Innovative Trinkblase von GEIGERRIG im Test

10. November 2011 von  
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Als Fan von Trinksystemen erregte die Pressemitteilung, welche mich vor kurzem von erreichte, natürlich gleich meine Aufmerksamkeit. Das besondere an der innovativen Trinkblase ist das einzigartige integrierte Drucksystem welches es erlaubt das Wasser aus dem Mundstück des Trinkschlauchs heraus zu sprühen. Aber das System bietet noch viele weitere spannende Innovationen. Da ließ ich es mir nicht nehmen ein Testmuster anzufragen.

Das

Das Großhandelsunternehmen Optamit, welches die Marke GEIGERRIG exklusiv in Deutschland, Österreich und in der Schweiz vertreibt, lieferte mir auch prompt das Trinksystem (2 Liter) zusammen mit dem GEIGERRIG (dazu später mehr) und einem zweiten, -fertigem Trinkschlauch.

Auffällig ist schon die minimalistische aber stylische Verpackung. Anschließend fällt einem sofort der Druckball ins Auge, welcher über einen Schlauch mit der Trinkblase verbunden ist. Mithilfe dieses Druckballs setzt man die Trinkblase unter Druck. Dazu verfügt die Blase über eine zweite Kammer die vom Wasser getrennt ist. Somit gelangt keine Luft in die eigentliche Wasserblase oder den Trinkschlauch.

Zum Befüllen der Trinkblase kann man den Trinkschlauch sowie den Druckschlauch über die Quick-Release Plug-&-Play-Verbindungen problemlos abnehmen. Diese ermöglichen einem zum Beispiel auch die Entnahme der Trinkblase, ohne dass man dafür die Schläuche vom Rucksack entfernen muss. Das Befüllen erfolgt ähnlich wie bei anderen Trinkblasen über eine weite Öffnung an der Oberseite. Die aufgefüllte Trinkblase wird anschließend in den Rucksack gesetzt, dann wird der Rucksack gepackt. Erst nachdem alles im Rucksack verstaut ist, wird die Blase unter Druck gesetzt. Dazu wird der Druckball gedrückt, bis die Blase den gewünschten Druck zum Sprühen erreicht hat (15-20 mal pumpen für die 2-l-Blase, 20-25 mal pumpen für die 3-l-Blase).

Durch sanftes Drücken des angewinkelten Mundventils sprüht das Wasser nun aus dem Schlauch heraus. Durch eine Drehung des Mundventils kann man dieses verschließen um versehentliches Sprühen zu vermeiden.

Als sehr einfach erweist sich die Reinigung der GEIGGERIG Trinkblase. Die Schläuche können hierzu, wie schon beschrieben, abgenommen werden. Dank des praktischen Gleitverschlusses kann sie leicht weit geöffnet und vollständig gereinigt werden. Außerdem kann die Trinkblase problemlos auf Links gedreht werden und ist sogar Spülmaschinen tauglich!

Doch was sind nun eigentlich die Vorteile des Sprühens und die Einsatzbereiche des GEIGERRIG Trinksystems?

  • Trinken
    Ein großer Vorteil von Trinksystemen im Allgemeinen ist die permanente Wasseraufnahme während Aktivitäten. So kann man unterwegs mehrmals kleinere Schlucke nehmen, anstatt Pausen abzuwarten (bei denen man gegebenenfalls auch noch den Rucksack abnehmen muss) und dann hastig in großen Schlucken trinken zu müssen.
  • Kühlen
    An heißen Tagen kann man seine Wasserversorgung dazu benutzen, einen feinen, kühlenden Dunst auf Gesicht, Nacken und Körper zu sprühen.
  • Reinigen
    Das Waschen von Händen, Gesicht, oder gar Wunden ist mit dem Sprühmechanismus des GEIGERRIG Drucksystems problemlos möglich.
  • Teilen
    Da man das Ventil zum Trinken nicht direkt in den Mund nehmen muss, kann man seinen Wasservorrat problemlos mit anderen teilen. Bei einem herkömmlichen Trinksystem, an dem man saugen muss, kommt es oft zu einem Rücklauf von verschmutztem Wasser in die Blase, genau wie von Schleim- und Schaumablagerungen, die sich am Mundstück sammeln und die ebenfalls in die Trinkblase gelangen können.

