adidas TERREX Fast X FM GTX Trekkingschuh im Test

11. März 2013 von  
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Schon seit einiger Zeit ist der Fast X FM GTX Trekkingschuh den mir zur Verfügung gestellt hatte, bei mir im Einsatz. Anfänglich hatte ich einige Bedenken was die Outdoor-Tauglichkeit anbelangt, insbesondere was die Festigkeit des Schnellschnürsystems und die Robustheit des leichten Schuhs betraf. Zudem drückte die niedrig geschnittene Variante des TERREX Fast X während den ersten Kilometern doch schon etwas. Nachdem der Trekkingschuh aber erst einmal eingelaufen war, gehört er mittlerweile zu meinem absoluten Lieblingsschuh.

adidas TERREX FAST X

adidas ist erst seit einigen Jahren im Outdoor Segment vertreten. Der Fokus von adidas Outdoor liegt dabei auf den Bereichen Mountain Sports, Trekking und Hiking. Hier setzt adidas insbesondere auf leichte und athletische Produkte wie , Bekleidung und Hartwaren (z.B. Rucksäcke). Besonderes Highlight ist die TERREX Linie welche durch den Einsatz neuster Technologien höchsten Ansprüchen von Outdoor Athleten gerecht wird.

Der Fast X gehört zur TERREX Kollektion und zeichnet sich insbesondere durch sein geringes Gewicht aus. Dieses kann man direkt an allen Outdoor Schuhen von adidas ablesen, die Zahl auf der gelben Plakette gibt nämlich das Gewicht in Gramm für einen Schuh in der Größe UK 8,5 an. Im Falle des Fast X sind das gerade mal 440 Gramm.

Der flache Sohlenaufbau und die TRAXION Außensohle (die Gummimischung kommt vom bekannten Reifenhersteller Continental) bieten Stabilität und Sicherheit. An der Ferse sorgt das bewegliche FORMOTION Element für die nötige Kontrolle in unwegsamem Gelände. Im Vorfußbereich bietet die Protection Plate zusätzliche Stabilität und Schutz vor spitzen Steinen.

TRAXION Laufsohle mit Continental Gummi  ForMotion im Fersenbereich für optimale Bewegungskontrolle Nur 440 g pro Schuh (in UK-Größe 8,5)

Das Speed-Lacing System, zu Deutsch Schnellschnürsystem, erwies sich in der Praxis als sehr tauglich und praktisch. Es hält bombenfest, so dass ich quasi nie nachjustieren musste. Eine schöne Lösung ist auch der “Lace Bungee” mit dem man den Schnürsenkel am Schuh befestigen kann und dieser nicht umher baumelt und sich nicht an Ästen oder Gestrüpp verheddern kann.

Der TERREX FAST X verfügt über eine Gore-Tex Membran Schnellschnürsystem Lace Bungee

Das äußerst abriebfeste Obermaterial aus Mesh und Synthetik sorgt für eine gute Atmungsaktivität und Strapazierfähigkeit. Die getestete GTX Variante des Fast X verfügt zudem über eine wasserdichte und atmungsaktive GORE-TEX Membran, welche meine Füße stets trocken gehalten hat. Ich hatte den Schuh selbst schon im Schnee im Einsatz. Allerdings erwies sich der niedrige Schaft, selbst in Kombination mit Gamaschen, als Schwachstelle. Um das Eindringen von oben von Schnee, Matsch oder Wasser zu vermeiden sollte man einfach auf die hoch geschnittene Fast X Mid Variante zurück greifen.

Fazit

Für knapp 140 Euro erhält man mit dem TERREX Fast X FM GTX einen überaus robusten und doch leichten Terkkingschuh. adidas ist mit der TERREX Linie ein wirklich guter Einstieg in das Outdoor Segment gelungen. Man darf gespannt sein wie sie die Outdoor Kollektion weiter ausbauen werden.

