Speläologie in der “Ste Barbe” Grotte
20. September 2011 von Sven
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Speläologie (bzw. Speleologie, Höhlenwandern oder auch Caving genannt) stand schon seit einiger Zeit auf meiner Outdoor-ToDo-Liste. Letzte Woche konnte ich nun endlich Ander vom Trekking Blog überreden einen Abstieg in die Ste Barbe (“Heilige Barbara”) Grotte im Mullerthal zu wagen. Drei weitere Freunde, darunter ein Ortskundiger der schon mehrmals in dieser Grotte unterwegs war, begleiteten uns am vergangenen Wochenende. Bei meinen Recherchen zu der Grotte stellte ich zudem fest, dass man nebenbei noch einen 5/5 Earthcache (GC27N1Q) loggen kann.
Schon am Parkplatz unweit vom Eingang 2 der Grotte mussten wir am späten Samstag Morgen feststellen, dass wir an diesem Tag wohl nicht allein unterwegs sein würden. In der Tat scheint die Grotte besonders bei Geocachern sehr beliebt zu sein. Insgesamt sollten wir 11 anderen “Höhlenforschern” begegnen, eine 3er Gruppe war bereits auf dem Rückweg, ein 2er Team startet gleichzeitig mit uns, und auf unserem Rückweg begegneten wir einer weiteren 6 Mann starken Gruppe. Dies führte dann auch unweigerlich zu längeren Staus an diversen Engpässen.
Kommen wir nun aber zur eigentlichen Speläologie Tour. Los ging es wie gesagt am Eingang 2 (siehe Plan “entrée 2″) der Grotte, da Eingang 1 schon vor einer Weile verschüttet wurde. Hier mussten wir auch gleich durch eine enge Spalte geschätzte 10 Meter hinunter, weiter hinab durch einige ähnlich tiefe Schächte, bis wir schließlich in der Region “Tord-Boyau” angelangt waren. Von hier aus ging es über einige besonders enge und etwas kniffelige Stellen weiter zum Abseilpunkt in die Kathedrale, dem Highlight der Tour. Rund 18 Meter geht es hier hinab in den beeindruckenden großen Raum. Die Kathedrale war dann auch der ideale Platz für die Mittagspause.
Anschließend erforschten wir noch die Regionen “Galerie des miroirs” und “Pays des merveilles”, bis hin zum “Reseau sud”, und wieder zurück um auch noch Teile des “Reseau nord” zu erkunden. Hier waren vor allem ein sicherer Tritt, etwas Klettern, und Quetschen durch Engpässe gefragt. In der südlichen Region kann man zudem auch interessante Sinterformationen und Tropfsteine beobachten, etwas was man sonst an keiner Stelle der Ste Barbe Grotte findet.
Der Rückweg gestaltete sich ebenso einfach oder schwierig wie der Hinweg. Allerdings verlangte der letzte Anstieg zum Ausgang nochmal alle Kraftreserven. Zum Glück hatten wir zuvor beim Einstieg eine Strickleiter befestigt, welche den Aufstieg etwas erleichterte, allerdings mussten die letzten Meter entlang der glatten Wände so überwunden werden.
Insgesamt waren wir rund 7 Stunden unter Tage, was aber zum Teil auch, wie schon erwähnt, auf das hohe Geocacher Aufkommen und den damit verbundenen “Staus” zurück zu führen war. Wer nur wegen dem Cache runter geht, kann auch in nur 4-5 Stunden wieder oben sein.
Die Fotos unserer Tour gibt es wie immer in der Galerie. Weitere (bessere) Fotos vom Kollegen der seine DSLR Kamera dabei hatte, werden noch folgen.
Ausrüstung
Zur speziellen Kletterausrüstung wie Seile, Abseilgeräte oder Steigklemmen kann und will ich nichts weiter sagen da ich mich hier einfach nicht wirklich auskenne. Ich denke Ander wird da sicherlich noch mehr dazu schreiben. Deshalb gibt es hier nur meine persönliche Ausrüstungsliste (von den Schuhen bis zum Helm):
- Alte Wanderstiefel sind für diese Grotte ideal. Sie bieten einen recht guten Halt und stabilisieren den Fuß. Da die Grotte trocken ist, sind Gummistiefel nicht unbedingt notwendig.
