La Sportiva Hail Jacket im Test

Komplett wasserdicht und trotzdem atmungsaktiv? Und das bei extrem geringem Gewicht? Das klingt nach einer perfekten Laufjacke. Diese Eigenschaften verspricht der italienische Hersteller La Sportiva mit seiner neuen zweilagigen Hail Jacket für Herren und Damen. Davon mussten wir uns natürlich selbst überzeugen, das wechselhafte Luxemburgische Wetter bietet hierzu schließlich die idealen Bedingungen.

La Sportiva

Die Hail Jacket wiegt laut La Sportiva gerade mal 178 Gramm in Größe L (meine Waage sagt 182 Gramm) und ist mit einer Wassersäule von 20.000 mm komplett Wasserdicht. Das elastische HDS05 Material (100% Nylon) ist dazu thermoverschweißt. Die Reißverschlüsse sind natürlich auch Wasserfest. Die integrierte Kapuze hat keine Verstellmöglichkeit, verfügt aber über elastische Elemente welche sie sicher am Kopf hält. Mich stört die Kapuze beim Laufen nur etwas wenn man sie nicht auf hat. Man hat das Gefühl, dass sie immer irgendwie zu einer Seite hängt. Aber das hat man wohl bei allen Laufjacken mit Kapuze. Zur Not kann man sie in sich einrollen, ein extra Fach im Kragen ist aber nicht vorgesehen.
Als störend empfinde ich übrigens auch das ewige Baumeln der Rissverschlusskordel, die einem mit dem Plastikteil ständig auf Kinn und Mund klopft wenn man die Jacke bis oben hin schließt.

La Sportiva Hail Jacket beim DKV-Urban Trail 2015

Die Ventilation funktioniert bei der Hail Jacket recht gut. Das Material ist atmungsaktiv und die Jacke verfügt zusätzlich über eine einfache, abgedeckte Unterarmbelüftung. Das Körperklima ist auch bei strömendem Dauerregen noch einigermaßen angenehm und die Jacke klebt nicht wie ein nasser Müllsack auf der Haut. So bleibt man unter der Jacke über längeren Zeitraum trocken und warm.

Die Jacke passt komplett in die integrierte Tasche Gerade mal 182 Gramm bei Grösse L Die Brusttasche dient gleichzeitig als Packtasche
Kapuze mit biegsamen Regenschild Unterarmbelüftung innen Unterarmbelüftung aussen

Sehr praktisch ist die integrierte Brusttasche, welche zusätzlich als Packtasche für die Jacke dient. Auf links gedreht verschwindet die Hail Jacket komplett in der sehr kompakten Tasche. Diese verfügt außerdem über einen schicken Logo Print und eine kleine Schleife zum Aufhängen.

Bei einer Körpergröße von 1,90 m und schlanken 75 kg  passt die Hail Jacket in L übrigens perfekt.

Fazit

Die Hail Jacket von La Sportiva ist eine minimalistische, aber funktionale und dazu schicke Regenjacke, welche man mit gerade mal 178 Gramm bei längeren Läufen in unbeständigem Wetter immer dabei haben kann. Gewicht und Packmaß sind wirklich klasse und trotzdem ist die Jacke absolut Wetterfest. Abgesehen von den kleineren Beanstandungen, ist die Hail Jacket schon eine erstklassige Laufjacke, und für Läufer die gerne leichtgewichtig unterwegs sind, absolut eine Empfehlung wert.

Erhältlich ist die La Sportiva Hail Jacket unter anderem bei den Bergfreunden für 199,95 Euro.

Leatherman CHARGE AL Multitool im Test

24. April 2015 von  
Abgelegt unter Ausrüstung, Featured

Als Wölfling bei den Pfadfindern, gehörte früher ein Taschenmesser zur Standartausrüstung. Bei uns war das in der Regel entweder ein einfaches und günstiges Opinel Messer, oder ein klassisches und vielseitiges Schweizer Offiziersmesser. Man war schon mächtig stolz auf sein Werkzeug als kleiner Junge, auch wenn man es allenfalls mal brauchte um einen dünnen Ast ab zu sägen und sich einen Spieß zum Würstchen Grillen am Lagerfeuer zu schnitzen.

Heutzutage sind die Anforderungen an ein kompaktes Werkzeug als Leiter einer Pfadfindergruppe schon anspruchsvoller. Da muss mal der Anschluss des Kochers an die Gasflasche geschraubt, ein Draht durchtrennt und ab isoliert, oder auch mal eine Bierflasche geöffnet werden. Hier darf dann ein sogenanntes Multitool ran. Bekanntester Vertreter dieser handlichen Werkzeuggattung ist sicherlich der amerikanische Hersteller Leatherman. Kürzlich hat der deutsche Leatherman Shop uns das Leatherman CHARGE AL Multitool zum Testen zur Verfügung gestellt.