Vik Hooded Sweater – Fleecejacke von 66 North im Test

13. Dezember 2012 von  
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Seit unserer Island Tour im August 2007 ist mir die Marke 66 North ein Begriff, schliesslich hat der Outdoor Ausrüster hier seine Wurzeln und zählt zu den ältesten Firmen Islands. Schon damals ist uns die hervorragende Qualität und das Design der 66 North Kollektion aufgefallen. Wegen unseres schmalen Geldbeutels und der zu dieser Zeit starken Isländischen Krone, reichte es bei unserer Shoppingtour in Reykjavík nur für eine warme 66 North Strickmütze. Diese begleitet mich allerdings auch heute noch an besonders kalten Tagen.

Kürzlich haben die Bergfreunde mir nun die Vik Hodded Sweater Fleecejacke von 66 North zum Testen überlassen. Bei der Jacke handelt es sich um ein Modell aus dem von mir so geliebten Polartec Power Stretch Material. Getestet wurde überwiegend im Alltag und zuletzt auch bei unserer Wintertour durchs Hohe Venn.

Über Polartec Power Stretch:

Stoffe aus Polartec Power Stretch sind bi-elastisch und besonders atmungsaktiv. Bei körperlicher Anstrengung halten sie den Körper trocken und bieten Wärme ohne Gewicht. Die robuste Außenseite von Power Stretch Bekleidung ist windabweisend und abriebfest, während die weiche Innenseite Feuchtigkeit von der Haut weg transportiert und den Träger dadurch angenehm trocken und warm hält.
Quelle: Polartec

Das Material trägt sich sehr angenehm direkt auf der Haut wenn man z.B. nur ein T-Shirt drunter trägt. Ansonsten lässt die Jacke sich an kalten Tagen hervorragend als wärmende 2. Schicht über einem Thermoshirt und unter einer Hardshell tragen. Wie ich hier im Blog schon öfters hingewiesen habe, eignet sich das Power Stretch Material nur bei absoluter Windstille als äußerste Schicht. Es wird zwar als windresistent oder windabweisend beworben, lässt den Wind aber doch schon sehr großzügig hindurch wehen. Vorteil des Materials ist weiterhin das recht günstige Gewicht und die hervorragende Atmungsaktivität. In der mittlere Größe wiegt die Vik Jacke gerade mal 317 g.

Kommen wir zu den Features der Jacke. Am auffälligsten ist hier wohl der hohe Kragen in Verbindung mit einer eng geschnittene Kapuze und einem asymmetrischen Reißverschluss. Wie man auf dem Foto sieht hält diese Kombination Kopf und Gesicht schön warm. Trägt man die Jacke allerdings ohne Kapuze, so hängt diese immer etwas seitlich herunter, was einfach komisch aussieht und auch schon mal nervt.
Des weiteren verfügt die Vik Hooded Sweater Jacke noch über Daumenschlaufen, nahtfreie Schultern, und Flachnähte. Das war es dann aber leider auch schon mit den Features. Wünschenswert wäre zumindest noch eine Napoleontasche gewesen und vielleicht noch ein Kordelzug am Saum.

Daumenschlaufen

Vom Schnitt her fällt die Jacke eher klein und leider auch recht kurz aus. Hier hätte ich mir den einen oder anderen Zentimeter mehr am Rücken gewünscht. Die Ärmel fallen zum Glück angenehm lang aus. Hervorragend ist hingegen das 4-Wege-Stretch-Material welches in jeder Situation absolute Bewegungsfreiheit erlaubt.

Fazit

Die Vik Hooded Sweater von 66 North ist eine eher einfache Fleecejacke ohne viele Features. Die Kapuze gefällt mir persönlich nicht sonderlich und der asymmetrische Schnitt ist eher störend. Das bewährte Power Stretch Material von Polartec leistet allerdings wie gewohnt hervorragende Arbeit. Für vergleichsweise recht günstige 118,95 Euro eignet die Jacke sich in erster Linie für Outdoorer die Verwendung für eine solche Kapuze mit Gesichtsschutz haben und auf Taschen verzichten können.