- Ein robuster Overall aus dem Baumarkt (unter Speläologen auch Schlatz genannt) ist bestens geeignet, denn die Kleidung wird am rauen Sandfelsen stark beansprucht.
- Eine Schicht wärmende Thermounterwäsche (langarmig und langbeinig) reichte bei mir um die ca. 12°C im Innern der Grotte ohne Frösteln zu überstehen.
- Robuste Handschuhe schützen die Hände vor Abschürfungen.
- Als Hüftgurt kam mein Edelrid Duke, den die Bergfreunde mir zur Verfügung gestellt hatten, erstmalig zum Einsatz. Dieser war recht bequem und störte nicht weiter in den Engpässen.
- Meinen Kopf schütze ein Kletterhelm, ebenfalls von Edelrid, bestückt mit der Petzl Tikka XP Stirnlampe. Die Kollegen hatten zum Teil spezielle Steinschlaghelme mit festmontierter Stirnlampe im Einsatz. Unser Höhlenguide (a.k.a. Höllenguide) hatte sogar einen Helm mit Karbidlampe dabei. Genügend Ersatzbatterien sowie Ersatzlampen dürfen bei einer solchen Tour auf keinen Fall fehlen.
- Ein Schleifsack (ein besonders strapazfähiger wasserdichter Rucksack, den man in Engstellen nachschleifen kann) für unseren Proviant und unser Material wäre sicherlich von Vorteil gewesen. Letztlich mussten aber einfache alte Rucksäcke herhalten.
Ansonsten sollte man alles dabei haben was man z.B. auch bei längeren Wanderung mitführt, wie etwa ausreichend Wasser, Proviant, und ein Erste-Hilfe-Set.
Zur technischen Ausrüstung ist vielleicht noch zu sagen, dass im Fels einige Gewindestangen zum Befestigen von Haken vom G.S.L. (Groupe Spéléologique Luxembourgeois) installiert wurden. Die Größe der Stangen müsste M12 sein, sollte aber vielleicht vorher beim G.S.L. nachgefragt werden. Wir haben die wenigen übrig gebliebenen fest installierten Bohrhaken genutzt, weitere Haken hätten unsere Seile aber sicherlich etwas mehr geschont. Auch das früher installierte Stahlseil am Eingang ist nicht mehr vorhanden. Dieses hätte wahrscheinlich vor allem den Ausstieg etwas erleichtert.
Reinhard Kleindl und Armin Holzer begehen erstmals Highlines an den Drei Zinnen
14. September 2011 von Sven
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Reinhard Kleindl und Armin Holzer haben in diesem August der langen Geschichte der Drei Zinnen ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Trotz dem bekanntlich brüchigen Dolomit Fels haben der Österreicher und der Südtiroler an den Gipfeln der großen Zinne, der westlichen Zinne und der kleinen Zinne perfekte Highline Spots gefunden und alle drei erstbegangen.
Entgegen aller Zweifel und Unklarheiten, ob es überhaupt möglich ist das Material sicher in diesem brüchigen und ausgesetzten Gelände zu spannen, fanden sie an allen drei Gipfeln Weltklasse Spots und perfekten Fels.
Gestartet sind sie an der großen Zinne, wo sie eine 31 Meter lange Line westlich vom Gipfel, oberhalb des Nordwandklassikers “comici”, spannten. Ein anspruchsvolles Unterfangen. Denn die Ausgesetztheit, das brüchige Gestein und die losen Felsen verlangte von den beiden äußerste Vorsicht, um keine Steine loszutreten und Kletterer unterhalb nicht zu gefährden. Nach einigen Versuchen und sich vertraut machen, konnte Reini Kleindl die Line komplett begehen. Armin schaffte sie in eine Richtung und stürzte auf dem Rückweg. Sie tauften sie auf den Namen “Vertigo” (lat. Schwindel).
