distanz, Geschwindigkeit etc. zeigt der Forerunner nun zusätzlich auch die Schrittfrequenz an (spm = Steps per Minute) an. Trägt man den neuen Premium Herzfrequenz-Brustgurt namens “HRM-Run”, berechnet der Forerunner 620 zudem Bodenkontaktzeit (GCT = Ground Contact Time) und Vertikalbewegung (in cm). Denn der HRM-Run Brustgurt enthält ebenfalls einen Beschleunigungssensor, der aber im Gegensatz zum schwingenden Handgelenk relativ ruhig sitzt und so genauere bzw. ergänzende Daten liefert.
Im Prinzip erhält man mit dem FR 620 somit wertvolle zusätzliche Daten, welche aber wohl eher für erfahrenere Läufer interessant sind, welche ihren Laufstil verbessern möchten.

Neu sind auch die Connectivity Features via WLAN und Bluetooth LE. Somit ist der 620 der erste Forerunner welcher über WLAN mit der Online-Trainingsplattform Garmin Connect synchronisiert werden kann. Auch Firmware Updates können mittels WLAN automatisch auf die Uhr übertragen und installiert werden. Über die Bluetooth Anbindung kann man die Laufuhr mit dem Smartphone koppeln und so seine Daten via die kostenlose Garmin Connect App auf die Trainingsplattform übertragen oder die Live-Tracking Funktion nutzen.
Seit den letzten Firmware Updates funktioniert die WLAN und Bluetooth Übertragung nun übrigens tadellos.

In der Praxis

Der Forerunner 620 wiegt nicht mal 44 g und trägt sich dank der schlanken Gehäuseform wie eine normale Uhr. In der eleganten weiß/orangen Version macht die Uhr auch im Alltag stets eine gute Figur. Doch als einfache Uhr wäre der FR 620 sicherlich zu schade (und zu teuer), denn beim Lauftraining spielt er seine vollen Stärken aus. Ich habe nun schon einige hundert Kilometer mit der neuen Garmin Uhr zurückgelegt und möchte deshalb auch etwas aus der Praxis berichten.

Garmin Forerunner 620 im Einsatz

Die Positionsbestimmung erfolgt Dank aGPS (Positionsdaten werden automatisch via WLAN im Vorfeld bezogen) binnen weniger Sekunden. Nur vereinzelt musste ich bis zu 3 Minuten auf ein Signal warten, aber bei regelmäßiger WLAN Synchronisation ist dies eher die Ausnahme.
Die Trackaufzeichnung erfolgt auch im dichten Großstadtdschungel (OK, Luxemburg ist nicht wirklich eine Großstadt) recht präzise und es gab, wenn überhaupt, nur sehr selten kurze Ausfälle.

Die Bedienung der Tasten und vor allem des Touchscreens funktioniert tadellos, auch im Regen oder mit verschwitzten Fingern. Die Ablesbarkeit des Displays ist bei allen Lichtverhältnissen hervorragend, selbst bei 4 Datenfeldern auf einer Seite. Wer eine größere Schrift bevorzugt kann auch nur ein oder zwei Datenfelder pro Seite anzeigen, hier kann man das Display ganz individuell auf seine Bedürfnisse einstellen.

An die Angabe der Batterielaufzeit von bis zu 10 Stunden im Trainingsmodus bin ich noch nicht heran gekommen. Hier geht aber zwischen den Trainingseinheiten wohl auch einiges an Energie verloren beim Synchronisieren über WLAN / Bluetooth, sowie der normalen alltäglichen Nutzung der Uhr. Mir ist es bisher nur ein mal passiert, dass sich der Akku während eines Laufs komplett entleert hat und die Uhr sich abschaltete. Schuld daran war wohl die etwas unpräzise Akkuanzeige welche nur als kleines Symbol im Uhrzeit-Modus angezeigt wird. Hier wäre eine Angabe in Prozent sicherlich hilfreicher.