Elephant Freak Slackline im Test

19. Juli 2012 von  
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Slacken, Slacklinen, oder auch Slacklining ist eine Trendsportart welche in den letzten Jahren sehr populär geworden ist. Dabei ist Slacklining eigentlich nichts anderes als Seiltanzen 2.0 mit dem Unterschied, dass auf einem Schlauchband oder Gurtband balanciert wird, welches zwischen zwei Befestigungspunkten gespannt ist. Dieses Band wird Slackline genannt.

Nun hatten wir auch endlich mal die Gelegenheit eine Slackline zu testen, und zwar haben die Bergfreunde uns dafür das “Freak” Slackline Set von Elephant zur Verfügung gestellt.

Vor einiger Zeit haben Ander vom Trekking Blog und ich an einem Seil Workshop der Luxemburger Pfadfinder teilgenommen und festgestellt, dass man Slacklines auch prima für einen Niedrigseil Parcours einsetzen kann. Als langjährige Pfadfinder sind wir es gewohnt Seilbrücken etwas mühselig per Flaschenzug zu spannen. Moderne Slacklines wie die Elephant Freak bieten hier den Vorteil, dass man sie extrem leicht und schnell per Ratsche unter den nötigen Zug bringen kann.

Lieferumfang

Der Lieferumfang des Elephant Slackline Sets lässt nichts vermissen. So gibt es neben der 15m Slackline (Breite 50mm) mit verstärkten Schlaufen, eine Langarmratsche mit Schutzfilz, 2 Rundschlingen, sowie 2 praktische Tree’skins (Baumschutz) von 150cm Länge. Laut Beschreibung müssten eigentlich auch 2 Schäkel dabei sein, meinem Set lag allerdings nur einer bei.

Zum Aufbewahren und Transportieren der Slackline ist im Set noch eine einfache Stofftasche enthalten, oder man nutzt den praktischen Karton (solange er hält) mit Griff in dem das Set geliefert wird.

Aufbau

Dem Set liegt eine ausführlich bebilderte Anleitung bei, es geht aber auch problemlos ohne. Als erstes bringt man, wenn man die passende Stelle für den Aufbau gefunden hat, die mitgelieferten Baumschoner an. Diese werden ganz einfach per Klettverschluss befestigt, welche bei Bäumen bis zu knapp 50cm Durchmesser passen sollten. Die Baumschoner verfügen zudem über eine Schlaufe durch die man die Slackline bzw. die Rundschlinge führen kann, so dass diese beim Aufbau nicht vom Baumschutz abrutschen können.

Das eine Ende der Slackline fädelt man nun durch die eigene Schlaufe (Ankerstich) um es am Baum zu befestigen, oder man nutzt die Rundschlinge mit einem Schäkel. Letzteres war allerdings nicht möglich da bei meinem Set der zweite Schäkel fehlte und der andere für die Befestigung der Ratsche benötigt wurde. Am gegenüberliegenden Baum nutzt man eine Rundschlinge und befestigt wie gesagt mit Hilfe eines Schäkels die Ratsche (Griff nach unten!). Jetzt noch die Line spannen, was dank der Langarmratsche sehr gut funktioniert, und schon kann das Slacken losgehen.

Um die Ratsche etwas zu schützen sollte man das lose Ende der Slackline noch um diese herum wickeln und befestigen.

Im Gegensatz zum Ocùn Tricky Slackline Set welches Ander dabei hatte und wo man ordentlich Manpower und etwas Know-How (Flaschenzug) braucht zum Aufbauen, ist das Freak Set von Elephant erfreulich einfach zu handhaben.