Die “Perle des Westens”, 37 Meter lang, befindet sich in Gipfelnähe der Westlichen Zinne, nach Osten, der großen Zinne zugewandt. Auch hier mussten sie für den Aufbau unangenehmes, brüchiges Gelände überwinden. Besondere Vorsicht war auf dem Pfeiler, gegenüber dem Gipfelkreuz geboten, da direkt darunter der “Demuth-Kante”-Klassiker vorbei führt. Hier gelang beiden eine Begehung der kompletten Line.
Besonders die Line an der kleinen Zinne hatte es den beiden angetan: “Als wir beim Abstieg von der großen auf die kleine Zinne hinunterblickten sahen wir einen Berg, der eher aussah wie eine Burg aus einem Fantasy Film und einem Highline Spot wie aus einem Traum – gewaltig – über die gesamte Breite zwischen Vor- und Hauptgipfel,” beschreibt Armin Holzer die ersten Eindrücke. Laut Reini war es “der beste Spot, den wir je gesehen haben.” Sie spannten die 53 Meter lange Highline zwischen Vor- und Hauptgipfel. Reini gelang eine weitere Begehung – Armin konnte die Hälfte der Line gehen.
Sie tauften diese Highline “Elysium” und beendeten damit ihr Drei-Zinnen-Projekt.
“Für uns war es wichtig, nicht nur irgendeine Highline auf jeder Zinne zu spannen und zu begehen, sondern jeweils die aus unserer Sicht schönste und logischste”, beurteile Reini das Projekt. “Denn es mussten solche sein, die den Drei Zinnen gerecht werden.”
Während der Vorbereitungen und Begehungen, die über den ganzen August gedauert haben, haben die beide als Seilschaft die Drei Zinnen achtmal bestiegen und jeweils das gesamte Material selbst hinaufgetragen. “Wir haben in diesen Wochen die Drei Zinnen mit all ihren Facetten erlebt, vom wärmsten und sonnigsten Tag des Sommers bis hin zum Hagelsturm mit anschließenden Lichtspielen im Abendrot”, erinnert sich Armin.
Hinweis der beiden Erstbegeher
Wer diese Lines wiederholen will, muss nicht nur Highlinen mit allen technischen Anforderungen perfekt beherrschen, sondern auch alpinistische Erfahrung mitbringen. Wer sich in brüchigem Fels nicht verantwortungsvoll und sicher bewegen kann, gefährdet nicht nur sich selbst, sondern vor allem andere.
HANWAG sponsert neue Biwakschachtel auf Jubiläumsgrat
18. August 2011 von Sven
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Mitarbeiter des DAV und Helfer installierten am vergangenen Freitag hoch droben auf dem Jubiläumsgrat zwischen Zugspitze und Alpspitze eine neue Biwakschachtel. Ein Super Puma, ein spezieller Transporthubschrauber, flog das signalrote “Grathütterl” zu seinem Platz auf 2.684 Metern Höhe. Die Höllentalgrathütte genannte Biwakschachtel stiftete der Trekking- und Bergschuhhersteller HANWAG zu seinem diesjährigen 90. Firmenjubiläum der Alpenvereinssektion München.
Als Hans Wagner 1921 in Vierkirchen bei Dachau das erste Paar Schuhe unter seinem Namen (HANs WAGner) schusterte, ahnte er wohl kaum, welchen Stellenwert und welch guten Ruf seine Schuhe 90 Jahre später in Bergsteiger-Kreisen haben werden. Seit damals ist HANWAG dem Alpinismus eng verbunden. „Ein Bergschuh muss unter den extremsten Bedingungen funktionieren. Darum können sie gar nicht sorgfältig und gewissenhaft genug gearbeitet sein. Die Sicherheit ist das Wichtigste!“ sagt Sepp Wagner, Neffe des Firmengründers. Sepp ist selbst so alt wie die Firma, die er jahrzehntelang geleitet hat. Vor ein paar Jahren, mit 85, hat er sich aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. Aber seine Worte gelten bis heute.