Fazit

Dank der umfangreichen Funktionen zur Datenanalyse ist der Forerunner 620 derzeit wohl die GPS-Uhr schlechthin für ambitionierte Läufer. Allerdings auch nur für Läufer. Und auch nur für Straßenläufer. Für andere Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen sind schlichtweg keine Funktionen vorgesehen. Selbst Trailrunner werden den barometrischen Höhenmesser vermissen und eher auf eine andere Uhr zurück greifen. Fürs Fitnessstudio fehlt mir zudem die Option zum Abschalten des G-Sensors wenn ich am Rudergerät, dem Crosstrainer oder dem Spinningrad trainiere.
Der Forerunner 620 richtet sich somit, meiner Ansicht nach, ausschließlich an ambitionierte Straßenläufer.

Mit einem unverbindlichen Verkaufspreis von 449 Euro (derzeit knapp unter 400 Euro bei Amazon) ist der FR 620 inkl. HRM-Run Brustgurt zudem kein Schnäppchen. Wenn man bedenkt, dass die kürzlich vorgestellte fenix 2 aus dem selben Haus quasi sämtliche Funktionen des FR 620 bereits integriert hat und bei identischer UVP noch weit mehr kann, dann sollte man sich überlegen ob man nicht gleich zur etwas klobiger wirkenden Outdoor-Uhr greift.

Da ich derzeit fast ausschließlich auf der Straße laufe, und für meine Wanderungen und Geocaching Touren einen wunderbaren Garmin Oregon 650 mein Eigen nennen kann, bin ich trotz Erscheinen der fenix 2 überaus glücklich mit meinem Forerunner 620. Nicht zuletzt weil sie auch im Alltag stets am Handgelenk bleiben kann.

Weitere Informationen zum Forerunner 620 gibt es auf der Forerunner Seite von Garmin. Weitere ausführliche Reviews gibt es zudem bei DC Rainmaker, im Blog von Bergzeit, sowie bei Eiswuerfelimschuh.

Ausdauerleistungsfähigkeit mit dem Cooper-Test ermitteln

16. Januar 2014 von  
Abgelegt unter Running & Trailrunning

Der Cooper-Test (benannt nach dem amerikanischen Sportmediziner Kenneth H. Cooper) ist ein anerkannter Test zur Überprüfung der allgemeinen Ausdauerleistungsfähigkeit. Vielen ist dieser Test vielleicht noch aus dem Sportunterricht bekannt, wo der Lehrer einen minutenlang über den Sportplatz gescheucht und anschließend Noten verteilt hat. Beim Cooper-Test handelt es sich um einen Lauf mit einer Dauer von genau 12 Minuten, bei dem die in dieser Zeit maximal zurückgelegte Strecke ermittelt wird. Im Prinzip also ein einfacher Test den jeder selbst vornehmen kann.

Running

Den ermittelten Wert kann man in einer der zahlreichen Tabellen abgleichen und so die persönliche Ausdauerleistungsfähigkeit ermitteln. Der Test dient bei erfahrenen Läufern auch zur Schätzung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) welche an gibt, wie viele Milliliter Sauerstoff der Körper im Zustand der Ausbelastung maximal pro Minute verwerten kann. Eine einfache Formel ermittelt den VO2max Wert:

(Strecke in Metern – 505) ÷ 45 = VO2max (in ml/min/kg)

Ich habe kürzlich einen solchen Cooper-Test gewagt. Dank meiner Garmin Forerunner GPS-Uhr ist die genaue Ermittlung der Distanz sehr bequem. Nach kurzem Aufwärmen drücke ich die Lap-Taste und schon ticken die 12 Minuten herunter:

Das Ergebnis: 2.640 Meter. Laut den diversen Tabellen welche man im Internet so findet, ist das für einen “Normalsportler” wie mich ein guter bis sehr guter Wert.

Meine neue Garmin Forerunner 620 Laufuhr ermittelt übrigens selbstständig einen VO2max Wert aufgrund verschiedener gesammelter Daten aus allen aufgezeichneten Läufen. Dieser Wert liegt bei mir mittlerweile bei sehr guten 53 ml/min/kg, welchen ich allerdings etwas hoch für einen Laufanfänger halte. Anhand der oben erwähnten Formel lässt sich aufgrund des Cooper-Tests ein Wert von rund 47,5 ml/min/kg errechnen, welcher allerdings auch immer noch recht gut ist.

Kurzum, ich bin fit! :) Mal sehen wie der Wert bei einem weiteren Cooper-Test in einem halben oder einem Jahr ausfällt.