Die Slackline im Einsatz

Die Freak Slackline wird zwar für den Einsatz als Jumpline, Waterline, oder zum Surfen empfohlen, also für die etwas ambitioniertere Slacker und Könner, aber durch die Breite von 50mm hat sie sich auch besonders gut für unseren Niedrigseil Parcours bewährt. Unsere Kids hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß!

Fazit

Das Freak Slackline Set begeisterte uns nicht nur durch seinen einfachen Aufbau und die gute Ausstattung, sondern überzeugte auch hinsichtlich der Qualität. Leider fehlte der zweite Schäkel, aber ein Ankerstich tut seinen Zweck eben so gut. Für knapp 105 Euro erhält man ein komplettes und hochwertiges Slackline Set das sich sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene eignet.

Weitere Informationen zum Set gibt es auf der Homepage von Elephant Slacklines.

Abschluss des ersten Passarounds auf dem Freiluft Blog

6. Juni 2012 von  
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Im August letzten Jahres habe ich zum ersten Passaround auf dem Freiluft Blog eingeladen. Die KATO Deutschland GmbH hatte dazu das (damals) brandneue Eden Quality XP 8×42 Fernglas zur Verfügung gestellt, welches von Blogger zu Blogger zum Testen weitergereicht werden sollte. Geplant waren 5 Teilnehmer und rund 4 Monate bis das Fernglas wieder bei mir sein sollte. Aber wie sagt man so schön, erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!

Hier die 5 Teilnehmer in der Übersicht :

  1. Steve
    Blog: stevepeacewalker.blogspot.com
    Beitrag zum Passaround
  2. Mario
    Blog: rioleichtsinn.wordpress.com
    Leider kein Beitrag geschrieben
  3. Ander
    Blog: www.trekking.lu
    Leider kein Beitrag geschrieben
  4. Carsten
    Blog: blog.fastpacking.de
    Leider  kein Beitrag geschrieben
  5. Markus
    Blog: www.waldlaeufer-blog.de
    Beitrag zum Passaround

Wie man sieht haben leider nur 2 von 5 Teilnehmern am Schluss auch einen Testbericht zum XP 8×42 Fernglas veröffentlicht. Zudem hat die Aktion mehr als doppelt so lange gedauert wie ursprünglich geplant. Das lag zum einen an meiner etwas optimistischen Planung was den Testzeitraum und die Versanddauer anbelangte, zum anderen gab es auch einmal Probleme bei der Zustellung des Pakets, was eine erhebliche Verzögerung der ganzen Aktion nach sich zog.

Trotzdem haben Steve und Markus wirklich interessante Beiträge zum Eden Quality Fernglas geschrieben, tolle Fotos geschossen, oder gar ein Video gedreht. Vielen Dank noch mal für eure Mühe!

Einen herzlichen Dank geht natürlich auch an die KATO Deutschland GmbH, den Sponsor dieses Passarounds!

Gewinner

Wie versprochen wird das Eden Quality XP 8×42 (Wert knapp 280 Euro) nun unter allen Teilnehmern verlost. Der Fairness halber können allerdings nur die Blogger an der Verlosung teilnehmen welche sich auch die Mühe gemacht haben einen Testbericht zu schreiben.

And the winner is: Steve

Herzlichen Glückwunsch!

Über das Eden Quality XP 8×42

Hier noch mal alle Details zum Fernglas das bei diesem Passaround die Runde gemacht hat.

Das XP 8×42 ist ein Dachkant Fernglas mit einem sehr hellen und scharfen Bild mit hoher Randschärfe. Es verfügt über eine 8x Vergrößerung, ein breites Gesichtsfeld und eine schnelle Scharfeinstellung. Das Fernglas ist zudem mit einer Stickstofffüllung versehen und geeignet für den Gebrauch bei Temperaturen bis zu -20°C.

Optische Qualitäten: helles, scharfes und breites Bild
Dieses Fernglas ist mit hochwertigen optischen Elementen ausgestattet, die man normalerweise nur bei viel teureren Ferngläsern findet.