Wie man sieht wurde das GEIGERRIG Trinksystem nicht umsonst auf der Outdoor Trade Show in England als „Produkt des Jahres“ ausgezeichnet.

Das Trinksystem ist als 2 Liter sowie 3 Liter Version für jeweils 49,00 Euro erhältlich, oder auch in Kombination mit verschiedenen GEIGERRIG Trinkrucksäcken.

Der Filter

Aber GEIGERRIG bietet noch mehr. Der Sprühmechanismus ermöglicht dem Trinksystem, Wasser durch einen Filter zu drücken. GEIGERRIG stellt Filter her, die sich in den Trinkschlauch integrieren lassen, so dass Wasser, das unterwegs aus Bächen, Flüssen oder Seen aufgenommen wurde, auf seinem Weg aus der Trinkblase in den Mund hygienisch sauber gefiltert wird.

Der Filter (aktiver Kohlenstoff aus Kokosnußschale) entfernt dabei mehr als 99,9% Kryptosporidien- und Giardien-Parasiten. Die Filterkapazität beträgt bis zu 190 Liter Wasser.

Der Filter sowie der Filter-fertige Trinkschlauch sind einzeln für 29,95 Euro beziehungsweise 19,95 Euro erhältlich.

Das GEIGERRIG Trinksystem in der Praxis

Kommen wir nun aber zum Praxistest. Getestet habe ich das Trinksystem zum einen in einem kleinen Daypack, zum anderen in unserer Kinderkraxe, dem Deuter Kids Comfort III (siehe Fotos).

Das Einsetzen der Trinkblase gestaltete sich Konstruktionsbedingt beim Daypack recht einfach (Einsetzen der Trinkblase von Oben ins Hauptfach), bei der Kinderkraxe hingegen recht fummelig (Einsetzen der Trinkblase durch eine seitliche Öffnung). Besonders das Anbringen der Schläuche über die Quick-Release Verbindung erwies sich als Geduldsprobe da man nicht wirklich sieht was man macht.

Die Schläuche für Wasser und Druck habe ich parallel aus der dafür vorgesehenen Öffnung des Rucksacks verlegt und am Schultergurt befestigt. Sieht auf den ersten Blick wohl etwas komisch aus. Die GEIGERRIG eigenen Trinkrucksäcke bieten da eine elegantere Lösung. Hier werden die Schläuche auf beide Schulterriemen aufgeteilt und der Druckball verschwindet diskret in einer unauffälligen Tasche.

Unterwegs erwies sich das Trinksystem als sehr praktisch. Selbst unsere kleine Eve (2 Jahre) hatte keine Probleme selbstständig aus dem Schlauch zu trinken. Steht die Trinkblase einmal unter Druck muss man während einer Tour nur noch selten Pumpen um den Druck anzupassen. Die 2 Liter wurden dann auch fast komplett ohne Saugen aufgebraucht. Lediglich einige wenige Zentiliter verblieben am Ende in der Trinkblase.

Die Reinigung ging, wie vom Hersteller versprochen, leicht von der Hand. Lediglich den Spülmaschinen habe ich noch nicht gemacht, aber man wird wohl eh nicht gleich nach jeder Tour das Teil so gründlich reinigen müssen.