Leatherman CHARGE AL Multitool

Das Leatherman Multitool wurde zwischen 1975 und 1980 vom US-amerikanischen Ingenieur Tim Leatherman entwickelt und wird in der von ihm 1983 gegründeten gleichnamigen Firma in Portland (USA) hergestellt. In Deutschland werden die Multitools seit 2011 von dem Taschenlampenhersteller Zweibrüder Optoelectronics (Hersteller der LED Lenser Lampen, welche wir hier im Blog auch schon mal vorgestellt haben) vertrieben.

Das CHARGE AL gehört zu den größeren Multitools im Sortiment von Leatherman. Insgesamt beherbergt es 17 Werkzeuge. Im Lieferumfang sind neben einem Lederholster, einer abnehmbaren Anhängeöse und einem Befestigungsclip, auch ein Bit Kit mit 8 verschiedenen doppelseitigen Bits dabei.

Leatherman CHARGE AL Multitool Holster Holster

Die Werkzeuge im Überblick :

  • Messer
  • Wellenschliffmesser
  • 8 Zoll / 19 cm Lineal
  • Abisolierklinge
  • Diamantbeschichtete Feile
  • Dosenöffner
  • Drahtschneider
  • Großer Bithalter und kleiner Bithalter
  • Hartdrahtschneider
  • Holz-/Metallfeile
  • Diverse Bits
  • Kapselheber
  • Mittlerer Schraubendreher
  • Normale Zange
  • Säge
  • Schere
  • Spitzzange

Das CHARGE Multitool gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die hier getestete AL Version verfügt über Griffschalen aus harteloxiertem Aluminium. Bei der ALX Version (auch erhältlich in Mattschwarz) wurde die Schere des CHARGE AL durch eine kraftvolle Aufreißklinge am Ende des Wellenschliffmessers ersetzt. Das CHARGE TTi verfügt, im Gegensatz zur AL und ALX Version, über Griffschalen aus extrem robustem Titan. Und zuletzt hält Leatherman für Sammler noch die edle TTi GOLD Absolut Limited Edition bereit.

Zange und diverse Werkzeuge Feile, Messer, Säge und Wellenschliffmesser Messer aus 154CM-Edelstahl und einer Klingenlänge von 7,37 cm

Das CHARGE macht einen sehr robusten Eindruck, liegt mit 235 Gramm satt in der Hand, und alles funktioniert ohne zu klemmen, zu wackeln oder sich zu verbiegen. Im Gegensatz zu meinem eher leichtgewichtigem Leatherman Skeletool (140 Gramm), kann man beim CHARGE auch schon mal beherzter die Zange zudrücken, ohne sich gleich die Hand wund zu quetschen. Auch die kompakte Schere lässt sich leicht bedienen, ist scharf und arbeitet sehr präzise.

Besonders praktisch beim CHARGE Multitool ist die Einhandbedienung der Messerklinge bzw. des Wellenschliffmessers. Mit dem Daumen können die Klingen einfach aus geklappt werden und werden automatisch arretiert. Zum Einklappen betätigt man mit dem Daumen die Sicherung und drückt die Klinge mit dem Zeigefinger wieder zurück. Das Clip-Point-Messer besteht aus 154CM Edelstahl und ist mit seiner Klingenlänge von 7,37 cm vielseitig einsetzbar.

Alle Werkzeuge (bis auf die Zange natürlich) verfügen über eine stabile Arretierung, welche sich auch wieder sehr einfach lösen lässt. Ein sicheres Arbeiten ist somit garantiert.

Einhandbedienung zum Öffnen der Klingen Klingenlänge: 7,37 cm Einhandbedienung zum Schliessen der Klingen

Das mitgelieferte Holster aus Leder bietet zusätzlich noch 3 Nylontaschen (2 an den Seiten, 1 hinten), so dass der Bit-Halter mit den zusätzlichen Bits auch mitgeführt werden kann. Das Leder ist noch etwas steif, wird mit der Zeit aber sicherlich etwas geschmeidiger, so dass das CHARGE einfacher hinein gleiten kann. Zusammen mit dem Bit-Halter wird es aber schon recht eng im Holster.

Fazit

Das Leatherman CHARGE AL Multitool ist sperrig und mit 235 Gramm auch recht schwer, also nichts für leichtes Wander- oder Trekkinggepäck. Beim Camping kann es dafür aber schon mal einen kleinen Werkzeugkasten ersetzen, und eignet sich auch zum Einsatz bei der Vielfalt unserer Pfadfinderaktivitäten. An Werkzeugen vermisse ich beim CHARGE eigentlich nichts wirklich. Die Verarbeitung ist überragend. Kein Wunder also, dass Leatherman dem Kunden 25 Jahre Garantie auf seine Multitools bietet. Bei dieser voraussichtlichen Lebensdauer sind die 179,00 Euro für das CHARGE AL dann auch durchaus angemessen.