Die hochwertige Optik sorgt für ein helles und scharfes Bild mit hoher Randschärfe (=Schärfe bis an den Bildrand). Die Linsen und Prismen sind außerdem sehr präzise ausjustiert. Das erkennt man an der Tatsache, dass man sehr entspannt durch das Fernglas sehen kann. Auch die Breite des Sehfeldes ist an diesem Fernglas außergewöhnlich. Sie beträgt ganze 129 Meter auf einen Abstand von 1.000 Metern – das ist sehr gut für ein 8×42 Glas! Zusammen mit der schnellen Scharfeinstellung sorgt es dafür, dass Sie schnell und einfach Ihr Ziel finden.

Dielektrische und phasenkorrigierte Beschichtungen der Prismen tragen zu der sehr hohen Lichtdurchlässigkeit der XP-Modelle bei. Das Ergebnis ist ein lebendiges und scharfes Bild.

Das Fernglas kann selbst bei Objekten, die sich in nächster Nähe befinden, scharf gestellt werden, es hat eine Naheinstellung von ca. 1,2 Metern! Das ist beispielsweise für das Beobachten von Insekten außerordentlich praktisch.

Dachkant-Fernglas: kompakt und gasdicht
Das Fernglas ist ein sogenannter Dachkant-Typ. Dies ist eine Bauweise, in der die Linsen übereinander angeordnet in einer Röhre liegen. Es macht das Fernglas schlanker und sorgt außerdem dafür, dass das Fernglas luftdicht ist, weil während der Scharfstellung keine äußere Änderung beim Fernglas stattfindet. Die Fokussierung erfolgt durch Verschiebung der Linsen im Inneren des Fernglases. Im Gegensatz zu den sogenannten Porro-Ferngläsern, bei denen sich während der Scharfeinstellung die äußeren Maße des Fernglases ändern und das Fernglas dazu neigt, Luft anzusaugen und auszustoßen.

Stickstoff gefüllt: Beschlagschutz
Das Fernglas wird während der Produktion mit Stickstoff gefüllt. Dadurch kann das Fernglas auch bei sehr niedrigen Temperaturen bis zu -20°C eingesetzt werden, ohne dass es innen kondensiert und beschlägt.

Geeignet für Brillenträger
Mit einem Augenabstand von 18 mm und soliden “twist-up” Augenmuscheln ist das Fernglas hervorragend für Brillenträger geeignet.

Eden Quality Preisvorteil
Die Eden Quality Fernglas werden bei einem Hersteller produzieren, der auch Ferngläser für renommierte Marken herstellt. Da die Ferngläser direkt bezogen werden bedeutet das einen Preisvorteil für den Kunden. Dieses Fernglas ist daher vergleichbar mit Ferngläsern, die ein Vielfaches kosten.

Innovative Trinkblase von GEIGERRIG im Test

10. November 2011 von  
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Als Fan von Trinksystemen erregte die Pressemitteilung, welche mich vor kurzem von erreichte, natürlich gleich meine Aufmerksamkeit. Das besondere an der innovativen Trinkblase ist das einzigartige integrierte Drucksystem welches es erlaubt das Wasser aus dem Mundstück des Trinkschlauchs heraus zu sprühen. Aber das System bietet noch viele weitere spannende Innovationen. Da ließ ich es mir nicht nehmen ein Testmuster anzufragen.

Das

Das Großhandelsunternehmen Optamit, welches die Marke GEIGERRIG exklusiv in Deutschland, Österreich und in der Schweiz vertreibt, lieferte mir auch prompt das Trinksystem (2 Liter) zusammen mit dem GEIGERRIG (dazu später mehr) und einem zweiten, -fertigem Trinkschlauch.