Fazit

Das Trinksystem von GEIGERRIG ist eine wirkliche Innovation. Besonders praktisch am Sprühsystem finde ich, dass man es nun nicht mehr nur zum Trinken nutzen kann, sondern z.B. auch zum Händewaschen oder zum Spülen des Berghaferls. Wer das schon mal mit einem herkömmlichen Trinksystem versucht hat, weiß wie umständlich dies ist. Wünschenswert wäre vielleicht nur noch eine Kappe für das Mundventil um dieses gegen Schmutz zu schützen.

Mit rund 50 Euro ist das Trinksystem deutlich teurer als herkömmliche Systeme wie z.B. von Deuter (ca. 30 – 35 Euro) oder Platypus (ca. 20 – 25 Euro), dafür bietet es aber auch einiges mehr. Die clevere Filteroption macht das System besonders für Leute die öfters abseits der Zivilisation und somit einer sauberen Wasserversorgung unterwegs sind, interessant. Wobei der Preis für das komplette Trinksystem sich dann schon auf knapp 100 Euro beläuft.

Weitere Informationen und Videos zum GEIGERRIG Trinksystem gibt es unter optamit.de (deutsch) und geigerrig.com (englisch).

PS: Was die Bezugsquellen angeht – Optamit ist Großhändler und verkauft leider nicht an Endkunden. Die Produkte sind in der Regel in gut sortierten Outdoor- und Fahrradfachgeschäften erhältlich.

Silva Sprint und Sprint Plus – Starke Stirnlampen mit 1030 Lumens

27. Oktober 2011 von  
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Der schwedische Hersteller haben mir via Bergfreunde.de ihre neue extra starke Stirnlampe Sprint Plus zum Testen zur Verfügung gestellt. Stolze 1.030 Lumens bietet die Silva , das ist mal eine Ansage. Leider hat die Leistung auch ihren Preis, rund 450 Euro kostet das Spitzenmodell. Grund genug die Silva etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Lieferumfang

Die Stirnlampe wird in einem edlen Karton geliefert und bietet eine Menge Zubehör. Neben Lampe, Akku und Ladegerät werden des weiteren ein Stirnband, eine Helmhalterung, sowie eine Fahrradhalterung und ein Verlängerungskabel mitgeliefert. Der Einsatzbereich ist somit sehr vielfältig.

Handhabung

Ist der mitgelieferte Hochleistungsakku erst mal geladen, ist die Handhabung eigentlich recht simpel. Man verbindet die Leuchte entweder direkt mit dem Akku oder nutzt zusätzlich noch das Verlängerungskabel (wenn man die Sprint z.B. als Stirnleuchte einsetzt und den Akku am Gürtel befestigen möchte). Der Akku wird in einer einfachen Schutztasche mit Klettverschluss geliefert. So kann man den Akku recht einfach am beigelegten Stirnband, am Gürtel, am Rucksack oder auch am Fahrradrahmen befestigen.

Die Bedienung der verschiedenen Leuchtmodi erfolgt durch jeweils kurzes Drücken über einen einzigen Schalter oberhalb der Lampe: Maximum > Mittel > Minimum > Blink. Hält man den Schalter 1 Sekunde lang gedrückt schaltet man die Sprint wieder aus.

Der Winkel des Lampenkopfs lässt sich leicht stufenlos einstellen und hält dabei doch perfekt die gewählte Position. Das Kabel zur Stromversorgung dreht dabei nicht mit und bleibt stets in seiner Position. Somit ist die Silva Sprint wirklich sehr bequem zu bedienen.

Leuchtkraft im

Hier sieht man die Silva Sprint im direkten Vergleich mit der LED Lenser M7R (220 Lumens). Bis zum Zaun hinter dem Baum sind es ca. 45-50 Meter. Die Belichtungszeit aller Fotos betrug 2 Sekunden.

Wie man erkennen kann bietet die Silva bei den vollen 1.030 Lumens (3. Foto) ein helles und dabei vor allem ein sehr breites Sichtfeld. Erst wenn man die M7R fokussiert (letztes Foto) kann diese in etwa mit der Leuchtkraft der Sprint mithalten, in dem Fall hat man allerdings ein stark eingeschränktes Sichtfeld.