Alle CHARGE Versionen, sowie andere Multitools und Zubehör von Leatherman gibt es unter leatherman-shop.de.

Gewinnspiel

Der Leatherman Shop hat uns zusätzlich zum Testmuster auch noch ein nagelneues CHARGE AL Multitool zum Verlosen zur Verfügung gestellt!

Mitmachen ist ganz einfach, nutzt das nachfolgende Raflecopter Formular um eine oder mehrere Gewinnchancen zu erhalten:

a Rafflecopter giveaway

Teilnahmeschluss ist der 01.05.2015 um 23:59 Uhr. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt hier im Blog und per E-Mail.

Viel Glück!

Gewinner

Der Gewinner steht fest: Michael B.

Herzlichen Glückwunsch! Bitte lass mir noch deine Lieferadresse per Email zukommen, dann kannst du dich bald über dein neues Multitool freuen :)

MAGIX Fastcut – Die Videobearbeitung optimiert für Action Cams

25. Februar 2015 von  
Abgelegt unter Foto & Video

MAGIX hat kürzlich eine neue Videobearbeitungssoftware vorgestellt, welche sich insbesondere an Nutzer von Action Cams richtet. Mit MAGIX Fastcut schneidet man in nur wenigen Minuten sein Videomaterial über beeindruckende Action-Vorlagen automatisch auf den Takt der Musik. Wie einfach das geht konnten wir, Dank einer von MAGIX zur Verfügung gestellten Lizenz, selbst testen.

MAGIX Fastcut

Wer kennt das nicht? Auf der Festplatte schlummern unzählige Videodateien vom letzten Mountainbike Ausritt, dem Surf Urlaub, oder der Skiabfahrt dahin, und man ist entweder zu faul oder hat einfach keine Zeit die Aufnahmen zu einem kurzen Erinnerungsfilm zusammen zu schneiden. MAGIX will dem entgegen wirken und bietet mit dem Schnittprogramm Fastcut eine vollautomatische Lösung zum Erstellen cooler Clips. Dabei ist Fastcut, Dank Action-Vorlagen und Auto-Bildverbesserungen, speziell auf Filmmaterial von Action Cams ausgelegt.

Systemvoraussetzung zum Arbeiten mit MAGIX Fastcut ist ein 64-Bit Windows 7 oder 8 Rechner mit (minimal) 2 GHz Multikernprozessor  und 4 GB RAM. Bei mir kam ein knapp 4 Jahre alter Dell XPS Laptop zum Einsatz, mit Intel Core i7 (Vierkernprozessor) mit 2 GHz, 8 GB RAM, und einer SSD Festplatte. Damit ließ sich das HD Material (auch große Dateien) problemlos ruckelfrei bearbeiten. Als Rohmaterial wurden Aufnahmen der Ultrasport UmovE HD60 (Full HD mit 30fps) sowie meiner GoPro HERO3 (HD mit 50fps) verwendet.

Videos importieren

Der Import der Videodateien gestaltet sich sehr einfach. Entweder arbeitet man direkt über USB mit dem Originalmaterial von der Speicherkarte der Kamera, oder man wählt das Kopieren auf die Festplatte. Letzteres ist aus Performance Gründen anzuraten, insbesondere wenn man über eine schnelle SSD Festplatte verfügt.

Anschließend wählt man eine Schnittvorlage aus. Allerdings stehen bisher nur 5 15 verschiedene Vorlagen zur Verfügung, diese können aber jeweils in Längen von 30 bis zu 180 Sekunden gewählt werden.  Die Schnittvorlagen unterscheiden sich überwiegend in der Musik, aber auch im Schnitt (mal schnell und hart, mal etwas länger mit weichem Übergang). Dabei wird die Musik, je nach gewählter Länge des Clips, nicht einfach ausgeblendet, sondern beginnt und endet auch immer eindrucksvoll.
Auf Amazon wird übrigens noch eine Special Edition von Fastcut angeboten, welche 15 zusätzliche Songs enthält. MAGIX wartet wohl zudem noch das erste Kundenfeedback ab, um zu sehen welche Vorlagen am besten ankommen, und wird dann später in dieser Richtung neue Inhalte entwickeln.

Vorlage auswählen

Nachdem man die Schnittvorlage ausgewählt hat, erstellt das Programm auch schon vollautomatisch einen fertig auf die Musik abgestimmten Clip in der gewünschten Länge. Die Auswahl der importierten Videodateien für die einzelnen Szenen, erfolgt dabei wohl recht zufällig. Die Szenen können aber im nächsten Schritt individuell angepasst werden indem man die Videoclips austauscht, oder einen anderen Ausschnitt aus dem Video wählt. Letzteres geschieht über einfaches Verschieben eines Reglers auf der Zeitschiene des Clips.