Auffällig ist schon die minimalistische aber stylische Verpackung. Anschließend fällt einem sofort der Druckball ins Auge, welcher über einen Schlauch mit der Trinkblase verbunden ist. Mithilfe dieses Druckballs setzt man die Trinkblase unter Druck. Dazu verfügt die Blase über eine zweite Kammer die vom Wasser getrennt ist. Somit gelangt keine Luft in die eigentliche Wasserblase oder den Trinkschlauch.

Zum Befüllen der Trinkblase kann man den Trinkschlauch sowie den Druckschlauch über die Quick-Release Plug-&-Play-Verbindungen problemlos abnehmen. Diese ermöglichen einem zum Beispiel auch die Entnahme der Trinkblase, ohne dass man dafür die Schläuche vom Rucksack entfernen muss. Das Befüllen erfolgt ähnlich wie bei anderen Trinkblasen über eine weite Öffnung an der Oberseite. Die aufgefüllte Trinkblase wird anschließend in den Rucksack gesetzt, dann wird der Rucksack gepackt. Erst nachdem alles im Rucksack verstaut ist, wird die Blase unter Druck gesetzt. Dazu wird der Druckball gedrückt, bis die Blase den gewünschten Druck zum Sprühen erreicht hat (15-20 mal pumpen für die 2-l-Blase, 20-25 mal pumpen für die 3-l-Blase).

Durch sanftes Drücken des angewinkelten Mundventils sprüht das Wasser nun aus dem Schlauch heraus. Durch eine Drehung des Mundventils kann man dieses verschließen um versehentliches Sprühen zu vermeiden.

Als sehr einfach erweist sich die Reinigung der GEIGGERIG Trinkblase. Die Schläuche können hierzu, wie schon beschrieben, abgenommen werden. Dank des praktischen Gleitverschlusses kann sie leicht weit geöffnet und vollständig gereinigt werden. Außerdem kann die Trinkblase problemlos auf Links gedreht werden und ist sogar Spülmaschinen tauglich!

Doch was sind nun eigentlich die Vorteile des Sprühens und die Einsatzbereiche des GEIGERRIG Trinksystems?

  • Trinken
    Ein großer Vorteil von Trinksystemen im Allgemeinen ist die permanente Wasseraufnahme während Aktivitäten. So kann man unterwegs mehrmals kleinere Schlucke nehmen, anstatt Pausen abzuwarten (bei denen man gegebenenfalls auch noch den Rucksack abnehmen muss) und dann hastig in großen Schlucken trinken zu müssen.
  • Kühlen
    An heißen Tagen kann man seine Wasserversorgung dazu benutzen, einen feinen, kühlenden Dunst auf Gesicht, Nacken und Körper zu sprühen.
  • Reinigen
    Das Waschen von Händen, Gesicht, oder gar Wunden ist mit dem Sprühmechanismus des GEIGERRIG Drucksystems problemlos möglich.
  • Teilen
    Da man das Ventil zum Trinken nicht direkt in den Mund nehmen muss, kann man seinen Wasservorrat problemlos mit anderen teilen. Bei einem herkömmlichen Trinksystem, an dem man saugen muss, kommt es oft zu einem Rücklauf von verschmutztem Wasser in die Blase, genau wie von Schleim- und Schaumablagerungen, die sich am Mundstück sammeln und die ebenfalls in die Trinkblase gelangen können.

Wie man sieht wurde das GEIGERRIG Trinksystem nicht umsonst auf der Outdoor Trade Show in England als „Produkt des Jahres“ ausgezeichnet.

Das Trinksystem ist als 2 Liter sowie 3 Liter Version für jeweils 49,00 Euro erhältlich, oder auch in Kombination mit verschiedenen GEIGERRIG Trinkrucksäcken.

Der Filter

Aber GEIGERRIG bietet noch mehr. Der Sprühmechanismus ermöglicht dem Trinksystem, Wasser durch einen Filter zu drücken. GEIGERRIG stellt Filter her, die sich in den Trinkschlauch integrieren lassen, so dass Wasser, das unterwegs aus Bächen, Flüssen oder Seen aufgenommen wurde, auf seinem Weg aus der Trinkblase in den Mund hygienisch sauber gefiltert wird.