Sicherheit spielt in den Bergen eine entscheidende Rolle und Hanwag trägt mit seinen Berg- und Trekkingschuhen seinen Teil dazu bei. 2011 zeigen die Bayern ihre Bergpassion mit einem ganz besonderen Geschenk an die Alpin-Gemeinde, bei dem Nachhaltigkeit und Sicherheit zusammengehen: Auf dem Jubiläumsgrat, dem berühmten Verbindungsgrat zwischen Alpspitze und Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, installiert Hanwag im Bergsommer 2011 eine neue Biwakschachtel. Sie ersetzt jene alte und mittlerweile baufällige Notunterkunft, die seit 1962 (!) den Bergsteigern Unterschlupf bietet und schon so manchem das Leben gerettet hat. Hanwag stiftet die „Schachtel“ der DAV Sektion München, die sich in Zukunft um die Instandhaltung der neuen Notunterkunft kümmert. Die neue Grathütte wurde am 12. August 2011 auf dem Jubiläumsgrat installiert.
Diese erste Schachtel aus dem Hause Hanwag, die nicht aus Pappe und groß genug für mindestens acht Paar Bergstiefel samt deren Besitzern ist, steht auch symbolisch für den Weg, den Hanwag geht. Dazu Verkaufs- und Marketingleiter Jürgen Siegwarth: „Das Grathütterl befindet sich in der Mitte des Jubiläumsgrates. Die Aussicht ist fantastisch. Und man hat noch eine schöne, lange Strecke vor sich. Da eine Tour zu zweit mehr Spaß macht als alleine, ist GORE-TEX Footwear als langjähriger und bewährter Seilpartner auch bei dieser Unternehmung mit dabei. Mit diesem Geschenk an die Alpin-Gemeinde wollen wir unsere Verbundenheit zur Szene, zu Bayern, zu unseren Partnern und zum Gebirge zum Ausdruck bringen.“
(Fotos: Hanwag / JoachimStark.de)
Salewa Hot G2 Bent Karabiner – Rückruf zum Austausch
26. Juli 2011 von Sven
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Aufgrund von Abweichungen der Bruchlast zu den Normwerten ruft SALEWA die Hot G2 Bent Karabiner zurück. Die Merkmale der betroffenen Karabiner sind wie folgt:
- Artikelnummer: 1557 Hot G2 Bent
- Farbe: 0999/ rot
Produktionsseriennummern der betroffenen Hot G2 Bent Karabiner lauten:
- 02 11
- 03 11
Diese Nummern sind direkt neben den Angaben zur Bruchlast zu finden (siehe Abbildung) oder auf der gegenüberliegenden Seite des Karabiners gleich neben der Zertifizierungsnummer.
Der vorsorgliche Rückruf betrifft nur den einzelnen Karabiner. Original SALEWA Express-Sets wurden nicht mit den betroffenen Karabinern hergestellt. Daher sind Original SALEWA Express-Sets NICHT betroffen.
Der Hintergrund
SALEWA führt regelmäßig Tests für Sicherheitsprodukte durch, um höchste Qualität und Sicherheit zu gewähren. Im Rahmen dieser Tests wurden Karabiner auf ihre Belastbarkeit getestet. Dabei wiesen die Karabiner Hot G2 Bent in ihrer Bruchlast Abweichungen zu den Normwerten auf. Wichtig: Der Test wurde unter äußerst extremen Bedingungen durchgeführt, die in der Praxis eher unwahrscheinlich sind. Um jegliche Risiken für den Anwender auszuschließen, entschied SALEWA, alle Hot G2 Bent Karabiner mit den genannten Seriennummern vorsorglich vom Markt zu nehmen. SALEWA bittet die Inhaber der Karabiner, mit einem SALEWA-Fachhändler oder der SALEWA Sportgeräte GmbH Kontakt aufzunehmen. Die betroffenen Karabiner laut Beschreibung werden umgehend durch neue Karabiner ersetzt.
Hinweis: Es werden ausschließlich Hot G2 Bent Karabiner mit den oben aufgeführten Produktionsseriennummern ausgetauscht. Alle anderen Karabiner tangiert dieser Rückruf NICHT.
Für Rückfragen: SALEWA Sportgeräte GmbH, Hotline (von 9.00 bis 16.00) 089-90993 120, Email: recall@salewa.com
Alle weiteren Infos zu der Rückrufaktion unter www.salewa.com.