Für den Praxistest bei unserer Caving Tour war die Silva Lampe leider noch nicht bei mir eingetroffen, dafür hatte Ander vom Trekking Blog seine aber bereits erhalten. So konnte ich die Leuchtkraft doch schon in der Praxis erleben. Im Vergleich zu meiner Petzl Tikka XP (35 Lumens) welche ich für unsere Tour dabei hatte, bot die Silva in der Grotte ein regelrechtes Flutlicht. Besonders in der Kathedrale, einer besonders hohen Kammer, stelle sie ihre Leuchtkraft eindrucksvoll unter Beweis.

Bei meinem geplanten Praxistest während der nächtlichen Wanderung im Rahmen des Gore-Tex Blogger Summits, versagte die Lampe dann allerdings komplett. Obwohl der Akku zuvor vollständig geladen wurde und die Sprint ordnungsgemäß befördert wurde (Akkukabel abgezogen), verweigerte sie die Arbeit. Nachdem ich den Akku zu hause ans Ladegerät angeschlossen und erneut vollständig aufgeladen hatte, funktionierte sie wieder einwandfrei. Irgendwo muss der Akku sich dann doch wohl vollständig entladen haben.

Technische Eigenschaften

  • Leuchtentyp: 5x Hochleistungs-LED
  • Ultrastarke Lichtleistung bis 140 m
  • Zwei sehr starken Leuchten: 1030 Lumens
  • Leuchtdauer Max/Min: 2,5h/20h
  • 6,6 Ah Li-Ionen Akku
  • Wasserabweisend zum Einsatz unter harten Bedingungen (IPX6)
  • Multisport-Befestigungen inklusive (nur Sprint Plus): Stirnband, Fahrrad und Helm
  • Vier nutzbare Leuchtmodi: Max, Min, Breit und Blink
  • Gewicht: 190g

Fazit

Mit der Sprint bietet Silva eine Stirnlampe mit beeindruckender Leistung für fast jede Art von Outdoor Aktivität in dunkler Umgebung. Der Hochleistungsakku hält dabei bis zu 20 Stunden (bei voller Leistung immerhin noch bis zu 2,5 Stunden). Zudem ist die Lampe Wasserabweisend nach IPX6 Schutzart (Schutz gegen starkes Strahlwasser) und stoßfest. Dem harten Outdoor Einsatz steht also nichts im Weg … bis vielleicht auf den doch recht hohen Preis.

Die Silva Sprint gibt es für knapp 400 Euro in der Basisversion mit Akku, Ladegerät und Kopfteil, sowie in der Silva Sprint Plus Version mit zusätzlicher Fahrrad- und Helmbefestigung für rund 450 Euro. Den Akku kann man übrigens auch einzeln kaufen um z.B. Ersatz bei einer längeren Tour zu haben. Da es sich dabei aber um einen Hochleistungsakku handelt kostet dieser nochmals stolze 199 Euro.

(Fotos : Charel Bidoli, Sven Linckels)

Wasserdichte Outdoor-Socken von SealSkinz im Test

12. August 2011 von  
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Auf der diesjährigen OutDoor bin ich unter anderem auch bei SealSkinz vorbei gekommen. Der englische Hersteller hat sich komplett auf wasserdichte, winddichte und atmungsaktive Hand-, Fuß- und Kopfbekleidung spezialisiert. Besonders die wasserdichten haben mich da doch etwas überrascht. Ein Grund das Outdoor Modell “Walking” selbst zu testen.

Wozu wasserdichte Socken? Für die meisten sind wasserdichte Socken ein neues und ungewöhnliches Konzept, darum im Folgenden ein paar Fakten zu SealSkinz.