Einfache Bearbeitung der einzelnen Ausschnitte

Für den Feinschliff stellt MAGIX in Fastcut noch diverse Tools zur Verfügung, wie Bildstabilisierung, Verzerrungskorrektur für Action-Cams, Audiofilter zum Entfernen von Windgeräuschen, sowie diverse Videoeffekte. Titel und Texte können ebenso eingefügt werden, Bilddateien dagegen leider nicht. Um das Logo des Freiluft Blogs einzufügen (siehe nachfolgendes Video), musste ich den Clip deshalb zuvor erst in einem anderen Videobearbeitungsprogramm, in meinem Fall MAGIX Video Deluxe, vorbereiten.
Wer mag kann schließlich noch in den manuellen Modus umschalten und selbst schneiden. Dieser Schritt ist allerdings nicht mehr umkehrbar.

Das Endresultat sieht dann so aus (gefilmt mit der Ultrasport UmovE HD60 in Full HD mit 30fps):

Oder so (gefilmt mit der GoPro HERO3 in HD mit 50fps):

Wie man im Icekarting Video sieht kann die Bildstabilisierung keine Wunder bewirken, aber das Ausgangsmaterial war auch richtig schwierig. Insgesamt ist das Resultat aber durchaus ansehnlich und macht, Dank der guten Musikauswahl in den Vorlagen, echt Laune.

Fazit

Für ungeübte Cutter ist Fastcut ein echter Segen. Mit dem einfach zu bedienenden Videobearbeitungsprogramm kann man die Clips seiner Action Cam endlich zu vorzeigbaren Videos zusammen schneiden (lassen), ohne sich vorher in die komplexe Schnitttechnik einarbeiten zu müssen. Für den Feinschliff stehen, insbesondere für Filmmaterial von Actionkameras, einige sinnvolle Funktionen zur Bild- und Tonverbesserungen zur Verfügen. Und wer mag, kann immer noch selbst Hand am Schnitt anlegen.
Die mitgelieferten Vorlagen sind wirklich von sehr guter Qualität, aber leider auf Dauer wohl zu wenig. Nach dem 5. Clip kann das dann doch recht schnell langweilig werden. Ich hoffe MAGIX liefert hier bald neue Vorlagen (kostenlos) nach, dann sollte man auch länger Spaß an der Software haben.

Derzeit ist Fastcut zum Einführungspreis von 49,99 Euro (regulär 69,99 Euro) direkt über die Webseite von MAGIX erhältlich.

Update

Es sind insgesamt doch schon 15 Vorlagen verfügbar. Im Hilfemenü gibt es einen Punkt “Gratis-Download” über den man 10 zusätzliche Vorlagen herunterladen kann. Ein diskreter Hinweis auf diesen Content beim Starten des Programms wäre hier sicherlich hilfreich gewesen. Mit 15 Vorlagen hat man dann auch etwas länger Spaß an der Software. Zudem sollen ja später noch weitere Vorlagen folgen. Daumen hoch dafür!

Ultrasport UmovE HD60 Action Cam im Test

18. Februar 2015 von  
Abgelegt unter Featured, Foto & Video

Ultrasport präsentiert mit der UmovE HD60 eine günstige Actionkamera für Einsteiger. Für gerade mal rund 110 Euro erhält man ein Komplettpaket mit Full HD tauglicher Kamera (1920×1080 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde) mit integriertem Display und jeder Menge Zubehör. Ob die Kamera für den kleinen Geldbeutel auch was taugt, konnten wir kürzlich selbst testen. Ultrasport hat uns dazu die READY-Edtition der UmovE HD60 zur Verfügung gestellt.

Ultrasport Actionkamera UmovE HD60

Lieferumfang

Von der Ultrasport UmovE HD60 gibt es zwei Edition, die BASIC-Edition, sowie die von uns getestete READY-Edition. Beide unterscheiden sich dabei lediglich in der mitgelieferten 16 GB microSD Karte (Transcend Class 10) bei der READY-Edition.

Üppiger Lieferumfang

Insgesamt fällt das mitgelieferte Zubehör recht üppig aus:

  • UmovE HD60 Action Cam
  • Wasserdichtes Gehäuse
  • Ersatzgehäuseabdeckung
  • Gehäusehalterung für Fahrräder
  • Taschenclip
  • Multifunktions-Clip
  • Kameraclip
  • Helmhalterungen
  • Bänder
  • Reinigungstuch
  • Ladegerät
  • 3M Aufkleber
  • USB-Kabel
  • Diverse Halterungsadapter/Wechselsockel
  • Gebrauchsanleitung
  • 16 GB microSD Speicherkarte inkl. Adapter (bei der READY-Edition)

Die Verpackung fällt mit dem schlichten, schwarz bedruckten Karton, im Gegensatz zur Konkurrenz, eher zurückhaltend aus.