Jugger – Mittelalterliches Rugby für jederman
Kürzlich bin ich im Internet auf die “Sportart” Jugger gestoßen. Hierbei handelt es sich um eine Art mittelalterliches Rugby welches etwas kriegerisch angehaucht ist und eine Mischform aus einem Ballspiel und einer Art Nahkampfschlach darstellt. Ziel des Spiels ist es den Spielball (traditionsgemäß ein künstlicher Hundeschädel aus Schaumstoff), so oft wie möglich in das gegnerische Tor (Mal) zu bringen.
Seinen Ursprung hat Jugger in dem Film Die Jugger – Kampf der Besten (1989) mit Rutger Hauer. Hier spielen umherziehende Mannschaften um ihren kargen Lebensunterhalt, viele mit dem Ziel vor Augen, einmal in die sagenumwobene Liga aufgenommen zu werden, in der, Gladiatorenwettkämpfen gleich, zur Belustigung der Wohlhabenden Wettkämpfe ausgetragen werden. Im Film wird äußerst brutal gespielt, so dass Knochenbrüche und Platzwunden die Regel sind. Das reale Spiel hingegen ist nicht gefährlicher als andere Mannschaftssportarten.
Das Spielfeld misst 20×40 Meter. Jede Mannschaft besitzt an ihrer Feldseite ein rundes Mal, das es zu schützen gilt. Eine Mannschaft besteht aus bis zu 8 Spielern, 5 Feldspieler und bis zu 3 Ersatzspieler. Zu den 5 Feldspielern gehören ein Läufer (Qwik), höchstens ein Kettenmann und drei bis vier Kämpfer (Pompfer). Der Läufer ist unbewaffnet und darf als einziger den Schädel aufnehmen.
Zu jedem Zugbeginn stellen sich die Mannschaften an ihren Feldseiten auf, der Schädel wird in der Mitte des Feldes platziert. Auf das Startkommando stürmen beide Mannschaften aufeinander zu. Die Läufer versuchen, den Schädel zu nehmen und ihn in das gegnerische Mal zu stecken. Schafft dies ein Läufer, so bekommt seine Mannschaft einen Punkt, und ein neuer Spielzug beginnt. Die Zeitmessung erfolgt bei Jugger übrigens über Trommelschläge (von ca. 1,5 Sekunden), wobei eine Halbzeit 100 Schläge lang dauert.
Wird ein Spieler von einem Sportgerät getroffen (gilt auch bei Sportgeräten der eigenen Mannschaft), wobei Berührungen zählen und keine Wirkungstreffer, so hat sich der getroffene Spieler auf den Boden zu knien und muss fünf Schläge lang aussetzen.
Die verwendeten Sportgeräte beim Jugger heißen Pompfen. Bei allen Polsterwaffen sind senkrecht von oben geführte Schläge verboten. Zur Verfügung stehen:
- Stab : Der Stab ist 180 cm lang und mit beiden Händen zu führen.
- Q-Tip : Der Q-Tip ist zwei Meter lang und hat zwei Schlagflächen, ähnlich einem Paddel.
- Langpompfe : Die Langpompfe (auch „Langschwert“) ist insgesamt 140 cm lang, davon der Griff 40 cm. Man muss immer beide Hände am Griff lassen.
- Kurzpompfe und Schild : Eine Kurzpompfe (auch „Kurzschwert“) ist 85 cm lang, wobei die Länge des Griffs 20 cm beträgt. Eine Kurzpompfe wird einhändig geführt, da man in der anderen Hand den Schild oder eine zweite Kurzpompfe führt. Der Schild hat einen Durchmesser von 60 cm.
- Kette : Die Kette ist insgesamt 320 cm lang. Sie besteht aus der Schlaufe, der Kette und dem Schwungkörper.
Jugger ist eine wirklich interessante Funsportart wie ich finde. Bei einem Spiel im Park wird man auf alle Fälle Aufmerksamkeit auf sich ziehen :)
Weitere Informationen zu Jugger findet man im Jugger Blog sowie auf der Portal Seite der deutschen Jugger Community.
(Fotos : Ein Uhu, Susanne Serwe)

