(Foto: fundura / photocase.com)

adidas TERREX Fast X FM GTX Trekkingschuh im Test

11. März 2013 von  
Abgelegt unter Featured, Schuhe

Schon seit einiger Zeit ist der TERREX Fast X FM GTX Trekkingschuh den adidas mir zur Verfügung gestellt hatte, bei mir im Einsatz. Anfänglich hatte ich einige Bedenken was die Outdoor-Tauglichkeit anbelangt, insbesondere was die Festigkeit des Schnellschnürsystems und die Robustheit des leichten Schuhs betraf. Zudem drückte die niedrig geschnittene Variante des TERREX Fast X während den ersten Kilometern doch schon etwas. Nachdem der Trekkingschuh aber erst einmal eingelaufen war, gehört er mittlerweile zu meinem absoluten Lieblingsschuh.

adidas TERREX FAST X

adidas ist erst seit einigen Jahren im Outdoor Segment vertreten. Der Fokus von adidas Outdoor liegt dabei auf den Bereichen Mountain Sports, Trekking und Hiking. Hier setzt adidas insbesondere auf leichte und athletische Produkte wie Schuhe, Bekleidung und Hartwaren (z.B. Rucksäcke). Besonderes Highlight ist die TERREX Linie welche durch den Einsatz neuster Technologien höchsten Ansprüchen von Outdoor Athleten gerecht wird.

Der Fast X gehört zur TERREX Kollektion und zeichnet sich insbesondere durch sein geringes Gewicht aus. Dieses kann man direkt an allen Outdoor Schuhen von adidas ablesen, die Zahl auf der gelben Plakette gibt nämlich das Gewicht in Gramm für einen Schuh in der Größe UK 8,5 an. Im Falle des Fast X sind das gerade mal 440 Gramm.

Der flache Sohlenaufbau und die TRAXION Außensohle (die Gummimischung kommt vom bekannten Reifenhersteller Continental) bieten Stabilität und Sicherheit. An der Ferse sorgt das bewegliche FORMOTION Element für die nötige Kontrolle in unwegsamem Gelände. Im Vorfußbereich bietet die Protection Plate zusätzliche Stabilität und Schutz vor spitzen Steinen.

TRAXION Laufsohle mit Continental Gummi  ForMotion im Fersenbereich für optimale Bewegungskontrolle Nur 440 g pro Schuh (in UK-Größe 8,5)

Das Speed-Lacing System, zu Deutsch Schnellschnürsystem, erwies sich in der Praxis als sehr tauglich und praktisch. Es hält bombenfest, so dass ich quasi nie nachjustieren musste. Eine schöne Lösung ist auch der “Lace Bungee” mit dem man den Schnürsenkel am Schuh befestigen kann und dieser nicht umher baumelt und sich nicht an Ästen oder Gestrüpp verheddern kann.

Der TERREX FAST X verfügt über eine Gore-Tex Membran Schnellschnürsystem Lace Bungee

Das äußerst abriebfeste Obermaterial aus Mesh und Synthetik sorgt für eine gute Atmungsaktivität und Strapazierfähigkeit. Die getestete GTX Variante des Fast X verfügt zudem über eine wasserdichte und atmungsaktive GORE-TEX Membran, welche meine Füße stets trocken gehalten hat. Ich hatte den Schuh selbst schon im Schnee im Einsatz. Allerdings erwies sich der niedrige Schaft, selbst in Kombination mit Gamaschen, als Schwachstelle. Um das Eindringen von oben von Schnee, Matsch oder Wasser zu vermeiden sollte man einfach auf die hoch geschnittene Fast X Mid Variante zurück greifen.

Fazit

Für knapp 140 Euro erhält man mit dem TERREX Fast X FM GTX einen überaus robusten und doch leichten Terkkingschuh. adidas ist mit der TERREX Linie ein wirklich guter Einstieg in das Outdoor Segment gelungen. Man darf gespannt sein wie sie die Outdoor Kollektion weiter ausbauen werden.