Funktionen und Zubehör

Ultrasport hat die UmovE HD60, inklusive 1,5 Zoll Farbdisplay, in ein recht kompaktes Gehäuse gepackt, das der aktuellen HERO Serie vom Marktführer GoPro doch verblüffend ähnlich sieht (siehe Vergleichsfotos weiter unten). Zur Bedienung verfügt die Kamera über eine Taste an der Vorderseite (Power / Mode), eine Taste oben auf dem Gehäuse (Auslösen / Bestätigen), sowie 2 Menütasten auf der linken Seite. Auf der rechten Seite findet man einen Micro-HDMI- und einen Micro-USB-Anschluss, sowie den Steckplatz für die microSD Speicherkarte. Leider gibt es keine Abdeckung um die Anschlüsse vor Staub zu schützen.

Menütasten auf der linken Seite 1,5 Zoll LCD-Bildschirm und Status LEDs auf der Rückseite HDMI- und USB Anschluss, sowie microSD Steckplatz auf der rechten Seite

Die Einstellungen erfolgen komplett über das integrierte 1,5 Zoll große Farbdisplay (kein Touchscreen), welches auch als Sucher bei Aufnahmen dient. Der Bildschirm ist wirklich ein tolles Feature, welches das Arbeiten mit der Kamera doch enorm erleichtert, ohne dafür ein zusätzliches Modul am Gehäuse montieren zu müssen. Einzig der vertikale Blickwinkel ist des Displays ist etwas eingeschränkt.

Übersichtliches Menü aud dem 1,5 Zoll Display Der horizontale Blickwinkel des Displays ist OK Der vertikale Blickwinkel des Displays ist eher schlecht

Apropos Zusatzmodule, diese sucht man bei der UmovE HD60 vergeblich im Zubehörsortiment, denn die Kamera hat schlichtweg keinen Anschluss für diese. So kann man weder einen zusätzlichen Akku anschließen, noch ein WLAN Modul. Ja, leider verfügt die UmovE HD60 auch nicht über eine WLAN Funktion. Bei anderen Herstellern kann man das Smartphone bequem über WLAN mit der Kamera verbinden um diese z.B. fern zu steuern. Aber in dieser Preisklasse muss man das auch nicht unbedingt erwarten. Das Display bietet hier eine sehr gute Alternative um Einstellungen an der Kamera vorzunehmen, den aktuellen Filmausschnitt zu begutachten, oder sich seine Aufnahmen gleich anzuschauen.

Geliefert wird die UmovE HD60 lediglich mit einem 900 mAh Akku. Der hält laut Ultrasport knapp 60 Minuten bei der höchst möglichen Auflösung. Zum Vergleich, die aktuelle GoPro Action Cam wird mit einem 1.160 mAh Akku ausgeliefert, der bei ausgeschaltetem WLAN fast doppelt bis dreifach so lange hält (1:50 bei der HERO4 bzw. 2:45 bei der HERO). Dafür gibt es die original Akkus von Ultrasport schon für günstige 13 Euro, oder im praktischen Set mit zusätzlichem Ladegerät für knapp 23 Euro.

Das mitgelieferte Zubehör macht einen stabilen Eindruck und lässt sich vielseitig einsetzen. Die GoPro kompatiblen Adapter, sowie die Adapter mit 1/4″ Schraubgewinde wie man sie an herkömmlichen Kamerastativen findet, sind äußert sinnvoll. Neben diversen Sockeln und Montagewinkeln, liegt der Kamera auch eine Fahrrad- bzw. Rohrhalterung bei, sowie Helmbefestigungen und gar ein Gürtelclip. Als Alternative zum Wasserdichten Gehäuse (bis 30m) gibt es zudem einen offenen Rahmen mit 1/4″ Stativaufnahme.

Aufnahmen

Die UmovE HD60 zeichnet Videos wahlweise in 1920×1080 (Full HD) mit 30 Bildern pro Sekunde (fps), in 1280×720 (HD Ready) mit 30 oder 60fps, in 848×480 (WVGA), oder in 640×480 (VGA) auf. Der Aufnahmewinkel beträgt dabei immer 170° und kann nicht verändert werden. Im Video Modus verfügt die Kamera über diverse interessante Funktion, wie z.B. das Aufzeichnung in einer kontinuierlichen Schleife, die sich selbst überschreibt bis man eine Taste drückt, oder die Bewegungserkennung welche die Aufnahme automatisch startet wenn eine Bewegung erkannt wird. Zudem kann man auch einen Datumstempel im Video einblenden, welcher bei mir im Auslieferungszustand eingeschaltet war und mir so leider meine ersten Aufnahmen verunstaltet hat. Mit etwas Zurechtschneiden der Aufnahmen in einem Bearbeitungsprogramm, konnte ich diesen zum Glück entfernen, wie man in diesem kurzen Film sehen kann:

Bei guten Lichtverhältnissen sind die Aufnahmen recht ansehnlich und für die Preisklasse sogar richtig gut. Neben der Auflösung können auch einige Einstellungen zur Bildqualität vorgenommen werden, wie etwa Schärfe, Weißbalance, Farbe, ISO, Belichtung, oder Bildstabilisierung. Im Allgemeinen ist man mit den Standarteinstellungen aber eh gut bedient.