SealSkinz wasserdichte Socken wurden in England erfunden. Das ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, wie viel Wasser man dort hat. Sie werden in England von Hand hergestellt. Dank einer sehr dehnbaren,  nahtlosen Dreilagenkonstruktion inklusive wasserdichter, atmungsaktiver Membran und patentiertem Herstellungsprozess sind sie:

  • Komplett und hoch-atmungsaktiv. Das heisst: trockene Füße, die nicht schwitzen
  • Tragbar wie ganz normale Socken, mit einer Innenlage aus antimikrobieller , die die Feuchtigkeit nach außen transportiert
  • Sehr widerstandsfähig dank robuster Nylonaußenlage
  • Einfach zu waschen und zu trocknen (für Maschine und Handwäsche geeignet)
  • Wasserdicht mit Garantie: auf alle Socken gibt es eine zweijährige Herstellergarantie

Dank der unterschiedlichsten Ausführungen eignen sich SealSkinz für eine große Zahl an Outdoor-Aktivitäten:

  • Wandern mit leichtem Gewicht – ideal für den Zustieg; in den Zustiegsschuhen bleiben die Füße warm und trocken, es bilden sich keine Blasen und das Bein wird geschützt
  • Trail und Cross Country Running – ideal in Kombination mit Laufschuhen
  • Winterwandern und Trekking – die dreilagige Konstruktion hält den Fuß besonders warm. Dank seiner Elastizität und Schlingstrick-Futter ist die Socke besonders bequem und stützt die Gelenke
  • Fahrradfahren und Mountain Biking

Auch das Militär ist von SealSkinz überzeugt: im Januar 2011 hat das Unternehmen einen Vertrag unterzeichnet, der SealSkinz zum Ausstatter des britischen Militärs macht.

SealSkinz im

Auf dem Klangwanderweg hatte ich erstmals Gelegenheit ein Paar SealSkinz, die mir vom Hersteller zur Verfügung gestellt wurden, zu testen.

Schon beim ersten Anfassen machte das “Walking” Modell einen doch eher ungewohnten Eindruck, die Socke besteht nämlich aus 3 unterschiedlichen Lagen. Die innere Socke besteht aus Merino-Wolle, die Außensocke aus Nylon, und dazwischen befindet sich die wasserdichte Membran. Zudem gibt es 3 verschiedene Stärken (dünn, standard und warm), wobei ich die dünne Variante erhalten habe.  Ich war allerdings doch etwas skeptisch wegen der Atmungsaktivität, zumal ich recht stark an den Füßen schwitze.

Die erste Anprobe machte mich dann noch misstrauischer. Meine Schuhgröße beträgt in der Regel 44½, geliefert wurde Größe L was 43-46 entspricht. Sollte also passen. Wie man auf dem Foto oben sieht, wirft die Außensocke doch deutlich große Falten. Na, ob das mal keine Scheuerstellen oder Blasen werden? Vielleicht habe ich zu schmale Füße oder meine Waden sind nicht trainiert genug. Als Schuh kam übrigens der Meindl Island zum Einsatz.

Kommen wir zum eigentlichen Test. Bei der Wanderung (mit gut 15 kg Gepäck) legte ich mit den Socken ca. 8 Kilometer und rund 500-600 Höhenmeter zurück. Dabei hatte ich zu keinem Moment ein unangenehmes Gefühl an den Füßen und geschwitzt habe ich nicht mehr als sonst. Die Falten bereiteten auch keine Probleme. Alles in allem bin ich doch überrascht, dass die SealSkinz sich annähernd so tragen wie ganz normale Trekkingsocken.

Die Wasserdichtheit habe ich nun nicht ausführlich getestet. Auf der OutDoor hatte ich die Gelegenheit die Socken bis zum Rand der Membran in ein Wasserbecken zu tauchen und dabei blieb alles absolut trocken im Innern. Wie dicht die Socken nach dem 10. Waschgang noch sind, wird sich im Langzeittest zeigen. Apropos Waschen, die Socken können ganz normal bis 40°C gewaschen werden, dürfen allerdings nicht in den Trockner.