Vik Hooded Sweater – Fleecejacke von 66 North im Test

13. Dezember 2012 von  
Abgelegt unter Bekleidung, Featured

Seit unserer Island Tour im August 2007 ist mir die Marke 66 North ein Begriff, schliesslich hat der Outdoor Ausrüster hier seine Wurzeln und zählt zu den ältesten Firmen Islands. Schon damals ist uns die hervorragende Qualität und das Design der 66 North Kollektion aufgefallen. Wegen unseres schmalen Geldbeutels und der zu dieser Zeit starken Isländischen Krone, reichte es bei unserer Shoppingtour in Reykjavík nur für eine warme 66 North Strickmütze. Diese begleitet mich allerdings auch heute noch an besonders kalten Tagen.

Kürzlich haben die Bergfreunde mir nun die Vik Hodded Sweater Fleecejacke von 66 North zum Testen überlassen. Bei der Jacke handelt es sich um ein Modell aus dem von mir so geliebten Polartec Power Stretch Material. Getestet wurde überwiegend im Alltag und zuletzt auch bei unserer Wintertour durchs Hohe Venn.

Über Polartec Power Stretch:

Stoffe aus Polartec Power Stretch sind bi-elastisch und besonders atmungsaktiv. Bei körperlicher Anstrengung halten sie den Körper trocken und bieten Wärme ohne Gewicht. Die robuste Außenseite von Power Stretch Bekleidung ist windabweisend und abriebfest, während die weiche Innenseite Feuchtigkeit von der Haut weg transportiert und den Träger dadurch angenehm trocken und warm hält.
Quelle: Polartec

Das Material trägt sich sehr angenehm direkt auf der Haut wenn man z.B. nur ein T-Shirt drunter trägt. Ansonsten lässt die Jacke sich an kalten Tagen hervorragend als wärmende 2. Schicht über einem Thermoshirt und unter einer Hardshell tragen. Wie ich hier im Blog schon öfters hingewiesen habe, eignet sich das Power Stretch Material nur bei absoluter Windstille als äußerste Schicht. Es wird zwar als windresistent oder windabweisend beworben, lässt den Wind aber doch schon sehr großzügig hindurch wehen. Vorteil des Materials ist weiterhin das recht günstige Gewicht und die hervorragende Atmungsaktivität. In der mittlere Größe wiegt die Vik Jacke gerade mal 317 g.

Kommen wir zu den Features der Jacke. Am auffälligsten ist hier wohl der hohe Kragen in Verbindung mit einer eng geschnittene Kapuze und einem asymmetrischen Reißverschluss. Wie man auf dem Foto sieht hält diese Kombination Kopf und Gesicht schön warm. Trägt man die Jacke allerdings ohne Kapuze, so hängt diese immer etwas seitlich herunter, was einfach komisch aussieht und auch schon mal nervt.
Des weiteren verfügt die Vik Hooded Sweater Jacke noch über Daumenschlaufen, nahtfreie Schultern, und Flachnähte. Das war es dann aber leider auch schon mit den Features. Wünschenswert wäre zumindest noch eine Napoleontasche gewesen und vielleicht noch ein Kordelzug am Saum.

Daumenschlaufen

Vom Schnitt her fällt die Jacke eher klein und leider auch recht kurz aus. Hier hätte ich mir den einen oder anderen Zentimeter mehr am Rücken gewünscht. Die Ärmel fallen zum Glück angenehm lang aus. Hervorragend ist hingegen das 4-Wege-Stretch-Material welches in jeder Situation absolute Bewegungsfreiheit erlaubt.

Fazit

Die Vik Hooded Sweater von 66 North ist eine eher einfache Fleecejacke ohne viele Features. Die Kapuze gefällt mir persönlich nicht sonderlich und der asymmetrische Schnitt ist eher störend. Das bewährte Power Stretch Material von Polartec leistet allerdings wie gewohnt hervorragende Arbeit. Für vergleichsweise recht günstige 118,95 Euro eignet die Jacke sich in erster Linie für Outdoorer die Verwendung für eine solche Kapuze mit Gesichtsschutz haben und auf Taschen verzichten können.

Elephant Freak Slackline im Test

19. Juli 2012 von  
Abgelegt unter Ausrüstung, Featured

Slacken, Slacklinen, oder auch Slacklining ist eine Trendsportart welche in den letzten Jahren sehr populär geworden ist. Dabei ist Slacklining eigentlich nichts anderes als Seiltanzen 2.0 mit dem Unterschied, dass auf einem Schlauchband oder Gurtband balanciert wird, welches zwischen zwei Befestigungspunkten gespannt ist. Dieses Band wird Slackline genannt.