Im Foto Modus können Bilder in einer Auflösung von VGA bis hin zu 12 Megapixel aufgenommen werden. Bei der maximalen Auflösung sollte man seine Erwartungen allerdings nicht all zu hoch stecken, denn die resultierende Bilder sehen eher wie aufgeblasene 3-Megapixel-Fotos aus.

Vergleich mit der GoPro HERO3

Auf den ersten Blick sieht die Ultrasport UmovE HD60 dem Platzhirsch im Action Cam Segment, namentlich der GoPro HERO Serie, schon verdammt ähnlich. Das Gehäuse ist farblich und vom Aufbau her annähernd gleich gestaltet, und besitzt auch nahezu die gleichen Abmessungen im Vergleich zu meiner HERO3.

Der Akku hat eine Kapazität von lediglich 900 mAh Ultrasport UmovE HD 60 (l) im direkten Vergleich mit der GoPro HERO3 (r) Ultrasport UmovE HD 60 (l) im direkten Vergleich mit der GoPro HERO3 (r)
Ultrasport UmovE HD 60 (unten) im direkten Vergleich mit der GoPro HERO3 (oben) Ultrasport UmovE HD 60 (l) im direkten Vergleich mit der GoPro HERO3 (r) Ultrasport UmovE HD 60 (l) im direkten Vergleich mit der GoPro HERO3 (r)

Gleiches gilt für das Unterwassergehäuse. Der Verschluss an der Oberseite ist identisch, und auch die Tasten sind sehr ähnlich gestaltet. Die GoPro macht allerdings (ohne Zusatzmodul) eine wesentlich schlankere Figur im Gehäuse.

Beim Gewicht ist der Vorteil allerdings ganz klar bei der UmovE HD60. Sie wiegt (betriebsbereit, ohne Unterwassergehäuse) gerade mal 58g gegenüber 75g bei der HERO3 (bzw. 83g/88g bei der aktuellen HERO4). Dafür fehlen der Ultrasport Action Cam wiederum Funktionen wie WLAN oder ein leistungsstarker Akku.

Fazit

Ultrasport bietet mit der UmovE HD60 einen preiswerten Einstieg in die Welt der Actionkameras. Für gerade mal 110 Euro (bzw. 115 Euro für die READY-Edition mit microSD Speicherkarte) erhält man ein komplettes Paket mit allen Halterungen welche man üblicherweise bei Outdoor Action Sportarten benötigt. Das integrierte Display sorgt für eine einfache Handhabung, und die Videoqualität ist für diese Preisklasse absolut in Ordnung.
Schärfster Konkurrent der UmovE HD60 ist sicherlich die Einsteigerkamera von GoPro. Die HERO bietet ähnliche Features und kostet bei CamForPro.de knapp 125 Euro, was gerade mal 10 Euro mehr sind als die READY-Edition von Ultrasport. Dafür fehlt dann aber auch quasi jegliches Zubehör wie Speicherkarte, Netzteil, oder Halterungen. Hier muss dann jeder für sich entscheiden ob er das günstige Komplettpaket wählt, oder doch lieber den nackten Platzhirsch.

Erhältlich ist die Ultrasport UmovE HD60 und das passende Zubehör exklusiv über Amazon.de.

Casio PRO TREK PRW-6000Y Outdoor Uhr im Test

23. Oktober 2014 von  
Abgelegt unter Ausrüstung, Featured

Bei Casio Uhren kommen mir als erstes Taschenrechneruhren sowie meine erste G-Shock in den Sinn, welche ich vor knapp 20 Jahren mal besaß. Damals war man voll hip mit den Teilen, heute sind diese Modelle eher retro angehaucht. Ich verbinde den Namen Casio immer noch hauptsächlich mit digitalen Uhren, welche meist mit unzähligen Anzeigen einem Mäusekino gleich kommen. Wie schön, dass Casio mir kürzlich ein Modell aus seiner Outdoor Kollektion PRO TREK zum Testen zur Verfügung gestellt hat, um mich eines besseren zu belehren.