Fazit

Bei der richtigen Größe der Socken bin ich mir unsicher ob ich vielleicht überdurchschnittlich schmale Füße habe, ob die Socken einfach extrem groß ausfallen, oder ob das eventuell sogar so sein soll. Es sieht jedenfalls etwas merkwürdig aus. Ansonsten haben die SealSkinz einen recht positiven Eindruck hinterlassen, sowohl was den Tragekomfort als auch die Klimaregulierung am Fuß anbelangt.

Den Sinn von wasserdichten Wander- oder Trekkingsocken sehe ich allerdings vor allem in Kombination mit nicht wasserdichtem Schuhwerk oder mit Halbschuhen. Hier hat man den Gewichtsvorteil bzw. den Vorteil der erhöhten Atmungsaktivität, und bekommt trotzdem keine nassen Füße.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von SealSkinz.

Mammut Aconcagua Fleecejacke im Dauertest

6. Januar 2011 von  
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Seit fast 3 Jahren ist die Aconcagua Fleecejacke von nun schon bei mir im Dauereinsatz, und das nicht nur bei Trekking-Touren. Mittlerweile hat die sich auch im Alltag bewährt und zählt zu meinen wenigen “Immer-an” Kleidungsstücken. Zeit hier mal ein kleines Fazit zu ziehen.

Kommen wir erst mal zu den technischen Eigenschaften der Jacke:

  • Material: Polartec Power Stretch 13100 (50% Polyester, 40% Nylon, 10% Elasthan)
  • Verschluss: durchgehender Front-RV
  • Taschen: 1 RV-Napoleontasche
  • Gewicht: 435 g (mittlere Größe)
  • Größen: S-XXL
  • Extras: Lycra-Daumenschlaufen, Lycra-Einfassungen an Ärmeln, Saum und Kragen

Die Jacke isoliert hervorragend und ist dabei hoch atmungsaktiv. Durch das elastische Polartec Power Stretch Material, die weiche Innenseite,  und die Lycra-Einfassungen an Ärmeln, Saum und Kragen, trägt sich die sehr angenehm.

Ich nutze die Jacke zum einen als äußere Schicht, aber nur wenn draußen Windstille herrscht. Das Material wird zwar als windabweisend angepriesen, ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass man schon beim kleinsten Windstoß die Luft durch die Jacke auf der Haut spürt. Deshalb nutze ich sie zum anderen auch gerne als mittlere Schicht z.B. unter einer winddichten Softshell Jacke. Von großem Vorteil zeigt sich in diesem Fall der recht enge Schnitt der Aconcagua.

3 Jahre intensive Nutzung gehen allerdings auch an einem Mammut Produkt nicht ganz spurlos vorbei. Besonders an den Lycra-Einfassungen kann man ein leichtes Pilling feststellen. An den Daumenschlaufen treten zudem feine Fasern aus (siehe Foto). Nähte, Reißverschlüsse, sowie Innen- und Außenmaterial befinden sich allerdings immer noch in einem hervorragenden Zustand. Im Allgemeinen hat die Jacke sich also gut gehalten und kommt hoffentlich nochmal mindestens 3 Jahre zum Einsatz :)

Die Aconcagua Fleecejacke ist heute mein liebstes Ausrüstungsteil und die rund 140 Euro waren definitiv gut angelegtes Geld. Und auch nach 3 Jahre findet man die Jacke immer noch im Sortiment der bekannten Outdoor Shops:

Es gibt das Aconcagua Modell übrigens auch als Damen Modell (mit und ohne Kapuze) und als Pullover.