Nun hatten wir auch endlich mal die Gelegenheit eine Slackline zu testen, und zwar haben die Bergfreunde uns dafür das “Freak” Slackline Set von Elephant zur Verfügung gestellt.

Vor einiger Zeit haben Ander vom Trekking Blog und ich an einem Seil Workshop der Luxemburger Pfadfinder teilgenommen und festgestellt, dass man Slacklines auch prima für einen Niedrigseil Parcours einsetzen kann. Als langjährige Pfadfinder sind wir es gewohnt Seilbrücken etwas mühselig per Flaschenzug zu spannen. Moderne Slacklines wie die Elephant Freak bieten hier den Vorteil, dass man sie extrem leicht und schnell per Ratsche unter den nötigen Zug bringen kann.

Lieferumfang

Der Lieferumfang des Elephant Slackline Sets lässt nichts vermissen. So gibt es neben der 15m Slackline (Breite 50mm) mit verstärkten Schlaufen, eine Langarmratsche mit Schutzfilz, 2 Rundschlingen, sowie 2 praktische Tree’skins (Baumschutz) von 150cm Länge. Laut Beschreibung müssten eigentlich auch 2 Schäkel dabei sein, meinem Set lag allerdings nur einer bei.

Zum Aufbewahren und Transportieren der Slackline ist im Set noch eine einfache Stofftasche enthalten, oder man nutzt den praktischen Karton (solange er hält) mit Griff in dem das Set geliefert wird.

Aufbau

Dem Set liegt eine ausführlich bebilderte Anleitung bei, es geht aber auch problemlos ohne. Als erstes bringt man, wenn man die passende Stelle für den Aufbau gefunden hat, die mitgelieferten Baumschoner an. Diese werden ganz einfach per Klettverschluss befestigt, welche bei Bäumen bis zu knapp 50cm Durchmesser passen sollten. Die Baumschoner verfügen zudem über eine Schlaufe durch die man die Slackline bzw. die Rundschlinge führen kann, so dass diese beim Aufbau nicht vom Baumschutz abrutschen können.

Das eine Ende der Slackline fädelt man nun durch die eigene Schlaufe (Ankerstich) um es am Baum zu befestigen, oder man nutzt die Rundschlinge mit einem Schäkel. Letzteres war allerdings nicht möglich da bei meinem Set der zweite Schäkel fehlte und der andere für die Befestigung der Ratsche benötigt wurde. Am gegenüberliegenden Baum nutzt man eine Rundschlinge und befestigt wie gesagt mit Hilfe eines Schäkels die Ratsche (Griff nach unten!). Jetzt noch die Line spannen, was dank der Langarmratsche sehr gut funktioniert, und schon kann das Slacken losgehen.

Um die Ratsche etwas zu schützen sollte man das lose Ende der Slackline noch um diese herum wickeln und befestigen.

Im Gegensatz zum Ocùn Tricky Slackline Set welches Ander dabei hatte und wo man ordentlich Manpower und etwas Know-How (Flaschenzug) braucht zum Aufbauen, ist das Freak Set von Elephant erfreulich einfach zu handhaben.

Die Slackline im Einsatz

Die Freak Slackline wird zwar für den Einsatz als Jumpline, Waterline, oder zum Surfen empfohlen, also für die etwas ambitioniertere Slacker und Könner, aber durch die Breite von 50mm hat sie sich auch besonders gut für unseren Niedrigseil Parcours bewährt. Unsere Kids hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß!

Fazit

Das Freak Slackline Set begeisterte uns nicht nur durch seinen einfachen Aufbau und die gute Ausstattung, sondern überzeugte auch hinsichtlich der Qualität. Leider fehlte der zweite Schäkel, aber ein Ankerstich tut seinen Zweck eben so gut. Für knapp 105 Euro erhält man ein komplettes und hochwertiges Slackline Set das sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene eignet.

Weitere Informationen zum Set gibt es auf der Homepage von Elephant Slacklines.

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