Casio Pro Trek PRW-6000Y Lieferumfang

Das Modell mit der etwas kryptischen Bezeichnung PRW-6000Y ist das Flaggschiff der PRO TREK Reihe. Wie alle PRO TREK Uhren trägt sie aber auch einen etwas verständlicheren Namen, nämlich den eines Gipfels. Im Falle der PRW-6000Y ist dies der 2.324 Meter hohe Monte Piana in den Dolomiten. Ich werde in diesem Beitrag aber bei der technischen Bezeichnung bleiben, da auch Casio diesen eher verwendet.

Die PRW-6000Y ist eine analoge Funk- und Solar-Uhr mit zusätzlicher Digitalanzeige für diverse Outdoor Funktionen zu denen unter anderem ein Barometer, ein Thermometer, ein Höhenmesser, sowie ein Digital-Kompass gehören. Außerdem verfügt die Uhr über klassische Funktionen wie eine 1/100-Sek.-Stoppuhr, einen Countdown-Timer, eine Anzeige für die Weltzeit, einen automatischen Kalender, sowie 5 Alarme inklusive Snooze-Funktion.

Kommen wir aber erst einmal zu den äußeren Werten der PRW-6000Y. Das Gehäuse besteht zum Großteil aus robustem Kunstharz, einem Boden aus Edelstahl, und die analogen Zeiger werden durch ein unempfindliches Mineralglas geschützt. Natürlich ist eine echte Outdoor Uhr auch wasserdicht bis 10 Bar, damit ist sie bestens geeignet für z.B. Schwimmen oder Schnorcheln. An der Gehäuseseite befinden sich links der Sensor für Druck und Temperatur, sowie die Tasten für Modus und Display. Auf der rechten Seite findet man die Tasten für den direkten Zugriff auf den Digitalkompass und den Höhenmesser, sowie die arretierbare elektronische Krone.
Eine Besonderheit der PRW-6000Y, gegenüber der ansonsten baugleichen PRW-6000, ist ihr Armband, das aus einer Karbon-Resin Verbindung besteht und besonders widerstandsfähig ist. Nettes Detail: man kann die eingearbeiteten Kohlenstofffasern auch sehen.
Trotz des vielen Kunststoffs fühlt sich diese Uhr keinesfalls billig an, ganz im Gegenteil, die Haptik ist hochwertig und der Look edel.

Modus-, Display-Taste und Sensor auf der linken Seite Kompass-, Höhenmesser-Taste und elektronische Krone auf der rechten Seite Gehäuseboden aus Edelstahl Karbon-Resin-Armband Casio Pro Trek PRW-6000Y Casio Pro Trek PRW-6000Y

Für eine robuste Outdoor Uhr ist die 6000er Serie erstaunlich schlank und eignet sich somit auch für eher schmale Handgelenke (so wie meine). Auf den nachfolgenden Fotos sieht man die PRW-6000Y im direkten Vergleich mit dem ebenfalls recht handlichen Forerunner 620 von Garmin. Einzig das Armband ist einen Ticken zu lang wenn man es recht eng schnallen muss.
Mit 72 g (selbst nachgewogen) ist die PRW-6000Y zwar kein Leichtgewicht, trägt sich aber trotzdem noch recht angenehm.

Die Casio Pro Trek PRW-6000Y im direkten Vergleich mit dem Garmin Forerunner 620 Die Casio Pro Trek PRW-6000Y im direkten Vergleich mit dem Garmin Forerunner 620

Äußert praktisch für eine Outdoor Uhr, die oftmals abseits jeder Steckdose im Einsatz ist, ist das im Zifferblatt integrierte Solarpanel, das Licht in Strom verwandelt. Der generierte Strom wird in der eingebauten wiederaufladbaren Batterie (Akkuzelle) gespeichert. Für den normalen täglichen Betrieb reichen laut Casio schon 8 Minuten Sonnenlicht im Freien, 30 bis 50 Minuten Sonnenlicht durch ein Fenster, oder ein Tag im Büro (8 Stunden) bei Leuchtstofflicht, um den Ladezustand aufrecht zu erhalten.
Außerdem verfügt die PRW-6000Y über eine Stromsparfunktion welche die Uhr automatisch in einen Schlafzustand schaltet wenn sie über eine bestimmte Zeit an einem dunklen Ort belassen wird. Idealerweise bewahrt man die Uhr aber stets an einem hellen Ort auf wenn man sie denn mal länger nicht trägt.

Kommen wir zu den inneren Werten der Uhr, also den eigentlichen Outdoor Funktionen. Primärer Zweck einer Armbanduhr ist sicherlich die Anzeige der Uhrzeit. Das kann die PRW-6000Y sowohl anhand der analogen Zeigern, also auch auf dem digitalen Display. Dank Funksignalempfang kann sie das zudem automatisch und äußerst genau, und stellt auch ganz eigenständig die Sommer- und Winterzeit ein. Alternativ zur Zeitanzeige kann man auch das Datum im Digitaldisplay einblenden. Leider wird hier nur das amerikanische Format “Monat Tag” unterstützt. Es gibt keine Möglichkeit auf das europäische Format “Tag Monat” umzustellen. Dabei handelt es sich bei der hier getesteten PRW-6000Y mit der Zusatzbezeichnung 1ER explizit um die Version für den europäischen Markt.