Berghaus Baffin Island Jacket im Test

3. November 2010 von  
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Der Mount Asgard ist ein 2.015 Meter hoher Berg, der aus zwei Plateau-Gipfeln besteht, die mit einem Sattel verbunden sind. Er liegt innerhalb des nördlichen Polarkreises im Auyuittuq-Nationalpark auf Baffin Island in Kanada. Die perfekte Umgebung also um die Prototypen der neuen Berghaus Asgard Kollektion zu testen. Niemand geringeres als der britische Kletterer Leo Houlding leitete das Asgard Projekt, einer ehrgeizigen Expedition um die erste freie Besteigung der anspruchsvollen Nordwand des Mount Asgard.

Die  Firma Berghaus (via Bergfreunde) hat mir freundlicherweise ein Teil aus der neuen Kollektion, die , zum Testen zur Verfügung gestellt. Natürlich konnte ich diese (noch) nicht in solchen extremen Situationen wie am Mount Asgard testen, trotzdem möchte ich euch hier einen ersten Eindruck schildern.

Bei der Baffin Island Jacket handelt es sich um eine leichte (450g  bei Größe L) Jacke welche mit einigen interessanten und innovativen Eigenschaften aufwarten kann. Die Jacke besteht aus einem robustem Ripstop Gewebe und verfügt über eine Windstopper Membran welche 100% Winddicht ist.

Auffälligstes Merkmal (neben der recht grellen Farbe welche mir persönlich eigentlich sehr gut gefällt) ist sicherlich die in den Kragen integrierte, abnehmbare Sturmhaube aus AT Stretch . Dabei hatte ich mich beim Auspacken schon gefreut endlich mal eine Jacke mit Kapuze in meiner Softshell Kollektion zu haben :) Wer die Gesichtsmaske nicht benötigt oder zusätzlich Gewicht sparen möchte, kann diese einfach aus dem Kragen entfernen.

Die Jacke verfügt weiterhin über einen 2-Wege Frontreißverschluss, Stretcheinsätze an den Ärmelbündchen, eine 3D-Taschenlösung zur Belüftung, sowie eine spezielle Unterarmkonstruktion für mehr Bewegungsfreiheit. Innovativ ist zudem der versteckte Schnürzug im Saum der versehentliches Verhaken an der Kletterausrüstung verhindern soll.

Der Schnitt ist recht eng mit etwas längeren Ärmeln, erlaubt aber trotzdem ungemeine Bewegungsfreiheit. Bei meinen schlanken 1,90 Meter sitzt die Größe L wie angegossen. An der Verarbeitung gibt es, wie bei Berghaus gewohnt, nichts zu bemängeln.

Und das sagt Leo Houlding über die Baffin Island Jacket:

Wenn Du bei extrem schlechten Bedingungen am Berg hängst, dann ist das die Art von Jacke, die Du brauchst, weil sie Dir das Überleben sichert.

Fazit : Die neue Berghaus Softshell Jacke bietet einige interessante und innovative Features die mir wirklich sehr gefallen, auch wenn die Sturmhaube wohl eher selten bei mir zum Einsatz kommen wird. Das schnörkellose Design, die perfekte Passform, sowie die großzügige Bewegungsfreiheit könnten aus der Baffin Island meine derzeit bevorzugte Softshell Jacke machen.

Die technischen Daten :

  • Fit: Technical
  • Material:
    • WINDSTOPPER® Softshell (175g/sq m)
    • 100% Winddicht
    • 2-way Stretch
    • Nylon ripstop face (92% Nylon, 8% Elastan)
    • Brushed backer (100% Polyester)
  • Sturmhaube:
    • AT-Stretch (200g/sq m)
    • 90% Polyester, 10% Elastane
  • Gewicht: 450g (Größe L)
  • Größen: S – XXL
  • Farben: Black (B50) und Blaze Red (BF9)

Über Verfügbarkeit und Preis ist leider noch nichts bekannt. Die Berghaus Baffin Island wird voraussichtlich im ersten Quartal 2011 für 219,95 Euro (UVP) auf den Markt kommen.

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