Der Filter (aktiver Kohlenstoff aus Kokosnußschale) entfernt dabei mehr als 99,9% Kryptosporidien- und Giardien-Parasiten. Die Filterkapazität beträgt bis zu 190 Liter Wasser.

Der Filter sowie der Filter-fertige Trinkschlauch sind einzeln für 29,95 Euro beziehungsweise 19,95 Euro erhältlich.

Das GEIGERRIG Trinksystem in der Praxis

Kommen wir nun aber zum Praxistest. Getestet habe ich das Trinksystem zum einen in einem kleinen Daypack, zum anderen in unserer Kinderkraxe, dem Deuter Kids Comfort III (siehe Fotos).

Das Einsetzen der Trinkblase gestaltete sich Konstruktionsbedingt beim Daypack recht einfach (Einsetzen der Trinkblase von Oben ins Hauptfach), bei der Kinderkraxe hingegen recht fummelig (Einsetzen der Trinkblase durch eine seitliche Öffnung). Besonders das Anbringen der Schläuche über die Quick-Release Verbindung erwies sich als Geduldsprobe da man nicht wirklich sieht was man macht.

Die Schläuche für Wasser und Druck habe ich parallel aus der dafür vorgesehenen Öffnung des Rucksacks verlegt und am Schultergurt befestigt. Sieht auf den ersten Blick wohl etwas komisch aus. Die GEIGERRIG eigenen Trinkrucksäcke bieten da eine elegantere Lösung. Hier werden die Schläuche auf beide Schulterriemen aufgeteilt und der Druckball verschwindet diskret in einer unauffälligen Tasche.

Unterwegs erwies sich das Trinksystem als sehr praktisch. Selbst unsere kleine Eve (2 Jahre) hatte keine Probleme selbstständig aus dem Schlauch zu trinken. Steht die Trinkblase einmal unter Druck muss man während einer Tour nur noch selten Pumpen um den Druck anzupassen. Die 2 Liter wurden dann auch fast komplett ohne Saugen aufgebraucht. Lediglich einige wenige Zentiliter verblieben am Ende in der Trinkblase.

Die Reinigung ging, wie vom Hersteller versprochen, leicht von der Hand. Lediglich den Spülmaschinen habe ich noch nicht gemacht, aber man wird wohl eh nicht gleich nach jeder Tour das Teil so gründlich reinigen müssen.

Fazit

Das Trinksystem von GEIGERRIG ist eine wirkliche Innovation. Besonders praktisch am Sprühsystem finde ich, dass man es nun nicht mehr nur zum Trinken nutzen kann, sondern z.B. auch zum Händewaschen oder zum Spülen des Berghaferls. Wer das schon mal mit einem herkömmlichen Trinksystem versucht hat, weiß wie umständlich dies ist. Wünschenswert wäre vielleicht nur noch eine Kappe für das Mundventil um dieses gegen Schmutz zu schützen.

Mit rund 50 Euro ist das Trinksystem deutlich teurer als herkömmliche Systeme wie z.B. von Deuter (ca. 30 – 35 Euro) oder Platypus (ca. 20 – 25 Euro), dafür bietet es aber auch einiges mehr. Die clevere Filteroption macht das System besonders für Leute die öfters abseits der Zivilisation und somit einer sauberen Wasserversorgung unterwegs sind, interessant. Wobei der Preis für das komplette Trinksystem sich dann schon auf knapp 100 Euro beläuft.

Weitere Informationen und Videos zum GEIGERRIG Trinksystem gibt es unter optamit.de (deutsch) und geigerrig.com (englisch).

PS: Was die Bezugsquellen angeht – Optamit ist Großhändler und verkauft leider nicht an Endkunden. Die Produkte sind in der Regel in gut sortierten Outdoor- und Fahrradfachgeschäften erhältlich.

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