Die Uhr verfügt unter anderem über eine Taste für den direkten Zugriff auf den Digital-Kompass. Auch wenn man heute oftmals mit GPS und elektronischen Karten navigiert, so haben die guten alten topografischen Karten auf Papier doch noch nicht ausgedient. Äußerst wichtiges Instrument beim Kartenlesen ist sicherlich der Kompass mit dessen Hilfe man die Landkarte korrekt ausrichten kann. Der integrierte Kompass der PRW-6000Y ermittelt hierzu über einen Richtungssensor die magnetische Nord-Richtung sowie die Gradzahl und zeigt diese im Display an. Man kann zudem die Deklination (Abweichung zwischen Magnetisch-Nord und Geographisch-Nord) manuell korrigieren.

Uhr Modus Barometer Modus Höhenmesser Modus Temperatur Modus Kompass Modus Stoppuhr Modus

Eine weitere Direkttaste gibt es für den Höhenmesser. Ein Drucksensor stellt Änderungen im Luftdruck fest und rechnet das Ergebnis in Höhenangaben bis 10.000 m um. Die Uhr kann unterschiedliche Höhendatensätze und Höhendaten in zwei verschiedenen Messintervallen speichern. Beim Wandern oder Bergsteigen kann man zudem einen Höhendifferenz-Ausgangspunkt einstellen, um so mühelos den Höhenunterschied vom Ausgangspunkt zum gewünschten Ziel zu kontrollieren. Gesamtaufstieg und -abstieg werden ebenso bei der automatischen Höhenmessung gespeichert, wie auch größte und kleinste Höhe.

Über die Modus Taste kann man durch die verschiedenen Funktionen der Uhr schalten. Damit man auch auf den ersten Blick sieht in welchem Modus man sich befindet, verfügt die PRW-6000Y über einen Moduszeiger auf dem Ziffernblatt. Bei ersten Tastendruck gelangt man in den Barometermodus welcher den Luftdruck (von 260 bis 1.100 hPa) über einen gewissen Zeitraum misst, um so Vorhersagen über das Wetter zu treffen. Die Uhr zeigt neben dem Messresultat des aktuellen Luftdrucks, auch einen chronologischen Verlauf der Luftdruckwerte. Außerdem verfügt die PRW-6000Y über einen Luftdruckänderungsindikator, welcher (wenn aktiviert) bei bedeutender Änderung des Luftdrucks piept und einen blinkenden Pfeil im Display zeigt, der die Richtung der Luftdruckänderung angibt.

Der nächste Modus aktiviert den integrierten Temperatursensor. Dieser funktioniert aber nur korrekt wenn man die Uhr vom Arm abnimmt, ansonsten zeigt sie mal eben fast 10°C mehr als die tatsächliche Lufttemperatur. Der Sensor benötigt dann einige Minuten bis er sich der Umgebungstemperatur (von -10°C bis +60°C) angepasst hat.

Zu den weiteren klassischen Funktionen welche man über die Modus Taste aufrufen kann, gehören eine Stoppuhr (1/100 Sekunde bis 24 Stunden), ein Countdowntimer (1/1 Sekunde bis 1 Stunde), sowie bis zu 5 von einander unabhängige tägliche Alarme und ein Weltzeitmodus mit dem man die aktuelle Uhrzeit von 29 Zeitzonen (Städten) rund um die Welt sowie in der UTC-Zeitzone anzeigen kann.

Fazit

Casio bietet mit den beiden PRO TREK PRW-6000 Modellen zwei überaus schicke klassische Outdoor Uhren in einem robusten Gehäuse und einem tollen Funktionsumfang. Ob man dafür aber gleich 449,00 Euro (PRW-6000) bzw. 499,00 Euro (PRW-6000Y) ausgeben möchte? Insbesondere im Vergleich mit modernen GPS Outdoor Uhren in dieser Preisklasse, wie etwa der Garmin fēnix 2 oder der Suunto Ambit3, hinkt die Casio technisch doch um einiges hinterher. Wer auf Trackaufzeichnung, Herzfrequenzsensor, Bluetooth und anderen technischen Schnickschnack verzichten kann, für den ist die hochwertige und zuverlässige PRO TREK Uhr von Casio sicherlich eine interessante Uhr.

Weitere Informationen zur PRO TREK Kollektion gibt es unter protrek.eu.

Nächste Seite »